Warum ist es so schwer mit Borderlinern eine Therapie zu machen?

4 Antworten

Weil viele, so wie bei dir auch, die Therapie abbrechen. Das liegt an der Erkrankung. Sie fühlen sihc nach einiger Zeit nicht mehr verstanden oder zu unsicher. Sie sehen die Therapie nicht als hilfreich und wechseln. Oder sie dauert ihnen zu lang. Das wird alles durch das Schwarz-weiß- Denken und den Stimmungen, usw. ausgemacht. Aber nur der kann gesund werden, der durchhält, der wirklich den Willen auf BEsserung hat. ICh wünsche dir, dass du das schaffst. Geht es langsam an..und sag, wenn es dir zu schnell geht. Du schaffst das. Kannst dich gerne an mich wenden. Lg.

Es ist sehr schwer, die Diagnose zu stellen, da es kein einheitlichens Krankheitsbild gibt. Darum ist es auch nicht unbedingt einfach, die dem entsprechende Therapieform zu wälen. Wie du sicherlich schon weißt, haben Menschen die an borderline erkrankt sind auch heftige Stimmungsschwankungen. Sie sind vielleicht in den ersten Tagen von der Therapie begeistert, wassich dann durch eine kleine Sache sehr schnell ändern kann. Borderliner haben ein Problem damit anderen zu vertrauen. Vertrauen ist allerdings der Grundstock für eine Psychotherapie. Den meisten Menschen geht das auch auf die Nerven, wenn sie eine halbe Ewigkeit immer wieder zum Therapeuten rennen, ohne Sicht auf besserung. Das ist höllisch schwer, mit den Menschen umzugehen. Borderliner kann man eigentlich nicht wegbekommen, das hat man ein Leben lang. Also, meiner Meinung nach helfen da Psychotherapien kein Stück, und diese Meinung haben Betroffene eben und es ist auch so, man kann nur selber für sich einen Weg finden um damit klar zu kommen. Anders geht das leider nicht. Die Krankheit ist sehr Inividuell und tritt bei jedem anders auf. und Therapeuten müssen oft erstmal herausfinden, wie sich das bei einem selber zeigt. Das dauert eben aööes seine Zeit. Borderliner sind im Durchschnitt sehr wenig Geduld. Ich hoffe ich konnte dir das so einigermaßen gut erklären.

Nun, genau deswegen "dann habe ich die Therapie einfach abgebrochen". Die Stimmungsschwankungen, das schnelle Entwerten, die Impulsivität -> das führt unter anderem zu diesen schnellen (und nicht selten unbedachten) Abbrüchen.

Im Grunde ist Borderline ja sehr gut therapierbar, also die Krankheit ansich. Es gibt viele gute Ansätze mit denen auch sehr gute Erfolge erzielt werden, bishin zur Symptomlosigkeit (die Optimisten mögen das dann "geheilt" nennen). Nur der Borderliner ansich kann eben durchaus schwierig sein und wenn er abbricht, hilft das beste Therapiekonzept nichts. Nur wer am Ball bleibt, durchhält und kämpft (um sich, seine Zukunft, seine Gesundheit, seine Zukunftsträume) kann eine Therapie erfolgreich durchziehen.

Es liegt also zu einem nicht unerheblichen Teil am Betroffenen selbst wie gut eine Therapie wirkt.

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