Warum ist Lesen so sche.ße?

8 Antworten

Das liegt daran, dass du keine Geduld hast. Dass dir wahrscheinlich vieles in deinem Leben von anderen Menschen abgenommen wird. Dass du Schwierigkeiten hast, dich zu konzentrieren. Dass du schnell das Interesse an Dingen verlierst und es dir zu mühsam ist, dich eingehender mit ihnen zu befassen. Dass du es gewohnt bist, den Weg des geringeren Widerstands zu gehen und damit auch meistens durchkommst. Ich würde also vor allem einen Charakterfehler dafür verantwortlich machen, dass du Lesen sche!ße findest, oder vielleicht auch deine Eltern und das Schulsystem, dass dir diesen Fehler anerzogen hat.

Was dir helfen kann, sind aber gewiss keine Hörbücher. Helfen kann dir nur, dass du dich zu konzentrieren lernst und auch, mit Frustrationen und Rückschlägen, Anstrengungen und Misserfolgen umzugehen lernst. Und dass du selbst auch Erfolgserlebnisse bekommst und eine echte Begeisterung für ein Thema entwickelst, das dich wirklich interessiert. Dazu musst du dich aber auch hin und wieder mal durch langweilige Textpassagen durchkämpfen - das gehört einfach dazu. Ein Hörbuch wäre an diesen Stellen ja sicher genauso langweilig.

Etwas, das bei vielen jungen Leuten die Konzentrationsfähigkeit erheblich mindert, ist vor allem die Benutzung eines Mobiltelefons. Ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstdisziplin und vor allem dahin, dich beim Lesen auch wirklich zu entspannen, ist das Handy auch mal für einen ganzen Tag lang weglegen zu können. Wenn man ständig von den Ding abgelenkt wird, kommt man beim Lesen nicht zur Ruhe.

Oh ja, das Schulsystem... Verdirbt vielen Schülern die Interesse am Lesen, indem ewig zähe Kamellen aus weit zurückliegenden Jahrhunderten unter Notendruck und viel Freizeitverlust durchgehämmert werden. -.-

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@Franky12345678

Richtig. Das hat mir selbst auch vieles verdorben. Viel cooler hätte ich es gefunden, wenn ich mir ein Buch hätte aussuchen können, dass ich lese und den anderen vorstelle - wenn man mir vielleicht eine gewisse Seitenanzahl oder ein Genre vorgegeben hätte, wäre das auch okay gewesen. Geschmäcker sind nunmal verschieden, und nicht für jeden ist ein "gutes" Buch oder ein "Klassiker" auch wirklich etwas Gutes oder Interessantes.

Das Interesse an den "zähen Lamellen" kann ja auch mit dem Alter noch kommen. Ich fand Lessing, Schiller, Dürrenmatt und wie sie alle hießen in meiner Jugend auch furchtbar eintönig und konnte mich nicht mal mehr daran erinnern, worum es in den Büchern eigentlich ging, als ich sie dann zehn Jahre später noch einmal gelesen habe - aus ehrlicher Neugier.

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@MarkusPK
Viel cooler hätte ich es gefunden, wenn ich mir ein Buch hätte aussuchen können, dass ich lese und den anderen vorstelle - 

Hatten wir sogar in der Einführungsphase der Oberstufe, war ganz cool gewesen und hat mich auch zum lesen gebracht. Hatte mir zu der Zeit ein Buch von einem mitschüler ausgeliehen, weil ich selber keine hatte.

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An fehlenden Deutschkenntnissen wird es nicht liegen (auch wenn die Rechtschreibung in deinem Fragetext etwas dürftig ist).

ich lese auch viele sätze gar nicht mehr ganz durch

Das ist dein Fehler.

Evtl. liest du insgesamt zu schnell und zu schluderig.

Dadurch entgehen dir hier und dort Details und du kannst dem Buch irgendwann nicht mehr 100%ig folgen und verstehst dann einiges nicht mehr, bis du letztlich gar nichts mehr verstehst.

Dann macht das Weiterlesen keinen Sinn und keinen Spaß mehr.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielleicht stimmen Lesegeschwindigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gelesenen in deinem Gehirn nicht überein.

Wenn du z. B. Informationen i. d. R. wesentlich schneller verarbeitest als du sie liest, hast du das Gefühl das Buch würde niemals enden.

Guter Punkt. Das lässt sich mit Lesetraining aber alles abstellen.

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@MarkusPK

Wenn man verhältnismäßig langsam liest, wirst du Recht haben.

Wenn man aber sehr schnell denkt und verarbeitet, wird das Lesetraining auch nicht immer die zufriedenstellende Lösung sein.

Z. B. wird die Wiedergabegeschwindigkeit von (Youtube-) Videos inzwischen auch oft erhöht, um Informationen schneller aufnehmen zu können bzw. sich nicht zu lange mit uninteressanten Passagen aufhalten zu müssen.

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Zu viele grammatikalisch falsche Sätze hören - irgendwann selber falsch sprechen?

In den letzten Jahren höre ich immer mehr Menschen grammatikalisch falsche Sätze sprechen. Früher war ich immer sehr gut, mich auszudrücken und Sätze korrekt zu formulieren, aber seit ich immer mehr falsche Sätze höre, werde auch ich immer schlechter und erwische mich selbst dabei, wie ich etwas falsches sage. Das liegt zum Großteil daran, dass vor allem die Älteren Generationen (und damit meine ich nicht nur Oma+Opa sondern auch Eltern und größere Geschwister) den Jüngeren falsche Sätze "eintrichtern".

Immer öfter höre ich Sätze wie

  • "Ich tue schwimmen"
  • "Wir fahren nach Tante Giesela"
  • "Einmal mit ohne Mayoinnaise"
  • "Ich bin älter wie du"

Natürlich nicht ständig, doch hin und wieder passiert das mal. In letzter Zeit fällt mir verhäuft auf, dass ich manchmal Probleme habe, "wie" und "als" zu unterscheiden. Früher konnte ich das ziemlich gut, mitlerweile muss ich kurz eine Redepause einlegen um eine Kontrolle durchzuführen, welches Wort passt. Meistens weiß ich es auch, aber es ärgert mich, dass ich diese falschen Sätze in mich "aufnehme".

Ich weiß, Bücher lesen hilft und ich lese auch viel, aber ich kann ja nicht nur lesen um meine Grammatik zu verbessern. Ich bin auch nicht wirklich motiviert mir deutsche Grammatik durchzulesen, denn ich kenne die Regeln, habe aber manchmal trotzdem einen kurzen "Aussetzer".

Was kann ich dagegen machen? Ich möchte nicht immer falsche Sätze "speichern", hat jemand Tipps, dass ich die falschen Sätze nicht irgendwann mir merke und kaum noch realisiere, dass ein Satz falsch klingt?

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Kind liest schlecht, wie kann ich helfen?

Guten Abend ;-)

Ich bin 17, trotzdem lese ich noch gern eine Kinderbuchreihe. Der erste Band ist erschienen als ich in die erste Klasse kam, aber die Autorin schreibt immer weiter, also lese ich die Bücher heute noch.

Das erste Buch habe ich auch noch stockend gelesen (180 Seiten, normalgroß geschrieben, ohne Bilder), aber als ich es durch hatte, war ich unglaublich stolz. Dann ging es auch besser und als das erste Halbjahr zu Ende war, konnte ich schon ohne Probleme Lesen und auch Schreiben.

Ich kenne ein Mädchen, sie kommt jetzt in die zweite Klasse, die sich für das Thema der Buchreihe interessiert. Ich habe ihr angeboten, dass sie sich die Bücher von mir leihen könnte.

Gesagt getan, ich habe ihr die ersten beiden Bände mitgebracht. Naja, für die erste Seite des Buches haben wir 25 Minuten gebraucht.. Dann kam ihre Mutter an und sagte, dass das Buch noch viel zu schwierig für sie sei. Ich habe nichts weiter gemacht, trotzdem war ich überrascht.

Ich konnte das in dem Alter doch auch schon gut. Und ich war kein Wunderkind, viele in meiner Klassen konnten das auch.

Das Mädchen schreibt auch nicht sehr gut, sie macht viele Rechtschreibfehler.. Aber vielleicht liegt das daran, dass sie nicht gut/viel liest? Durch das Lesen prägen sich schwierige Wörter doch ein, oder nicht?

Ich habe jetzt das erste Kapitel des Buches eingescannt und dann die Schriftart und Größe geändert, damit sie leichter lesen kann. Dazu ein paar Bilder, vielleicht macht es das einfacher..

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Die Eltern sind zwar nett und geben sich Mühe, aber sie denken dass es reicht die Hausaufgaben zu machen und dann muss nichts mehr geübt werden.. Klar sollte man nicht den ganzen Tag lernen, aber ein interessantes Buch zu lesen ist doch auch einen Art zu lernen und es macht Spaß..

LG

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