Warum ist Gips vor zu hoher Temp zu schützen?

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3 Antworten

Ich nehme an, das Sie mit "GIPS" handelsübliche Bau- oder Modellgipse meinen :

Baugips wird durch kurze thermische Behandlung bei ca. 150 -200° aus natürlich als Gestein vorkommenden Calciumsulfathydraten (CaSO4x2H2O) gewonnen. Durch diese sogenannte Gipsbrennen oder "Kochen" wird dem Naturgips ein Teil (1 Mol) Wasser ausgetrieben, dabei entseht ein Halbhydrat,. Vermischt mit Wasser nimmt der gebrannte Gips das Wasser wieder auf und erstarrt.

Wird der Gipsstein bei zu hoher Temperatur oder zu lange "gebrannt" , verliert er sein Hydratwasser vollständig, dabei entsteht also nur noch CaSO4, der sogenannte Anhydrit. Anhydrit reagiert kaum noch bzw. nur sehr langsam mit Wasser und ist für die typischen Anwendungen von Bau- oder Modellgips nicht brauchbar.

Der Fachmann spricht dann von "totgebranntem" Gips.

Fazit: Durch Lagerung bei höheren Temperaturen (>50°) besteht die Gefahr, dass die Halbhydrate (Bau- oder Modellgipse) allmählich weiteres Hydratwasser und damit ihre Fähigkeit zum schnellen erhärten (abbinden nennt es der Fachmann) verlieren.

Weitere Infos dazu unter den erwähnten Stichworten bei Wikipedia!

Gruß MULEX

Der "Brennvorgang" wird als

Gips = Ca SO(4) 2H(2)O

Klammerwerte tiefgestellt.

Jetzt brennt es oder so und da kommt eine Reaktion die ich allerdings nicht beschreiben kann. Aber wie Kiezpirat schon schrieb übrig bleibt H(2)O unter anderem.

Hallo siegl,

dem Gips wird bei hohen Temperaturen das in ihm gebundene sogenannte Kristallwasser entzogen, wodurch dieser spröde wird.

Eine Reaktionsgleichung habe ich leider nicht parat

MfG kiezpirat

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