Warum ist man heutzutage so versessen darauf, nur einen Beruf zu haben?

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20 Antworten

Es gibt natürlich überhaupt keine Argumente, sich auf einen Beruf zu konzentrieren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass für viele der heutigen Schüler, der Beruf noch gar nicht existiert, in dem sie später arbeiten werden. Und umgekehrt wird es einige der heute existierende Berufe zukünftig nicht mehr geben.

Diese mehr oder weniger heitere Beruferaten ist auch nur Show. Dabei geht es nur darum, dass die Schulinsassen ganz allgemein auf ein Arbeitsleben vorbereitet werden. Überlege Dir doch mal, mit was für Leuten man es als Schüler zu tun hat. Die meisten Lehrer haben die Schule nie verlassen. Ich zähle die Universität mal dazu. Sie waren fast ihr gesamtes Leben in dieser Institution; erst als Schüler/Studenten, dann als Lehrer. Obendrein klammern sich einige an ihren Beamtenstatus, der einem das Gefühl einer sicheren Karriere vermittelt. Sie bekommen also etwas vorgelebt.

Wenn junge Leute im Elternhaus keinen Berufswechsel erleben, erfahren sie auch nichts von Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. Und sei mal ehrlich, wer hat denn in der Schule die Gelegenheit, sich auszuprobieren? Man ist so damit beschäftigt, die Erwartungen anderer Leute zu erfüllen, dass nur wenige die Gelegenheit haben, über sich nachzudenken.

Es sollte in der Schule überhaupt nicht um einen bestimmten Beruf gehen, sondern um (Über)Lebensfähigkeit. Dazu braucht man aber wiederum die Schule nicht,msondern das Leben.

Gruß Matti

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Kommentar von lesterb42
21.01.2016, 12:23

Es gibt auch ein Leben vor dem Tod bzw. neben der Schule. Die Zeit in den Ferien kann man auch sinnvoll nutzen und trotzdem Spaß haben.

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Nun, irgendwann will man auch mal arbeiten und nicht mehrere Ausbildungen oder Studiengänge hintereinander machen.

Ein Studium kostet außerdem Geld, in der Regel macht man eines und übt dann den entsprechenden Beruf aus, einfach aus Geld und zeittechnischen Gründen.

Bei der Ausbildung ist es ähnlich. In einer Ausbildung verdient man in der Regel recht wenig, irgendwann möchte man auch gerne mehr verdienen, eine eigene Wohnung haben, Geld sparen.

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Richtig ist das es in D relativ schwer ist vom Kfz Mechaniker zum Banker zu wechseln, das liegt aber eben zum Teil daran das eine dreijährige Ausbildung üblich und in aller Regel gefordert wird. In den USA mit ihren Anlernjobs bist du nach drei Monaten Investmentbanker.....

Wenn du dich jetzt breitbandig aufstellst bedeutet es auch eine breitbandige Ausbildung von 6-10 Jahren nach schulischer Bildung/Studium wann gedenkst du ein Einkommen zu haben? Es genügt nicht nur ein schlaues Bürschchen zu sein......

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In unseren heutigen Gesellschaft ist Arbeit und Geld das "wichtigste". Man wird in einem System hineingeboren, wo man sozusagen "ausgebildet" wird, ein Sklave des Systems zu sein. Man arbeitet sehr viel, damit man wenig Geld bekommt.. das meiste Geld ist an dem Staat und das ist "das wichtigste".
Das Problem ist: dass Leute die nicht in diesem System sein wollen, schlecht rauskommen können, weil man für alles Geld braucht, um einigermaßen angenehm leben zu können.

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Kommentar von lesterb42
21.01.2016, 12:18

Irgendwie bist du mit deiner Gesamtsituation unzufrieden.

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Ich glaube das ist hauptsaechlich in Deutschland, mit seinem starren Ausbildugssystem so, aber es lockert sich auch schon. Ich lebe im Ausland und gehe davon aus dass, wenn ich unbedingt Mechatronikerin werden wollte, das auch koennte (ueber teure Kurse).

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also, dass einem früh eingeblüht wird man soll sich für einen beruf entscheiden ist mir neu. ich für meinen teil habe in der grundschule noch nicht gewusst, was ich werden will. per se finde ich es aber gut, wenn leute früh wissen, was sie wollen! denn es gibt nichts dooferes, als die schule fertig zu haben und dann ein jahr daheim rumzusitzen, weil man keine ahnung hat, was man machen will?!

wenn man dann einmal vor der entscheidung steht und eine ausbildung oder ein studium machen soll bleibt einfach nur die eine alternative sich für eine sache zu spezialisieren. zwei ausbildungen parallel sind schwierig, zwei studienfächer parallel nur machbar, wenn man philosophie und germanistik macht. jedes fach mit einem klaren berufsbezug ist nicht parallel zu etwas anderem studierbar, es geht einfach nicht, das ist zu viel!

außerdem ist das ja kein phänomen unserer heutigen gesellschaft sondern ein jahrhunderte alteingesessenes system! im mittelalter war der schmied auch nicht nebenher braumeister!

generell ist evtl auch anzumerken, dass es sehrwohl parallele schienen gibt. als beispiel ist hier das duale studium anzumerken, bei dem man einen ausbildungsberuf parallel neben einem studium erlernt. aber natürlich geht das nur dort, wo sich fachbereiche überschneiden, denn doppelten aufwand für einen doppelten abschluss kann niemand stemmen!

"warum man sich für eine spezialisierung begrenzen sollte".... finde ich etwas unglücklich die formulierung... denn es gibt durchaus berufe/studiengänge, die sich für schnittstellen zweier themenbereiche spezialisiert haben. z.B. wirtschaftsinformatiker, oder woftware-ingenieure! das sind natürlich auch spezialisten für besondere nieschen, aber per se sind sie doch recht breit aufgestellt...

spezialisieren allgemein sollte man sich allein deshalb um einen spezialisierten beruf ausüben zu können, soweit logisch. wenn man sich jetz aber auf zwei sachen spezialisieren möchte hat man entweder doppelten aufwand (macht niemand) oder man hat beides nur so halb gemacht (sojemanden will ein arbeitgeber eher nicht) also umgekehrt, es spricht nichts wirklich für eine doppelte spezialisierung. der denkanstoß, den du bringst, indem du sagst man hat eine alternative mehr, ist nicht unberechtigt aber trifft die situation nicht ganz, denn die leute die gesucht werden sind meistens richtige spezialisten - nicht umsonst wird vom fachkräftemangel gesprochen. große wissenschaftler, die sich in mehreren themenbereichen auskannten fallem mir jetzt grad auch nicht viele ein um ehrlich zu sein - nur in fachbereichen die eng zusammen hängen!?

-> fazit: es gibt durchaus leute die breiter aufgestellt sind (duales studium, schnittstellenbereiche); am arbeitsmarkt sind spezialisten gesucht; doppelter aufwand für doppelte ausbildung wird daher nicht belohnt, ergo macht es niemand; die ursachen für spezialisierung müsste man bei der entstehung von berufen an sich suchen (viele jahre v.chr!) denn genau dort hat sich das "spezialistentum" gegen die allrounder durchgesetzt

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Wer kann es sich finanziell leisten mehrere Berufsausbildungen oder Studiengänge zu machen?? Nach dem ersten ist doch jeder froh, endlich mal Geld zu verdienen

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Kommentar von 5000steraccount
21.01.2016, 06:07

Während einer Ausbildung verdient man Geld, und sofern man nicht komplett verwöhnt ist (was bei den meisten ja leider der Fall ist), kann man mit diesem Geld auch auskommen, selbst wenn man nicht bei den Eltern wohnen kann (ganz davon abgesehen, dass dieses heutige "so schnell ausziehen, wie möglich" auch ein modernes Phänomen ist, was eigentlich überhaupt nicht nötig wäre). Klar, die Mieten in D. werden immer teurer, aber es gibt WGs, Studentenwohnheime etc.

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Bei uns werden die Jugendlichen seit vielen Jahren darauf vorbereitet, dass sie  eher nicht ein ganzes Leben den gleichen Beruf ausüben werden.

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Wer hat denn schon groß Bock, zweimal zu studieren? Das kostet Geld. Außerdem sind heute Berufe oft so komplex, dass man erstmal Jahre darin arbeiten muss, um richtig gut darin zu werden und vor allem, um gut darin zu verdienen. Wieso sollte ich das dann wegschmeißen und was Neues lernen? Die meisten Leute sind heutzutage übrigens Fachidioten, weil alles einen viel größeren Umfang hat, als früher noch. Außerdem, deine Annahme, dass du ohne Probleme in einen ehemals gelernten Beruf wechseln kannst, in dem du schon seit Jahren nicht mehr gearbeitet hast, ist naiv. Es zeigt, dass du von der Arbeitswelt noch nicht viel Ahnung hast. Ich rate dir, dich auf eine Sache zu konzentrieren. Damit hat man es schon schwer genug, wenn man Erfolg haben will.

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Ein Argument dafür sind die ständigen Fragen hier nach dem Beruf den man wählen soll. Vielen fällt es einfach schwer sich erstmal für einen zu entscheiden.

Außerdem ist das ziemlich Zeitintensiv drei lehren zu machen ( oder ähnliches). Erstens könntest du in der Zeit schon arbeiten und zweitens nimmst du anderen den Platz weg.

Ich fände es besser wenn du bei dem Job bleibst den du hast und dich darin weiterbildest. Es gibt überall was neues zu lernen. Da muss man nicht von vorne beginnen

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Es hindert Dich ja keiner daran, es anders zu machen. Ohne Förderung, wirst Du das aber kaum allein auf die Beine bekommen. Lehrgehälter sind nun mal nicht geeignet, ein Leben zu finanzieren. Auch nicht ein bescheidenes.

Das (jahrhundertealte und nicht heutige) Berufssystem ist nun mal auf Spezialisierung ausgelegt.

Mehrere voneinander unabhängige Berufe bieten auch nicht so gute Aufstiegschancen, wie aufeinander aufbauenden Weiterbildungen. Ein Bürokaufmann, der auch Koch ist, hat ja gegenüber einem, der sich auch in Contolling oder Personalwesen auskennt, nur eine bessere Chance, wenn es um die Bewerbung in der Kantine geht.

Ich kenne davon abgesehen Leute, die als Quereinsteiger ihre Berufsrichtung gewechselt haben. Ganz so star ist unser System also nicht.

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Es ist nicht so, dass man nur einen Beruf erlernen soll, nur soll der/die Jugendliche sich einen Beruf wählen der ihm Freude macht und mit größter Wahrscheinlichkeit auch abschließt, ob danach noch etwas anderes gelernt wird ist jedem selbst überlassen. (Meistens unter finanzieller Ansicht nicht möglich)

Von Berufsberatern selbst halte ich aber nichts! (Wenn der Berufsberater eine Ahnung von Karriereplanung hat, wäre er bestimmt nicht Berufsberater!)

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Kommentar von gadus
21.01.2016, 06:22

Dem letzten Absatz kann ich wirklich zustimmen.  Lg  gadus

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ohne staatlichen titel ist man in D nicht viel? da must dann immer beweisen das du was kannst? es ist schwer besser zu sein wie der es von der picke gerlent hat. es gibt zuviel überfleiger und wenige die was von der pike gut kennen?

ja sicher der super generalist ist der beste und braucht keine ausbildung weil er sich immer bestädigt wie gut er ist?

aber soche gibt es sehr wenige und selbst dies müssen beweisen dass sie super sind.

in der regel ist der Dr. der tittel der beweist das er eint thema das er noch nicht kennt super berabeiten kann und zu einem guten ergebnis kommt (wissenschaftlich)

also mache den dr. in einem fach und man unter stellt dir das du immer sehr gute ergebnise liefern kannst.

PS: ein arbeit geber sagte mal ich habe keine arbeit zu vergeben! aber ich habe viele aufgaben die best möglich erledigt werden sollen.

beweis ihm das du es am besten machst und der stellt ich sofort zu einem guten preis ein?

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Argumente können sein:

1. Man lernt nie wirklich genug, im Laufe seines Berufslebens erlangt man ganz automatisch tiefergehende oder höhere Qualifikationen

2. Das kann man aber nur schaffen, wenn man sich innerhalb eines großen Gebietes bewegt, mit einem soliden Ausgangspunkt und einem Kerninteresse

3. Wann soll dein kleiner Bruder denn Superman werden deiner Meinung nach? Das Leben besteht aus mehr als nur mal hier und da und trotzdem Profi für alles, das Leben entscheidet ganz automatsich wo es hin geht, so lange man nicht zu viel darüber nachdenkt.

4. Rente ist gar nicht so schlecht, blöd ist nur, wenn das alles ist, woran man denkt, da muss ich dir auf jden Fall Recht geben.

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Es ist nicht so wie Du schreibst. Es ist schon wichtig Jugendlichen klar zu machen DASS sie einen Beruf erlernen sollten/müssen. Aber doch nicht nur einen. Das kann  auch jeder selber entscheiden. Klar, dass der mehr Chancen hat, der auch mehr weiß. Aber so aufgeklärt sollte jeder schon selber sein, um das zu erkennen.

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Kommentar von 5000steraccount
21.01.2016, 06:16

Da habe ich aber andere Erfahrungen gemacht. Sämtliche Lehrer, die ich jemals gehabt habe, haben es regelrecht verteufelt, irgendwann mal die Profession zu wechseln. Das Dumme daran war nur, dass selbst einige früher Erzieher und Journalisten waren.

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das was du da schreibst wird schon lange nicht mehr "gelehrt"

Heute und in Zukunft ist die Devise ; Ausbildung, Weiterbildung; Kurse; Weiterbildung, Kurse; Weiterbildung; usw usw

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Kommentar von swissss
21.01.2016, 06:19

 Heute gilt für viele Arbeitnehmer: Wer beruflich weiterkommen möchte, der muss sich ständig fortbilden. Denn die Welt dreht sich weiter und so entstehen täglich neue Ideen, Techniken und Strategien. Wer up-to-date bleiben möchte, kommt an steter Weiterbildung also gar nicht vorbei. 

http://www.network-karriere.com/index.php?module=News&func=display&sid=21862

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Heutzutage reicht ein Beruf nicht aus. Weiterbildung, Zusatzqualifikationen ist das A+O.

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sagt dein kleiner burder das er alles könner ist?

oder meist du es nur?

das beste ist man zeigt immer selbst was man kann? heute gibt es möglichkeiten alle dinge zu machen nur der generalist habe ich sehr wenige gesehen. denn dies super leute fallen die stuffen schnell nach oben? die ander sind die möchte gerne generalisten. die es immer wieder schaffen andere zu blenden.

also wenn dein kleiner burder nur einzer schreibt und dabei noch mehr lernen möchte gibt es möglichkeiten auch ihn zu fordern und ihn an seine grenzen zu bringen mit super weiterbildungen. z.b. kann er wie mache andere 12 sprachen zu sprechen oder in mathe. kurse an der uni besuchen?

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Kommentar von 5000steraccount
21.01.2016, 07:24

Nein, mein Bruder ist definitiv kein Alleskönner, sein Zeugnis ist leider dieses Jahr sehr schlecht ausgefallen. Er lernt auch nicht sonderlich gerne. Ich wollte ja nicht sagen, dass die "Dummen" nur einen einzigen Beruf erlernen und die "Schlauen" gleich mehrere. Ich habe einfach nur diesen Druck mitbekommen, den seine Lehrer ihm machen, und mich daher wieder mal gefragt, woher diese allgemeine gesellschaftliche Ablehnung gegen mehrere Professionen kommt.

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Tun wir in der Beratung und Begleitung nicht.

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Ich verstehe nicht, warum man so viele Ausbildungen machen sollte. Kann sich ja auch im Lebenslauf schlecht machen, mein Chef zum Beispiel würde denken, der weiß nicht was er will.

1 Ausbildung, 1 Beruf uns bis zur Rente dort arbeiten. Man kann sich ja auch im gelernten Beruf weiterbilden.

LG

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