Warum ist es in einigen religiösen Sondergemeinschaften verboten,medien zu benutzen?

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5 Antworten

Verbot externer Medien

Destruktive Gruppierungen isolieren ihre Mitglieder von äußeren Einflüssen.

Dadurch gibt es keine Möglichkeit, die religiösen Lehren mit anderen Aussagen abzugleichen und Widersprüche zu entdecken.

Beispielsweise könnte andernfalls das christliche "Wort zum Sonntag" im Fernsehen, den Anhänger zum Nachdenken bringen, ob man wirklich christlich handelt, wie der Sektenguru behauptet.

Auch wird kritische Berichterstattung über die Sekte - etwa YouTube-Videos über "Die geheime Wahrheit hinter Sekte XY" - werden auf diese Weise abgewehrt und auch alles was der Lehre widerspricht, wird abgeblockt. 

Wenn der selbsternannte Prophet beispielsweise erklärt, die Endzeit ist angebrochen und die Nachrichten berichten über eine positive Veränderung des Weltklimas, könnte dies das geschlossene Weltbild stören.

Außerdem könnte beispielsweise Produktwerbung, oder der Anblick wenig bekleideter Personen, irdische Gelüste wecken, die unerwünscht sind - der Sektenjünger soll sein Geld der Sekte geben und nicht für Waren ausgeben.

Also gibt es Medienentzug.

Sekteninterne Medien

Stattdessen werden eigene Medien herausgegeben. Diese dienen der Anwerbung neuer Mitglieder, der Indoktrination bereits vorhandener Mitglieder und der Ablenkung von externen Medien.

Dazu gehören beispielsweise Geschichten über Gemeinden in anderen Teilen der Welt, was ein Gefühl von weltweiter Gemeinschaft vermittelt.

Beliebt sind auch "Errettungsgeschichten" - der Junkie, der sich zu Tode gefixt hätte, wenn ihm nicht die Heilsgestaltet XY erschienen wäre, oder die übernatürlichen "Wunder" einiger Gläubiger.

Die Sektenmedien stärken auf diese Weise die Empfindung, zu den Gegegneten, Erretteten, oder Auserwählten zu gehören.

Einige wohlhabende Sekten betreiben sogar eigene Fernsehsendungen, in denen Reden des jeweiligen Führers ausgestrahlt und Feierlichkeiten übertragen werden.

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Wissen ist Macht. Eine "dumme" Gesellschaft ist wesentlich leichter gefügig zu machen,zu führen,und mit der eigenen Doktrin zu manipulieren, um sich Macht,Einfluss, und Besitz anzueignen. Dieses Prinzip wird allerdings nicht nur in Sekten und Sondergemeinschaften(wie du es nennst) angewandt, sondern ist schon immer ein beliebtes Werkzeug aller Kirchenorganisationen gewesen ,welcher Art auch immer.
Daher sage ich eher allgemein:
"Religion ist Opium für's Volk!"

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Der Islam z.B. verbietet, Musik, Internet, andersgläubige Freunde, das Lesen von Büchern die nicht muslimsich "abgesegnet" sind...man möchte damit verhindern, dass die Mitglieder dieser "Religionsgemeinschaft" Informationen erhalten, die ggf. bewirken, dass das "Mitglied" abtrünnig wird.

Das geht soweit, dass sich die "Religionsgemeinschaft" auch als "Regierung/Politikum" versteht...und wie in einer Sekte....ALLES regelt und definiert....!!

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weil die ja lügen erzählen und die gläubigen vom rechten weg abkommen lassen

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Weil man durch Medien Informationen gewinnen kann - Das wollen Sekten nicht.

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