Warum ist eine Schenkung ein mehrseitiges Rechtsgeschäft, das geht doch einseitig aus oder?

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9 Antworten

Eine Schenkung setzt einen Vertrag voraus. Darin müssen sich beide darüber einig sein, dass ein bestimmter Gegenstand unentgeltlich an den anderen übertragen werden soll.

Das macht auch Sinn. Denn man muss als Beschenkter eine Schenkung auch ablehnen können.

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Kommentar von wfwbinder
05.11.2016, 10:39

stimmt.

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Der Schenkende ist Eigentümer eines Gegenstandes (z.B. einer Immobilie). Diese schenkt er einer anderen Person. Diese Person muß bereit sein, das Geschenk anzunehmen. Deshalb ist es ein zweiseitiges Rechtsgeschäft. Niemand kann gezwungen werden, ein Geschenk anzunehmen.

Es kann Situationen geben, in denen man das Geschenk nicht annehmen möchte. Stelle dir vor, du sollst eine Immobilie geschenkt bekommen. Die Immobilie ist so verkommen und sanierungsbedürftig, dass du so viel Geld für die Sanierung investieren müßtest, dass der Wert von Grund und Boden plus Immobilie überschritten wird. Dann wäre die Schenkung für dich ein Verlustgeschäft und du könntest und würdest sie ablehnen.

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Es können dritte finanzielle Ansprüche an den schenkenden haben, die durch das verschenkte Objekt abgesichert wären - deshalb sind Schenkungen 10 Jahre zurück zu fördern (allerdings jedes Jahr 10% weniger, also nach 8 Jahren sind nur noch 20% zurück zu fordern)

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Der Beschenkte kann doch auch ablehnen. Stell dir vor, dir schenkt jemand ein schrottreifes Auto, bei dem du nur noch Kosten für die Verschrottung hättest. Nimmste doch nicht an, oder? Sonst könnt ich ja jeden Schitt an jeden dahergelaufenen Deppen verschenken und mich so jeglicher Verantwortung drücken.

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Beteiligt sind doch zumindest zwei: der Schenkende und der (einwilligende) Empfänger.

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Eine Schenkung kann ja durchaus an mehrere Personen gehen. (z.B. an ein Ehepaar)

Außerdem muss eine Schenkung auch angenommen werden. Sonst kann das durchaus auch ins Auge gehen, wenn zB. ein belastetes Grundstück oder eine Bauruine verschenkt wird.

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mehrseitig weil ja 2 seiten beteiligt sind: der eine schenkt - der andere nimmt

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beidseitig, weil der Beschenkte ja das Geschenk annehmen muss.

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Es kommt darauf an, was geschenkt wird. Wenn es ein "Rechtsgeschäft" ist , handelt es sich bestimmt um etwas Größeres, das evtl. notariell beglaubigt werden muss.

Dann kann man das auch ablehnen. Evtl. hängt da eine Schenkungssteuer dran. Das geht nicht einfach so über den Ladentisch.

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Kommentar von DerHans
05.11.2016, 11:41

Auch eine Schenkung von einer Hand in die andere ist ein gültiges Rechtsgeschäft.

Man kann das nur nicht gut beweisen.

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