Warum ist Eugenik falsch?

11 Antworten

Hallo elkawe....Eugenik umfaßt den Inhalt der Barmherzigkeit, bis hin die Leiden eines Menschen zu beenden, das ist dann die Euthanasie, wenn jemand im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten selbst entscheidet: Ab dem Punkt an ist für mich keine Lebensqualität mehr vorhanden ich will mein Leben beenden. … Euthanasie ist das Recht auf einen glücklichen Tod ….

Martin Luther:…aus Tischreden: „Vor acht Jahren war zu Dessau ein Wechselbalg, daß ich , Doktor Martin Luther gesehen und angegriffen hab, welches 12Jahre alt war, seine Augen und alle Sinne hatte, daß man meinte, es wäre ein recht Kind. Dasselbe fhät nichts denn daß es nur fraß, und zwar so viel als irgends vier Bauern und Drescher…>Anno 1541 : Dr.M.L gegenüber den Fürsten zu Anhalt…man hätte, man sollte den Wechselbalg…ersäufen…>……..solche Wechselbälger sind nur ein Stück Fleisch, eine massa carnis, da keine Seele innen ist…

wenn man Eugenik allumfassend betrachtet sollte ein überspannter Humanitätsbegriff und seine Überschätzung des Wertes der EXISTENZ Körperlichkeit(Reizwesen) überprüft werden. Leidminderung auch der Angehörigen gehört ebenfalls beachtet, denn die Verhinderung eines natürlichen Endes verlängert auch Leiden. Das ist der Fluch der Apparate Medizin, der keineswegs der Natur entspricht….

Eugenik war objektiv falsch, weil man von Genetik kaum Ahnung hatte. Es war mehr bloses Rumgerate und esoterischer Blödsinn. Es wurden z.B. ansteckende Krankheiten oder Alkoholismus für vererbar gehalten auchwurden Juden für eine niedere Menschenrasse. Den Menschenrechten widerspricht es nur, wenn man Menschen mit "schlechten" Erbanlagen zwangskastriert oder umbringt. "logische oder sachliche Fehler " gibt es nur in der Hinsicht, dass es man noch zuwenig über Vererbung weis. Für die meisten Eigenschaften sich viele Gene zuständig. Auch ist die Genregulation sehr komplex. So scheinbar einfache Merkmale wie Haar- oder Augenfarbe kann man noch nicht zu 100% genetisch bestimmen. Wenn man Eugenik weit fast, betreiben das alle Menschen, denn man sucht sich schöne, sportliche oder inteligente Partner und nicht hässliche oder behinderte.

Wenn jemand mit einem IQ von 160, dem Aussehen eines Promis und olympischen Fähigkeiten ohne Eugenik geboren wird stört es niemanden, wenn man aber solch einen Menschen mittels Eugenik schaft, soll es unmoralisch sein. Es ist eine unlogische Überzeugung alles "natürliche" sei gut und der Mensche dürfe nicht verändert werden, weil er die Krone oder Schöpfung oder Evolution sein.

Es wurden z.B. ansteckende Krankheiten oder Alkoholismus für vererbar gehalten

Ursulala hält heute noch geringes Einkommen für vererbbar.

denn man sucht sich schöne, sportliche oder inteligente Partner und nicht hässliche oder behinderte.

Ach was. Wenn das so wäre, wären wir längst ausgestorben. Oder eben eine Rasse von ausschließlich Schönen, sportlichen und intelleligenten Individuen.

Und da mindestens zwei der Kriterien auf mich nicht zutreffen, würde es mich nicht geben. Und meine Frau auch nicht.

Es ist nicht nachweisbar, daß "häßliche" und Behinderte weniger Fortpflanzung betreiben als andere.

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ist unnötig, denn wenn etwas gar nicht geht, ist die evolution für die tilgung verantwortlich..... man greift somit nach eigenem gut dünken in die biologie der erde ein.....

Die Frage nach der Richtigkeit oder Falschheit der Eugenik lässt sich mit den Mitteln der darwinschen Evolutionstheorie nicht beantworten, sondern nur mit der Systemischen Evolutionstheorie.

Das Problem ist, dass die darwinsche ET keine unterschiedlichen Konkurrenzmechanismen kennt. Dieses Manko hat schon zum Sozialdarwinismus geführt, von dem auch noch immer keiner (darwinistisch) sagen kann, was dessen Problem eigentlich war.

Um den Kern des Problems nur einmal anzudeuten: In der Natur gibt es keine "Menschenrechte". Dort herrscht in erster Linie das Recht des Stärkeren vor (was nicht bedeutet, dass der "Stärkere" gewinnt, sondern nur, dass Eigentum/Besitz nicht akzeptiert wird). Der Löwe fragt beispielsweise das Zebra nicht, ob er es fressen darf, er tut es einfach, weil er Hunger hat und sich damit "im Recht" fühlt. Tatsächlich missachtet er dabei die Persönlichkeitsrechte des Zebras, insbesondere seinen Besitz am eigenen Leben, an der körperlichen Unversehrtheit etc.

Wenn du Enten fütterst, wirst du feststellen, dass eine Ente, die einen besonders großen Krumen gefangen hat, sich erst einmal in Sicherheit bringen muss. Die anderen akzeptieren nicht, dass dieser Krumen nun ihr Besitz ist. Das ist in menschlichen Zivilisationen undenkbar. Dort muss man fragen bzw. "handeln" (ein Angebot machen), wenn man etwas haben möchte, dass jemand anderem gehört. Zu diesem Besitz gehört in unserer Gesellschaft auch alles, was mit Fortpflanzung zu tun hat. Hier greifen unveräußerliche Rechte.

Eugenik ist dann selbstverständlich schlecht und sogar ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn sie diese Prinzipien missachtet. Wenn man also sagen würde, die Schwarzen dort drüben passen uns nicht, deshalb dürfen sie sich in unserer Gesellschaft nicht fortpflanzen oder wenn man Krüppel und andere gar zwangssterilisiert (!), dann sind das selbstverständlich Verbrechen. Das wäre eine Eugenik im Interesse von Personen, die irgendwie die Macht haben.

Sehr ähnlich sieht es bei allen möglichen sonstigen Tätigkeiten in unserer Gesellschaft aus (bekannte Ausnahme: Mobilmachung im Falle eines Krieges): Du kannst beispielsweise keine Frau dazu zwingen, Lehrerin zu werden. Du kannst keinen Krüppel davon abhalten. Niemand hätte das Recht dazu. Du kannst nur gesellschaftliche Anreize setzen, damit sich vielleicht viele Personen dafür entscheiden, Lehrer oder Lehrerin zu werden. Meist geschieht das durch Geld.

Genauso sieht das auch bei der Fortpflanzung und damit der Eugenik aus. Hier setzt die Gesellschaft Anreize in die eine oder die andere Richtung. Beispielsweise war das Elterngeld ein Versuch, eugenische Anreize zu setzen. Man wollte ganz gezielt qualifizierte Frauen dazu bringen, ein Kind in die Welt zu setzen (damit sie und ihr Partner ihre Gene weitergeben und nicht bevorzugt die ungebildeten Schichten). Das Elterngeld richtet sich deshalb am Verdienst aus und ist nicht für alle Menschen gleich.

Umgekehrt könnte sich unsere Gesellschaft dazu entscheiden, für jedes Kind ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 1.000 Euro pro Monat (Netto!) zu zahlen, wie es bereits in einer Petition vor dem Bundestag vorgeschlagen wurde. Das wäre ganz klar eine dysgenische Maßnahme (per Anreize und nicht per Zwang). Denn viele ungebildete Frauen ohne nennenswerte Berufschancen würden dann wie folgt rechnen:

Ich bekomme 1.500 Euro Grundeinkommen, pro Kind gibt es 1.000 Euro Grundeinkommen extra. Setze ich 8 Kinder in die Welt (ohne festen Partner), dann verdiene ich 9.500 Euro im Monat Netto.

Es ist dann zu erwarten, dass ganz viele Kinder in ungebildeten Schichten entstehen.

Deshalb: Eine demokratische Gesellschaft setzt per Familienpolitik und anderen Maßnahmen immer Anreize in die eine oder andere Richtung. Einige mögen eher eugenisch sein, andere dysgenisch. Eine Gesellschaft hat aber das Recht, sich vorwiegend für eugenische Maßnahmen zu entscheiden. Das war vor dem Aufkommen der Sozialstaaten sogar der Standard. Beispielsweise durfte noch vor wenigen hundert Jahren ein Mann nur dann heiraten, wenn er einen Beruf mit Einkommen nachweisen konnte. Dies diente vorgeblich dem Schutz der Kinder. Man wollte - ohne Sozialstaat - verhindern, dass Kinder nicht ordentlich versorgt waren. Tatsächlich war das eine eugenische Maßnahme.

Leider ist das Thema völlig tabuisiert, da es nicht verstanden wird. Man versteht nicht einmal den Unterschied zwischen Zwang und Anreizen. Das hat auch die Sarrazin-Debatte gezeigt: Sarrazin schlug eine Änderung der Anreizsysteme vor, was in einer Demokratie die selbstverständlichste Sache der Welt ist. Man tat aber so, als sei er ein hässlicher Zwangseugeniker. Nichts davon steht in seinen Büchern. Er ist ein klassischer SPD-Anreiz-Politiker.

Man sieht auch in dieser Diskussion hier wieder: Das Thema ist politisch. Diejenigen, die sich am Lautstärksten dazu äußern, haben es meist am Wenigsten verstanden. Wer die Systemische Evolutionstheorie nicht kennt, wird meist am Thema scheitern.

Die Frage nach der Richtigkeit oder Falschheit der Eugenik lässt sich mit den Mitteln der darwinschen Evolutionstheorie nicht beantworten, sondern nur mit der Systemischen Evolutionstheorie.

Damit ist die SET Biologismus und unwissenschaftlich.

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@DarkSepia

Und das sagt ausgerechnet der Haupt-Sozialdarwinist auf GF.

Der Unterschied zwischen der Darwinischen ET und der SET ist, dass erstere rein für die Biologie gilt (eine Ausweitung von ihr auf andere Gebiete wäre dann Biologismus), während die SET eben gerade keine biologische Theorie ist!

Mein Argument war deshalb eben gerade nicht biologistisch.

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@DarkSepia

Unwillkürlich fragt man sich, wie du zu einer solch dummen Antwort kommen kannst. Was begründet das "damit"? Also das ist das schwachsinnigste "damit", das ich seit langem gehört habe:

Gödel: Die Widerspruchsfreiheit der Zahlentheorie lässt sich nicht mit den Mitteln der Zahlentheorie beweisen.

DarkSepia: Das ist Biologismus und unwissenschaftlich.

Irre!

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@Ursulala

Und das sagt ausgerechnet der Haupt-Sozialdarwinist auf GF.

Ich verzichte auf Titel, die du mir ad hoc verleihst.

Der Unterschied zwischen der Darwinischen ET und der SET ist, dass erstere rein für die Biologie gilt (eine Ausweitung von ihr auf andere Gebiete wäre dann Biologismus), während die SET eben gerade keine biologische Theorie ist!

Dann ist sie immer noch ein naturalistischer Fehlschluss.

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@DarkSepia

Dann ist sie immer noch ein naturalistischer Fehlschluss.

Oh je, der Blödsinn auch noch. Offenbar ist es modern geworden, nur noch mit Schlagwörtern um sich zu werfen, die man selbst nicht versteht.

Das ist Biologismus.

Nicht? Dann aber ein naturalistischer Fehlschluss.

Auch nicht? Okay dann bestimmt Imperialismus?

Nicht? Dann Neoliberalismus.

Geht dir dein Gerede nicht manchmal selbst auf den Geist?

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@Ursulala

Strohmannargument. Biologismus ist eine Form eines Naturalistischen Fehlschlusses, Imperialismus nicht.

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@DarkSepia

Ich wollte damit nur ausdrücken, dass du ein Schwätzer bist.

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Da tun sich aber Abgründe auf. Mein lieber Scholli.

Dort herrscht in erster Linie das Recht des Stärkeren vor

Das entspringt einer falschen Übersetzung von "Survival of the fittest.." Die am besten angepaßten überleben. Das kann mal der Stärkere sein, mal der Kleinste, mal der Schnellste oder der Bunteste.

Der Löwe ist dem Zebra evolutionär nicht überlegen, weil er es vermag, welche zu fangen und zu fressen. Das es noch Zebras gibt, zeigt eindeutig, daß es hier keine konkurierende Bewertung gibt. Zebras sind evolutionär so erfolgreich, daß es sie noch gibt. Sie sind also ein Erfolgsmodell.

Die anderen akzeptieren nicht, dass dieser Krumen nun ihr Besitz ist. Das ist in menschlichen Zivilisationen undenkbar.

Dieses Prinzip ist die Basis unserer Wirtschaftsordnung. Die Geschichte strotzt von Beispielen, wo Menschen sich eben genau so verhalten haben. Nun können wir uns ja darauf einigen, daß das ziemlich unzivilisiert ist.

Beispielsweise war das Elterngeld ein Versuch, eugenische Anreize zu setzen. Man wollte ganz gezielt qualifizierte Frauen dazu bringen, ein Kind in die Welt zu setzen (damit sie und ihr Partner ihre Gene weitergeben und nicht bevorzugt die ungebildeten Schichten). Das Elterngeld richtet sich deshalb am Verdienst aus und ist nicht für alle Menschen gleich.

Du behauptest hier, Erfolg und gutes Einkommen wäre genetisch prädisponiert. Das ist abenteuerlich und widerspricht allen dazu vorliegenden Studien.

Ich bekomme 1.500 Euro Grundeinkommen, pro Kind gibt es 1.000 Euro Grundeinkommen extra. Setze ich 8 Kinder in die Welt (ohne festen Partner), dann verdiene ich 9.500 Euro im Monat Netto.

Was bei 8 Kinder schon recht knapp werden könnte.

Es ist dann zu erwarten, dass ganz viele Kinder in ungebildeten Schichten entstehen.

Jetzt muß aber denn doch gleich mal brechen gehen. Das ist zur Gänze ein soziales uns soziologisches Problem, aber nicht im Mindesten ein genetisches.

Leider ist das Thema völlig tabuisiert, da es nicht verstanden wird.

Deine kruden Ergüsse sind ganz gewiß kein Beitrag für ein besseres Verständnis. Viel mehr liegt das mangelnde Verständnis auf Deiner Seite.

Diejenigen, die sich am Lautstärksten dazu äußern, haben es meist am Wenigsten verstanden.

Dafür bist Du das beste Beispiel.

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@realsausi2

Du hast keine Ahnung von Evolutionstheorie.

Das entspringt einer falschen Übersetzung von "Survival of the fittest.." Die am besten angepaßten überleben. Das kann mal der Stärkere sein, mal der Kleinste, mal der Schnellste oder der Bunteste.

Hört man immer wieder, ist aber dummes Zeug. Recht des Stärkeren bedeutet, dass Ressourcen (auch andere Tiere) als Gemeingut behandelt werden. Es gibt kein akzeptiertes Eigentum an Ressourcen. Kapiert? Man kann den Quatsch mit dem Stärkeren, Schnelleren, Bunteren, Klügeren nicht mehr hören. Das ist Evolutionstheorie gemäß Regenbogenpresse.

Der Löwe ist dem Zebra evolutionär nicht überlegen, weil er es vermag, welche zu fangen und zu fressen. Das es noch Zebras gibt, zeigt eindeutig, daß es hier keine konkurierende Bewertung gibt. Zebras sind evolutionär so erfolgreich, daß es sie noch gibt. Sie sind also ein Erfolgsmodell.

Da schlafen ja einem die Füße ein, bei soviel groß herausgetönten Banalitäten.

Du behauptest hier, Erfolg und gutes Einkommen wäre genetisch prädisponiert. Das ist abenteuerlich und widerspricht allen dazu vorliegenden Studien.

Nein, lediglich, dass es Korrelationen gibt. Verstehst du denn gar nichts von Evolutionstheorie?

Was bei 8 Kinder schon recht knapp werden könnte.

9.500 € Netto bei 8 Kindern? Lass bitte Hirn regnen.

Jetzt muß aber denn doch gleich mal brechen gehen. Das ist zur Gänze ein soziales uns soziologisches Problem, aber nicht im Mindesten ein genetisches.

Wie bitte? In durchlässigen Gesellschaften korreliert Bildung definitiv mit den Genen. Darüber gibt es Unmengen an Studien.

Deine kruden Ergüsse sind ganz gewiß kein Beitrag für ein besseres Verständnis. Viel mehr liegt das mangelnde Verständnis auf Deiner Seite.

Deiner Meinung nach hat die Evolution vor dem Menschen aufgehört. Du könntest den Menschen nur erklären durch Gottes Schöpfung. Meiner Meinung nach bist du ein verkappter Kreationist.

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Ein objektives Problem von Eugenik, wenn man mal so zynisch sein will, die ethischen Probleme auszublenden, ist die Reduktion des Genpools auf bestimmte Stränge, von denen wir nicht wissen können, ob das vielleicht die sind, die unsere Klade erhalten.

Sichelzellanämie wäre so ein Beispiel. Es ist eine erbliche Missbildung, die bei homozygoter Ausprägung (das heißt, wenn man sie von beiden Eltern geerbt hat) die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, mit Schmerzen einhergeht und zu tödlichen Gefäßverstopfungen führen kann. In heterozygoter Ausprägung (also nur von einem Elternteil geerbt) macht sie allerdings für Malaria unanfällig.

Wer weiß, was im Genpool einer Spezies schlummert, das heutigen Eugenikern als Defekt scheinen mag, und später mal populationserhaltend wirken kann?

Das kann man nicht wissen, und deshalb sollte man nichts so einfach wegwerfen.

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