Warum ist Mobbing keine Straftat?

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7 Antworten

Gemobbte können Mobber anzeigen und Mobbing ist eine Straftat die sehr ernst genommen wird, allerdings wird erst von Mobbing gesprochen wenn feindselige aktionen zielgerichtet über einen längeren Zeitraum (min 6 monate) und konstant (min einmal die Woche) durchgeführt werden. Ein Problem ist sich überhaupt erstmal alleine gegen eine eingeschworene Gruppe zu stellen, dann hast du das Problem der Nachweisbarkeit, und Mobbingbetroffene vertrauen auch niemanden mehr daher gehen die kaum zur Polizei oder vertrauen sich anderen an und es geht bei Opfern weniger um Gewaltphantasien anderen gegenüber eher um das systematische zerstören der eigenen Wertschätzung und das treiben in den Suizid.
Mobbingbetroffenen effektiv helfen und rausholen aus ihrer Hölle? Das ist mit Anzeige nicht getan das heißt selber aktiv werden wenn man es mitbekommt. Klar aufstehen den Mobbern Stirn bieten. Sagen hier und vor mir nicht, nicht weg schauen oder gar mit machen sondern zum Betroffenen gehen und stehen. Das hilft gegen Mobbing und verunsichert Mobbinggruppen die meist nur aus ein oder zwei Mobbern bestehen und zum Rest aus Mitläufer die Angst haben selber Ziel zu werden.

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Kommentar von MarcoAH
29.07.2016, 10:53

Ich habe es leider immer, egal ob es mich betraf oder jemand andern, ganz anders erlebt, dass dem Mobbingopfer immer die Schuld gegeben oder dass das Mobbing weggeredet wird. Ich rede hier nicht von einer Handlung, sondern von unzähligen. Das Opfer zieht immer den Kürzeren. Von ernst nehmen kann hier nicht gesprochen werden.

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Kommentar von Miwalo
31.07.2016, 15:15

Ja, das ist mir in den Medien auch aufgefallen.

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Es IST eine Straftat. Das Problem daran ist der Nachweis. Meistens kann der Gemobbte schlecht beweisen, dass er gemobbt wird, weil es keine Zeugen gibt bzw. diese alle zusammen halten.

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Kommentar von Miwalo
29.07.2016, 09:51

Meine Forschungen dazu haben im ersten Moment etwas anderes ergeben. Kannst du mir die Quelle nennen?

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Mobbing ist eine Straftat. Allerdings gehen bei der Polizei so viele anzeigen wegen mobbing ein, das sie garnicht alle nachverfolgen können. So hat mir ein Polizist das mal erklärt

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Leider sind einzelne Mobbinghandlungen wie Beleidigung, strafbar ($242 StrG), aber Mobbing an sich ist (leider) kein Straftatbestand. Da ist Schweden uns voraus. Da Mobbing dort ein Straftatbestand.

Was ich nicht verstehe, ist, wenn ein Mensch geschlagen wird, ist das körperliche Gewalt und sstrafbar, wenn eine Frau zu Sex gezwungen wird, ist das sexuelle Gewalt und ebenfalls strafbar, aber wenn jemand Gemobbt wird, ist das Psysische Gewalt, und auch strafbar? Warum steht von Mobbing nichts im Strafgesetzbuch, wenn jemand immer wieder erniedrigt oder ungerechtfertigter Weise angeschrieen wird z.B.?

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Kommentar von Miwalo
29.07.2016, 10:10

Ganz genau!

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In den bisherigen Antworten wurde schon viel darüber gesagt. Ja, Mobbing ist eine Straftat, wenn eindeutig negative Folgen für das Opfer nachweisbar sind. Das müssen nicht erst ernste Verletzungen oder psychische Probleme sein. Manche Auswirkungen sind eher subtil und manifestieren sich z. B. in gewissen Schwierigkeiten im Umgang mit den Mitmenschen oder im Bewältigen bestimmter situationen.

EIne zentrale Frage ist, ob die Gesellschaft als Ganzes die notwendigen Konsequenzen zieht. Es muss eine Sensibiliserung für Mobbing stattfinden, und zwear in allen Bereichen. Hier sollte Aufklärung stattfinden, z. B. in Schulen, Unis, Firmen, Sprotvereinen et c.

Gerade im Rundfunk- und Fernsehbereich beobachte ich einen graduellen Niveauabbau. Fängt es nicht schon bei den (in meinen Augen quasikriminellen) Müllabsonderungen von Privatsendern an? Ist nicht der sog. Abwärtsvergleich eine Einladung zum Mobbing, oder zumindest etwas, was die Hemmschwelle herabsetzt? Allein schon die oft gehässig-schadenfroh klingenden Stimmen der Moderatoren oder Sprecher in diesen auch als Assisendern bezeichneten Verdummungsanstalten sollte die Verantwortlichen hellhörig machen.

Eine weitere Gefahr, gerade für junge Leute ist der Druck, dem Heranwachsende in der Gruppe ausgesetzt sind. Das ist nichts neues und ist in gewissen Grenzen auch unbedenklich. Doch in den letzten 10 bis 20 Jahren scheint sich eine Medien(un)kultur um den 'peer pressure' aufgebaut haben. Man lese nur die Beiträge hier, in welchem Jugendliche verunsichert über ihr Äußeres sind oder sich als zurückgeblieben fühlen, weil sie ein bestimmtes sexuelles Level noch nicht erreicht haben.

Junge menschen ordnen sich zunehmend unkritisch einem hauptsächlich von den Medien und der Werbebranche vermittelten Äusserlichkeitsdogma unter. Wer da nicht im Gleichschritt mitmarschiert ist schon fast automatisch ein Mobbingkandidat.

Somit sollten die genannten Branchen zur Verantwortung gezogen werden.



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Wer würde denn jemanden bei mobbing anzeigen? Die Mobbenden mobben ja nur leute, die niemals etwas sagen würden, außerdem schämen sich dafür auch viele.

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Kommentar von Miwalo
29.07.2016, 09:52

Es könnten ja auch Dritte denjenigen anzeigen.

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Kommentar von Luca1303
29.07.2016, 09:53

Ja, machen aber nicht viele, weil die selber angst haben, dass sie dann "dran" sind. (bei z.B. einer Schule)

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Kommentar von Miwalo
29.07.2016, 09:56

Aber wäre es klar gesetzlich geregelt, dann wäre es auch eine andere Wirkung. Der Mobber wüsste "ich begehe gerade eine Straftat". Und alle anderen ebenfalls.

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Kommentar von Luca1303
29.07.2016, 09:58

Ja, aber bei mir an der schule waren auch viele, die dann mit 12 andere gemobbt haben und dann auch sehr stark und die interresiert das nicht, ob sie es dürfen oder nicht.

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Bei Mobbing ist immer noch das Problem dass man keinen handfesten Beweis hat. Man kann es nur mündlich schildern.

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