Warum ist Iod so wichtig für die Schilddrüse?

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4 Antworten

Hallo GyrosKing,

hier mal ein Ausschnitt aus dem, was ich im Internet dazu gefunden habe:

Wozu braucht die kleine schmetterlingsförmige Drüse unterhalb des Kehlkopfes das Spurenelement überhaupt? Ihre Zellen, die Thyreozyten, arbeiten wie in einer kleinen Synthesefabrik: Hier werden die zwei Schilddrüsenhormone Triiodthyronin (T3) und L-Thyroxin (T4) produziert. Beide enthalten Iod. Die Thyreozyten reichern Iodid aus dem Blut an. Anschließend erfolgt die Oxidation des Iodids zu Iod und die Anlagerung von Iodatomen. Über mehrere Stufen entsteht so die Speicherform der Hormone, aus der sie bei Bedarf freigesetzt und in das Blut abgegeben werden.

Sieht es mit dem Iodangebot im Blut mau aus, können die Thyreozyten nicht mehr genügend Hormone produzieren. Die Schilddrüse versucht zu kompensieren. Völlig nutzlos werden zur vermeintlichen Erhöhung der Hormonproduktion neue Drüsenzellen gebildet. Das ist wenig effektiv, da es am Rohstoff Iod mangelt. Resultat ist eine vergößerte Schilddrüse, die auch als Struma oder Kropf bezeichnet wird.

Über kurz oder lang kommt es zu knotigen Veränderungen. "Kalte Knoten" sind funktionsloses Gewebe, das entarten kann und deshalb beobachtet werden muss. Heiße Knoten produzieren unkontrolliert Hormone, sobald Iod auf sie einstürmt. Sie werden auch autonome Adenome genannt, weil sie so viel Hormone bilden können, dass sich eine Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose) entwickelt. Das Überangebot an T3 und T4 treibt Stoffwechselprozesse an, der Energieumsatz im Organismus wird in die Höhe geschraubt. Dies erklärt, warum Patienten mit einer Überfunktion oft an Herzklopfen und Durchfall leiden und mit Schlaflosigkeit und Unrast zu kämpfen haben. Umgekehrtes gilt für die Unterfunktion, die Hypothyreose: Die Betroffenen sind oft übergewichtig, leicht ermüdbar und leiden an Verstopfung. Ohne Iod fühlt sich der Betroffene wie ein Auto ohne Treibstoff.

Hat sich ein Kropf gebildet, gilt es, so früh wie möglich zu therapieren. Beim Arzt kann man den Iodstatus bestimmen und die Schilddrüse untersuchen lassen. Ziel ist es, die Drüse wieder auf Normalgröße zu schrumpfen. Bei jungen Menschen gelingt dies oft mit Iodid-Tabletten. Die Dosis legt der Arzt fest. Wenn dies nicht ausreicht, verordnen Mediziner L-Thyroxin oder eine Kombination aus beiden.

Mitunter kann ein langjähriger Iodmangel auch eine Operation an der kleinen Drüse erforderlich machen. Das ist immerhin etwa 100000-mal pro Jahr in Deutschland erforderlich. So ist eine Operation unumgänglich, wenn die vergrößerte Schilddrüse auf benachbarte Organe wie die Luftröhre drückt, wenn einzelne Areale Unmengen an Hormonen produzieren und somit zur Überfunktion führen, bei speziellen knotigen Veränderungen oder bösartigen Geschwulsten. Auch nach der Operation kommt man um Iod nicht umhin, denn meist wird nicht das gesamte Schilddrüsengewebe entfernt.

(Quelle: http://www.gesundheit.de/ernaehrung/ernaehrung-und-vorsorge/gesundheitsvorsorge-durch-richtiges-essen/ohne-iod-fuehrt-die-schilddruese-nichts-gutes-im-schilde )

LG

danke für deine Mühen, du warst mir sehr hilfreich

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Hallo,

hier wurde ja schon sehr gut der Regelkreis der Schilddrüse beschrieben. Dennoch möchte ich auch auf die Gefahren von zuviel Jod hinweisen!

Leider werden unsere sämtlichen Lebensmittel schon seit vielen Jahren jodiert, so dass ein Jodmangel in Deutschland sogut wie umöglich ist. Seit der Lebensmitteljodierung ist jedoch die Zahl der Schilddrüsen-Autoimmunerkrankungen sprunghaft angestiegen. Dasselbe Ergebnis zeigen Statistiken aus der Schweiz, in der sogar das Trinkwasser jodiert wurde. Verwunderlich ist das jedoch nicht, denn ein dauerhaftes Zuviel an Jod löst extrem häufig eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse aus. Deshalb VORSICHT mit dem Verzehr von Jod.

Ein Jodmangel entsteht heutzutage bei uns nicht mehr durch fehlendes Jod in der Ernährung, sondern vielmehr bei Einzelpersonen durch eine zu hohe Ausscheidung von Jod. Eine vergrößerte Schilddrüse hat auch bei weitem nicht unbedingt einen Jodmangel als Ursache. Vielmehr ist eine Schilddrüse auch zu Beginn einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse vergrößert.

Diese Erläuterungen sind als Ergänzung zu sehen, denn man sollte wissen, dass zu viel Jod schaden kann.

Viele Grüße Catlyn

Thyroxin ist ein Schilddrüsenhormon welches als Hormon ein "Wirk und Reglerstoff" ist... ohne dies werden verschiedene Stoffwechselstörungen ausgelöst...

ich glaube , weil es 'für die 'tyroxin'' bildung essentiell ist, und dieses tyroxin ist lebensnotwendig

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