Warum ist Kyoto so Komisch aufgebaut?

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1 Antwort

Heian-kyo (heute: Kyoto) wurde der altchinesischen Stadt Chang'an
(heute: Xian) nachgebildet. Es macht also Sinn, sich den Aufbau dieser
Stadt anzusehen.

Chang'an bildete ein ungleichmäßiges Rechteck, das  aus astrologischen Gründen der Form des "Großen Wagens" folgte und sich dem Wei-Fluss anpasste.

Die acht Hauptstraßen teilten die Stadt in neun Hauptbezirke, die in 160
Unterviertel geteilt wurde. In einem Stadtvietertel lebten etwa 50-100
Menschen.

Diese Struktur wurde dann das Vorbild für Heian-kyo.

Mit dem modernen Konzept einer Planstadt, wie etwa im Sozialismus hat das also nichts zu tun, zumal die Stadt im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde.

In Heian-kyo entwickelten sich dann im Laufe der Zeit Viertel die vor von Händlern dominiert wurden, Handwerkerviertel, sowie die Vernügungsviertel in denen sich Theater, Bordelle und andere Unterhaltungsbetriebe fanden usw.

Außerdem gab es dann, wie praktisch in jeder größeren japanischen Stadt auch Stadtviertel der "Unberührbaren", die Tätigkeiten ausübten die als Unrein galten und praktisch außerhalb der akzeptierten Gesellschaft lebten.

Offiziell wurden diese Viertel aufgelöst, doch anhand inoffizieller Karten achten insbesondere konservative japanische Familien angeblich heute noch darauf, niemanden aus diesen Vierteln in die Familie einheiraten zu lassen.

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Kommentar von Raison007
21.06.2016, 22:09

Die verschiedenen Viertel, die sich gebildet haben, existieren sie immer noch so wie früher oder in einer anderen form. Als ich mir die Karte vorgenommen habe, konnte ich aktuell kaum Ballungszentren von Theatern, etc. finden oder bin ich Blind? Für mich sah alles nach wilder Streuung aus und eher Touristen mäßig ( z. B. viele Hotels in der nähe von Sehenswürdigkeiten)

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