Warum ist man als stolze/r Deutsche/r ein Nazi und als stolze/r Türke etc ist es normal das man stolz auf seon Land ist?

15 Antworten

Ich finde Patriotismus ist für eine gesunde Gesellschaft sehr wichtig, denn es war schon immer so, dass die Menschen innerhalb eines Staates zu den verschiedensten Themen unterschiedliche Meinungen hatten und mit dem Patriotismus gab es immer noch diesen einen Konsens auf den sich die Menschen einigen konnten, nämlich die Liebe zum Eigenen, zur Heimat und zur Kultur, sowie den Drang dazu diese zu erhalten.

Heute findet sich kaum noch Patriotismus in unserer Gesellschaft und man sieht und spürt ja wie sich diese, aufgrund des fehlenden gemeinsamen Konsenses, zum Negativen hin verändert.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Edit: Kleiner Fehler unterlaufen, habe offensichtlich die Antwort unter die falsche Frage geschickt. Hinterfragt bitte nicht wie mir das passieren konnte. :-D

Interessanterweise passt die Antwort zumindest ansatzweise zum Thema. :-)

Hier noch einmal eine besser zur Thematik passende Antwort:

Ja, es ist ganz normal stolz auf sein Land zu sein. Die Identität eines Menschen hat mehrere Ebenen und Seiten und ein Teil der Identität eines jeden Menschen ist die Herkunft, die Kultur und das Volk, zu dem er gehört. Wer diesen Teil seiner Identität verleugnet, landet zwangsläufig in einer Identitätskrise.

Es mag Menschen geben, die behaupten, man könne nicht auf etwas stolz sein, was man nicht selbst geleistet hat, aber das ist totaler Blödsinn, sonst könntest du auch nicht stolz auf Dinge sein, die Personen in deinem Umfeld geleistet haben.

Aus diesem Grund ist es auch möglich und gut auf Dinge stolz zu sein, die deine Vorfahren und Ahnen geleistet haben, geschaffen haben, sowie Dinge, die sie dir hinterlassen haben.

Diese Möglichkeit das irgendwann Menschen dem gedenken und stolz darauf was du geleistet hast, ist das was dich als Mensch antreibt und unserem Dasein einen Sinn verleiht.

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Wen man sein Land irgendwie vorangebracht hat, ja, dann ist man auch ein wenig stolz auf sich selbst. Sonst ist es bestenfalls lächerlich bis peinlich.

Ich habe einfach ein Problem mit dem Wort "Stolz" auf eine Nation! Wenn ich auf die Leistungen einer Nation stolz bin, muss ich mich doch logischerweise auch für deren negative Taten schämen! Da ich weder einen Beitrag zu den historischen deutschen Leistungen noch zu den historischen deutschen Verbrechen geleistet habe, lehne ich für mich persönlich den Begriff Nationalstolz aber auch Nationalscham ab. Natürlich kann man das auch anders sehen, aber bitte dann auch mit beiden Seiten der Medaille.

Dennoch betrachte ich mich als Patriot. Ich bin Deutscher, ich bin in der deutschen Kultur und Sprache aufgewachsen und Teil der deutschen Gemeinschaft. Deutschland ist mein Schicksal im Guten wie im Bösen. Insgesamt bin ich froh im heutigen Deutschland leben zu dürfen und bin dankbar für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und relativen Wohlstand.

"Stolz" auf sein Land sein ist eing GEWALTIGER Unterschied zu "Nazi sein".

Dass man als Nazi abgestempelt werden würde, wenn man stolz auf sein Land ist, ist selbst Narrativ der Rechten, die damit vertuschen wollen, dass sie eben nicht "stolz auf ihr Land" sind, sondern vor allem rechts.

Abgesehen davon: Wer nichts hat worauf er stolz sein kann, ist halt stolz auf das, wofür er am wenigsten kann: seine Staatszugehörigkeit.

Es macht einen Unterschied ob man stolz auf sein Land ist, weil es soviel erreicht hat und man gerne in seinem Land wohnt, oder ob man sein Land für das wichtigste Land der Welt hält und man niemanden von Außen duldet und Hass schürt. Die, die AfD wählen oder bei Pegida mitmarschieren, sind keine Patrioten. Die lieben Deutschland nicht. Die lieben nur ein Deutschland, wie es vor knapp 80 Jahren einmal war und wie es hoffentlich niemals wieder sein wird.

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