Warum ist man auf eigene Nationalität, Rasse, Religion etc. stolz?

13 Antworten

Wenn ich mal von deiner unzulässigen Verallgemeinerung absehe, lässt sich das so erklären, wie es Schopenhauer, ein deutscher Philosoph des 19. Jahrhunderts, in seinen Aphorismen schrieb:

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein: hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.

Wenn er weiter schreibt,

Die Deutschen sind frei von Nationalstolz und legen hierdurch einen
Beweis der ihnen angerühmten Ehrlichkeit ab; [...]

dann konnte er noch nicht wissen, was sich nur wenige Jahrzehnte später entwickeln würde, obwohl er die Gefahr erkannte.

[...] vom Gegenteil aber die unter ihnen, welche einen solchen [Nationalstolz] vergeben und lächerlicherweise affektieren; wie dies zumeist die »deutschen Brüder« tun, die dem Volke schmeicheln, um es zu verführen.

In diesem Zusammenhang äußerte er sich auch zum Nationalcharakter:

Dem Nationalcharakter wird, ehe er von der Menge redet, nie viel gutes ehrlicherweise nachzurühmen sein. Vielmehr erscheint nur die menschliche Beschränktheit, Verkehrtheit und Schlechtigkeit in jedem Lande in einer anderen Form und diese nennt man den Nationalcharakter. – Jede Nation spottet über die andere, und alle haben recht.

Bei solchen Sätzen könnte ich glatt Schopenhauerfan werden.

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Ich denke das geht um Zugehörigkeit und auch darum, ein Ding zu haben. Ich bin zum Beispiel stolzer Hamburger und ich hab keinen Plan warum ich darüber überhaupt stolz drauf bin, ich bin schließlich nur einer von 1 Millionen. Aber es ist nun mal so, dass in meinen Augen Hamburg die schönste Stadt der Welt ist und ich das Recht besitze hier wohnen zu dürfen  erfüllt mich mit Stolz.

Früher war das mit dem Nationalstolz auch in einer etwas anderen Weise. Da ging es darum, das geliebte Vaterland zu verteidigen vor allem, was ihm schaden will. Vor der Globalisierung waren Länder auch häufig auf sich alleine gestellt und mehr oder minder in sich zurück gezogen. Dadurch entwickelt sich natürlich eine gewisse Ideologie, welche dann auch angestachelt werden kann und mal ganz schnell in Richtung Nationalismus o. ä . schwanken kann.

Das mit den Osmanen stimmt, geht aber den meisten Kolonialmächten bzw. Großreichen so, das römische Reich war keinen Deut besser. 

Ganz ehrlich, wundert dich es, dass Erdogan auf sowas stolz ist?

Ich finde deine letzte Aussage unpassend, was hat Nationalstolz mit freiem Denken zu tun? Bei Religion eventuell und Leute die mit Rassen kommen denen ist eh nicht mehr zu helfen.

So lange Du z.B. an deine Nationaliäts pochst, bist Du nicht frei. 

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Das weiß ich auch nicht. Ich bin eigentlich nur stolz auf meine eigene Leistung.
Um nicht missverstanden zu werden: ich bin heilefroh, Deutsche zu sein. Aber ich wäre genauso froh, wenn ich Schwedin, Engländerin, Französin etc.. wäre. Also Westeuropäerin. Ich bin heilefroh, dass ich keine Irakerin bin oder Afghanin oder Syrerin.

Aber stolz bin ich deswegen nicht. Da kann ich doch nichts für. Das ist Zufall der Geburt. Und auf meine Hautfarbe bin ich auch nicht stolz. Sicher, es hat Vorteile, weiß zu sein (leider), aber warum sollte ich stolz darauf sein? Wieder ein Zufall der Geburt.

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