Warum ist fleischlos luxus?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Im Wesentlichen ist das abhängig davon, wie das jeweilige Land beschaffen ist und welche landwirtschafltiche Produktion damit am "einfachsten" ist.

Nehmen wir als Beispiel Argentinien: geringe Bevölkerungsdichte und riesige natürliche Graslandflächen (Pampa), damit ist z.B. Rinderhaltung extrem günstig machbar und Fleisch ist so kein Luxus.

Ich kenne mich jetzt nicht groß mit der Landwirtschaft auf Inselstaaten (wie den genannten) aus, nehme aber an, dass dort eine ausgedehnte Tierhaltung problematisch und teuer ist, da die Beschaffenheit der natürlichen Vegetation weniger dafür geeignet ist.

In Deutschland nach dem Krieg war der Sonntagsbraten etwas Besonderes. So ist es überall, wenn sich eine Gesellschaft nicht sehr oft Fleisch leisten kann. Das kann viele Ursachen haben: infrastrukturelle, monetäre, oder die Aufzucht von Tieren ist aufgund deren Futter- oder Wasserbedarfs einfach nicht möglich. Da gehts uns in Europa schon besser als zum Beispiel den trockenen Gegenden Afrikas.

Betrachtet man das alles mal aus dem Blickwinkel der Natur fällt einem auf, daß unsere moderne Ernährung grundsätzlich ein Luxus ist. 

Egal ob mit oder ohne Fleisch.

Welches naturverbundene Tier kann sich schon einen Speiseplan zusammenstellen, bei dem Nahrungsmittel aus allen Ecken des Globus zusammenkommen?

Es ist grundsätzlich Luxus, wenn man Nährstoffdefizite mit Dingen ausgleicht, die nicht aus der unmittelbaren Umgebung stammen, in der man sich befindet.

Leider zählt vieles dazu, was in der modernen Landwirtschaft mittels Vergewaltigung der Natur erzwungen wird. Also auch Pflanzen, die in künstlichen Umgebungen gezüchtet werden. Tropische Pflanzen sind  bei uns nunmal nicht heimisch. Auch dann nicht, wenn sie in einem "Labor" (=Gewächshaus) unter lediglich dem tropischem Klima ähnelnden Bedingungen wachsen müssen.

Genauso luxuriös ist es, wenn man bei fleischhaltiger Kost nur die "fetten" (also edlen...) Bestandteile verwendet und den Rest verschmähen kann, weil man darauf eben nicht "angewiesen" ist.

Hast schonmal ein Suppenhuhn gegrillt? ;)

Kann man lange dran kauen. XD

Oder man schlürft lieber die Brühe die man mit so 'nem Huhn kochen kann. Da gehört aber Gemüse mit rein!

Fleischlos und Pflanzenlos ist einfach nur unausgewogen. Also einseitig und damit ungesund.

Luxus ist nur nicht lebensnotwendiger Überfluss.

warehouse14

Aus meiner Sicht sage ich, fleischlos ist gar kein Luxus, Also erhebt sich gar nicht die Frage, warum. Auch wenn man das mal hört, na und? Es wird ja viel gesagt, was gar nicht so ist und gern wird alles geglaubt. Für mich, geboren ein paar Jahre nach Kriegsende, ist Fleisch immer noch etwas, was früher Mangelware war und daher heute Luxus. Nun leben wir heute im Konsumhimmel und da kommt bei einigen Langeweile vor lauter Überfüllung auf. Da braucht man etwas Neues, also alternativ kein Fleisch essen. Mit dem Trend will man sich über den schon vorhandenen Luxus nochmals herausheben.

In den Medien kam übrigens vor kurzem, dass gewisse schlaue Wissenschaftler meinen, vegan seien viele gar nicht wegen Ernährung oder Mitleid für das Tier, sondern das sei eine Ich-Inszenierung. Da wird schon was dran sein. Man will sich (gilt natürlich nicht für alle!) einfach fleischlos aus der mittelmäßigen Masse herausheben.


Man kann sich hier ernähren, wie man es für richtig hält. Luxus kann man es nennen, dass jeder die Wahl hat und es in der Regel alles zu kaufen gibt.

"Der Mensch" kann nicht in eine Schublade gesteckt werden, es gab immer und es gibt Menschen, die sich sogar nur von Fleisch ernähr(t)en und andere, die nur Pflanzen essen/aßen. Zumindest früher war das immer eine Frage des Nahrungsangebots.

Luxus ist ja etwas was ich nicht unbedingt brauche, aber etwas für mich Besonderes darstellt. Wenn Verzicht Luxus ist? Eine dialektische Frage.

In der Gesellschaft war es sicher ein Zeichen von Wohlstand Fleisch essen zu können. Der Adel aß damals am Liebsten Wild. Es war eben ein Statussymbol wohlgenährt zu sein. Jede Zeit hat Ihre Werte.Nun in Zeiten von Überfluß von Nahrungsmitteln, gibt es eben dekadente Erscheinungen. Fast alle Großreiche sind daran zugrunde gegangen. Hinzu kommt die Ernährung als Religionsersatz zu sehen. Nach dieser Zeit kommt wieder eine andere.

Allerdings wird die zukünftige Ernährung und der Klimawandel der überbevölkerten Erde neue Aufgaben stellen und die gilt es verantwortlich zu lösen.

Es kommt ganz darauf an:

Wenn man nicht viele verschiedenen Lebensmittel zur Auswahl hat muss man das essen was gerade verfügbar ist; das unterscheidet sich natürlich je nach Region und mitutner auch Lebensweise oder saisional.

Und große Viehbestände galten in manchen Kulturen als Zeichen von Reichtum (was aber nicht heißt, dort nur selbige Fleisch konsumiert haben), wobei je nachdem diese Tiere gar nicht unbedingt immer primär als Nahrungsquelle (und schon gar nicht des Fleisches wegen) sondern zum Teil auch als Art Währung dienten.

Man muss das also immer auch je nach Kultur und Bedingungen unterscheiden.

Sich aussuchen zu können, was man essen möchte, ist immer Luxus. Bis in die jüngste Vergangenheit musste man essen, was da war, um nicht zu hungern. Und in weiten Teilen der Welt ist das auch heute noch der Fall.

.....weil wir in einer modernen Wohlstandsgesellschaft leben, die uns ermöglicht, die Nahrungsmittel aus allen Herren Ländern in Supermärkten zu kaufen.

Versuch dich mal vegan zu ernähren allein mit einheimischen Produkten. Was isst du dann im Winter an frisch angebauten?



Vegan sein ist in meinen Augen ein Luxus, weil ich es ohne große Probleme schaffen kann, auf Tierprodukte zu verzichten und trotzdem meinen Nährstoffbedarf decken kann.
Ob es nicht auch vllt. ein Luxus ist, dass wir immer und überall günstiges Fleisch kaufen können, kann man sich auch fragen.
Grundsätzlich ist m.E. Ernährung in unserer westlichen Welt IMMER ein Luxus. In anderen Teilen der Welt sieht es anders aus.

Was möchtest Du wissen?