Warum ist eine messung nie ganz genau?

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5 Antworten

Spucki hat es recht gut beschrieben.

Noch hinzuzufügen wäre, daß die Welt im kleinsten Maßstab "spooky" (also unheimlich, geisterhaft) wird. Kommt man zu sehr kleinen Maßstäben (Planck-Maßstäben), verhält sich die Natur nicht mehr "normal".

So kann man z.B. im atomaren Maßstab die Position + Bewegung eines Teilchens nicht mehr genau bestimmen (Längenmessung), Elektronen "springen" durch Isolatoren (Tunneleffekt -> Ladung/Strommessung), oder Teilchen entstehen aus dem Nichts und verschwinden wieder (Quanteneffekte).

Damit gibt es eine prinzipielle Grenze der Messbarkeit, die auch mit noch-so-genauen Messgeräten nicht aufgehoben werden kann, und wodurch 100% Genauigkeit prinzipiell nicht erreichbar sind. Frag aber nicht, warum das so ist - das wäre eine Nobelpreisfrage ;-)

Weil es sogenannte statistische und systematische Fehler gibt. Was welche sind ist nicht so wichtig.

Nimm mal an, du hättest einen exakt 1m langen Stab vor dir, den du ausmessen willst. Mit was tust du das? Mit einem Meterstab. Aber woher weißt du, dass die Markierungen auf dem Meterstab wirklich exakt sind? Jedes Messgerät hat seinen Toleranzbereich und das wäre schon der erste Fehler, der auftreten kann.

Als Zweites benutzt DU den Meterstab. Kannst du genau sagen, dass du ihn exakt anlegst und exakt ablesen kannst, bei der wievielten Markierung der Stab endet? Makroskopisch ist es mit einem Meterstab mit mm-Markierungen noch denkbar, aber wer sagt dir, dass du auch auf Mikrometer genau misst?

ALso beim Ausmessen von einem Stab oder ähnliches gibt es schon hier alleine 3 Fehlerquellen. Das Messinstrument, das Anlegen an den Anfang des Stabes und das Ablesen am Ende des Stabes. In Wirklichkeit gibts noch mehr Fehlerquellen wie Temperatur usw.

Menschen machen Fehler. Wenn du eine Länge misst, musst du nur einen Zentimeter verrutschen. An einer alten Waage vielleicht 9 statt 8 ablesen. Wenn du eine Zeit stoppst, drückst du wahrscheinlich zu spät Start und Stopp - aber nicht unbedingt um die gleiche Zeit verzögert.

Ganz einfach! Es gibt 2 Hauptgründe:

1.Ungenaues Messen: Du misst meistens zu ungenau und rechnest deshalb mit ungenauen Werten was zu einem...richtig...ungenauen ergebnis führt

2. Ich weiß nicht in welche klasse du gehst aber zum beispiel bei energie die für Erhitzen von wasser misst und errechnest, bedenkt man nie die Energie die dabei durch erwärmen des geräts oder der luft verloren geht.

Also merk dir vorallem Stichpunkt 1

100% gibt es nicht. Wieviel wiegst Du? Bitte auf 23 Nachkommastellen genau, sonst stimmt es ja nicht.

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