Warum ist HgCl2 besser löslich als ander Quecksilberhalogenide?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das hat mit der Elektronegativität (EN) zu tun, würde ich jetzt mal vermuten.

In Wasser lösen sich nur polare Verbindungen, da Wasser selbst polar ist (H=1,8; O=3,5). Da die EN-Differenz bei HgCl größer ist als bei HgI2 (Hg=1,4 zu Cl=2,8 und I=2,2). Je höher diese Differenz nun ist, desto stärker ist das Teilchen polar und löst sich damit auch leichter.

HgCl2 natürlich Und ich bin jetzt einfach mal von Wasser als Lösungsmittel ausgegangen

0
@TheRock18

Es liegt auch daran, dass die Halogene, die größer sind als Chlor eine sehr diffuse Elektronenstruktur haben (kannst du dir als riesiges Elektronengewusel vorstellen) und deshalb schwerer zu polarisieren sind.

0
@kalippo314

Nach meiner Erinnerung ist das genau umgekehrt, je größer und diffuser, um so leichter polarisierbarer.

1

Danke für den Stern, trotz meiner miserablen Grammatik in der Antwort :D

0

Soweit ich das noch weiß, liegt es schon an den Unterschieden in der Elektronegativität und der Polarisierbarkeit.

Lax formuliert ist HgI₂ einfach nicht mehr als Salz aufzufassen, sondern als kovalente Verbindung.
Dass Metalle immer Kationen bilden, ist schon eine zu einfache Vorstellung.

Diese Unterschiede gibt es übrigens nicht nur beim Hg.
Auch bei Al und Fe(III) sind die Fluoride salzartig, Chloride (zumindest beim Al) im Grenzbereich und Bromide und Iodide molekular.
AlBr₃ löst sich z.B. in Benzol.

Was möchtest Du wissen?