Warum ist OP-Kleidung grün?

6 Antworten

Die Frage ist zwar schon sehr alt, aber trotzdem möchte ich hierauf noch antworten.

Ich bin selber Krankenschwester und diese Frage wurde während meiner Ausbildung behandelt.

Es gibt mehrere Gründe, weshalb die OP-Kleidung grün (oder auch manchmal blau) ist.

  1. Grün und blau sind Farben, die beruhigend auf den Menschen wirken. Patienten sind vor OP´s in der Regel sehr aufgeregt und man hat festgestellt, dass die Herzaktivität enorm zunimmt, wenn die Patienten mit OP-Fachpersonal konfrontiert werden, die weiße Bekleidung tragen. Grün und blau hingegen wirken beruhigend auf den Menschen. Es sind Farben, die in der Natur häufig vorkommen und es wird nicht sofort Gefahr damit verbunden.

  2. Es ist nötig, einen Farbkontrast zur OP-Fläche zu bilden, so sind z.B. auch die Abdecktücher des OP-Feldes grün oder blau. Wären diese Tücher weiß, dann würden sie, bedingt durch die Blutungen des OP-Gebiets, im Laufe der OP auch rot werden und die Ärzte könnten das OP-Gebiet nicht mehr gut überblicken. Der Farbkontrast ist bei den oft stundenlangen OP´s dringend nötig, weil sonst das OP-Gebiet vor den Augen der Ärzte verschwimmen würde.

  3. Auch für die Wäscherei ist dieser Farbunterschied wichtig, denn OP-Bekleidung wird gesondert behandelt, muss sie doch absolut keimfrei sein.

Es gibt inzwischen noch weitere Farben, die in Kliniken verwendet werden. So tragen einige Mitarbeiter der Klinik inzwischen auch rötliche Farbtöne, wie z.B. pinke Kleidung in der Pädiatrie, weil man festgestellt hat, dass Kinder dann nicht so schreckhaft und ängstlich reagieren.

Die Bettbezüge sind in den meisten Kliniken auch nicht mehr rein weiß, sondern wurden mit Gelb- oder Blautönen kombiniert. So versucht man auf diese Art und Weise langsam, diesen mit der Klinik verbundenen Schrecken ein wenig aus den Köpfen der Menschen zu entfernen. So gibt es z.B. auch schon einige Privatkliniken, in denen auf Arztkleidung komplett verzichtet wird, aber bis das in den Allgemeinklinken umgesetzt wird, werden wohl noch viele Jahre vergehen.

Letztendlich ist es aber so, dass der Respekt, der Ärzten gegenüber ausgeübt wird, doch immer noch am Höchsten ist, wenn sie wie üblich mit ihrem weißen Arztkittel durch die Krankenhausgänge wandern und ich glaube, das ist auch gut so. Irgendwie muss man sie ja von den Menschen unterscheiden können.

Wer weiß aber, wie sich die Farbgebung in den einzelnen Berufen in den nächsten Jahren ändern wird? Letztendlich sind Wissenschaftler und Forscher immer auf der Suche nach Veränderungen, die in ihren Augen Sinn machen. Manche machen wirklich Sinn und bei manchen fragt man sich, ob die Leute sonst keine Probleme haben ... aber das ist eine andere Geschichte.

Alles zwar nicht falsch aber auch nicht ausschlag gebend! Der wahre grund war dass man auf grünen kitteln blut nicht erkennt. früher als die kittel noch weiß war haben die meisten patienten regelrecht panikattacken bekommen wenn sie blut auf den weisen kitteln sahen!

Grün ist die Farbe, bei der das Auge nicht ermüdet. Gleichzeitig reflektiert sie das Licht der Op.-Lampen wenig. Ärzte und Assistenten müssen das Wundgebiet sehr gut sehen können und diese Farbe hat sich als die beste herausgestellt. In den meisten Op. sind ja auch die Wände grün.

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