Warum ist es auf Bergen kälter als im Tal?

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5 Antworten

Die Temperatur ist generell vom Druck abhängig.

Je höher der Druck, umso höher die Temperatur.

Da der Druck der Atmosphäre auf Meereshöhe am grössten ist, werden auf Meereshöhe bei vergleichbaren Witterungsbedingungen grundsätzlich die höchsten Temperaturen gemessen. Je höher man dann steigt, um so mehr nimmt die Temperatur ab, weil der Druck abnimmt.

Neben dem Druck ist die Art der Erwärmung der Atmosphäre von grundlegender Bedeutung.

Die Atmosphäre kann umso mehr Wärmestrahlung absorbieren, je mehr Wasserdampf (gasförmiges, unsichtbares Wasser) sie enthält.

Der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre ist vom Druck abhängig. Mit zunehmender Höhe und abnehmendem Druck wird der Wasserdampfgehalt immer geringer.

Mit zunehmender Höhe kann deshalb die Atmosphäre immer weniger Wärmestrahlung absorbieren bzw. an die Erdoberfläche zurückstrahlen. Das heisst, mit zunehmender Höhe wird die Atmosphäre immer durchlässiger für die von der Erdoberfläche her abgestrahlte Wärme.

Die nicht absorbierte Wärme geht in den Weltraum verloren.

(http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/faq/Temperaturabnahme_Hoehe.html)

Und warum ist es über 50.000m (Ozonschicht) bis zu 500 Grad warm?

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@karlhorst

da spielt dann der Luftdruck eine weniger wichtige Rolle.... je höher man dann geht, desto näher ist man an der Sonne... Deshalb wird es an der Exosphäre (letzte schicht der Atmosphäre = über 1'000 km hoch) über 10'000°C heiss.

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Es ist nicht das erste mal, dass dies gefragt wird, und nicht das erste mal, dass irgendwelche Fantasieantworten kommen.

Zunächst: Die Entfernung Sonne - Erde beträgt rund 150 Millionen Kilometer, da kommt es auf eine nähere Bergspitze von sagen wir, 4000 Metern überhaupt nicht an.

Die Sonnenstrahlen brauchen Materie an der sie Energie abgeben können, und zweitens, sie müssen wenigstens bis zu einem gewissen Grad dort absorbiert werden, sonst dringen sie praktisch ungehindert durch.

Normale Luft ist so ein Medium, das praktisch nicht von der Sonne erwärmt werden kann. Reine Luft ist durchsichtig.

Wolken absorbieren einen Teil des Lichts. So gelangt ein Teil der Sonnenenergie in große Höhen. Da vor allem weiße Wolken Licht reflektieren, wird auch ein beträchtlicher Teil der Sonnenenergie wieder in den Weltraum abgestrahlt. (Es ist auch eine Hoffnung, dass bei der zunehmenden Erderwärmung mehr Wolken entstehen, und diese einer weiteren Erwärmung entgegenwirken).

Also: Die Sonnenstrahlen, die auf die Erdoberfläche treffen, erwärmen diese; natürlich auch Bergspitzen, aber großflächig nur die tieferliegenden Gebiete. Dort ist es also primär warm. Nun setzt die sogenannte Konvektion ein, d.h. warme Luft steigt nach oben. So werden auch höher liegende Luftschichten recht warm.

Höher als etwa zehn Kilometer steigt in unseren Breiten aber keine Gewitterwolke; und Abkühlung erfährt die Luft auch bei ihrem Aufstieg.

Eine sogenannte Inversion d.h. Umkehrung der normalen Temperaturschichtung, tritt ein, wenn z.B. im Herbst die kalte Luft der Alpen nachts in die Täler sinkt und morgens die Almen und Berge stark erwärmt werden. Dann ist es in der Höhe wärmer als im Tal, wo ein Kaltluftsee entstanden ist. Dieser Zustand kann recht stabil sein, denn die kalte Luft bleibt ja unten.

Ich glaube nicht, dass das Schweizer Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie irgendwelche Fantasieantworten gibt.

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@Benjamin

Entschuldige, das wollte ich nicht schlechtmachen.

Mindestens der erste Satz kann aber so nicht stehen bleiben.

'Die Temperatur ist generell vom Druck abhängig', ist nonsense, da ohne Bezug.

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Weil die Luft dort duenner ist... und in der Hoehe gibt es weniger, was die Waerme der Sonne speichern kann.

Eine URL auf der dies sehr gut erklärt wird, und die auch die klugen Kommentare von @karlhorst: erklären würde ist:

http://www.astronomie.de/sonnensystem/erde/atme.htm

Toller Link!

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