Warum ist es Homosexuellen nicht erlaubt Blut/Organe zu spenden?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, genau wegen des Aidsrisikos. Aber es sind schon Organisationen dran und versuchen, das Verbot in den USA und der EU zu kippen. Es wird eigentlich auch von niemandem mehr unterstützt, jedenfalls nicht in der Fachwelt.

Die Kriterien dafür nennt die Bundesärztekammer in der Transfusionsrichtlinie: Neben ernsthaft kranken Personen, Drogenabhängigen, Häftlingen und Prostituierten fallen homo- oder bisexuelle Männer pauschal unter das Verbot - egal ob ihr Sexualverhalten auch tatsächlich riskant ist. Homosexuelle Vereine wie Schwules Blut e.V. fordern schon Jahren, diese Diskriminierung abzuschaffen, ohne zugleich die größtmögliche Sicherheit für gespendetes Blut zu gefährden. Bisher erfolglos.

"Wenn jemand von Bett zu Bett hüpft, soll und darf er natürlich nicht spenden", sagt Lars-Haucke Martens, Sprecher von Schwules Blut. Es sei aber diskriminierend, Schwulen grundsätzlich einen unreflektierten Lebenswandel und die billigende Gefährdung der Empfänger durch potentiell infektiöses Blut zu unterstellen.

Konkret soll in den Fragebögen für Spender nicht mehr nach der sexuellen Orientierung, sondern nach der Häufigkeit wechselnder Sexualkontakte gefragt werden. Sprich: Gesunde Schwule, die in einer monogamen Beziehung leben und geschützten Sex praktizieren, dürfen spenden - und promiskuitiv Lebende, egal ob Schwule oder Heterosexuelle, aber nicht.

In Spanien und Italien ist es in den vergangenen Jahren zu solchen Regelungen gekommen. Nun steht das Thema offenbar kurz davor, auch in Deutschland auf die politische Agenda zu kommen. Bei den Grünen gab es im November auf dem Erfurter Bundesparteitag einen Antrag dazu.

Ein sehr guter, sachlicher Beitrag zum Thema.

Danke dafür.

DH.

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Danke, DH.

ehhmm aber ich würde gern dieses Thema weiter ausführen. Es ist ja nicht so das jeder Homosexueller von Bett zu Bett 'hüpft'. Ich hasse diese Klichees gegenüber Schwule! Wann wird die Welt endlich Tolleranter. In der Schule muss auch einiges nachgeholt werden, dort fängt der ganze mist an, zum glück bei mir nicht, aber vieler meiner Freunde wurden des öfteren geschlagen, beleidigt etc. nur weil sie schwul waren und die Lehrer haben nichts gegen unternommen, schrecklich.

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Homosexuelle gehören zu einer Risikogruppe. Es ist ein Fakt, dass die meisten HIV-Infektionen bei Homosexuellen festgestellt werden. Auch konnte bei positiven Befunden in 8 von 10 Fällen festgestellt werden, dass der Infizierte homosexuell ist. Andere Risikogruppen werden auch ausgeschlossen, deshalb kann man da nicht von Diskriminierung sprechen. Pauschalisierung ist natürlich nicht schön, deshalb versucht man ja im Moment eine Regelung zu treffen, die allen gerecht wird und gleichzeitig keinen Empfänger von Blutkonserven einem erhöhten Risiko aussetzt.

Hab ich nen Denkfehler?

Beispiel: Es gibt 110 Menschen in Bsp-Land. 10 Homos, 100 Heteros.

90% der Homos haben AIDS, nur 20% der Heteros haben AIDS.

Sind 9 Homos und 20 Heteros. Alle gehen Blut spenden, dass heißt es gehen mehr aidskranke Heteros blutspenden als Homos.

Die eine Gruppe hat vielleicht ein höheres Risiko, aber die andere macht das doch durch ihre riesige Überzahl wieder wett bzw übertrifft sie.

Da nützt das aussieben doch gar nichts, weil man sich doch nicht im geringsten sicher sein kann, wie der Lebensstil der heterosexuellen Person aussieht.

Plasmaspende (und Blutspende) - Gefahren bzgl. Sauerstoff und Gehirn

Hallo,

auch wenn ich bestens über mögliche Nebenwirkungen einer Plasmaspende oder auch einer Blutspende informiert wurde, möchte ich mir mit meiner Frage meine letzte Angst nehmen, da ich vorhabe regelmäßig spenden zu gehen.

 

Da das Blut bekanntlich Sauerstoff transportiert, habe ich mich gefragt, ob durch das regelmäßige Entnehmen von 750ml (Plasma) eine Gefahr für mein Gehirn (oder auch andere Organe) durch zeitweilige Unterversorgung besteht. Kopfschmerzen (und Kreislaufprobleme) wären da ein Anzeichen, vermute ich.

Es ist natürlich ratsam immer genügend zu essen und vor allem zu trinken. - Besteht ein Risiko, wenn ich mich nicht daran halte und beispielsweise noch Kaffee trinke - abgesehen von Kreislauf- und Blutgerrinungsproblemen?

Gibt es da irgendwelche Studien zu? Wie gesagt, ich mache mir vor allem Sorgen um Risiken für das Gehirn.

Ich bin für jede begründete Stellungnahme dankbar. (Ich habe nicht vor, nicht ausreichend zu essen oder zu trinken und noch Kaffee zu trinken, daher bitte keine Belehrung).

 

Schonmal vielen Dank!

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