warum ist milch so billig?

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6 Antworten

Also anhand der bereits gegebenen Antworten und Kommentaren merkt man, was es mal wieder für eine Unwissenheit über die Landwirtschaft gibt.

Dass die Landwirte Gelder von Dr EU bekommen ist schon richtig. Jedoch sind diese Zahlungen nicht an die Tierzahl gekoppelt sondern sind Ausgleichszahlungen je Hektar bewirtschaftetes Land. Doch dieses Geld gibt es nur, wenn ausreichend verschiedenen Kulturen in einer Fruchtfolge angebaut werden, wenn Vorgaben zur Düngung und Pflanzenschutz eingehalten werden und genaustens notiert und gemeldet werden, wenn ein Greening, d.h. Anbau von extensiven Zwischenfrüchten oder Stilllegung von Ackerland, durchgeführt wird. Außerdem ist der Landwirt an viele Termine gebunden, z.B. begrenzte Zeit zum Gülle ausbringen.

Dafür bekommt der Landwirt ca. 300 Euro im Jahr, hört sich zwar viel an, macht aber z.B. bei unseren Betrieb nur ca. 1,5 ct je produzierten Liter Milch aus.

Achja ich kann nicht bestätigen, dass Landwirte viel Geld haben.

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Omnivore10 09.06.2016, 14:58

Jedoch sind diese Zahlungen nicht an die Tierzahl gekoppelt sondern sind Ausgleichszahlungen je Hektar bewirtschaftetes Land.

Den Mythos wirst du aus den Köpfen nicht mehr rausbekommen

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Oh Gott Leute....was schreibt ihr denn für Müll? Also bitte nicht falsch verstehen,mittlerweile sind gute Posts gekommen. 


Mit dem Wegfall der Milchquote ist es den Bauern erlaubt so viel Milch zu produzieren wie es ihnen nur möglich ist. Die Milchquote hat das vorher reguliert. Daher ist auch durch die Russen die den Markt vollpacken, so viel vorhanden das die Preise in den Keller schlagen.

 Ich als gelernte Landwirtin, möchte die netten unter uns darauf hinweisen das es wohl kaum **mir bekannte** Skandale in der Milchproduktion gab! Im Moment liegt der Milchpreis bei 20 Cent. Vor 2 Jahren hatten wir noch das doppelte. Schlimm...wird alles vor die Hunde gehen. Und die Betriebe schneller zumachen und 1000e Kühe werden einfach geschlachtet werden. Achso zum Thema Subventionen: ein Landwirt erhält GV/ha das bedeutet Großvieheinheit je Hektar bzw. Ungefähr 300 Euro im Jahr pro Tier. Und weil wir gleich bei einer Rechnung sind. Eine Kuh frisst am Tag ca für 3,50 €. Gibt in den 300 Melktagen im Durchschnitt 14 Liter Milch. Wie viel Geld bleibt dem Bauern 😉?

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ettchen 09.06.2016, 02:55

Tja, dann soll der ach so arme Bauer seinen Job eben aufgeben.

Komischerwesie tut das aber kaum einer. Woran mag das wohl liegen? Und erzähl mir bloß keiner was von "Liebe zur Scholle" oder so. Nee, die bleiben dabei, weil es nach wie vor extrem viel Geld aus öffentlicher Hand gibt.

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kriko91 09.06.2016, 03:02
@ettchen

Jeden Landwirt den ich kenne. Macht seinen Job nicht wegen dem Geld, sondern weil es nichts schöneres gibt. Freilich muss man Geld verdienen. Aber ich habe noch keinen "Bauern " im Porsche gesehen. ...Du etwa? 

Landwirtschaft ist eine ehrliche Arbeit. Leider gibt es Menschen wie dich ,die es nicht verstehen, wie viel Zeit, Pflege und Intelligenz dazu gehört. Denn schließlich Arbeitet der "Bauer" nicht nur mit Maschinen sondern vor allem mit Individuen. Aber behalte weiter deine Meinung. Das ist ok. 

Bei uns kommt die Ware nicht vom Band, wir schaffen noch mit Herz und Hand 😙

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kriko91 09.06.2016, 03:05
@ettchen

Achso. Warum gibst denn du nicht einfach deinen Beruf auf. Ist doch nicht schwer. Wenn so viel dagegen spricht. ZeIg uns doch wie einfach das ist 😊

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ettchen 09.06.2016, 03:26
@kriko91

die Russen die den Markt vollpacken

Ach so, die bösen Russen sind dran schuld. Ja klar, gleich noch ein bisschen Ausländerfeindlichkeit reinpacken, kommt immer gut. Verstehe.

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kriko91 10.06.2016, 11:39
@ettchen

*kopfschüttel* ich weiß nicht was das mit Ausländerfeindlichkeit zu tun hat, denn du bist ja auch Deutsche/r. Jemand aus England ist Engländer/in. Jemand aus Russland ist Russe/in.

Was ist daran jetzt verkehrt? Korrigiere mich bitte wenn ich was falsches gesagt habe. 

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Preise gestaltet der Markt.

Bauern aber sind Jahrzehnten gewohnt, aus staatlichen und insbesondere aus EU-Mitteln, massiv bezuschusst zu werden und teilweise für (im Sinne des Wortes) nichts Geld in beträchtlichem Maße zu erhalten. Dieses "Leben wie die Made im Speck" hat viele Bauern gierig gemacht. Wenn sie jetzt mal an einem ihrer Produkte erleben, dass die Profite zurückgehen, jammern sie sogleich.

Die Lösung ist simpel. Wenn sich die Milchwirtschaft für einen Bauern nicht mehr lohnt, soll er damit aufhören.
Das tut er aber nicht. Warum? Weil der Verkaufspreis nur den kleinsten Teil seines Einkommens ausmacht. Den größten Teil bekommt er aus Zuschüssen. Der Bauer würde auch dann noch fett verdienen, wenn er gar nichts für den Verkauf von Milch bekäme.

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Richard30 09.06.2016, 02:13

Ja das ist war, es wäre besser, wenn dieses ganze Subventionieren nicht so ausarten würde, dann kann Milch auch ruhit teurer sein.

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ettchen 09.06.2016, 02:51
@Richard30

Nun, es sieht ja im Prinzip folgendermaßen aus:

ein Bauer hat zwanzig Milchkühe. Die Milch verkauft er lokal. Zusammen mit seiner übrigen Landwirtschaft erwirtschaftet er genug, um davon ganz gut leben zu können. (Stand: etwa 1952)

Dann kommen moderne Zeiten. Er vergrößert und mechanisiert seinen Hof. hat jetzt dreihundert Kühe. Und Schweine Und Kartoffel und Getreide. Und Gemüse. Er  verdient viel, bekommt vom Bund Bauernförderung. Stand 1965. Hof wird renoviert, neues Wohnhaus gebaut, Mercedes gekauft.

Dann kommen andere Zeiten. Er spezialisiert sich. Keine Schweine mehr,  kein Getreide, kein Gemüse, nur noch Milchwirtschaft. Tausend Kühe. Investitionsförderung aus staatlichen Mitteln. Ausgleichzahlungen für das Nichtproduzieren von Schweineflesich, Getreide und Gemüse. Entschädigungszahlungen für das Abschaffen der Schweine. Stand 1982  Hof wird renoviert und erweitert, Landgasthaus eröffnet, Ferienhaus in Mallorca gekauft.

Kalbfleischskandal zerstört den Kalbfleischmarkt. Überproduktion lässt den Rindfleischpreis sinken, BSE-Skandal. Erhöhte EU-Förderung für Milchwirtschaft und weitere Zahlungen aus EU-Mitteln für Bauern, die ihren Rinderbestand reduzieren. Nur noch fünfhundert Kühe. Bauer geht in Rente, Sohn und Tochter übernehmen. Statt Landwirtschaft betreibt der Hof Finanzwirtschaft mit staatlichen und EU-Mitteln. Stand 1995. Bankkonto ist längst im achtstelligen Bereich.

Rinderbestand weiter reduziert, dafür mehrfache Ausgleichszahlungen aus Bundes- und EU-Mitteln für Nichtproduktion diverser landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie weitere Bauernförderungen aus Bundes- und EU-Mitteln. Expandierender Milchmarkt verspricht kurzfristig lohnende Profite, Milchproduktion wird exzessiv hocjhgefahren. Positive Einnahmenentwicklung aufgrund des Milchbooms lässt den Wert des Hofes steigen, erworbene Grundstücke im Umfeld können teuer verpachtet werden. Stand 2005. Sohn und Tochter betreiben zusätzlich zum Hof einträgliche Geschäfte mit Immobilien.

Milchpreis bricht erwartungsgemäß zusammen. Gelder fließen nach wie vor in Millionenhöhe, aber in Pressemitteilungen berichten Sohn und Tochter nicht von ihren Millionenzuschüssen und Millionengewinnen, sondern von den durch eigenes Fehlverhalten verursachten Profiteinbußen in der Milchwirtschaft. Stand 2015/2016.

So sieht das nämlich aus.

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frank394 09.06.2016, 07:11

@ ettchen, das was du da geschrieben hast in der Antwort, hat leider nichts mit den tatsächlichen Zuständen zutun. Landwirte haben noch nie im Überfluss gelebt, momentan erst recht nicht. Außerdem machen die Ausgleichszahlungen der EU nur einen geringen Anteil des Einkommens aus.

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Sie ist so billig, weil Menschen wie du immer billigere Milch kaufen und wollen. Setz doch einfach ein Zeichen und kauf nich die Milch für 40 Cent, sondenr die für 1 Euro.

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GaryAnderson 09.06.2016, 02:35

ich würde genauso gut 60 70 80 cent bezahlen wenn es so wäre. warum sollte ich mehr als das doppelte bezahlen wenn ich sie auch billig bekomme? es sind genug andere dinge teuer genug..

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Je nachdem was für Milch, wo sie her kommt und wie es den Kühen die sie erzeugen geht

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weil die leuter immer weniger zahlen wollen. je billiger desto besser. viele bauern leiden darunter aber die preise werden von aldi lidl und co weiter gedrückt. und was sollen die bauern sonst mit ihrer milch machen?

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GaryAnderson 09.06.2016, 01:53

ja das ist echt krass. die bauern verkaufen den liter für 20 cent oder?

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Chrublick 09.06.2016, 01:57

das stimmt so nicht. die Bauern produzieren seit es die Milch Quote nicht mehr gibt unbegrenzt Milch. die Folge wenn Milch in Überfluss auf dem Markt existiert ist selbst erklärend. und damit sie überhaupt Gewinn haben produzieren sie noch mehr ein Teufelskreis... ^^ die Supermärkte geben die Preise nur weiter.

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