Warum ist es so, nach absetzen der antidepressiva?

11 Antworten

Du KANNST gar nicht merken, ob Du nur eine Tablette ausgelassen hast. Nicht umsonst heißt es, daß man Antidepressiva ausschleichen und nicht abrupt absetzen soll. Dieses Gefühl spielt sich, denke ich, also nur in Deinem Kopf ab.

Abgesehen davon hast Du lt. Deiner anderen Fragen offensichtlich nicht den richtigen Überblick über Deine Tabletteneinnahmen. Du solltest Dir vielleicht helfen  und von jemand anderem Deine Tagesrationen einteilen und verabreichen lassen.

Das machen sehr viele Patienten so und ist ja nichts Ungewöhnliches. Bei den Medis, die Du einnimmst, wäre es bestimmt von Vorteil, wenn Du Dir helfen läßt.

Pipamperon, Mirtazapin und Fluoxetin machen im Vergleich zu Lorazepam (Tavor) nicht abhängig. Somit exisitert auch kein aktives Verlangen nach der Substanz. Es kann jedoch zu Absetzsymptomen kommen.

Diese Medikamente greifen in den Botenstoffhaushalt des Gehrins ein. Bleibt die Dosis weg, kann es zu einem sogenannten Rebound-Effekt kommen. Rebound heisst, dass die ursprünglichen Beschwerden wieder auftreten. Dies hat damit zu tun, dass deinem Gehrin plötzlich die benötigsten Botenstoffe entzogen werden. Desshalb setzt man diese Medikamente auch langsam ab und nicht auf einen Schlag.

Es sieht danach aus, dass du einfach auf diese Medikamente sehr angewiesen bist. Versuche daran zu denken und organisiere die wenn nötig Medikamenten-Boxen in der Apotheke.

Eine Depression ist eine Gehirnstoffwechselstörung, welche durch Übersteuerung, also zu viel von einem negativen Gefühl und zu viel dagegen tun müssen, ausgelöst wurde. Dagegen nimmst Du jetzt Antidepressiva, welche dem Gehirnstoffwechsel auf die Sprünge helfen sollen. Wenn Du nun die Antidepressiva vergisst löst Du sozusagen einen Rückfall aus. Ohne die Antidepressiva geht es jetzt eben nicht.
Ich wünsche Dir alles Gute, so von einer Depressiven zur anderen, 🐺

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