Warum ist Homosexualität noch so ein großes Thema?

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12 Antworten

Naja - du musst unterscheiden, wo es ein großes Thema ist.

Ich bin Schwul und beobachte das "Thema" also schon eine Weile.

Im Alltag:

... ist das Thema Homosexualität kein großes Thema. Ich kann meinen Kollegen von meinem Mann erzählen, wenn das Gespräch in die Richtung geht, da zieht keiner die Augenbrauen hoch, und wenn doch mal ein neuer Kollege dazukommt, dann bekommt der das manchmal erst Wochen später mit, von welchem Ufer ich komme, und dann stört das aber auch keinen, warum auch. Egal mit wem ich rede - die Menschen haben längst erkannt, dass es halt Schwule und Lesben gibt, die auch einfach nur Menschen sind, und ihr Leben leben wollen. Ich selber sehe meine Sexualität nun auch bei weitem nicht als mein wesentlichstes Merkmal an, andere tun das auch nicht. Hier ist das also "kein großes Thema"

In der Politik:

... ist das Thema natürlich insofern ein großes Thema, als dass es Aufgabe der Regierung ist, gesellschaftliche Realität und Meinung der Bürger in Einklang mit den Gesetzen zu bringen. Natürlich gibt es einige Bürger, die ein Problem mit der Ehe für alle hätten, und so ist es auch nur richtig, dass auch diese Bürger eine Vertretung in der Politik haben. Schade ist nur, dass es eben die stärkste Partei ist, die diese Bürger meint vertreten zu müssen, weswegen die CDU/CSU eben schon seit Jahren eine völlige Gleichstellung verhindert.

In den Medien: 

... ist alles ein großes Thema, sonst würde man es nicht drucken. Jedes Thema hat eine Lebenskurve, vom ersten Beitrag und Medienbericht hin, bis  alle das Thema aufgreifen, und irgendwann flaut es wieder ab. Insofern werden da Themen auch gerne aufgebläht, weil Medien und Nachrichten heutzutage einfach so funktionieren. 

Warum ist es also ein großes Thema?

Ganz einfach: Im Alltag der Menschen ist es kein Thema. Unsere Gesetzgebung spiegelt das aber noch nicht wieder, obwohl das ihre Aufgabe wäre. Insofern hat das verdammt noch mal ein großes Thema in der Politik zu sein, da es eben Aufgabe der Regierung ist, Lebensrealität, Volkswille  und Alltag in der Gesetzgebung widerzuspiegeln. Allerdings muss dabei eben jede Stimme und Meinung gehört werden und es muss ein Konsens gefunden werden, was denn Alltagsrealität für die Menschen heißt, und wie das umgesetzt werden kann. Während einige eben sagen, dass die aktuelle Gesetzgebung vollkommen ausreicht, sagen andere, sie ist diskriminierend. Jeder hat seine Wahrheiten und nun muss ausgekämpft werden, wer seine durchsetzen kann. Die CDU ist zwar in der Unterzahl, aber in der besseren Position... Und die Medien freuen sich natürlich darüber, wenn so ein Thema aufkommt, bei solchen Debatten scheiden sich die Geister, da kommt Konfrontation auf, da kann man schön berichten, davon leben Medien. 

Kajjo 10.06.2015, 13:10

Sehr gut zusammengefasst und erfrischend neutral und fair beschrieben. DH!

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Mit den Politikern ist es so, dass es viele gibt die Stammwähler haben, also Wähler von denen sie schon seit vielen Jahren gewählt werden und dass sind meistens ältere Personen und wie Sie schon sagten sind es meistens die Älteren die negativ über eine Ehe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Personen denken. 

Meiner Meinung nach, haben Politiker  also nur Angst einen Teil ihrer Wählerschaft zu verlieren, wenn sie sich mit diesem Thema zu viel außeinandersetzen. 

Ich denke viele Politiker meiden das Thema lieber, weil es ihnen zu heikel ist, viele sind selbst dagegen, besonders da viele Politiker älteren Generationen angehören...

Viele hypen das Thema, weil es lange Zeit tabu war. Viele denken sie wären besonders tolerant wenn sie ständig darüber reden und sagen, dass das total verbreitet ist

Wir müssen Geduld haben ;)

Seit K. M. Kertbeny 1969 in einem Brief an das preußische Justizministerium für die Abschaffung der "widernatürlichen Handlungen", die früher im Mittelalter als "Sodomisten" verfolgt wurden, für Straffreiheit plädierte - sind ja erst 1050 Jahre vergangen.... ;) Seither hat sich viel (auch zum Positiven) geändert...

Z.B. ist 2001 das Gesetz für die "Eingetragene Lebenspartnerschaft" in Kraft getreten. Die Rechtsfolgen sind im wesentlichen die gleichen, wie bei einer Ehe.

Deutschland ist eines der Korruptesten Länder der Welt, daher haben Politiker wichtigeres zu tuen als sich um die Belange und Interessen der Bevölkerung zu kümmern, ihnen sind die Belange und Interessenten der Wirtschaft einfach wichtiger als die der Bevölkerung 

Wie sagt Frau Merkel doch so schön wenn es  um die Meinung der Bürger geht : 

Ich freue mich ihre  Anregungen und Vorschläge,  denn Deutschland soll so bleiben wie es ist

Wie als wenn man auf einen Aktenvernichter ein Schild klebt: "Bitte werfen sie hier ihre Vorschläge und Anregungen rein"

Das Thema Homosexualität wird allerdings viel zu sehr aufgebauscht. Damit wird so von den wirklich wichtigen Themen abgelenkt. Das ist ganz im Sinne der Herrschenden, die das Volk gerne ablenken, um so ungestörter die Sauereien durchziehen zu können.

Hochstilisiert wurde das Thema H. auch durch die Grünen und ihnen nahestehende Menschen, die einen mords Zinnober um bestimmte Minderheiten betreiben, um so ihre Daseinsberechtigung zu unterstreichen, sich das Aroma der Fortschrittlichkeit so meinen zu verpassen.

Da nun diese Gesellschaft zu keinen Fortschritt, zu keinem Umbruch aufzuschwingen vermag, habwen sich die sogenannten Kulturträger mehr auf Nebensächlichkeiten kapriziert, aus der Homosexualität gar ein Art Glaubensbekenntnis entwickelt. Schwule und Lesben tragen ihre sexuelle Ausrichtung gar als eine Art Gesinnung wie eine Monstranz vor sich her, so als wenn sie so schon was geleistet hätten. Da viele als Bildungsphilister bei den Grünen vernakert sind, bzw. ihnen nahe stehen, greift diese Partei deren Anliegen begierig auf, - man könnt sich ja außer weitrem Gegendere sonst schon nichts weiter.

Wer nun allerdings meint, jedwede Randgruppe dieses Landes werde fetischisiert, der irrt gar sehr, Pauper und Linke, auch Teile der Boheme sowie sonstige Aussteiger als auch andersartige Nonkonformisten sind da nicht gemeint, man hat folglich gefälligst bei der "richtigen" Randgruppe zu sein, denn nur die ist en vogue.

Fazit: ob nun ein Mensch schwul oder lesbisch ist, geht mir im Grunde am Ar sch vorbei, ist schließlich deren Privatvergnügen, mit dem ich nix zu tun habe. Auch sage ich mir wie der Alte Fritz auch, ohne diesen nun auf den Schild heben zu wollen - "jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden" und gut iss. Weiterhin iss völlig klar, dass niemand wegen seiner sexuellen Ausrichtung diskriminiert werden darf, denn ein jeder Mensch hat ein Recht auf Selbstbestimmung. Offensichtlich ist so viel libertäre Haltung in diesem muffigen Staat und muffiger Gesellschaft noch immer nicht in seiner Breite angekommen. Noch immer beschäftigen sich viele Leute mit Dingen, die sie nix angehen, nichts mit ihren eigentlichen Bedürfnissen zu hat. Homosexualität hat für die Mehrheit eigentlich sehr wenig damit zu tun, daher können sie einem ziemlich egal sein. 

Angemerkt sei übrigens auch, dass Homosexuelle leichter zueinander finden, es eher krachen lassen, als Heteros, die sich jenseits der Jugendjahre nicht selten schwer tun, aufeinander zuzugehen. (Geschlechterkampf, Geschlechterrivalität, eingeschränktes Interesse für einander)

Es ist nun mal anders. Es war normal das nur Frau und Mann zusammen Leben und sich lieben. Und auf einmal gab es Menschen die das gleiche Geschlecht hatten unf etwas für einander Empfinden. Es wird etwas anders. Wäre es zu Beginn schon so gewesen und hätte angehalten also wäre bis heute so dann wäre es für die menschen ganz normal

Tragosso 06.06.2015, 11:56

Homosexualität gab es schon immer...Und es gab auch Zeiten in denen war z.B Sex mit Tieren völlig normal, dafür heutzutage nicht mehr. Die Moral und Wertvorstellungen der Menschen ändern sich andauernd, nicht aber die Praktiken und Vorlieben/Fantasien.

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Len98 06.06.2015, 12:05

Die Frage ist doch: Warum?

Warum wird Kindern immer wieder beigebracht, dass Homosexualität unnormal ist? Würde man früh anfangen Kindern beizubringen, dass "anders sein" nicht schlecht oder gar unnormal ist, würde es auch nicht immer diese heiklen Disskusionen geben.

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Tragosso 06.06.2015, 12:20
@Len98

Ich hab eher das Gefühl, es wird ihnen nicht 'ausgeredet'. Viele Eltern reden mit den Kindern über solche Dinge gar nicht. Meine haben das z.B nie. Aber die Kinder merken, dass die Erwachsenen erschrocken/negativ reagieren und benutzen schwul dann als Schimpfwort und dabei bleibt es.

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Naja. Du darfst nicht den Fehler machen und dein Umfeld oder das, was du auf Internetseiten, auf denen du dich tummelst, als allgemeingültig zu betrachten.

Es gibt nun mal eine konservative Partei in der Regierung die von vielen Deutschen gewählt wird und die vertritt nun mal konservative Werte. Ob das gut oder schlecht ist, kann sich jeder selbst aussuchen.

Len98 06.06.2015, 11:48

Aber nur weil man eine Partei wählt, heißt es ja nicht, dass man allem zustimmt.

Jede Partei hat ihre Fehler und nur weil man eine Partei wählt, muss man ihr nicht in allem Recht geben.

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ThomasSchenk45 06.06.2015, 11:53
@Len98

Das stimmt natürlich. Aber so eine Partei hat nun mal ein Profil, dass deren eigenen Werten entspricht. Das kann dann schon sein, dass es auch eine große Anzahl von Stimmen gibt, die beispw. gegen die Homo-Ehe nichts haben. Nur ist die Frage, ob es für den Wähler dann auch relevant genug ist, eine andere Frage. Denke, für die meisten ist es eher so ein "ist mir eigentlich egal" Thema und dann gibt es eben noch genug Leute, die da aktiv dagegen ankämpfen und die können dann eben den Unterschied ausmachen,

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RVPT0R 06.06.2015, 11:52

Es gibt aber keine andere partei die besser wäre- in DE ist keine einzige Partei gut und würde das machen was das Volk will, keine

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genau, warum ist es noch so ein grosses thema, dass hier schon wieder einer danach fragt ... -.-

Len98 06.06.2015, 11:49

Ja warum?

Es sollte kein großes Thema sein, ist es aber. Aus diesem Grund diese Frage ;-)

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howelljenkins 06.06.2015, 11:50
@Len98

du machst es ja selbst schon wieder zum thema. lass es doch einfach.

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Len98 06.06.2015, 12:06
@howelljenkins

Wenn du weiterhin nichts produktives beizutragen hast, dann

lass es doch einfach.

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Ich denke das manche (ich nicht) denken das es nicht normal ist wenn man homo-sexuell ist.

Len98 06.06.2015, 11:47

Aber diese gehören doch eigentlich der Minderheit an, oder sehe ich das falsch?

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emilini01 06.06.2015, 11:51

ja aber ich denke das die Politiker das nicht so sehen

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scorpion87 08.06.2015, 09:07
@emilini01

doch, die Politiker sehen das genauso. Nur reicht da die Minderheit der CDU/CSU aus, eine völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare zu verhindern. 

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Bekanntlich haben die Massenmedien in Deutschland fast soviel Macht wie die Politiker. Und daß dieses Randthema über Jahre ganz vorn in der Meinungsmache bleibt, liegt an diesen Massenmedien.

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