Warum ist diese Aussage falsch (Logik)?

13 Antworten

Erstens wird eine Annahme mit ungenügenden Informationen aufgestellt. Nicht die Karotten an sich, sondern einige ihrer Inhaltsstoffe sind gut für die Sicht, jedoch nur in entsprechender Menge, zu viel und man vergiftet sich an den Vitaminen. Das Essen vieler Karotten (vor allem als Kleintier) sorgt also eher für das Gegenteil.

Zweitens  essen Hasen nicht viele Karotten. Im Gegensatz zum volkstümlichen Irrglauben sind Karotten sogar ungesund für die meisten Nagetiere, vor allem in größerer Anzahl.

Drittens bedeutet das Tragen einer Brille nicht zwingend schlechte Sicht und Tiere tragen generell keine Brillen, da sie nicht über die nötigen Voraussetzungen (Technologie, Fingerfertigkeit, brillentaugliche Kopfform) verfügen.

Viertens wird am Ende wieder die Fehlannahme des zweiten Satzes erwähnt.

Brille trägt man normal um Fehlsichtigkeit auszugleichen, es sei denn man trägt sie nur aus modischen Gründen. Mit natürlichen Lebensmitteln, zumindest als Mensch, kann man sich kaum eine Vitaminvergiftung holen. Es könnte evtl möglich sein, wenn man jeden Tag 2 ltr Karottensaft trinkt.

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@mulano

kann man sich kaum eine Vitaminvergiftung hole

1. geht es hier um Kaninchen und 2. Kann man das sehr wohl.

es sei denn man trägt sie nur aus modischen Gründen

womit du mich bestätigt hast. Das Tragen einer Brille bedeutet nicht automatisch Fehlsichtigkeit, somit ist der Schluss jede/r der/die/das eine Brille trägt sei Fehlsichtig falsch.

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Durch Vitaminpräperate kann man sich am ehesten vergiften, wenn man sie zu hoch dosiert.

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@mulano

natürlich, aber auch das schließt eine Vergiftung durch anderen Konsum nicht aus.

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Es ist offenbar, dass Hasen aus anderen Gründen keine Brillen tragen, Im Übrigen geht es um zwei unabhängige, verschiedene Dinge: Brillen korrigieren die Sehschärfe, Karotten sind gut gegen Nachtblindheit.

Das sind inhaltliche Gründe. Der logische ist: Ein Syllogismus liegt nicht vor.

Der Schluss ist falsch.  Dass Hasen guten Augen haben, muss nicht an ihrem Karottenkonsum liegen.

Hier wird eine sog. Scheinkorrelation aufgebaut.

Es gibt noch eine andere schöne Scheinkorrelation.

In einem Dort in Niedersachsen leben auffallend viele Störche. Und es kommen auch auffallend viele Kinder dort zur Welt. Dennoch haben die Störche nichts mit dem Kindersegen zu tun.

Hier werden also zwei Faktoren, die zufällig nebeneinander auftreten, miteinander verknüpft und das eine als Ursache des Anderen gesehen. Was falsch ist.

So haben halt Möhren und die Hasenaugen nichts miteinander zu tun.


Zerstöre nicht meine Träume.

Das mit dem Hasen konnte ich ja noch verkraften, aber das mit den Störchen ... :(

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