Warum ist die Wohneigentumsqoute in Deutschland so gering?

6 Antworten

Weil der Mietwohnungsmarkt in Deutschland schon aus der Historie extrem gut ausgebildet ist, was man in anderen Ländern teilweise gar nicht der Fall ist.

Ein Kumpel von mir hat mal eine Mietwohnung in Dublin gesucht und dort nach langer Suche nur was möbliertes gefunden (was dort wohl üblich ist).

Eine Wohnung zu mieten hat in Deutschland Tradition und da das Mietrecht in Deutschland auch umfangreich und mieterfreundlich ist, funktioniert das besser, als in europäischen Staaten.

Woher ich das weiß:Beruf – Langjährige Tätigkeit als Ausbilder

aber wir haben noch eine Notrücklage aber davon sieht ja die Normale Bevölkerung nichts zb wenn du mal recharchierst wirst du sehen das zb die Amis seit Jahren eine Menge Deutsches Gold für uns aufbewahren hab ich mal gelesen aber da kommen wir ja nicht dran das ist denke ich mal unsere Notreserve gibt auch ne kleine Doku in Youtube drüber

Ich liebe deinen Satzbau.

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weil die steuern sehr hoch sind diese Illusion wir sein ein "reiches Land" kann ich nicht mehr hören!! wir sind lange kein reiches Land mehr sieht man doch Geld wird immer mehr gedruckt und verliert an Wert und jetzt wo der gesamte Mittelstand vernichtet wird und wir uns ab Januar auf masseninsolvenzen freuen können na dann prost Mahlzeit!!! wir haben wegen der Krise wieder zig schulden aufgenommen die aber 0 bringen jedenfalls für den Ottonormalo trotzdem klopfen sich diese inkompetenden Politiker auf die schulter und denken sie haben einen guten Job gemacht es werden noch sehr sehr schwierige Zeiten auf uns zu kommen zumindest wenn dieses Corona Kasperletheater so wie es jetzt ist weiter geht!!!

Die Steuern und Coronapolitik haben mit Wohnungseigentum fast gar nichts zu tun, aber hauptsache irgend einen polemischen Unsinn rausgepoltert.

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Was hat das nun mit Libanon zu tun? Ist es da besser?

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Das West-Ost-Gefälle. Wenn z.B. vor der Wiedervereinigung 50% Wohneigentum in der alten BRD, dann eben nur z.B. 30% für ganz DE.

Das stimmt nicht. Die niedrigsten Wohneigentumsquoten hast Du in Hamburg oder Bremen. Es geht um die Differenzierung Flächen- und Stadtstaaten, bzw. Bevölkerungsreiche Staaten. Brandenburg hat beispielsweise prozentual mehr Eigentum, als NRW.

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@ChristianLE

Das macht sicher auch einen Unterschied. Auf dem Land bzw. den Dörfern gibt es sicher prozentual mehr Eigentum als in der Stadt. Grundstückspreise günstiger oder man hat einen Bauantrag gestellt und auf seinem eigenen Grund gebaut, wenn es denn genehmigt wurde.

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@Klaraaha

Das ist vermutlich sogar noch einfacher. Großvermieter, wie Vonovia und Co. haben auf den Dörfern keine Wohnungen zur Vermietung ;-) Das hast Du dann zwangsläufig über Generationen ein Eigenheim

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@Truemmerliese02

Ja richtig. Als Kind gab es z.B in meinem Dorf nur zwei Familien die zur Miete wohnten. Die galten als arm, obwohl sie nicht von Sozialhilfe lebten. Oft wurde einfach noch ein Anbau in den Garten gemacht und so wars dann schon ein Zweifamilienhaus.

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Die neuen Bundesländer ziehen den Schnitt nach unten, da hier Jahrzehnte lang kein Wohnungseigentum erworben und weiter vererbt werden konnte.

Zudem besteht in Deutschland ein funktionierender Markt an Mietwohnungen, teilweise öffentlich gefördert, der so in anderen Ländern (z. B. Italien, Spanien) nicht existiert.

Die neuen Bundesländer ziehen den Schnitt nach unten, da hier Jahrzehnte lang kein Wohnungseigentum erworben und weiter vererbt werden konnte.

Das stimmt so nicht wirklich, bzw. ist nicht mehr aktuell.

Schaut man sich die Quoten nach Regionen an, stehen dort Berlin (dazu gehört auch Westberlin), Hamburg und Bremen ziemlich weit unten.

Die Quoten von Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg sind gleichhoch, bzw. sogar noch höher, als beispielsweise in NRW.

Der Unterschied ergibt sich Deutschlandweit aus der Infrastruktur (Flächen- vs. Stadtstaaten). Oder anders: Je mehr Großstädte, desto weniger Wohneigentum.

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Man konnte in der DDR schon ein Haus bauen und es auch vererben. Nur war das reichlich sinnlos, wenn man für 30 Mark im Monat eine Neubauwohnung mieten konnte. Dafür musste man zwar verheiratet sein und selbst dann war es noch Glücksache ob man eine Neubauwohnung bekam. Es konnte einem auch passieren, dass man seine Toilette in einem verrotteten Altbau mit dem Nachbarn teilen musste. Diese Toilette lag nicht in der eigenen Wohnung, sondern eine halbe Treppe tiefer oder höher im Treppenflur. Eine solche Wohnung hatte natürlich auch kein Bad, sondern nur ein Waschbecken. Wer in einem solchen Altbau wohnte, der überlegte sich natürlich, ob er nicht doch ein Haus bauen wollte. Wenn man keine Beziehungen hatte, wenn man niemanden kannte der einem half oder der Baumaterial besorgen konnte, dann hatte man ganz schlechte Karten. Denn in der DDR gab es keinen Baumarkt, zu dem man einfach hin fahren und einkaufen konnte was man brauchte. Dort gab es eine so genannte "Baustoffversorgung", wo sich die Leute bereits mitten in der Nacht anstellten wenn sie wussten, dass der Laden Ware geliefert bekommen hatte. Selbst dann war aber nicht sicher, dass man Rohre, Kabel, Zement oder Steine bekam. Es war ein ständiger Kampf um die Materialien und wer keine "blauen Fliesen" besaß, war der Angeschmierte. Vieles musste man in Eigenleistung machen weil Handwerker sehr teuer waren. Oft dauerte so ein Hausbau mehrere Jahre. Da überlegten es sich die Leute zweimal ob sie sich so etwas antuen wollten.

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@Fuchssprung

Die ganzen Wohnungsbauprogramme in den 80er Jahren haben den Gedanken nach einem Eigenheim sowieso zerschlagen. Warum sich die Mühe machen, wenn Du eine schöne Plattenbauwohnung mit Zentralheizung für eine günstige Miete bekommst? Das war damals der absolute Luxus.

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@ChristianLE

Es gab auch Ender der Achtziger noch immer sehr viele Leute die bei ihren Eltern wohnen mussten, weil sie keine Wohnung bekommen haben. Es gab auch da noch sehr viele Leute, die in einem von mir beschriebenen Altbau hausen mussten. Die Krise auf dem Wohnungsmarkt war nicht gelöst, denn die Altbauten verfielen ende der Achtziger Jahre schneller als die DDR neue Wohnblöcke bauen konnte. Richtig ist, dass die Neubauten der absolute Luxus waren. Wer eine solche Wohnung bekam, konnte sich glücklich schätzen.

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@Fuchssprung

Ja, das stimmt. Ich erinnere mich, dass meine Großeltern ihre Neubauwohnung erst 1989 beziehen konnten. Das hat sich hingezogen. Meine Eltern hatten damals glück und durften schon 1983 umziehen, nachdem sie mit 2 Kleinkindern in einer "verrotteten" Altbau-Zweiraumwohnung leben mussten.

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