Warum ist es in Deutschland so, das Psychische Kranke Menschen selber damit einverstanden sein müssen um Tabletten zu nehmen, Therapie zu gehen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kenne dein Problem... Ich finde es auch bescheuert...
Die Gesetze wurden aber zum Schutz der Kranken geändert - so dumm es auch klingt.
Wenn an so heftig krank ist, ist man sehr angreifbar. Wenn man dann beispielsweise einen Gesetzlichen Betreuer bekommt (und das sind nicht immer Familienmitglieder), hätte der Handhabe über so persönliche Dinge, dass der Kranke theoretisch von dieser Person ausgenutzt werden könnte..

Ich denke da wird es einige Vorfälle gegeben haben..

Junge, Junge, da schmeisst einer aber alles in eine Topf ohne auch nur nachzudenken.

Ich würde mal sagen in 90 % aller Fälle sind psychisch kranke Menschen durchaus selbst in der Lage ihre Situation einzuschätzen.

Was machst du mit eine Depressiven oder emandme mit einer Zwangsstörung ?

Gerade da, allein bei der Zwangsstörung haben Tabletten einen Wirkungsgrad von gerade mal 5 - 10 % Besserung und in 70 % aller Fälle wird die Zwangstörung nicht mal richtig diagnostiziert.

( Stammt übrrigens aus deren eigenen Leitlinien ).

Mitbekommen hast Du auch noch nicht , das wir einen absoluten Therapeutenmangel haben - 3 -6 Monate Wartezeit - und deswegen SEHR gerne Tabletten verschriebne werden.

Antidepressiva sind die Goldene Kuh der Pharma - Industrie.

Ich würde mal sagen , gerade wegen Leuten wie Dir, verweigern manche psychisch Kranke den Gang zum Arzt.

Hast du irgendeinen Grund, das psyhcisch krank gleich entscheidungsfähig bedeutet ?.

Rechereche plus eigene Erfahrung plus Interviews mit leitenden Neurobiologen und - chirurgen

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Woher ich das weiß:
Recherche

Doch, denn es sind immer noch erwachsene Menschen. Eine Psychotherapie kann man ohnedies nur dann machen, wenn der Patient sie auch wirklich will. Nur "nichts dagegen haben", reicht bei einer Psychotherapie als Zustimmung nicht aus.

Allerdings kann man einen psychotischen Patienten - und Schizophrenie ist eine Psychose - wenn er sich und andere gefährdet, durchaus auch zwangsbehandeln. Aber das hat dann ein Richter zu entscheiden.

Ich finde es auch gut, dass man nur selten und unter großen Auflagen in die Selbstbestimmung des Menschen eingreifen darf.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Aber eine Untersuchung würde doch keiner Person schaden und nichtmal das geht ?

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@User16493

Es hat etwas mit der Menschenwürde zu tun. §1 des Grundgesetzes. Außerdem kann man keinen Menschen, der das nicht will, untersuchen. DAs unterscheidet eben die Medizin von der Psychologie. Man kann dem unwilligen Menschen zwar Tests vorlegen, aber die sind nicht auswertbar - weil eben der Patient nicht will.

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