Warum ist Klassik Musik oft melancholisch ?

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6 Antworten

Das hat ganz verschiedene Gründe. Zunächst mal ist klassische Musik für die meisten ungewohnt, wenn sie nur Radio (Popsongs etc.) hören, weil Concerti zum Beispiel viel länger sind als ein kurzer Popsong und anders aufgebaut sind. Langsame Sätze klingen dann oft vielleicht eher melancholisch, man muss sich erst mal reinhören.

Dann gibt es noch Ausnahmen, z.B. Bach hat wohl alle oder einige (?) seiner Solo-Voilin-Sonaten und Partiten (davon gibt es insgesamt jeweils drei meines Wissens) in der Trauerphase geschrieben, was einige Teile davon viel einleuchtender macht (höre dir mal die Allemande der Partita Nr. 2 an.... oder allg. höre mal in diese Stücke rein, da sind viele Sätze, die man viel besser versteht, wenn man daran denkt, dass sie von jemandem geschrieben wurden, der gerade trauerte!).

Meines Wissens (ohne Gewähr) wurde viel klassische Musik mit der Idee geschrieben, dass man als Zuhörer im Publikum sitzt und sich entspannen will, abschalten, evtl. neue Ideen finden - also gerade NICHT aktiv zuhören!! Das könnte evtl. auch erklären, warum die Stücke anders sind als z.B. eben Popmusik, die zwar auch als Hintergrundmusik gedacht ist in vielen Fällen - oder so verwendet wird, s. Supermarkt etc. - aber doch so geschrieben wurde, dass man sie aktiv schnell wieder hören (kaufen...) wollen soll. Also zum Mitsingen, Mitsummen etc. Das geht bei vielen, besonders komplexeren klassischen Stücken nicht nach dem zweiten Hören! Oder eben gar nicht, weil die Musik so "schwierig" (schnell, verschiedene Instrumente übereinander etc.) ist, dass man gar nicht mitsummen kann!

Dann gibt es noch Stücke, die bestimmte Märchen, Geschichten, Ideen, Mythen etc. illustrieren und dadurch eben auch mal eine traurige, gefährliche, gedrückte, beängstigende etc. Stimmung erzeugen sollen.

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Kommentar von Infoholiker
11.09.2016, 07:56

Sag mal wie kann man so viel Aufwand in eine so bescheuerte Frage investieren?

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Mozart war wohl krank (Syphilis vermutet man), Beethoven war taub. Schubert depressiv & in der Filmverkörperung mit Udo Samel auch mit Arthrose in den Fingern gesegnet.

JS Bach war zum Ende der Karriere fast erblindet. Russisch depressive Wintermelodien oder eben aus Norwegen...

Dann schreibt man eben melancholische Melodien, meist in Moll-Tonarten.

Fröhliche Musik bis auf Mozart oder die Brandenburgischen Konzerte am Hofe von JS Bach sind eben selten, dafür war die medizinische Entwicklung noch nicht so weit & die Komponisten hatten viele Zipperlein

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Kommentar von Hoppeltoppeltz
11.09.2016, 09:19

Ich gebe dir total recht. Aber selten war fröhliche Musik damals definitiv nicht.

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Findest du das melancholisch?

Wie immer und überall, es gibt solche und solche Musik. Oder wirfst du Böhse Onkelz und Slbermond in einen Topf?

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Warum bist du zur klassischen Musik melancholisch? Ich empfinde es nicht so.

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Vermutlich kennst du eher langsame Sätze aus klassischen Werken. 

Am Beispiel eines Mozart-Klavierkonzertes kannst du aber sehen, welch unterschiedliche Stimmungen zum Ausdruck kommen.

Der 2. Satz hört sich so an:

Der folgende Satz dann so:

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Weil sie oft in moll geschrieben ist.

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