Warum ist in Deutschland die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren immer noch nicht der heterosexuellen Ehe gleichgestellt?

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28 Antworten

Nun in Deutschland, ist die grösste Regierung Partei die CDU/CSU diese versteht sich als Konservativ und hat dementsprechend auch viele konservative Wähler, die aus irgendwelchen (meist) vollkommen Irrationalen Gründen gegen die Gleichstellung der Homo-Ehe sind.

Das heisst im Klartext das CDU/CSU sich vor allem aus dem Grund gegen die Homo-Ehe ausspricht weil Sie angst hat mit der Befürwortung dieser mehr Wähler zu verlieren als zu gewinnen.

Und genau das ist heute leider das Ziel der meisten Parteien, möglichst viele Wählerstimmen zu gewinnen bzw. zu halten und nicht das moralisch/rational Richtige zu tun.

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Weil es eben erst seit - an der Menschheitsgeschichte gesehen -  sehr kurzem überhaupt ( und leider! längst nicht von allen) rertoleriert wird das es "so etwas" überhaupt gibt und das man damit an die Öffentlichkeit geht. Von daher ist in Deutschland schon viel passiert. Aber so ein ich sag mal "Wertewechsel" geht halt nicht von heute auf morgen.

Du schreibst so schön, Frauen haben oft Kinder aus früheren Beziehungen. Das stimmt schon, aber geh mal in die 50er, 60er oder auch noch 70er zurück: Was heute normal ist in Punkto Alleinerziehend das war damals ein Unding.

Geben wir also die Hoffung nicht auf, das es mit der gleichgeschlechtlichen Ehe auch bald so weit sein wird.

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Weißt du wie lange solche änderungen im Normalfall dauern? Homosexuelle sind noch geschichtlich gesehen gestern erst akzeptiert. 

Sowas dauert einfach Zeit gesetzlich durchzusetzen dazu kommt noch das viele es schlichtweg nicht wollen, dass diese Ehen gleich behandelt werden und da die Politik auf ihre Wähler achten muss, muss sich erst das Denken an sich verändern.

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Man darf nicht vergessen, dass die größte Partei Deutschlands die konservative CDU/CSU ist und unsere Bundeskanzlerin bei dem Thema leider ein "ungutes Bauchgefühl" hat. Das kommt daher, dass auch sie eher konservativ eingestellt ist.

Die komplette Gleichstellung der Ehe ist erstrebenswert, wird jedoch wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis das auch in Deutschland angekommen ist. Da die Mehrheit der Deutschen obige Partei wählt, ist auch die Mehrheit der Deutschen noch relativ konservativ eingestellt. Und sollte die AfD mehr Wähler bekommen, können wir das mit der Gleichstellung sowieso hinten anstellen. Dann muss man wahrscheinlich eher aufpassen, dass man als Homosexueller nicht verbrannt wird.

Auch darf man nicht vergessen, dass das ganze Toleranz-Thema noch gar nicht so lange andauert. Noch Ende der 80er und Anfang der 90er war das Thema ein riesiges Theater, heute sind wir schon einen gewaltigen Schritt in die richtige Richtung gegangen, indem die Ehe zweier Menschen gleichen Geschlechtes in vielen, vielen Ländern der "klassischen Ehe" zwischen Mann und Frau schon gleichgestellt wurde. Donald Trump hat erst vor kurzem gesagt, er würde an dem Gesetz der Gleichstellung nichts rütteln, auch wenn man erst befürchtet hat, er würde es eventuell kitten.

Ich bin lesbisch und lebe mit einer Frau zusammen, die ich natürlich auch gerne heiraten möchte. Dass ich die Sache also aus einem anderen Blickwinkel sehe, sollte logisch sein. Das Problem ist auch, dass viele Deutschen die Homosexuellen als "buntes Volk" ansehen. Immer schrill, immer laut, immer komisch, immer anders. Das ist nicht so. Ich selbst bin konservativ, will Kinder, ein geregeltes Einkommen, Sicherheit und vor allen Dingen nicht komisch angeschaut werden. Ich denke, das Bild welches Menschen von Homosexuellen im Kopf haben sollte sich verändern. Dass das durch Conchita Wurst oder wen auch immer nicht besser wird, ist klar und es macht mich sauer, dass es Leute "meiner Sorte" gibt, die das anscheinend nicht verstehen und sich wichtiger nehmen als heterosexuelle Leute. Das sind wir nämlich nicht.

Ich befürworte ganz klar die Gleichstellung der Ehe mit allem was dazu gehört.

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Ich glaube, dass viele konservativ, denkende Menschen der Meinung sind, dass eine Verbindung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern nicht vorgesehen ist. Da ja die Weltbevölkerung gesichert werden soll, was mit Homosexuellen Partnern (Abgesehen von Regenbogenfamilien) nicht unbedingt moeglich ist. Unsere Regierung ist eben sehr konservativ und bei vielen ist sie immernoch sehr verpoent. Und wenn erst die AFD an der Macht ist, wird sie verboten.

Also, das ist so mein Gefühl dabei

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Die Ehe hat nun mal nichts mit Homosexuellen zu tun. 

Die Ehe ist etwas traditionelles. In der Bibel zum Beispiel wird von einem Mann und einer Frau geredet die sich vereinen und eine neue Familie gründen. Das war in den Heidnischen Kulturen nicht anders. 

Die Ehe ist nicht das verbinden zweier Menschen sondern das Verbinden von Mann und Frau. Das soll jetzt nicht Homophob klingen aber das ist nun mal was es ist. 

In Frankreich gibt es eine andere Form der Ehe die dann auch von Homosexuellen durch geführt wird. Ich wäre eher dafür so etwas einzuführen. 

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Kommentar von Nightrider16
19.11.2016, 19:29

Das ist schlicht falsch. In Frankreich gibt es dieselbe Ehe für homo- und heterosexuelle Paare.

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Ich glaube der einzige Grund warum die gleichgeschlechtliche Verpartnerung nicht genauso anerkannt und genannt wird wie die Ehe, liegt an dem sehr großen Einfluss der katholischen Kirche in Deutschland. Offiziell herrscht eine strickte Trennung von Staat und Kirche aber inoffiziell würde keine der großen Parteien in Deutschland irgendetwas machen, was der katholischen Kirche missfällt. 

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"Viele Frauenpaare haben leibliche Kinder"

Es ist biologisch unmöglich, dass ein FrauenPAAR leibliche Kinder hat. Aber jede der beiden Frauen kann ihrerseits leibliche Kinder haben, die das Frauenpaar gemeinsam aufzieht. 

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Also mir persönlich soll es fast egal sein
Und ich toleriere fast jede Form der Sexualität
Aber das da bei der Ehe ein Unterschied gemacht wird kann ich nachvollziehen

"Meiner Meinung, Erfahrung und Wissens nach, gibt es KEIN legitimes Argument dagegen."

-Die Evolution hat es nicht so geplant
Und die Kirche auch nicht
Eine eingetragene Lebenspartnerschaft trifft dann doch ehr zu

"Beispiel: Homosexuelle können keine Kinder bekommen."

-Selbst zeugen können Sie sie nicht!

"Gegenargument: Doch. Viele Frauenpaare haben leibliche Kinder, die sie zusammen groß ziehen, sei es aus vorher gegangenen Beziehungen oder durch Samenspende. "

-dann ist es nur mit 50% leiblich verwand

"Viele Männerpaare können sich vorstellen, zusammen mit Frauenpaaren oder einzelnen Frauen mit kinderwunsch Kinder zu zeugen (Co-Parenting)"

-wie gesagt auch nur 50% verwand und weit weg von "klassischen" Verständnis der Kinderzeugung

"Außerdem gibt es viele (un)freiwillig kinderlose heterosexuelle Paare. Sollten diese dann zwangsgeschieden werden da ihre Ehe "nicht zählt"?"

-das Argument ist haltlos
Natürlich bleibt die Frage nach Kindern jedem selbst überlassen

"Beispiel 2: Kinder wachsen schlechter auf mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Gegenargument: Schlichtweg falsch. Kinder wachsen gleichgut wie Kinder mit klassischem Vater-Mutter-Gefüge auf und teilweise sogar besser, da hier die Elternschaft sorgfältig geplant wurde und sich das homosexuelle Paare gegen sehr viele Hürden beweisen musste."

-Das mag in vielen Fällen stimmen
Das man aber bedenken hat über die soziale Komponente in der Entwicklung der Kinder ist ja wohl berechtigt
Hänselei in Schule zB

"Außerdem, wenn dieses Argument angeführt wird, sagst du auch, dass Alleinerziehende oder Patchworkfamilien schlechtere Eltern sind."

-naja ich will mir nicht rausnehmen Eltern als gut oder schlecht zu bewerten
Aber den Idealfall sehe ich tatsächlich als Mutte,Vater,Kind

"
(Ich stelle diese Frage zum zweiten Mal, da ich als Antwort immer wieder das Argument des Kinderzeugens bekommen habe und jetzt das Ganze von vorneherein ausschließen möchte) "

-hast du aber nicht
Zwei Männer oder Frauen KÖNNEN einfach kein Kind miteinander zeugen

Alles in allem will ich betonen das ich absolut tolerant bin und froh das in der westlichen Welt die meisten Formen akzeptiert werden

Jedoch der Begriff der EHE hat für mich zumindest die Bedeutung der Vereinigung zwischen Mann und Frau

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Man war ja schon dran. SPD, Grüne, FDP, Linkspartei und große Teile der Union würden das wohl auch durchwinken.

Minderheiten der CDU und die CSU haben schlicht Angst, weiter gegenüber der AfD einzubüßen.

Kinder werden allenfalls instrumentalistisch missbraucht in dieser Diskussion.

Andererseits sehe ich jetzt auch nicht den ganz großen Druck angesichts der weitreichenden Gleichstellung eingetragener Lebensgemeinschaften. Bedeutsam ist das wohl vor allem als Akzeptanzsymbol.

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  • Na ja, die grundsätzliche Debatte muss doch eher sein, welche Form des Zusammenlebens der Staat fördern sollte und warum er dies tun sollte. Nur weil zwei sich gern haben, sollten sie keinerlei Vorteile bzgl. Erbschaft, Steuer oder dergleichen haben. Weder in heterosexuellen Beziehungen noch in homosexuellen. Wenn wir hier die Tradition auch noch ausweiten würden, würden wir eigentlich den Systemfehler vergrößern anstatt uns in die richtige Richtung zu entwickeln. Familien, also Kinder, müssen gefördert werden, nicht aber Ehen oder das Zusammenleben.
  • Zweitens sehe ich schon den Punkt, dass eine Ehe eben die Verbindung von Mann und Frau ist. Jeder kann zusammenleben, wie er möchte, aber muss das unbedingt den Stempel "Ehe" bekommen? Ich finde die gesamte Institution Ehe eigentlich völlig rückständig und anachronistisch angesichts der hohen Scheidungsraten und der großen Unabhängigkeit und Freiheit, die heutzutage jeder einzelne genießt. Ich kann gar nicht verstehen, warum homosexuelle Paare unbedingt dieser anachronistischen Ehe nacheifern. 
  • Bezüglich deines zweiten Punktes muss ich dir allerdings deutlich widersprechen. Kindern von gleichgeschlechtlichen Paaren fehlen sehr wohl sehr tief empfunden oftmals beide Elternteile und Rollen. Genau wie alleinerzogene Kinder aus heterosexuellen Ehe oftmals darunter leiden, nicht beide Eltern zu haben. Das ist einfach nur extrem linke Propaganda, auf die du da hineinfällst. Kinder brauchen Mutter und Vater. Das ist für mich sicher. Alles andere führt zu Leiden.
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Kommentar von Topotec
14.11.2016, 11:51

Warum gleichgeschlechtliche Paare der Ehe nacheifern? Weil sie die Vorteile daraus ziehen möchten, siehe Erbe, sie Steuern, usw.

Heiraten der Gefühle wegen kann jeder auch so, kann jeder auch seinen Hund sicherlich irgendwo auf der Welt.

 

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Außerdem, wenn dieses Argument angeführt wird, sagst du auch, dass
Alleinerziehende oder Patchworkfamilien schlechtere Eltern sind.

Patchworkfamilien sind eine Katastrophe!

Ein Verwandter von mir ist Grundschullehrer. Er berichtet, dass er früher den kompletten Montagvormittag damit verbracht hat, all die armen Kinder aus Scheidungsehen wieder auf Kurs zu bringen. Sie konnten sich nicht so richtig konzentrieren. Der Grund: Der Beziehungswirrwarr hat diese Kinder mental geschwächt. Heute sei der Anteil der Patchworkfamilien noch weiter gestiegen. Heute braucht er den Montag und den Dienstag um die Kinder wieder konzentrationsfähig zu machen.

Ein anderer Lehrer hatte unlängst ein Gastkind aus einer Patchworkfamilie eingeladen. Das Mädchen wollte mit seinen Kindern zusammen Hausaufgaben machen. Das Kind war sichtlich gerührt, dass es da einen Vater und eine Mutter gab und hat offen gesagt, wie schön das ist. Ihr selbst waren solche intakten Verhältnisse nicht vergönnt. - Warum willst Du das kaputt machen?

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Kommentar von Twitizen
14.11.2016, 12:52

Wieso unterstellen Sie dem/der FragestellerIn, dass sie irgendwas "kaputt machen" will? Sie spricht sich für generelle Gleichstellung aus und sagt (völlig zu Recht), dass auch Patchwork-Eltern nicht per se schlechtere Eltern sind. Das heißt aber nicht, dass sie sich für Patchwork-Verhältnisse ausspricht.

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Ich finde, man sollte sich auch selbst heiraten dürfen oder die Ehe gleich ganz abschaffen. Ich finde es ungerecht, dass nur Pärchen von Steuervergünstigungen profitieren können. 

Wenn es um die Kinder geht, sollte man das Kindergeld gezielt anpassen, nicht die Beziehung der Eltern fördern, die, wie du schon schreibst, nach Belieben des Paars kinderlos bleiben kann.

Sobald finanzielle Vorteile heraus springen, geht außerdem die Romantik flöten. Wenn jemand einen Schwur leisten möchte, kann er dies auch tun, ohne begünstigt zu werden.

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Außerdem gibt es viele (un)freiwillig kinderlose heterosexuelle Paare. Sollten diese dann zwangsgeschieden werden da ihre Ehe "nicht zählt"

 

was zählt dabei nicht ?

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Ehe ist per Definition eine heterosexuelle Verbindung. Sie ist ein menschliches Konstrukt, das zu dem Zweck gegründet wurde, den Geschlechtsakt zu legitimieren und potentiellen aus dieser Verbindung hervorgegangen Kindern einen Vater zu geben (zu Zeiten, als es keine Möglichkeit zur Feststellung der biologischen Vaterschaft gab), die Versorgung der Kinder und die Erbfolge zu regeln. 

Dieses Konstrukt hat eine jahrtausendealte Geschichte und hat sich in dieser Zeit gewandelt und an verschiedene Gesellschafsformen angepasst, aber die Entwicklung war dem ursprünglichen Zweck bis jetzt nicht gegenläufig. So blieb trotz Aufhebung der Unauflöslichkeiit der Ehe ein Teil der ehelichen Pflichten über Dauer der Ehe hinaus erhalten: eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber den ehemaligen Partner, Verantwortung für die gemeinsamen Kinder...

Eine Verbindung, die zur Legitimierung des Geschlechtsaktes geschaffen wurde, auf eine Verbindung anzuwenden, die den Geschlechtsakt ausschließt, widerspricht aber der Grundidee der Ehe.

Es hat auch nichts mit der Gleichheit aller Menschen zu tun. Gleichheit bedeutet, dass jeder Mensch grundsätzlich gleich in Recht und Würde ist. Aber Gleichbehandlung heisst nicht "Alles gleich behandeln" sondern "Gleiches gleich behandeln", da die Erfüllung gewisser Ansprüche an gewisse Voraussetzungen gebunden ist. So darf grundsätzlich jeder den Führerschein machen, aber nur, wenn er die notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Ein Blinder darf es z. B. nicht. Das widerspricht weder der Würde noch den Menschenrechten des Blinden. Es käme auch niemand auf die Idee, daraus auf Blindenhass zu schliessen. Er erfüllt nur die Voraussetzungen für die Ausstellung eines Führerscheins nicht. Und ein homosexuelles Paar erfüllt die Voraussetzungen für die Ehe, wenn man ihre Grundidee beibehält, nicht.

Um dem Gefühl des "Sichungerechtbehandeltsfühlens" aber die Grundlage zu entziehen, könnte man die Ehe einfach ersatzlos streichen - schließlich braucht es heute keine staatliche Legitimation des Geschlechtsaktes mehr - oder durch einen "neutralen" Vertrag ersetzen, der die Verpflichtungen von Menschen, die Verantwortung füreinander oder gemeinsam für Dritte (Kinder) übernehmen wollen, und sich zu diesem Zweck zu einer Gruppe (zwei oder mehr Personen) zusammenschliessen, innerhalb dieser Gruppe regelt. Die sexuelle Komponente bliebe von diesem Vertrag völlig unbeachtet. 

Ich glaube, diese Lösung könnte alle zufriedenstellen: die, die die Ehe als heterosexuelle Verbindung betrachten, und die, die einen gleichen Vertrag für alle wollen. Also ein neues Konstrukt, das die Gegebenheiten der heutigen Gesellschaft berücksichtigt. 

Und die "Ehe" wäre dann eine private oder religiöse Zeremonie für die, die Wert darauf legen, hätte aber keine legale Relevanz mehr.

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Kommentar von Twitizen
14.11.2016, 14:33

Ehe ist per Definition eine heterosexuelle Verbindung. ... zu dem Zweck gegründet wurde, den Geschlechtsakt zu legitimieren

Das ist nicht "die" Definition, sondern eine, und obendrein vermutlich nichtmal eine belegte. In allererster Linie ist die Ehe eine fürsorgliche Verbindung zwischen zwei Menschen, völlig unabhängig von Geschlecht oder "Geschlechtsakt", sprich, Fortpflanzung.

Insofern widerspricht eine Homo-Ehe auch keiner Definition, und noch viel weniger einer vermeintlichen "Voraussetzung", die es zu erfüllen gäbe. Es geht bei der Gleichstellung nicht um "Geschlechtsakte", sondern um die Gleichbehandlung in sozialen Fragen - Adoptivrechte, Hinterbliebenenrechte usw.

Der Vorschlag, die Ehe einfach aufzulösen, um sie dann unter einem neuen Namen wieder einzuführen, löst das Problem nicht. Es bestreitet wohl niemand, dass Ehe als fürsorgepflichtige Verbindung eine gute Sache und auch schützenswert ist. Aber wenn schon, dann doch bitte ohne jemanden dabei zu diskriminieren, wie es aktuell nur aufgrund konservativer Moralvorstellungen geschieht.

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Kommentar von Viktor1
14.11.2016, 19:01
könnte man die Ehe einfach ersatzlos streichen 

Ehe hat Familienidentität geschaffen "vorwärts" und "rückwärts" und seitwärts..
Diese "Blutsverwandtschaft" hat ebenfalls "Verantwortung" füreinander gestaltet. Über tausende von Jahren war dies von elemetarer Bedeutung für die Gesellschaft.
Diese Bedeutung ist in unserer Versorgungsgesellschaft zwar nicht mehr so präsent, aber für die Befindlichkeit des Menschen sehr wohl, egal ob er familiäre Kontakte mehr oder weniger pflegt.

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Nun, das ist so, weil es ein entsprechendes Gleichstellungsgesetz bisher nicht gibt.

Grund dafür dürfte vor allem der Schutz von Familie und EHE nach konservativer Tradition sein, auch im Bezug auf unser BGB.

Die Gleichstellung hätte weitreichende Folgen , z.B. im Hinblick auf Scheidungsrechte und auch Altersvorsorge durch die Deutsche Rentenversicherung. Auch andere Teile der Sozialversicherungssysteme sind betroffen, sicher spielt auch die Finanzierbarkeit eine Rolle.

Letztlich geht es hauptsächlich um das christliche/biblische Bild der Ehe und Familie, in dem Mann und Frau Grundlage einer Ehe/Familie bilden. Dies gilt es besonders zu schützen. Daher wird es meines Erachtens in D in absehbarer Zeit keine 100%ige Gleichstellung von heterosexuellen und gleichgeschlechtlichen Ehen geben.

Dies entspricht auch meiner Ansicht, aber ich will meine Ansicht hier nicht in den Vordergrund stellen, sondern nur Deine Frage beantworten.

Zu Frage der Kindererziehung gibt es mehr Gutachten, die eine Ehe aus Mann und Frau als bessere Grundlage für eine Familie empfehlen, als umgekehrt. Du hast bereits Gegenargumente zu dieser Feststellung geliefert. Es bleibt umstritten.....

cheerio

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Kommentar von Meatwad
15.11.2016, 17:04

Letztlich geht es hauptsächlich um das christliche/biblische Bild der Ehe und Familie

Wenn es hauptsächlich um das biblische Bild der Ehe geht, dann steht das Ganze aber auf außerordentlich dünnem Eis.

Denn von unzähligen biblischen Definitionen der Ehe haben wir uns mittlerweile gelöst. Oder irre ich mich? Meines Wissens ist heutzutage eine Frau nicht mehr verpflichtet, ihren Vergewaltiger zu heiraten. Oder ihren Schwager, wenn ihr Ehemann gestorben ist.

cheerio

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Ach ja, spannendes Thema.

Letztendlich haben wir sie deshalb nicht, weil sich unsere Politiker nicht wirklich dran trauen. Sag ich mal einfach so.

Ich geb Deinen Argumenten recht und finde es auch bescheuert.

Um mal richtig zu provozieren, könnte ich jetzt mal sagen, w as ich so alles aus der Sozialarbeit kenne.. definiticv ist Mama-Papa-Kind  nicht automatisch besser, oh nein.

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Nein es gibt kein einziges Argument dagegen.

Man sieht ja in den Antworten zu deiner Frage wieviele engstirnige konservative Menschen Null Ahnung davon haben und immer noch mit altbiblischen, konservativen Argumenten kommen welche KLAR widerlegt sind. Welche heute FAKTEN sind.....


  • DOCH - es gibt ausschliesslich positive Studien auch in Deutschland.

  • Natürlich  Gibt es schon gleichgeschlechtliche Paare mit Kinder auch in Deutschland

  • Eine EINZELadoption vor der eingetragenen Partnerschaft ist Möglich! 

  • Die Stiefkindadoption leiblicher Kinder ist in Deutschland auch in homosexuellen Ehen erlaubt.


Um es kurz zu machen - Einzig die Stigmatierung der Kinder ist ein Problem. Also an die Gegner: Denkt an die stigmatisierten Kinder welche durch EURE Vorurteile leiden!  DAS beweisen Studien!

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Naja die Ehe an sich ist durch den Glauben/die Religion geprägt und diese sieht vor das es Mann und Frau sind. Dass so was heute nicht mehr ganz passt ist natürlich klar, aber es muss trotzdem unterschieden werden.

Eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft MUSS genauso respektiert und geachtet werden wie eine Heterosexuelle. Es sollte aber trotzdem in der Bezeichnung unterschieden werden, einfach weil es anders ist und daran gibt es ja wohl nichts auszusetzen. Man unterscheidet ja auch zwischen Hetero- und Homosexuell, also sollte auch in einer solchen Partnerschaft unterschieden werden.

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Kommentar von peace1187
14.11.2016, 13:03

Typisches umschriebenes Gerde eines Homophoben, der nicht als solcher bezeichnet werden will! Homosexuallität ist nichts anderes wie Heterosexualität! 

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Kommentar von xXSnowWhiteXx
14.11.2016, 14:26

Ich glaube es geht hier nicht direkt um das religiöse Konstrukt Ehe mit den Kirchenglocken und Gott, sondern um die Ehe die man im Standesamt vollzieht und mit der Sachen wie Erbschaft und Adoptionsrecht verbunden sind. :o

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zusammen mit Frauenpaaren oder einzelnen Frauen mit 
kinderwunsch Kinder zu zeugen

Genau diese Vorstellung widerspricht ethischen Werten.
Kinder sind Menschen und kein "Spielzeug" welches man sich produziert.
Hetero-Ehen haben i.R. Familie; auch über das Paar hinaus, welches Kindern
ein Gefühl der Identität vermittelt, vor allem auch wenn sie älter werden.
Es gibt nicht den geringsten Handlungsbedarf sexuell Homo- Bi- (z.Bsp. 2 Männer+eine Frau) Lebensgemeinschaften den Status von Ehen zu geben welche sichh historisch, gesellschaftlich und natürlich  gestaltet haben.

Vorstehendes kann nicht  ausgehebelt werden mit der Feststellung, daß Kinder durch den Tod eines Elternteils, Ehescheidungen mit Wiederverheiratung, Zeugung aus außereherlicher Beziehungen (alles oft mit schmerzl. Erfahrungen für das ganze Leben)  usw. auch aus Familienbanden gerissen werden bzw. solche weniger erfahren.
Mißstände außerhalb der "Regel" innerhalb oder neben den von Hetero-Ehen
begründen nicht das Recht, solche noch "künstlich" zu erzeugen.
Kinder, ob geboren oder noch nicht !! , als "Verfügungsmasse" sexueller
Ausrichtungen oder Bedürfnisse (Geburtenregelung durch Abtreibung) zu betrachten ist zutiefst verwerflich.
Daß unsere heutige egoistische und dekadente Gesellschaft, welche sich meist an der Optimierung des "Lustprinzip" (nicht nur sexuell) orientiert hierfür
weniger Sensibilität zeigt ist da nicht verwunderlich.

Ansonsten kann hier in Deutschland doch jeder seine Homo-Beziehung als Lebengemeinschaft "eintragen" lassen

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Kommentar von Twitizen
14.11.2016, 13:19

So viel Quatsch, aber wo anfangen mit der Argumentation?

Hetero-Ehen haben i.R. Familie; auch über das Paar hinaus, welches Kindern ein Gefühl der Identität vermittelt

Wieso sollten Homo-Paare keine Familie haben und keine Idendität vermitteln können?

nicht den geringsten Handlungsbedarf ... Lebensgemeinschaften den Status von Ehen zu geben welche sichh historisch, gesellschaftlich und natürlich  gestaltet haben.

Homo-Lebensgemeinschaften haben sich genauso "natürlich" entwickelt wie Hetero-Ehen.

Mißstände außerhalb der "Regel" innerhalb oder neben den von Hetero-Ehen begründen nicht das Recht, solche noch "künstlich" zu erzeugen.

"Missstände" will ja auch überhaupt keiner erzeugen. Es entspringt offenbar lediglich Ihrer Moralvorstellung, dass eine Homo-Beziehung automatisch ein "Missstand" ist.

Kinder ... als "Verfügungsmasse" sexueller Ausrichtungen ... zu betrachten ist zutiefst verwerflich.

Auch das fordert überhaupt niemand. Wenn ein Homo-Paar Kinder möchte, tut es das aus denselben (vielfältigen) Gründen, wie es ein Hetero-Paar tut. Sie haben es nur sowohl physisch als auch rechtlich deutlich schwerer, auch in Adoptionsfragen.

Aber genau darum geht es in der ganzen Debatte ja schließlich: Dass eine völlige Gleichstellung von Homo- und Hetero-Beziehungen erreicht wird, losgelöst von vermeintlichen Moralaposteln, die etwas gut oder schlecht finden. Der jetzige Stand ist schlicht diskriminierend, was ja verfassungsmäßig nicht möglich sein dürfte.

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Kommentar von AndyG66
14.11.2016, 19:31

Die Vorstellung widerspricht keinen ethischen Werten. Sie ist einzig und allein ein diskriminierendes Vorurteil von Dir. 

Da Studien beweisen dass Kinder von gleichgeschlechtlichen Paaren genau so gesund und psychisch stabil aufwachsen wie andere  - aber unter der Stigmatisierung der Gesellschaft leiden! - > Kann ich dir sagen dass du und deine Homophobie das Problem sind - nicht die gleichgeschlechtliche Ehe. 

Denk an die Kinder welche du stigmatisierst!

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