Warum ist ein Bundesstaat in Deutschland so wichtig, so dass er sogar im §20 GG geschützt wird und zu den Strukturprinzipien gehört?

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2 Antworten

Deutschland war seit dem Mittelalter immer schon die Summe seiner einzelnen Länder. Dabei ist es geblieben, denn selbst das deutsche Kaiserreich 1871 ff. und in seiner Nachfolge die Weimarer Republik waren Bundesstaaten, die sich aus einzelnen Mitgliedsländern zusammensetzten. Diese Tradition haben die Verfassungsväter und wenigen -mütter in das Grundgesetz, die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, übernommen.

Politisch macht das Sinn: Die zentralen Regierungsinstitutionen, Bundestag und Bundesregierung, sind nur so mächtig wie nötig. Die einzelnen Bundesländer sind so selbständig wie möglich, ihre inneren Angelegenheiten selbst zu regeln, und haben in der Bundes-, Außen- und Europapolitik über den Bundesrat Mitsprache- und Kontrollrechte, beschränken also die Machtbefugnisse der zentralen Regierungsorganisationen.

MfG

Arnold

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Hei, Lilian060186, das föderative System ist Deutschland sozusagen angeboren - die Deutschen können nicht anders. Und als es für "tausend" Jahre einmal anders war, hat das nichts getaugt. Man stelle sich vor: Bayern und Vorpommerer, Sachsen und Ostfriesen etc. wolltest du über einen Kamm scheren... Weißwürste an der Nordsee, Ostfriesentee auf der Wies´n ochottochottochott. Grüße!

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