Warum ist die Wirkung eines Films auf uns so kurzweilig?

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23 Antworten

Eine schöne Frage, gut beobachtet!

Der Mensch liebt Filme. Wenn man einen guten Film vor sich hat, möchte man schon hie und da mal sein Leben umkrempeln. Filme sind heutzutage ja auch nicht mehr ansatzweise mit dem "boxenden Känguru" zu vergleichen. - Der erste Fim überhaupt.

Filme sind heutzutage Gesamtkunstwerke aus Ton und Bild, teilweise sogar dreidimensional. Grosse Filmemacher stimmen die handelnden Personen so auf Publikum ab, dass man sich mit den handelnden Figuren identifizieren kann, dass man sie ein bisschen liebt. Man fiebert dann mit ihnen mit und kann sich das alles wirklich gut vorstellen.

Verlässt man dann das Kino, steht vielleicht noch ein bisschen unbehofen mit anderem im Nieselregen herum. Dann ahnt man noch etwas von diesem schönen Gefühl, dass man eben noch hatte. Aber plötzlich sind da andere, sehr reelle Eindrücke. Die Stimme einer Freundin, eine Bemerkung über Schule oder Arbeit, die morgen ganz früh begänne.

Und schon sind sie wieder da, all die anderen Emotionen, die einen noch vor dem Film bewegt haben.

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Kommentar von Snow20
21.06.2011, 02:17

Oh Dankeschön, ich philosophiere gerne über derartige Fragen ;)

Deine Antwort ist für mich die Beste.Ausführlich und nachvollziehbar.

Dankeschön MsDoolittle, den Stern hast du dir verdient =)

Vielen Dank auch allen anderen die Antworten abgegeben haben.Eure Meinungen waren sehr interessant zu lesen... :)

Liebe Grüße Snow20

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Kommentar von TagHell
14.07.2011, 12:11

Das sind Tatsachen aber nicht die Erklärung für die Frage.

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Das ist ja Sinn und Zweck eines jeden Künstlers dem Betrachter oder Zuhörer gewisse Emotionen zu entlocken. Das betrifft alle Bereiche der Kunst. Du kannst bei einem Film weinen, wütend werden oder laut lachen genau so wie beim Hören eines Liedes, beim Lesen eines Buches oder beim Betrachten eines Bildes usw. Manchmal wird man Teil dieser Handlung die gerade auf einen einwirkt, in welcher Form auch immer und danach kommt man in die Realität zurück. Das nächste mal ist man ja auf bestimmte Effekte, Inszinierungen vorbereitet, was den Effekt etwas schwächt aber immernoch schön sein kann. Vergänglich sind sie vielleicht weil sie in dem Moment in der Schublade für emotionale Erfahrungen landen und genau wie die TV-Zeitung von vor zwei Wochen nicht mehr so interessant sind.LG

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Das ist aber auch von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Am besten sieht man das bei Horrorfilmen. Manche haben da Tage oder gar Wochen lang noch dran zu schaffen, können nicht richtig schlafen oder ähnliches, andere gucken den selben Film an, gehen danach ins Bett und schlafen wie ein Baby. So ist es auch mit emotionalen Filmen, manche Menschen weinen beim Filme gucken, andere sehen den selben Film und fühlen sich überhaupt nicht berührt. Und ich denke die Sache mit dem "beim ersten Mal sehen" trifft auch nur auf die mittelmäßigen bis schlechten Filme zu. Die richtig guten kann man auch zum 3. Mal sehen und sich immer noch gruseln oder zu tränen gerührt sein. Und die besten Filme vergisst man auch nicht sobald sie rum sind, sondern sie beschäftigen einen noch. (Natürlich hoffentlich nicht das sie einen total verstören, jetzt im Bezug auf Horrorfilme, sondern das sie einen bewegen und man immer wieder drüber nach denkt.)

Filme bei dennen die Emotionen sehr schnell vergessen sind, sind oft solche wie dkdoemk43 schon sagte, bei dennen die Emotionen nur mittels der Musik erzeugt werden. Das ist dann auch spannend , traurig oder was auch immer, aber es ist sehr viel kurzlebiger.

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Emotionen sind vergänglich. Es ist ein Selbstschutz des Körpers/Seele. Der Körper hätte ein riesen Problem, wenn er alle Emotionen in dieser Intensität verarbeiten müsste. Stell dir mal vor man würde über Jahre hinweg trauern, wie am ersten Tag als jemand gestorben ist, oder Wochenlang vor Freude und Euphorie nicht schlafen könnte. Das ist aber nicht nur bei Emotionen in Bezug auf Filme so, sondern generell. Wenn man vor Wochen etwas gewonnen hat und das noch so toll war, kann man sich heute trotzdem nicht mehr so überschwänglich darüber freuen.

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Klar ist man nach dem Film erst noch da mittendrin, mit den Gedanken, mit der Seele. Aber dann kommt der Alltag wieder auf einen zu, man wird abgelenkt, neue Eindrücke strömen auf einen ein.. der Mensch MUSS dem Neuen Platz machen.. :)

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Es gibt eben einfach nur wenig Filme, die einem in Erinnerung bleiben!

Oftmals ist es so, dass man sich selbst in einem Charakter wiedererkennt oder auch Situationen dargestellt werden, die man selbst schon so ähnlich erlebt hat. Daher verbindet man einige Filme direkt mit dem eigenen Leben, deswegen wird man wohl manchmal so emotional mitgerissen. Nach dem Schauen wird man sich dann wohl aber doch klar, dass das alles eben nunmal nicht real war und ist somit wieder etwas distanzierter...

So ist das zumindest bei mir ;)

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Bei mir ist das nicht so. Ich fiebere einen ganzen Film über mit, aber Weinen muss ich nicht oder auf irgend einer anderen Weise emotional betroffen bin ich auch nicht. Ich bin auch nicht der Movie-Fan. Ich schaue mir Filme wenn lieber mit einer Menschengruppe an, als alleine. Ich muss zugeben dass ich bei Büchern manchmal echt emotional bin. Als bei Harry Potter die Charaktere verstorben sind und bei den letzten Seiten war ich eine Zeit lang echt depressiv. Ich lese das Buch mehrmals, und auch wenn ich weiß was passiert bin ich immer total gespannt. Verstehst du was ich meine?

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Wie fenxi schon sagte, alles ist vergänglich. Zudem begreift man nach einiger Zeit, dass es sich 'nur um einen Film' handelte, man begreift, dass es Fiktion gewesen ist. Beim zweiten Ansehen des Films kennen wir den Film schon ein wenig, der Überraschungs-effekt ist hier nicht mehr so groß, man weiß in etwa, was im Verlauf des Films geschehen wird. Das sind meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen.

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ich denke, wenn man ihn das zweite mal sieht, weiß man ja schon, was passieren wird. ich weine sehr viel bei filmen, aber immer nur beim ersten mal. beim zweiten mal weine ich entweder bei einer anderen stelle oder (meistens) gar nicht. weil ich die wörter schon kenne und irgendwie wirkt es dann einfach nicht mehr traurig.

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es gibt auch richtige meisterwerke die einen längerweilig beeinflussen, nehmen wir clockwork orange nach 50 jahren ist mein lehrer immer noch ein alex, und zu dem teil mit dem weinen, die szene kommt unerwartet wenn ihr ihn zum ersten mal gucken, wenn wir ihn zum 2. mal gucken sind wir vorbereitet und können uns zurückhalten

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Weil wir Menschen sind. Außerdem wenn wir solche Dinge für ewig halten könnten wo sollten wir dann unseren Alltag rein stapeln ?

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Ich sehe lieber Serien, weil abgeschlossene Filme leider ein Ende haben, also nicht kontinuierlich sind. In dem Moment, in welchem ein Spielfilm zuende ist, wird er uninteressant. Im Gegensatz auch zu Dokumentarfilmen. Die kann ich manchmal tausendmal ansehen, ohne dass sie mir langweilig werden.

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Es kommt auf die Situation an, und in welcher Verfassung du bist. Also ich habe noch nie bei einem Film geweint,da es ja nur ein Film ist. Die Realität sieht anders aus.Ich schaue auch keine traurigen Filme dennn das zieht dich runter

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Das menschliche Gedächtnis ist nunmal (leider) nicht perfekt. Erinnerungen verblassen mit der Zeit. Deswegen würde ich sagen.

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das gehirn ist irgendwie ständig auf der suche nach neuen reizen.kaufst du dir einen neuen pc, ist das erstmal sau cool (serotonin), aber schon bald hast du dich daran gewöhnt und es ist nichts besonderes mehr, sondern "alltag".

selbe beim film: intensive filmreize bewirken hormonausschüttung, aber ist das erstmal vorbei, ist der kopf schon wieder auf der suche nach dem nächsten reiz. und damit der alte reiz vergessen...

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Ein guter Film fängt erst nach seinem Ende richtig an und gibt einem zu denken. Von der Sorte gibs wenige aber es gibt sie.

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Kommentar von MsDoolittle
21.06.2011, 02:40

Genau! Dead Man Walking zum Beispiel.

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alles ist vergänglich! Auch wir sind nicht ewig da... Beim Film ist es halt wie im Leben, man taucht ein, lebt mit (manchmal, je nach Film). Ist doch nicht so wichtig, freue dich, dass du noch Emotionen hast.

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Wenn der Film gut gemacht ist, und er diese Wirkung erziehlt, dann ist doch gut. Beim zweiten mal sehen, kennt man ihn ja schon ...

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Ein Buch lesen oder einen Film schauen ist wie eine Frau und der Höhepunkt (das Wörtchen mit O war nicht erlaubt). Den Climax (Wörtchen mit O nicht erlaubt!) vergißt man irgendwann, die Frau nie.

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Kommentar von Elyos
21.06.2011, 01:48

liegt vielleicht daran das man für das buch mehr zeit braucht.

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Puh, da musst du mal einen Psychologen fragen. Das, was ich weiß, ist das sehr oft mit der filmmusik getrickst wird. Sie macht oft etwa 30% - 70% der Stimmung aus.

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