Warum ist man zu der Annahme gekommen, dass die Erde eine flache Scheibe ist, haben die astronomischen Kenntnisse noch nicht ausgereicht es zu erkennen?

11 Antworten

Aber sicher haben sie ausgereicht, schon vor Tausenden von Jahren. Eratosthenes hat ca. 200 v. Chr. sogar den Erdumfang bis auf wenige 100 km genau berechnet.

http://www.wernerpieper.de/schmath/erl_erat.htm

Ein merkwürdiges Völkchen, diese "Flat-Earthler". Ich denke mal, die Hälfte von denen ist dabei, nur um gegen irgendetwas "dagegen" zu sein. Die andere Hälfte sind unbelehrbare Spinner, die ihre Ansichten zur Pseudo-Religion erhoben haben.

Allein die Aussage, dass sämtliche Aufnahmen unseres Globus von außerhalb gefälscht sind, sagt ja einiges über deren Geisteshaltung.

Ja, und wenn die Realität nicht in deren Weltbild passt, wird die Realität eben umgeschrieben ... bis sie passt. Daraus ist z.B. die Annahme entstanden, dass unsere Sonne ca. 60 km entfernt ist und ca. 50 km Durchmesser hat. :D

Die haben auch ein deutschsprachiges Forum. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass jeder, der ernsthaft mit denen zu diskutieren versucht, sofort in die Trollecke ausgesperrt wird.

Zur allgemeinen Erheiterung kann man ja mal die Kommentare auf Youtube lesen, das TailorDurden hier eingestellt hat.

Ich freue mich schon auf die "Daumen unten" - Klicks der anwesenden Spinner. Ernstzunehmende Argumente habe ich von denen noch nie gelesen. :D

Du sprichst mir aus der Seele. Mir geht dieser Flache-Erde-Schwachsinn unglaublich auf den Zeiger.

Danke, danke, danke,

Willy

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@Willy1729

Gern geschehen.

Würde mich ja gern mal ernsthaft mit einem Vertreter dieser Zunft auseinander setzen - aber ich glaube, die haben Angst, dass man sie vom Gegenteil überzeugen kann. :)

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@Willy1729

Vielleicht mal wieder regelmäßig zur Arbeit gehen. (Okay, ich werde jetzt fies. :)

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In grauer Vorzeit glaubte man natürlich, dass die Erde flach ist. Wenn man (ohne jede wissenschaftliche Kenntnis) geradeaus schaut, ist es ja auch erstmal das naheliegendste, denn der Horizont "bricht" ja nicht plötzlich nach unten weg, sondern bleibt scheinbar immer gerade.

Allerdings kam in gebildeten Kreisen schon recht früh der Verdacht auf, dass die Theorie von der flachen Erde vielleicht falsch ist. Die ersten, die ganz konkret von einer Kugelform ausgingen, waren die alten Griechen.

Eratosthenes (ein griechischer Geograph) war sogar der erste bekannte Forscher der behauptete, man könne Indien erreichen, wenn man einfach immer nach Westen segeln würde. Ein klarer Beweis dafür, dass er von einer runden Form ausging.
Auch die Phönizier dürften schon früh von der wahren Form der Erde gewusst haben.

Leider ging vieles von dem Wissen der Antike in der Übergangszeit zum Frühmittelalter verloren, und so glaubten noch bis in die frühe Neuzeit manche Menschen an die "Erd-Scheibe". (Manche tun das sogar heute noch...)

Es ging nicht soviel verloren, wie du glaubst - im Gegenteil: in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends wurden von den Moslems die alten Schriften der griechischen Philosphen ins Arabische, Persische etc. übersetzt; es gab richtige Bibliotheken und Bildung und Weltoffenheit waren ein hohes geschätztes Gut. Erst nach den Kreuzzügen, in denen die Christen im Namen Gottes Moslems und Juden abschlachteten, brachten ein paar weltoffene Menschen dieses Wissens nach Europa, wo es sich nach und nach im Zuge der Renaissance verbreitete und dann auch erweitert wurde. Deswegen heißen die heute verwendeten Ziffern auch "arabische Zahlen".

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Als die Texte das Alten Testaments geschrieben wurden, ging man von einer Scheibe aus. Dementsprechend wurden auch die Texte verfasst. Bibelgläubige, die jedes Wort der Bibel für wahr halten, entnehmen daher den biblischen Texten die Scheibenform. Und da die Bibel angeblich das Wort Gottes enthält, die Wissenschaft aber nicht anerkannt wird, gibt es eben bei streng Bibelgläubigen immer noch die Vorstellung von der flachen Erde.

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