Warum ist langsam bergauf Radfahren weniger anstrengend als schnell?

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5 Antworten

Laienhaft gesagt würde ich mal sagen, dass der Körper einfach mehr Energie verbraucht, wenn er einen Berg schneller hochfährt als wenn dies langsam geschieht. Hier deckt sich meine Erfahrung mit Deiner. Aber mit einer physikalischen Antwort kann ich Dir leider nicht dienen. Veilleicht hat es damit auch gar nichts zu tun und es gibt eine anatomische und physiologische Erklärung. Herzmuskel, Muskelkraft allgemein, Lungenvolumen, Gasaustrausch (Sauerstoff) usw. - um einfach einmal ein paar Stichpunkte in dieser Richtung zu erwähnen - könnte vielleicht bei der Beantwortung der Frage helfen. Manchmal muss man eben etwas um die Ecke denken, auch wenn man dabei - zugegebener Maßen - auch dabeben liegen kann.

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Bei einer Steigung musst du dein Körpergewicht heben. Das ist wie Treppe Steigen. Ob du die Treppe langsam oder schnell hinaufsteigst, erfordert (fast) die gleiche Arbeit, aber es ist halt anstrengender, eine Arbeit schnell als langsam zu leisten. 100 Watt in 10 Minuten würden 600 in der Stunde bedeuten. 200 Watt in 5 Minuten wären 1200 /Stunde. Das können nur Spitzensportler für einige Sekunden leisten. Ein Physiker erklärt dir das vielleicht korrekt.

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Kommentar von gggustav
10.10.2011, 00:18

Ich glaube deine Erklärung passt nicht auf das Radfahren. Beim bergauf Radfahren muss ich mein Körpergewicht nicht heben, ich muss nur meine Geschwindigkeit gegen die Hangabtriebskraft halten. Diese ist nur abhängig von meinem Gewicht+der Steigung, weswegen ich zum Geschwindigkeit halten die selbe Kraft reinstecken muss, egal ob ich 5km/h oder 10km/h fahre. Das hieße dass ich mit 10km/h die selbe Kraft nur halb so lange reinstecken müsste und damit weniger Arbeit verrichten müsste, was zugegeben etwas komisch klingt.

Aber wo ist der Fehler in meiner Überlegung?

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Energiemenge, die pro Zeit freigesetzt werden muss. Du wandelst ja Körperenergie in Lageenergie um, die du durch herunterfahren wieder freisetzten kannst. Und je schneller du den Berg rauf fährst, desto schneller wird umgewandelt.

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Kommentar von gggustav
10.10.2011, 00:10

Hilfreiche Erklärung warum es so ist. Aber erklärt mir nicht warum mein Denkansatz falsch ist.

Wenn ich einmal auf 5 oder 10 km/h beschleunigt habe und die Geschwindigkeit konstant halte, kämpfe ich doch gegen die gleiche Hangabtriebskraft an, muss also genausoviel Kraft reinstecken um die Geschwindigkeit zu halten, demnach wäre der Energieaufwand pro Zeiteinheit gleich, bzw. pro Strecke/Höhe beim schnell fahren sogar geringer?

Wo ist mein Denkfehler?

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Die körperliche Anstrengung korreliert mit der Leistung und nicht mit der Arbeit:

Arbeit = Kraft * Weg

Leistung = Kraft * Weg / Zeit = Kraft * Geschwindigkeit

und in der Relation "Leistung = Kraft * Geschwindigkeit" liegt auch schon die Antwort auf deine Frage:

Je höher die Geschwindigkeit desto höher die vom Körper zu erbringende Leistung

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Kommentar von gggustav
10.10.2011, 00:39

Deine Antwort ist mir leider so wenig hilfreich wie die vorigen. Ich weiß wie die physikalischen Formeln lauten. Aber ich finde aber den Fehler in meinem Denkmuster nicht:

5km/h gegen eine konstante Kraft zu halten erfordert genauso viel Kraft wie 10km/h gegen die selbe Kraft zu halten, mit letzterem lege ich aber doppelt soviel Strecke zurück, hieße ich würde für die selbe Strecke nur halb so viel Energie brauchen.

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weil du deine beine mehr anstrengst wenn du schnell fährst

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