warum ist Liebe kompliziert?

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8 Antworten

Das ist Tatsächlich nicht einfach. Wenn man die Wissenschaftliche Seite betrachtet bemerkt man, dass wir Menschen nicht für lange Beziehungen geschaffen sind. Wir Menschen suchen nicht automatisch nach Gefühl nach den richtigen Partner sondern haben schlicht und einfach nur gelernt nach Bauchgefühl das Ziel zu überleben und sich zu reproduzieren zu sichern. Wir benötigen viel Erfahrung um überhaupt einen Partner zu finden der WIRKLICH zu uns passt. Oft sind wir nicht in einer Beziehung mit einen Partner, weil wir den Partner so lieben, sondern weil wir einfach nicht alleine sein wollen. Das bedeutet ohne die nötige Erfahrung und das nötige wissen sorgt unser eigenes Ego dafür das wir oft in einer Beziehung stecken die uns nicht wirklich glücklich machen. Aber angenommen wir haben die Erfahrung die wir brauchen um den richtigen Partner zu finden, wie bringen wir den/diejenige dazu auch langfristig bei uns zu bleiben ? Menschen verändern sich bekanntlich, ich meine du bist auch nicht der selbe Mensch der du vor 10 Jahren warst. Was ist wenn man sich einfach auseinander lebt ? Das heißt einen Partner alleine zu finden ist nur der erste Schritt für eine lange und glückliche Beziehung und noch lange nicht das Ziel.

Würde man das Sexualverhalten der Menschen mit das der Tiere bzw. den Primaten vergleichen, so würde man das Verhalten genau zwischen den der Bonobo Affen und den Gorillas einstufen. Beide Primaten besitzen im Verhalten gewisse Ähnlichkeiten wie wir Menschen.

Nehmen wir als erstes die Bonobo Affen: Sie haben viel Sex und auch IMMER Grund dazu. Wird eine neue Nahrungsquelle entdeckt, haben diese Tiere Gruppen Sex um Spannungen ab zu bauen. Sowas wie Eifersucht scheint es hier nicht zu geben, hier hat jeder mit jedem Sex. Auch wir Menschen haben dieses Verhalten bis zu einem bestimmten Punkt. Das Verhalten lässt sich bei Frauen und Männern oft nachweisen die Single sind aber auch einige Paare führen vor allem im Anfangsstadium ein solch "offenes" Verhältnis. Einige wieder rum sind auch während der Beziehung sehr offen. Es ist also von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Auf der anderen Seite die Gorillas: Sie haben nur einen Partner. Das Männchen will nichts lieber als ein Weibchen das nur er begehren darf. Andere Männchen dürfen nicht einmal in ihre Nähe. Nur er darf seine Gene an sie weiter geben. Ein Weibchen das ihr Männchen betrügt wird vom Männchen meist sofort verlassen. Ein Weibchen kann also nach einer solchen Aktion sicher sein nie wieder von dem Männchen begehrt zu werden.

Uns Menschen kann man durch aus genau dazwischen einstufen. Bis zu einen bestimmten Punkt ist beides Ok. Lass uns nun aus der evolutionären Sicht darüber Sprechen warum Frauen so ticken wie sie ticken und warum Männer so ticken wie sie ticken. Das Verhalten hat sich zum Größten Teil bis heute nicht verändert einfach weil es sich über die Evolution bewährt hat. Ich vergleiche den Menschen mit gerne mit einen Computer. Von Außen sieht man eine neue Hardware aber die aber als Software findet man noch immer Windows 95 vor.

Fangen wir bei den Männern an. Hier ist es mit der Anziehung relativ schnell erklärt. Der Mann galt immer als das stärkere Geschlecht. Er versteht es zu überleben und Logische Entscheidungen zu treffen. Schnelles Handeln waren bei der Jagt gefragt damit kein anderes Raubtier schneller ist und ihm seine Beute weg nahm. Da der Erfolg sich leicht durch Unterstützung beim Jagen verdoppeln ließ, Jagten die Männer oft nicht alleine. Das blieb noch heute fest verankert, noch heute entwickeln wir Männer emotionale Bindungen zu Menschen mit denen wir zusammen bestimmte Aktivitäten nach gehen. Die Chance als Mann sich in eine Frau zu verlieben mit der wir eine Menge erleben ist daher sehr hoch. Das gemeinsame Fußball spielen, Radfahren, Klettern etc. Simuliert das Steinzeitliche gemeinsame Jagen. Zum überleben braucht der Mann keine Frau und das Kind austragen muss er auch nicht. Das weiß der Mann auch. Darum ist das Verhalten des Mannes für das Reproduzieren seiner Gene Sinnvoller so viele Frauen wie möglich zu schwängern nicht wahr ? Logischer Weise steigt seine Chance seine Gene Erfolgreich weiter zu geben. Doch das ganze hat einen Kleinen Hacken. Es steigert zwar seine Chancen seine Gene weiter zu geben aber am Anfang ist das Kind noch schwach und auch die Frau als das Schwächere Geschlecht kann das Kind auf Dauer nicht beschützen. Deshalb gibt es das Gefühl für Zusammenhalt. Das soll sicher Stellen, dass das Nachkommen sicher aufwachsen kann. Das Gefühl von Liebeskummer sorgt dafür das wir unseren Partner/Partnerin nicht einfach so verlassen. Es ist also gut das wir Liebeskummer spüren und das Gefühl haben, auch wenn es nicht immer toll ist. Die Frage ist nur mit welcher Frau lohnt es sich eine Familie zu gründen ? Am meisten Sinn würde es machen, mit einer Frau eine Familie zu gründen, die vom Optischen wie auch vom Charakterlichen zu ihm passen. Optische Merkmale wie Lange Beine, volle Lippen und Pralle Brüste sagen aus, dass die Frau fruchtbar ist, mit ihr hat er die besten Chancen gesunde Nachkommen zur Welt zu bringen. Doch auch das Charakterliche muss stimmen. Als Mann kann er es sich nicht leisten sich emotional an eine Frau zu binden die nicht treu sein kann, denn wenn sie von einen anderen Mann geschwängert wird, müsste er 9 Monate warten bis er seine Gene weiter geben zu können, einer solchen Frau treu zu bleiben wäre Zeitverschwendung und das Kind eines anderen Groß ziehen ? Das ist nicht gerade seine Wunschvorstellung.

Aber bevor es weiter geht, einmal zu den Frauen: Die Frauen gelten als das Schwächere Geschlecht, jagen ist für sie also absolut nichts. Aber Sammeln kann sie gut. Den sogenannten "Sammlerinstinkt" kann man übrigens noch beim Einkaufen beobachten. Während der Mann beim langen Einkauf gestresst wirkt, schaut gerne 2 bis 3 mal hin, selbst wenn sie genau wusste das sie es sowieso nicht haben will. Das Verhalten hat in der Steinzeit das Überleben der Familie gesichert. Sie musste genau hinsehen ob die Beeren die sie pflückt auch gut sind und ob sie nicht doch die giftigen von den essbaren vertauscht. Bei der Jagt kann der Mann sich das Verhalten überhaupt nicht leisten. Er musste schnell handeln. Er hatte keine Zeit nach zu schauen und sich zu denken "hmm hat der Mamut auch wirklich gutes Fleisch ? Was ist wenn es doch nicht schmeckt ?" Bei der Partnerwahl musste die Frau sehr darauf aufpassen mit WEM sie was hatte. Sie kann es sich nicht leisten etwas mit einen Mann zu haben, der sie später doch wieder verlässt und sie schwanger alleine im Wald zurück lässt. Optische Merkmale wie ein hübsches Gesicht nützen der Frau überhaupt nicht und ist auch kein Zeichen von Fruchtbarkeit. Ihr ist das VERHALTEN des Mannes wichtig. Frauen sind von Natur aus daher viel anspruchsvoller als Männer. Frauen wollen einen Mann der Treu sein kann, in der Lage ist sich um sie zu sorgen und Führungsqualitäten beweist. Dieser Mann ist unabhängig, in der Lage Grenzen auf zu zeigen und der Beziehung eine Richtung zu geben und zu führen. Aber auch Männer die bestimmte Qualitäten nicht aufweisen sind willkommen sie können immerhin noch befreundet sein. Das würde wenigstens ihre Überlebenschancen erhöhen. Daher wollen Frauen von Natur aus Begehrt werden. Frauen verlangen es danach verlangt zu werden. Sexuelle Fantasien wie die von bis zu 10 Männern gleichzeitig begehrt zu werden ist somit keine Seltenheit bei Frauen. Aber welchen Mann findet sie attraktiv ? So attraktiv das sie ihn und NUR IHN will, sodass sie bereit ist bei ihm treu zu sein ? Ein Mann mit Führungsqualitäten, Grenzen und der in der Lage ist die Frau zu beschützen und für sie zu sorgen und unabhängig ist. Alpha Männchen wirken daher irre attraktiv, ich meine wenn die sich schon um eine Gruppe Männer kümmern können, werden sie sich auch um ein kleines Mädchen kümmern oder eine Familie Kümmern können.

Jetzt kommt die Beziehung ins spiel. Beide wollen viele Partner aber beide wollen auch nur den einen Partner. Der Mann wie auch die Frau kann es sich vorstellen Fremd zu gehen doch wenn es darum geht den anderen Partner es ebenfalls zu zugestehen, machen sie einen Rückzieher. Der Gedanke das der Partner/die Partnerin etwas mit einen anderen/andere haben zu können ist für beide Parteien unangenehm, auch wenn beide die geheime Vorstellung haben.

In einer funktionierenden Beziehung geht es also darum auf diese Dinge ein zu gehen, auf das ein oder andere zu verzichten aber auch zu bekommen was man sich von den anderen wünscht. Eine Beziehung ist wie eine Art Sozialer Handel. Derjenige der dem anderen hinterher läuft ist meist auch derjenige der mehr gibt als er dafür zurück bekommt. Daher sind Beziehungen oft auch sehr kompliziert, denn beide wollen etwas vom andere haben aber beide müssen auch bereit sein etwas zu geben, sonst wird früher oder später etwas zusammen brechen. Deshalb ist Kommunikation auch sehr wichtig.

Aber es wird noch komplizierter. Jetzt kommt es natürlich auch auf die Jeweilige Person an. Ist die Person z.b. verzweifelt und hat wenig Optionen, so wird er den nächst besten Partner wie jemanden behandeln der als einziger zu ihm passt. Man fängt an aus purer Verzweiflung viel zu geben und sich mit wenig zufrieden zu geben, man fängt an sich jedes Respektlose Verhalten gefallen zu lassen, Hauptsache er/sie verlässt ihn/sie nicht.

Bitte beachte, das ist NUR die evolutionärtechnische Sicht auf das ganze. Die Wahrheit ist hier wesentlich komplexer als das. Zu dem Unterscheidet sich auch einiges von Mensch zu Mensch, denn nicht jeder hat die exakt gleichen Erfahrungen und Dinge erlebt.

Schamgefühl, schüchternheit und das zwanghafte Bedürfnis ALLES richtig zu machen

Man kann sich alles kompliziert machen - das ganze Leben! Man kann sich aber auch vieles selbst erleichtern! Auch die Liebe! Versuch bloß nicht, es allen Recht zu machen - dann kannst Du nur scheitern! Am besten, Du selbst weißt, was Du willst! Und danach lebst Du!

Man macht sie sich selber manchmal kompliziert;-)

Manche sind sich unsicher, ob die Liebe auch aus tiefstem Herzen kommt..

Und der mond ist besser erforst als die erde...
Es gibt sachen die einfach sind die man sich nicht erkären kann nach dem motto was der bauer nicht kennt das frisst er nicht... in der astrologie schiebt man das was min nicht kennt in die Kategorie schwarze Materie

Ist sie nicht: sie kommt und geht. Was du unter kompliziert meinst ist höchstwahrscheinlich: Das Zusammenleben mit dem Partner.

Hi,

die Liebe ist es nicht, es ist der Mensch. Das muss halt passen, wenn es nicht passt, dann ist es schon kompliziert.

LG


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