Warum ist es ein TABU, daß Kirchen Christen verfolgen?

...komplette Frage anzeigen Illustration von Jan Luyken im Märtyrerspiegel: Dirk Willems rettet seinen Verfolger und wird infolgedessen 1569 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. - (Religion, Christentum, Kirche)

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Kirchen(mitglieder) wollen nicht mit der Wahrheit konfrontiert werden 60%
Kirchen verfolgen keine Christen, sie sind selbst Christen 40%
Das ist eine unangenehme Frage 0%
Das war damals nur eine Ausnahme 0%
Heute sind die Kirchen ganz anders. 0%
Kirchen(mitglieder) wollen "gut" sein. 0%
Ich halte mich lieber zurück. 0%

11 Antworten

Kirchen(mitglieder) wollen nicht mit der Wahrheit konfrontiert werden

Du fragst warum, man nicht sagen darf das Christen von der Kirche verfolgt wurden bzw. werden. Das liegt einmal daran dass Kirchen keine Christen verfolgen, da sie selbst Christen sein sollten; und weil nicht sein kann was nicht sein darf wird es tabuisiert. Und es darf nicht sein, weil Kirchen offiziell organisierte Christen sind. Das eine Kirche lediglich eine Organisationsform ist ähnlich einer politische Partei übersehen viele. Die ersten Christen trafen sich in Häuser, weil sie selbst unter Verfolgungsdruck standen, erst mit Konstantin wurde die Kirche zur politischreligiösen Macht und begann die Christen zu Verfolgen. Kürzlich las ich ein sehr altes Buch von "Andrews" mit dem Titel "Die Geschichte über den Sabbat", darin wird gezeigt, das es immer wieder kleine Gruppen gab die an das geschriebene Wort Gottes festhielten und von der offiziellen Kirche verfolgt wurden. Wie ich erstaunt feststellen musste nicht immer nur von der "alleinseligmachenden Kirche", sondern auch von protestantischen. Es geht dabei immer um Macht, denke an die Warnung die Paulus an die 2 Thessalonicher 2,3 richtete: "Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er (Christus) kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott." Meine nicht der Teufel sei nur bei den schweren Jungs im Gefängnis oder den leichten Mädchen im ErosCenter, er ist genauso in der Kirche und umgarnt deren Führung. Eine protestantische Freikirche amerikanischen Ursprungs, der ich sehr nahestehe bzw. stand, exkommuniziert heuer gern kritische Mitglieder, frueher war Ausschluss nur wegen offener Suende moeglich. Homosexualität wird neuerdings toleriert, Kritik an der Kirchenleitung kaum. Das wahre Volk Gottes ist und war stets in der Minderheit auf Erden, wie damals "Kaleb" http://www.giveshare.org/HolyDay/historysabbath

Kirchen verfolgen keine Christen, sie sind selbst Christen

Ich denke, daß Du da was mißverstehst. Die Kirchen haben in früheren Jahrhunderten Menschen verfolgt, deren Glauben sie für von der christlichen Lehre abweichend hielten. Dazu gehören vermeintliche Hexen, Täufer, Katherer und andere. Hingerichtet wurden sie aber von der weltlichen Institution, nicht von den Kirchen. Die Kirchen aller Provenienz heute verfolgen ohnehin niemanden, sondern werden verfolgt, wie Du bei Open Doors nachgelesen hast. Die staatliche anerkannte Kirche in China ist nicht die römisch-katholische oder sonst eine Kirche, sondern eine chinesische Institution, die ihre Mitglieder so lenken sollen, daß sie im politischen System unauffällig sind und diesem zustimmen.

Kirchen(mitglieder) wollen nicht mit der Wahrheit konfrontiert werden

Man denke z.B. an: Batholomäusnacht (Tötung franz. Hugenotten), Vertreibung der Protestanten aus Österreich, Inquisition in Niederlande u. Spanien), Verfolgung der Waldenser, Mord an Jan Hus (auf dem Konzil in Konstanz), usw.

Nicht zu vergessen die Verfluchungen der Päpste gebenüber Protestanten und Juden - bis ins 20. Jhdt. hinein. Das, liebe(r) Leser, wurde alles von der "allein seligmachenden kath. Kirche" verübt. Platz und Zeit reichen hier nicht um näher drauf einzugehen.

Im bayerisch-preußischen Krieg hetzten kath. Priester ihre Gläubigen dazu auf, die mitten unter ihnen lebenden Protestanten zu erschlagen ...

Die Leute wollen nichts davon wissen. Man verweist z.B. drauf, "das waren eben irregeleitete Menschen, die das taten". Oder: Die große Politik sei ja auch mit im Spiel gewesen.

Kirchen verfolgen keine Christen, sie sind selbst Christen

Wahrheitsfreund, was meinst Du? Daß früher Christen von Christen (oder Kirchen von Kirchen) verfolgt worden sind oder daß das jetzt passiert? Wenn ja, wo und wie? Das Hauptjahrhundert der Christenverfolgungen war bis jetzt das 20.Jh. In diesem sind mehr Christen durch ideologische/staatliche Verfolgung umgekommen als in den 1900 Jahren davor.

Kirchen verfolgen keine Christen, sie sind selbst Christen

Na Toll, da sind wir wieder beim Thema...

Wahrheitsfreund, Dein mennonitisches Verstaendnis vom Glauben Christi war und ist immer eine Minderheit in der Gesamtheit des christlichen Glaubens gewesen. Was auch immer im 16. u. 17. Jh. passiert ist, sollte man nicht auf die heutige Zeit anwenden. Damals war der Abfall vom gueltigen GLauben halt ein schweres Verbrechen, da man damit auch die Autoritaet des jeweiligen Landesfuersten anzweifelte, der ja sein Amt "von Gottes Gnaden" empfing. Heutzutage kannst Du denken. sagen und glauben was Du willst. Zur Zeit der Nazis wurden alle, die nicht an Reich, Fuehrer und Vaterland glaubten ins KZ geschmissen, auch Christen, deswegen gehen wir aber nicht auf die Strasse und behaupten alle Deutschen waeren Christenhasser...

Auch die Mennoniten sind nicht ohne Suende, die Amisch und gemaessigtere Gemeinden haben auch Ihre Skandale und Verfehlungen gehabt. Hier in Afrika sind sie immer dabei wenn es um das Verdammen von Homosexuellen, Ehebrechern oder gegen das Trinken und Rauchen geht.

Was mir bei Dir und dem anderen Extremisten Fred so auf den Geist geht, ist Dein Anspruch auf den richtigen Glauben, die Erwachsenentaufe und die 'richtige' Bibelauslegung, solche Besserwissereien und Belehrungen fuehren zu Konflikten, was nicht christlich und auch nicht mennonitisch ist. Wir stammen alle aus der gleichen Urgemeinde, vor 2.000 Jahren gab es nur juedische und heidnische Christen und selbst die fanden einen Weg sich gegenseitig zu akzeptieren, wenn wir das nun heute nicht schaffen, dann ist es wohl einem zu schwachen Glauben geschuldet, bzw. haben wir das Evangelium nicht verstanden oder wissen offensichtlich nicht wer unser Naechster ist...

Riara, zunächst einmal vorweg: Auch wenn Mennoniten teilweise ähnliches Verständnis wie ich haben, so bin ich deshalb noch lange kein Mennonit. Mein Verständnis gründet sich vielmehr auf die Bibel. Das war bei den ersten Mennoniten meines Wissen auch zumindest weitgehend so. Daher gewisse Parallelen. Was sich später daraus entwickelte (auch bei den Amish) ist nicht mehr mit der Bibel vereinbar. Von daher sind die von Dir aufgeführten Skandale und Verfehlungen auch kein Beispiel dafür, daß auch wahrhaftige Christen bewusste Sünder sind, oder Sünde bei sich tolerieren, wie es viele Kirchen ja gerne behaupten. Du scheinst diesen Eindruck erwecken zu wollen: "Alle sind Sünder und demzufolge ist das normal". Eben nicht. Lies mal unter 5.:http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A4ufer

Genau daran, an den "Früchten" lassen sich ja wahre und unwahre Christen erkennen bzw. entlarven. Die von die aufgeführten Judenchristen und Heidenchristen der Urgemeinde waren tatsächlich Christen und hatten ihren Eigennutz, ihr Ego gekreuzigt, sie waren selbstlos, siehe Apostelg. 4,32 und eines Sinnes (eins). Daher ist das bei diesen auch kein Problem gewesen. Das sieht man insgesamt aus dem Zeugnis der heiligen Schrift (Apostelgeschichte).

Die, die es nicht waren, gab es damals aber auch schon. Sie kennzeichneten sich eben dadurch, daß sie nicht taten, was Jesus und die Apostel sagten und die Nächstenliebe nicht praktizierten. Und genau diese Früchte findet man doch auch bei den Kirchen, wenn sie die Täufer verfolgen. Denn dies ist ja definitiv keine Nächstenliebe, was eines der beiden höchsten Gebote ist.

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@wahrheitsfreund

Verfolgten...nicht verfolgen, es werden keine Taeufer verfolgt und die heissen Mennoniten auch wenn Dir das nicht passt.

Du masst Dir an die guten und schlechten Christen zu unterscheiden, und ich sage Dir Du bist ein schlechter Christ weil Du Dir ein Urteil anmasst...In diesem Sinne...

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@riara

Riara, sie werden weiterhin verfolgt. Auch von "christlichen" Staatskirchen. Recherchiere über OpenDoors. Auch in diesem Land werden Christen psychisch verfolgt, durch Verleumdung, Ausgrenzung, Benachteiligung und dergleichen (vgl. Jesu Worte in der Bergpredigt). Die Täufer heissen nicht Mennoniten, es ist nur so, daß die Mennoniten (=Anhänger von Menno Simons) zu den Täufern gerechnet werden, weil sie die Glaubenstaufe praktizieren. Bitte recherchieren. Auch heute, allerdings passen sie sich häufig bereits ökumenisch an. Hätten sie das früher getan, wären sie auch nicht verfolgt worden.

Zum urteilen nochmal: Es ist ein Unterschied, ob BEurteilt oder VERurteilt wird. Hier wird von mir kein abschließendes Urteil über Dich gefällt. Das ist Gottes Sache.

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@wahrheitsfreund

Verdreh mir nicht die Worte, Deine Einstellung ist zutiefst negativ...Es werden keine Taeufer verfolgt, wer das behauptet der luegt, ansonsten wende Dich an Deine oertliche Staatsanwaltschaft, denn jegliche Verfolgung verstoesst gegen das Grundrecht auf freie Religionsausuebung...Du bist Mennonit, es gibt dafuer keine andere Bezeichnung.

Bei den Nazis wurden einige Christen ins KZ gesteckt und Leute wie Bonhoefer haben sich nicht angepasst, oder waren die Widerstaendler um Stauffenberg Taeufer? Auch wenn Du beurteilst machst Du Dich schuldig, denn Du siehst die Welt von einer einseitigen Sicht, wir sollen uns um unsere Naechsten kuemmern, ich denke keiner macht das sosehr wie die Protestanten oder Katholiken, Miseror und Diakonie sind weltweit die groessten Hilsorganisationen, wir verwirklichen damit die Lehre Jesu mehr als wenn wir uns ums taufen oder die korrekte Bibelauslegung kuemmern...

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@wahrheitsfreund

Nur ganz kurz: Die Täufer definieren sich nicht allein über die Erwachsenentaufe. Die täuferischen Gruppen definieren sich auch über die Ablehnung des Eides, die Gemeindeautonomie, eine Fokussierung auf die Bergpredigt und natürlich auf eine gemeinsame Geschichte (Gründung der ersten Täufergemeinde 1525). Nicht alle Kirchen oder Freikirchen, die die Erwachsenentaufe anwenden, sind also Täufer. Zu den Täufern zählen beispielsweise die Mennoniten und die Hutterer.

Zu der Diskussion, ob heute noch Täufer bzw. Mennoniten verfolgt werden: Es gibt tatsächlich Länder, in denen heute Christen verfolgt werden. Vor zwei/drei Jahren waren die Mennoniten in Vietnam argen Verfolgungen ausgesetzt. Soweit ich weiß, sitzen bis heute viele mennonitische Christen dort im Gefängnis. Der Ratsvorsitzende der EKD hat die zunehmende Christenverfolgung auch zum Thema seiner Rede auf der diesjährigen Synode der EKD gemacht. In Europa oder Amerika gibt es aber heute sicher keine Verfolgung mehr (die Verfolgung der Täufer ist hier also zum Glück Geschichte).

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Teil 2: Daß mein Verständnis eine Minderheit war und ist, kann ich Dir so ohne Weiteres unterschreiben. Allerdings bedeutet dies durchaus nicht, daß die Mehrheit dann richtig liegt. Vielmehr wies Jesus darauf hin, daß der Weg ins Verderben breit ist und viele auf ihm laufen, der andere Weg dagegen schmal, und es sind nur wenige. Das dürfte zumindest zum Nachdenken anregen. Was die NS-Verfolgung betrifft, sicher, man kann daraus nichts schließen. Sicher ist aber auch: Wer nicht verfolgt wurde, der hat sich weltlich angepasst. Christen tun dies aber nicht. Dazu ein weises Zitat von Martin Luther King Jr.: "Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen"

In der NS-Zeit geschah so viel Böses, daß es schon sehr schwierig gewesen sein dürfte, als wahrhaftiger Christ dem Regime nicht ins Auge zu fallen.

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@wahrheitsfreund

Schon wieder so eine Unterstellung, haettest Du Dich damals haengen lassen? Ehrlich, Du bist ein solcher Spruecheklopfer, jeder der sich dem Regime damals entgegenstellte verdient meine Hochachtung und darunter waren nicht wenige Christen, ganz besonders viele waren Lutheraner...

Das komische an Deiner Lehre ist auch, dass es bis vor kurzem praktisch keinen Vertreter Deiner Bruderschaft gab, ich habe jedenfalls nichts von euch Taeufern gehoert. Mir schwant es ist ein neuer Trend aus den USA so wie die Pfingstler und Adventisten...

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Religionen sind missinterpretationen / bzw. taktische Werkzeuge von Leuten die was nach ihren Vorstellungen ändern wollten.

Kirchen(mitglieder) wollen nicht mit der Wahrheit konfrontiert werden

Hallo wahrheitsfreund

Noch einmal greife ich Deine Frage auf, die verkürzt etwa so lautet:

Warum verfolgen Kirchen(Mitglieder) Christen und möchten das gern als TABU behandelt wissen.

In meiner Ersten Antwort habe ich darauf hingewiesen, dass Jehovas Zeugen (im dritten Reich noch als Bibelforscher bekannt) mit zu den Verfolgten gehörten.

Deinem Kommentar war:

"Dein Beispiel mit dem dritten Reich u.s.w. ist deshalb nicht passend, weil man damals auch Juden, Sekten und überhaupt alle einsperrte und hinrichten ließ, die dem Regime nicht in den Kragen passten.

Daraus zu schließen, die ZJ seien Christen und die o.g. Aussagen der Bibel träfen auf sie zu, ist leider falsch."

.

Das heißt im Klartext, wenn jemand wegen seiner Gesinnung verfolgt wird, ist das an sich nicht erwähnenswert, weil: andere wurden ja auch verfolgt.

Also wirklich: Ich suche vergeblich nach der Logik.


Dann unterstellst Du, wir würden aus der Tatsache, dass wir verfolgt wurden und werden, den Schluss ziehen, wir seien Christen.

Wir haben in der Tat mit überzeugenderen Fakten aufzuwarten. Aber dazu habe ich auf dieser Seite schon Stellung bezogen.


Jetzt noch einmal zu den Verfolgern und Verfolgten


Die Verfolger waren Christen

  • Der erste Mann des Deutschen Reiches war Katholik und hatte engste Verbindungen zum Vatikan und zukatholischen Würdenträgern.

  • Die Soldaten seiner Wehrmacht trugen auf ihrem Koppelschloss die Aufschrift „Gott mit uns“

  • Feldgeistliche beider Staatskirchen betreuten die Soldaten einschließlich der Angehörigen der Waffen_SS und redeten ihnen ein, Gott sei auf ihrer Seite.

  • Geistliche segneten mit aufwendigem Zeremoniell Waffen und Kriegsgerät aller Art.

  • Die Reichsparteitage in Nürnberg fanden vor der Kulisse von 144 Säulen auf dem Reichsparteitagsgelände statt. Die Anzahl der Säulen war eine Anlehnung an die Bibel (Offenbarung 7:4;14:1)


Wenn das keine Christen bzw. Namenschristen waren, was waren sie dann?


Die Verfolgten waren Christen

MADAME Geneviève de Gaulle, Nichte des ehemaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle, gehörte der französischen Widerstandsbewegung an.

Nachdem sie festgenommen und 1944 in das Konzentrationslager Ravensbrück gebracht worden war, lernte sie Zeuginnen Jehovas kennen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hielt Madame de Gaulle in weiten Teilen der Schweiz Vorträge und sprach oft von der Integrität und dem Mut der Zeugen Jehovas. In einem Interview am 20. Mai 1994 sagte sie von ihnen:

.

„Sie gehörten zu den ersten, die als Gefangene in das Lager deportiert wurden. Viele waren bereits gestorben . . . Wir erkannten sie an ihrem besonderen Abzeichen. . . . Es war ihnen nicht nur strengstens verboten, über ihren Glauben zu sprechen, sondern auch irgendwelche religiösen Bücher zu besitzen, allem voran die Bibel, die als das aufrührerische Buch schlechthin galt.

. . .Ich weiß jedenfalls von einer Bibelforscherin [Zeugin Jehovas] — und wie ich hörte, war sie nicht die einzige —, die hingerichtet wurde, weil sie ein paar Seiten mit Bibelpassagen besaß. . . .

.

Ich bewunderte sie sehr, denn sie hätten ja von heute auf morgen freikommen können, wenn sie durch eine Unterschrift ihrem Glauben abgeschworen hätten..

Im Grunde waren diese Frauen, die so schwach und ausgemergelt aussahen, stärker als die SS, die die Macht hatte und alle Mittel aufbieten konnte.

Sie hatten Kraft, Willenskraft, und die konnte niemand beugen.“


Der deutsche Schriftsteller Günter Grass, der 1999 den Literaturnobelpreis erhielt, veröffentlichte 2006 seine Autobiografie und erwähnt dabei seine Erfahrung mit einem Zeugen Jehovas während der Nazi-Zeit.

Hier nachzulesen http://www.watchtower.org/x/20071015a/article_01.htm


Zeugen Jehovas nahmen weder eine Waffe in die Hand noch nahmen sie an Wahlen teil, weil sie Jesu Aufforderung nachkamen, politisch neutral zu bleiben und „kein Teil der Welt“ zu sein. (Johannes 17:16).


Verständlich ist, dass heute einige diese Geschehnisse als Tabu behandelt wissen möchten.

Aber die Tatsachen bleiben: Christen haben Christen verfolgt. Das in Abrede stellen zu wollen währe Geschichtsverfälschung.

Als Ergänzung

ist hier noch ein Beitrag zu einem relativ zeitnahen Beispiel zum Thema "Christen verfolgen Christen" zu finden:

http://www.gutefrage.net/frage/bewahrheitet-sich-der-bibeltext-aus-matthaeus-249-heute#answer24228927

.

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@Abundumzu

Die Verlinkung

zu dem Hinweis auf den deutschen Schriftsteller Günter Grass und seine Autobiografie, in der er seine Erfahrungen mit einem Zeugen Jehovas während der Nazi-Zeit schilderte, hat sich geändert.

Den Artikel

„Bewundert habe ich seine unglaubliche Willensstärke“

findet man jetzt hier:

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2007769



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Das liest sich ziemlich verbiestert, ich habe auch nach dem 3.mal lesen nicht verstanden, was Du eigentlich willst. Kannst du mal etwas konkreter werden oder Beispiele bringen ?

Es kam im 16.Jhdt zur Verfolgung der Täufer durch die römisch-katholische als auch protestantische Kirche. Dabei wurden sie eingekerkert, gefoltert und tausende wurden auch hingerichtet. Dies verhält sich heute in anderen Ländern, z.B. China oder Eritrea (OpenDoors liefert dazu zeitweilig Material) unter anderen Rahmenbedingungen als heute hier (Gesetze, Volksmeinung etc.) durch Staatskirchen noch immer so. Siehe die Links unter dem beigefügten Link. Diese sind aufschlussreich.

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@Tristanian

Es ist immer noch ein Tabu. Viele Kirchenmitglieder reagieren agressiv auf o.g. Fragen (siehe Link), obwohl sie berechtigt sind und lediglich aufklärenden Charakter haben. Warum?

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Kirchen(mitglieder) wollen nicht mit der Wahrheit konfrontiert werden

Vor allem wollen die Kirchen mit der Wahrheit nichts zu tun haben.

Kirchen(mitglieder) wollen nicht mit der Wahrheit konfrontiert werden

Hallo wahrheitsfreund

Charakteristisch für ein TABU ist, dass etwas unausgesprochen bleibt und nur durch indirekte Thematisierung (z. B. Ironie) oder beredtes Schweigen in Geltung gesetzt oder gehalten wird (Wiki)

Mit anderen Worten: man redet nicht gern darüber, weil es für Einige peinlich ist.

Das besagt aber nicht, dass es die Christenverfolgung durch „christliche“ Kirchen nicht geben würde -

und nicht nur das, sie ist sogar in der Bibel vorausgesagt.


Zunächst einige Bibelzitate, die das bestätigen:

Matthäus 7:15

„Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe.“

Matthäus 13:21 im Gleichnis vom Sämann

„Doch hat er (der ausgesäte Same) keine Wurzel in sich, sondern bleibt [bloß] eine Zeitlang, und nachdem Drangsal oder Verfolgung wegen des Wortes entstanden ist, bringt ihn dies sogleich zum Straucheln.“

Joh. 15:20, 21

„Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr“, mahnte Jesus. „Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.

Alle diese Dinge aber werden sie euch (Christen) um meines Namens willen antun, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat

Apostelgeschichte 8:1-3

„An jenem Tag setzte eine große Verfolgung gegen die Versammlung ein, die in Jerusalem war; alle, ausgenommen die Apostel, wurden in die Gegenden von Judạ̈a und Samaria zerstreut. Den Stẹphanus aber trugen ehrfurchtsvolle Männer zur Bestattung, und sie hielten eine große Klage um ihn. Saulus (ein Pharisäer, religiöse Sekte des Judentums). jedoch begann gegen die Versammlung zu wüten. Er drang in ein Haus nach dem anderen ein, und sowohl Männer als auch Frauen fortschleppend, lieferte er sie jeweils ins Gefängnis ein.“

Apostelgeschichte 20:29-30:

„Ich weiß, daß nach meinem (Paulus‘) Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen."

2. Korinther 4:9

„wir werden verfolgt, doch nicht im Stich gelassen; wir werden niedergeworfen, doch nicht vernichtet.“


Und nun einige Beispiele aus der Neuzeit 

22. April 1918 USA

In Wynnewood (Oklahoma) wurde Claud Watson, ein Bibelforscher, zuerst eingesperrt und darauf vorsätzlich einer wütenden Menge ausgeliefert, die aus Predigern, Geschäftsleuten und einigen anderen bestand. Man schlug ihn nieder, veranlasste einen Neger, ihn auszupeitschen und, als er zu sich kam, ihn von neuem auszupeitschen. Dann überschüttete man ihn von Kopf bis Fuß mit Teer und Federn, wobei man ihm den Teer in die Haare und in die Kopfhaut rieb.“

1934 Deutschland:

Der Katholik und Führer des Großdeutschen Reiches mit enger Bindung zum Vatikan, schwor Jehovas Zeugen in Deutschland auszurotten.

Das sollte keine leere Drohung bleiben.

Bald kam es flächendeckend zu Verhaftungen. Tausende Zeugen Jehovas wurden Opfer der Verfolgung, Hunderte von ihnen wurden in Konzentrationslagern umgebracht.

1948 Griechenland

Sobald die von der Geistlichkeit angezettelte Verfolgung der Zeugen Jehovas in Griechenland ans Tageslicht kam, sandten Glaubensbrüder aus der ganzen Welt dem Präsidenten von Griechenland und verschiedenen Ministern Tausende von Briefen zugunsten ihrer christlichen Brüder.

Die Briefe kamen von den Philippinen, aus Australien, aus Nord- und Südamerika und aus anderen Gebieten.

17. Oktober 1999 Georgien in der Hauptstadt Tiflis

Dort hatten sich rund 120 Mitglieder der Versammlung der Zeugen Jehovas in der georgischen Hauptstadt Tiflis friedlich zu einem Gottesdienst versammelt.

Plötzlich stürmte eine große Menschenmenge in den Saal, angeführt von dem amtsenthobenen orthodoxen Geistlichen Basil Mkalawischwili und ging mit Knüppeln gegen die Anwesenden vor.

Am 3. Mai 2007 fällte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ein einstimmiges Urteil zugunsten der Zeugen Jehovas in der Republik Georgien.

Das Gericht befand, dass die Zeugen dort unmenschlich behandelt worden waren und man ihr Recht auf Religionsfreiheit verletzt hatte. Außerdem rügte das Gericht die frühere georgische (christlich- orthodoxe) Regierung, weil sie die Gewalttaten nicht strafrechtlich verfolgt hatte. Geändert hat sich seither nicht viel.


Seitenlang könnte ich das so fortsetzen.

Tatsachenberichte die gern tabuisiert werden.


Warum setzen sich Nachfolger Jesu solcher Verfolgung aus?

Antwort Matthäus 5:12

„Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist in den Himmeln; denn ebenso verfolgte man vor euch die Propheten.“

Dass mit AH ist wieder unterste Schublade, die Zeugen wurden verfolgt, weil sie sich als Pazifisten gaben und nicht gleichgeschaltet werden wollten, das hatte nun aber auch gar nichts mit der Konfession zu tun...

Christen werden auf der ganzen Welt verfolgt, letztes Jahr gab es um die 10.000 Opfer, dabei war die Mehrheit sicher keine Zeugen, es betrifft also alle Christen...

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@riara

Hallo riara

Christen, die sich nicht "gleichschalten" lassen wollen, haben u.a. folgenden "konfessionellen" Grund:

"Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb.

Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.   (Johannes 15:19)

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@Abundumzu

Und noch aktueller dieses Video:

29. NOVEMBER 2016  RUSSLAND

 Russische Behörden gehen mit geradezu krimineller Energie gegen Jehovas Zeugen vor:

Unter dem Titel:   Auf frischer Tat ertappt: dreiste russische Behörden fingieren Beweise

 https://www.jw.org/de/aktuelle-meldungen/rechtliche-entwicklungen/nach-region/russland/russische-behoerden-fingieren-beweise-video/#?insight[search_id]=d4a6cbed-66ac-40bf-b74b-4f240e780cd0&insight[search_result_index]=0

Russische Behörden verstärken ihre Bemühungen, mit
fingierten Beweisen die Extremismusvorwürfe gegen Jehovas Zeugen zu rechtfertigen.

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@Abundumzu: Trotz Deiner korrekten biblischen Zitate und Deiner weitgehend sehr trefflichen und hilfreichen Antwort (ZJ und Bibelforscher kennen sich gut aus, meine Hochachtung), kann ich Dir leider keinen DH mehr geben, weil Du generell für die Zeugen Jehovas missionierst. Dein Beispiel mit dem dritten Reich u.s.w. ist deshalb nicht passend, weil man damals auch Juden, Sekten und überhaupt alle einsperrte und hinrichten ließ, die dem Regime nicht in den Kragen passten. Daraus zu schließen, die ZJ seien Christen und die o.g. Aussagen der Bibel träfen auf sie zu, ist leider falsch. Dazu müssten sie ihre Lehre auch an die Bibel (die Wahrheit) anpassen, sprich abändern (z.B. die Behauptung es gäbe keine Hölle), und ihre weltliche Sicherung als KdöR wieder aufgeben, u.s.w. Da sie das aber offensichtlich nicht tun wollen, gehören sie so ganz bestimmt auch niht zu Christus. Sie werden aus rein weltlichen Gründen verfolgt, wie viele andere Gruppierungen auch.

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@wahrheitsfreund

Sorry, generell hast Du es nicht getan, aber in diesem Beitrag, und indirekt mit Zitaten aus "Eurer" Bibel (Jehova u.s.w.).

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@wuerstel

@wurstel: Das weiß ich. Die Übersetzung ist von 1905. Man hat ja auch geglaubt, Jehova wäre korrekt und es hat sich wohl über Jahrhunderte durch entsprechende Übersetzungen gehalten. Keiner wusste, wie man das Hebräische korrekt liest, es war ja praktisch ausgestorben, bedingt durch die jüdische Zerstreuung. Seit 1948 besteht nun Israel aber wieder und mit ihm wurde das Hebräische erweckt und studiert. Man fand heraus, daß die Lesart "Jehova" ein Fehler war. Siehe: http://www.religioncity.de/index.php?topic=174.0 DESHALB findet sich in den neueren Übersetzungen Jehova nicht mehr. Nur die ZJ halten krampfhaft daran fest. Sonst müssten sie sich ja auch mal anders benennen. Das zeigt aber doch schon, daß es mehr um Traditionen als um die Wahrheit geht. Wenn ich Gott in der Bibel anders als HERR nennen würde, dann JHWH. Das ist der einzige Name, der ganz sicher ist. Ob man es "Jahwe" ausspricht, weiß man nicht genau, es ist aber wahrscheinlich, der Verfasser von o.g. Link scheint sich da sehr sicher zu sein.

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@wuerstel

Magst Du das kurz auf den Punkt bringen, der Text ist mir zu lang. Danke fürs Verständnis!

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@wahrheitsfreund

Hallo wahrheitsfreund

Lasse Dir bitte keine grauen Haare wachsen wegen der DH’s, die Du nicht mehr vergeben magst.

Bei meinen Glaubensbrüdern, den ersten Christen in den römischen Arenen gab es auch nur DR’s (Daumen runter)!

Ihnen lag damals, genau wie uns heute, sehr daran: „Gott, dem Herrscher, mehr (zu) gehorchen als den Menschen.“ (Apostelgeschichte 5:29-30)


Weder bei meinem Dienst von Haus zu Haus, noch hier beim Beantworten von Fragen bei GF, bin ich wegen der DH’s „unterwegs“, sondern allein wegen der Guten Botschaft.


Deine Aussage: „Daraus (aus der Verfolgung ) zu schließen, die ZJ seien Christen“

ist eine vorschnelle Schlussfolgerung und ich helfe Dir gern, Deine Informationsstand zu aktualisieren:

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Allein aus dem Umstand, dass wir verfolgt wurden und werden, leiten wir zu keiner Zeit den Schluss her, dass wir Christen sind.

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Christen sind wir, weil wir Jesu Fußstapfen genau nachfolgen (1. Petrus 2:21)

Möchtest Du mich einmal begleiten von Haus zu Haus, um den Menschen an den Haustüren die gute Botschaft näher zu bringen?

So wie Jesus es vorgemacht hat?

Möchtest Du einmal mithelfen, einen völlig Fremden, der mehr als nur unverbindliche Information möchte, über Monate oder gar Jahre zu helfen, die Bibel so genau kennenzulernen, dass er in der Lage ist „alles zu halten (anzuwenden), was ich (Jesus) euch geboten habe“ ? (Matthäus 28:19, 20)

denn „die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige“ (Matthäus 9:37, 38).

Fortsetzung unmittelbar

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@wahrheitsfreund

Hallo wahrheitsfreund

      Fortsetzung   

Kannst Du ermessen, was es bedeutet, eine einheitliche, gleichlautende, verständliche Botschaft in 236 Ländern und (z. Zt.) 399 Sprachen zu verkündigen, geradeso wie Jesus es angekündigt hat:

„Wer Glauben an mich ausübt(!), der wird auch die Werke tun, die ich tue; und er wird größere Werke als diese tun“ (Johannes 14:12), sogar „bis zum entferntesten Teil der Erde.“! (Apostelgeschichte 1:8)

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Und welche „Werke“ hatte Jesus im Sinn, als diese weltweite Verbreitung prophezeite? Auch darüber hat er keinen Zweifel gelassen und klar vorhergesagt:

„Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“ (Matthäus 24:14)


Wie würdest Du denn vorgehen wollen, um zu erreichen „dass ihr (international und in allen Sprachen) alle übereinstimmend redet und dass keine Spaltungen unter euch seien, sondern dass ihr in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein mögt.“ (1. Korinther 1:10), wenn nicht durch Publikationen?

Wenn nicht durch das geschriebene Wort, um nachschlagen und wiederholen und sich einprägen zu können? .

Mit welcher klaren biblischen Aussage möchtest Du dem widersprechen wollen?


Du lobst uns wegen unserer guten Bibelkenntnisse.

Glaubst Du wirklich das würde durch “Weitersagen“ erreichbar sein?

Und es würde EINE Botschaft dabei herauskommen?

Soweit zunächst.

Zu Deinen Anmerkungen zum eigentlichen Thema „Verfolgung“ nehme ich noch gesondert Stellung.

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Ehrlich gesagt hab ich nicht mal die Frage verstanden.

Was möchtest Du wissen?