Warum ist es wichtig säumige Kunden pünktlich und beharrlich zu mahnen?

4 Antworten

Der rechtlich einzige Grund für eine Mahnung ist das Auslösen des sogenannten Verzugs. Sobald der Schuldner korrekt in Verzug gesetzt wurde, dürfen alle Folgekosten vom Gläubiger auch dem Schuldner auferlegt werden. Solange die Folgekosten natürlich angemessen sind. Das sind dann beispielsweisen die Kosten eines gerichtlichen Mahnverfahrens oder einer Klage.

Wenn man nicht mahnt, kann folgendes passieren: Der Schuldner bezahlt direkt sobald ihm die Klage zugeht bzw. der Mahnbescheid. Aber nur die Ursprungsforderung und weist den Mahnbescheid zurück bzw. informiert das Gericht über den fehlenden Verzug. Der Gläubiger bleibt dann auf den Kosten sitzen, denn er hätte ja erst mal mahnen müssen.

Das alles steht im BGB.

Eine zweite oder dritte Mahnung ist rein rechtlich gesehen komplett überflüssig. Manche machen das und "betteln" regelrecht, manche machen das nicht.

Es gibt einige Ausnahmen, wo eine Mahnung nicht mehr nötig ist. Beispielsweise wenn der Schuldner überdeutlich erklärt hat, nicht zahlen zu können oder zu wollen. Dann kann auch direkt geklagt werden. Auch wenn im Vertrag (und nein, die Rechnung gehört nicht zum Vertrag dazu) eine Zahlung nach dem Kalender vereinbart ist, könnte die Mahnung unterbleiben. Oder wenn per Gesetz eine Zahlungsfrist festgelegt ist. Der Gesetzgeber schreibt beispielsweise vor, dass die Monatsmiete für die Wohnung entsprechend bis zum 2. oder 3. Werktag überwiesen sein muss.

Zum Einen natürlich, um an das ausstehende Geld zu kommen.

Ausserdem gibt es viele säumige Schuldner, die eben die Rechnungen bezahlen, bei denen am meisten Druck gemacht wird, während diejenigen, die wenig oder gar keinen Druck machen, einfach ignoriert werden. Wer hier nicht am Ball bleibt, sieht sein Geld nie.

Grundsätzlich sollte sich jeder Schuldner bewusst sein, dass er seine Schulden zu begleichen hat.

Ein berechenbares Mahnwesen erhöht die Disziplin, die Zahlungsmoral der Kunden.

Bei 'beharrlich' sollte man auch nicht jenseits des gesetzlich vorgeschriebenen rum machen. Klar kann man x-mal mahnen.

Doch man möchte ja eben sein Geld möglichst zeitnah, eigene Kosten sind vermutlich auch schon bezahlt.

Dann ganz wichtig: Die Forderung soll nicht verjähren.

Wenn es dumm läuft, dann geht ein Kunde in die Insolvenz. Alle die vorher noch Geld bekommen haben stehen dann besser da... Wenn nicht der Insolvenzverwalter einen Weg findet dieses zurück zu fordern. Aber das ist auch nicht die Regel.

Dann ganz wichtig: Die Forderung soll nicht verjähren.

Eine Mahnung hat 0 Einfluss auf die Verjährung.

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@mepeisen

Oh man, dass sind die klugen Hinweise die ich liebe. Hast Du schon mal versucht ohne Mahnung einen gerichtlichen Mahnbescheid durchzusetzen? Also ich hatte gemahnt und in Verzug gesetzt. Weil wenn sich nämlich der Kunde mit blauen Augen vor den Richter stellt, dann bleiben sämtliche Kosten an Dir hängen. Versprochen.

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@Dirk-D. Hansmann

Verjährung und Verzug sind zwei völlig verschiedene Dinge. Du hast von Verjährung gesprochen, nicht von Verzug. Und nochmal: Die Mahnung hat exakt 0 Einfluss auf die Verjährung. Du kannst mahnen, so oft du willst. Du änderst damit nichts an der Verjährung.

Weil wenn sich nämlich der Kunde mit blauen Augen vor den Richter stellt, dann bleiben sämtliche Kosten an Dir hängen.

Wenn es so weit ist, sind wir bereits in einer mündlichen Verhandlung. Da kommt ein Anerkenntnis mit Kostenlegung auf den Gläubiger nicht mehr in Frage. Erzähle doch bitte nicht von Dingen, von denen du offenbar keine Ahnung hast.

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