Warum ist die Urknalltheorie so weit verbreitet?

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37 Antworten

Hallo KoernerbrotBP,

hurra! Die allwöchentliche Kreationisten-Fake-Frage ist wieder da. Wissenschaftlich interessierte User bemühen sich um eine Erklärung.... und hinterher wird die Antwort, die nur aus einem Bibelzitat besteht als hilfreichste ausgewählt...

Kennen wir, das Spiel.

Trotzdem für alle, die es tatsächlich wissen wollen:

Für mich ist es eine absurde Theorie

Naja, aber danach geht es halt nicht. Naturwissenschaft richtet sich allein nach den Beobachtungsdaten. Das schönste Modell ist falsch, wenn es die Daten nicht gut erklärt - und auf der anderen Seite haben wir auf der Ebene der allerkleinsten Teilchen oder bei extrem schnellen oder schweren Objekten eine Menge Modelle, die die Natur bestens beschreiben, die aber unseren Alltagserlebnissen drastisch widersprechen.

Die Natur muss sich nicht danach richten, was uns plausibel vorkommt.

Warum ist die Urknalltheorie so weit verbreitet?

Weil sie die Daten am besten erklärt. Aus keinem anderen Grund.

Sie ist aus Messungen geboren und seitdem rund 8 Jahrzehnte lang wieder und wieder an immer besseren Messinstrumenten überprüft. 

In den 1920ern entdeckte Edwin Hubble, dass sich Galaxien von uns entfernen - und nicht nur einfach irgendwie, sondern umso schneller, je weiter sie von uns weg sind. Das ist eine Beobachtung, die sich am besten dadurch erklären lässt, dass sich der Raum selbst ausdehnt und die Galaxien dabei mit uns fortträgt.

Rechnet man dies in der Zeit rückwärts, führt das automatisch zu der Erkenntnis, dass das beobachtbare Universum früher kleiner war. Und noch früher noch kleiner. Und so weiter... bis man dann eben an dem Punkt ist, an dem der gesamte heute beobachtbare Raum nur noch die Größe des Planckvolumens hat. In diesem winzigen Volumen herrschen extremste Hitze und Dichte, weshalb es gleichmäßig mit Strahlung erfüllt ist.

Der Beginn der Ausdehnung dieses Anfangszustandes ist das, was mit dem Begriff Urknall gemeint ist.

Die Galaxiendrift ist aber bei Weitem nicht das einzige Beobachtungsmaterial, das für den Urknall spricht.

In den 1940ern haben Teilchenphysiker berechnet, wie sich das Universum denn abkühlen müsste, wenn es sich aus einem solchen Zustand heraus ausdehnt und wie dabei die Materie ausfriert. Im Ergebnis haben sie gefunden, dass das etwa 400 000 Jahre nach dem Urknall erst durchsichtig wurde: Vorher war es zu heiß, die Atome ionisiert und die freien Elektronen haben die Ausbreitung des Lichtes unmöglich gemacht. Erst als das Universum noch kühler wurde, wurde die Materie neutral und das Licht konnte sich ausbreiten.

Die Vorhersage aus dieser Rechnung war, dass wir von allen Seiten eine gleichmäßige Strahlung empfangen müssten, eine Art Nachleuchten dieses allerersten Lichtes, das sich im jungen Universum ausbreiten konnte; die Vorhersage war, dass sich dieses Licht inzwischen auf eine Farbtemperatur von unter 4 Kelvin abgekühlt hat.

1965 haben Penzias und Wilson diese Hintergrundstrahlung entdeckt. Sie ist mit keinem anderen kosmologischen Modell erklärbar, nur mit dem Urknall.

Inzwischen ist die Hintergrundstrahlung mit vielen Sonden exakt vermessen, auch die winzigsten Temperaturschwankungen in ihr. Auch diese lasssen sich mit den Modellen der Teilchenphysik vorherberechnen und dann mit den Messungen vergleichen.

So schaut das dann aus:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hintergrundstrahlung#/media/File:WMAP_TT_power_spectrum.png

Die durchgezogene Kurve ist die Berechnung - wie gesagt: vorher gemacht. Die verschieden farbigen Punkte sind die Messwerte verschiedener Sonden.

Jetzt müsstest Du mir mal erklären, wie man mit einem völlig falschen Modell eine so gute Übereinstimmung von Messung und Modell hinkriegen würde?

Und selbst das sind noch nicht alle Belege. Wir haben noch Messungen aus dem Bereich der Häufigkeiten der Elemente im Universum, die hervorragend zu den Vorhersagen des Urknalls passen. Wir haben Experimente aus der Teilchenphysik, wie am CERN, die die Zustände im ganz jungen Universum simulieren und die bestens zu den berechneten Modellen passen.

Wir haben Daten, die zurückreichen bis ins wenige Sekunden alte Universum - und sie alle ergeben übereinstimmend, dass unser Universum im Urknall entstanden ist.

Und genau deshalb gibt es in der Kosmologie keine ernsthaften Zweifel an diesem Modell.

Zusätzlich spricht die Entstehung durch den Urknall gegen die Naturgesetze.

Nein, das ist falsch.

Beim Urknall entstehen die Naturgesetze überhaupt erst. Sie gelten deshalb oberhalb bestimmter Temperaturen und Druckverhältnisse und bei einer Diskontinuität der Zeitachse nicht mehr.

Seinen Glauben sollte man nicht mit der Diskreditierung bestens durch Daten gestützter physikalischer Ergebnisse zu rechtfertigen versuchen.

Grüße

MarkusGenervt 01.07.2017, 01:26

Ich bewundere Deine Geduld und Beharrlichkeit, Dir immer wieder die Mühe zu machen, Halbwissen detailliert zu zerlegen, und es auch so gut zusammenfassen zu können, dass das Gesamtbild nicht gänzlich verstümmelt wird.

Du bist eine gute Lehrerin.

Doch ich fürchte, dass das auch nur diejenigen verstehen wollen/können/werden, die sich ohnehin schon mal damit befasst haben.

Trotzdem Danke :))

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Patrickson 01.07.2017, 02:24

Meinte neulich gelesen zu haben, dass die Sache mit der Rotverschiebung nicht ganz so läuft, wie vorgesehen, da gäbe es Galaxien, welche sich gegenteilig verhalten?!? Naja... Danke für deine Erklärung! Du hast recht, die wöchentliche Kreationisten und Evolutionistenfake erregt als Dauerbrenner die Gemüter! Wieso? 

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TheStone 01.07.2017, 03:01
@Patrickson

"da gäbe es Galaxien, welche sich gegenteilig verhalten?!?" Das könnte daran liegen, dass Massen sich anziehen... ;)

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Patrickson 01.07.2017, 03:11
@TheStone

Habe ich zuerst auch gedacht! Aber die Kraft dieser Massen müsste dann grösser sein, wie die expandierende Kraft des Urknalls und das ist unmöglich, da eine solche Masse sich ebenfalls vom Ursprung wegbewegt und somit durch ihre Gravitation nur mitreissen kann, aber nicht aufheben kann. 

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nax11 01.07.2017, 10:20
@Patrickson

Die Massen müßten groß sein, aber nicht immens groß - bei Entfernungen von einigen Millionen Lichtjahren!

Vergleiche die Lokale Gruppe, speziell Andromeda und Milchstraße, die sich aufeinander zu bewegen. Die Inflationsrate liegt auf dieser Entfernung nur bei etwa 50 km/s.

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TheStone 01.07.2017, 14:29
@Patrickson

Du hast eine falsche Vorstellung der Expansion. Erstens bewegt sich da nichts, sondern es entsteht neuer Raum überall gleichzeitig. Zweitens gibt es keinen Ursprung von dem sich irgend was wegbewegt. Damit ist deine Argumentation hinfällig.

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Viktor1 01.07.2017, 13:42
Beim Urknall entstehen die Naturgesetze 
überhaupt erst

und das ist inbrünstiger Glaube ohne den die ganze Theorie zusammenbricht.
Außerdem:
Die Fluchtbewegung der Galaxien kann eben so durch eine Zelle (von vielen) des Universums erklärt werden, welche mit den darin enthaltenen Objekten "schwingt". Die beobachtete beschleunigte Bewegung spricht für dieses Schwingen, die Urknalltheorie muß hier passen oder weitere Phantasien wie dunkle Materie/Energie dazu denken welche nicht den Beobachtungen entspricht.
Die Hintergrundstrahlung kann auch (genau so) eine emittierte Strahlung benachbarter "Zellen" des Universums sein.
Es würde wundern wenn es sie nicht gäbe.
Die Berechnung der Verteilung der Häufigkeit der Elemente im Universum wurde an die Beobachtungen angepaßt.

Wir haben Daten, die zurückreichen bis ins 
wenige Sekunden alte Universum

Das ist haarsträubender Blödsinn. Da haben wir garnichts.
Zuordnungen von manchen Daten unter vielen, von denen man meint, daß sie passen , können nicht als Beleg aufgewertet werden daß es so ist !Fazit: die U-K-T ist eine interessante, spektakuläre Theorie welche mehr durch Begeisterung und Glaube gestützt wird als durch eindeutige Fakten - und natürlich durch die welche sich gläubig der Mehrheit anschließen ohne durch eigenes Wissen überzeugt zu sein. Es ist wie bei jeder anderen Glaubensgemeinschaft auch.

Und genau deshalb gibt es in der Kosmologie 
keine ernsthaften Zweifel

Genau, man will ja mit (bei den "Verstehenden") dabei sein, kein (dummer) Außenseiter oder Zweifler, auf den man mit dem Finger zeigt.

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uteausmuenchen 01.07.2017, 23:06
@Viktor1

Viktor1,

und das ist inbrünstiger Glaube ohne den die ganze Theorie zusammenbricht.

Naja, sorry, aber die Vereinheitlichung der elektromagnetischen und der schwachen Wechselwirkung zur elektroschwachen Wechselwirkung ist zum Beispiel bestens gesichert. Auch die starke Wechselwirkung bringt man da gut unter und kann das experimentell abdecken. 

Kann es sein, dass Du die Daten dazu einfach nicht kennst? Klingt für mich so.

Die Fluchtbewegung der Galaxien kann eben so durch eine Zelle (von vielen) des Universums erklärt werden, welche mit den darin enthaltenen Objekten "schwingt".

Du hast doch hoffentlich eine seriöse Veröffentlichung hierzu aus einem physikalischen Fachblatt, wo das mal durchgerechnet ist. 

Denn ansonsten würde ich eher sagen: Nein, das passt nicht, weil wir die Expansion ja hin bis zu den fernsten Objekten hin sehen.

oder weitere Phantasien wie dunkle Materie/Energie dazu denken welche nicht den Beobachtungen entspricht.

Auch hier scheint es mir, dass Du Dich nicht so wirklich mit den Begriffen auseinander gesetzt hast. Dunkle Materie und Dunkle Energie sind grundverschiedene Dinge. Die Dunkle Materie hat nicht das Geringste mit der beschleunigten Expansion des Universums zu tun.

Das ist haarsträubender Blödsinn. Da haben wir garnichts.

Seufz.

https://profmattstrassler.com/2014/03/26/which-parts-of-the-big-bang-theory-are-reliable/

Man beachte, dass der Punkt "1 second" im grünen Bereich liegt, in dem die Vorgänge im jungen Universum bestens durch daten gesichert sind. 

Ganz ehrlich: Ich wette mit Dir, dass Du nicht eine seriöse Quelle für Deine Aussagen hier anführen kannst. Entweder wirst Du auf mein Nachfragen gar keine Quelle anschleppen - oder was Kreationistisches wie Gitt oder den Wachturm... aber definitiv nichts aus einem physikalischen Fachblatt.

Wetten?

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Viktor1 02.07.2017, 14:58
@uteausmuenchen
Du hast doch hoffentlich eine seriöse 
Veröffentlichung hierzu

Ja, genauso wie die "seriösen" Veröffentlichungen, welche die beschleunigte Fluchtbewegung der kosmischen Objekte irgendeiner dunklen Materie/Energie zudenken.

Dunkle Materie und Dunkle Energie sind 
grundverschiedene Dinge.

Klar, jedoch wird dunkle Materie in Verbindung mit unbekannter (unerklärlicher) Gravitationswirkung gebracht und solche bewirkt halt Beschleunigung. Warum sollte man sie bei dieser Betrachtung dann außen vor lassen ? Beides sind hypothetische "Entitäten", Hilfsgrößen, welche eine nicht funktionierende Theorie, welche den Beobachtungen nur partiell entspricht, kitten muß.

Nein, der Link belegt garnichts. Wir haben keine Daten vom jungen Universum, sondern nur partielle Beobachtungen in Experimenten, welche dem "jungen Universum" zugedacht werden.

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uteausmuenchen 02.07.2017, 15:33
@Viktor1

Viktor1,

Ja, genauso wie die "seriösen" Veröffentlichungen, welche die
beschleunigte Fluchtbewegung der kosmischen Objekte irgendeiner dunklen Materie/Energie zudenken.

1) Noch einmal zum Mitschreiben: NIEMAND behauptet, die Dunkle Materie habe etwas mit der beschleunigten Expansion des Universums zu tun.

2) Ok, fein, dann verlinke doch bitte Deine Quellen. Wie gesagt: Ich hätte gerne eine Quelle aus einer naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift. Hier ist meine:
http://hubblesite.org/pubinfo/pdf/2011/08/pdf.pdf

Und für den Fall, dass Du nicht so gut Englisch kannst: Hier
http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/03/29/messung-der-expansionsgeschwindigkeit-des-universums-widerlegt-alternative-zur-dunklen-energie/
kann man lesen, worum es darin geht.

Klar, jedoch wird dunkle Materie in Verbindung mit unbekannter
(unerklärlicher) Gravitationswirkung gebracht und solche bewirkt halt Beschleunigung.

Da übersiehst Du jetzt aber das Vorzeichen. Du weißt, was in der Mathematik ein Vorzeichen macht? Genau! DEn Unterschied zwischen anziehend und abstoßend. Die Dunkle Materie wirkt anziehend und damit sogar der Expansion (und ihrer Beschleunigung) entgegen...

Du solltest Dich vielleicht erst mit den Modellen beschäftigen, die Du kritisierst?

Nein, der Link belegt garnichts. Wir haben keine Daten vom jungen Universum, sondern nur partielle Beobachtungen in Experimenten, welche dem "jungen Universum" zugedacht werden.

Klingt jetzt aber schon ein wenig nach dem wütenden Kind, das mit dem Fuß stampft und "nein, nein,nein..." brüllt.

Wir haben Berechnungen aus den Modellen, die wir mit den daraus vorhergesagten Ergebnissen für die gemachten Beobachtungen vergleichen können.

Ergebnisse sehen dann zum Beispiel so aus:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hintergrundstrahlung#/media/File:WMAP_TT_power_spectrum.png

Um das noch mal deutlich zu sagen: Zuerst ist da die durchgezogene Linie, die aus den Berechnungen kommt. Dann werden Messungen durchgeführt. Das sind die verschiedenfarbigen Punkte im Bild.

Und hetzt frage ich DIch: Wenn das Modell, das der Kurve zugrunde liegt dermaßen "blödsinnig und falsch" ist, wie kann es dann sein, dass unsere Messungen derart hervorragend zur Vorhersage passen, hm?

Du bist uns allen hier noch eine seriöse Quelle schuldig...

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Grüß Dich KoernerbrotBP!

Ich muss uteausmuenchen absolut Recht geben.

Aber ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, das Menschen die Fähigkeit haben, sich überzeugen zu lassen und ihre Meinung ändern können. Denn dann wäre da noch ein Sinn aus kreationistischen Fragen herauszuholen. Ich werde aber das Gefühl nicht los, das es trotzdem vergebliche Liebesmüh sein könnte. Etwas anderes würde mich sehr überraschen und natürlich aber auch freuen.

Trotzdem:

Von einem Schöpfer zu sprechen ist ganz sicher eine Spekulation. Diese Vorstellung ist aus der Wirklichkeit nicht ableitbar und daher entbehrt es jeglicher Glaubhaftigkeit.

Aber man kann schon folgendes sagen:

Es muss einen Grund geben das etwas ist und nicht nichts.

Nur was es ist, das entzieht sich unserer Kenntnis.

Es gibt aber noch Aussagen, die das ein wenig weiter erhellen. Dieser Grund wird als Urgrund (als allererster und letzte Grund) bezeichnet.

Er selbst könnte, für meine Begriffe, als eine Art Samenkorn betrachtet werden, aus dem sich das Sein entfaltet hat und es noch immer tut.

 Ich denke es ist erlaubt zu behaupten, dass offenbar aus dem
Urgrund heraus sich etwas entwickelt hat, das wir jetzt vorfinden. Er
könnte sogar als ein Nichts aufgefasst werden, weil es absolut keine
Beschreibung bzw. keine beweisbare Erkenntnis darüber gibt, was vor dem
Urknall war. Dabei ist es an dieser Stelle wichtig zu wissen, dass es
philosophisch unterschiedliche Interpretationen vom Nichts gibt und um
das zu begreifen, braucht es nicht ellenlanger Kenntnisse über Philosophie.

Vereinfacht gesagt reicht der Begriff Nichts von der Vorstellung
eines absoluten Nichts, was bedeutet, das aus Nichts auch nichts
entstehen kann, - also das Unmögliche, - bis hin zu dem Begriff Nichts,
das als Nichtsein aufgefasst wird und meint, das zwar ebenfalls nichts
ist, aber aus dem etwas werden kann, - also das Mögliche. Letz­teres ist
mir gedanklich am sympathischsten und erscheint mir am
wahrscheinlichsten, wenn wir über den Anfang des Seins philosophieren.

Denn es ist klar, es ist ja etwas und nicht nichts! Wäre es da nicht
erlaubt, diesem Nichts als Nichtsein ein schöpferisches Prinzip als
Trieb- oder Treibkraft hin zum Sein zuzuschreiben?
Und müsste diese Kraft im Urgrund nicht zumindest als Möglichkeit zur Entfaltung geruht haben und dann mit dem Urknall wirksam wurde? Damit stehe ich im Gegensatz zu der Auf­fassung mancher Physiker, die ein absolutes Nichts vor dem Urknall annehmen. Weniger als Nichtsein, einem Nichts, aus dem auch nichts werden kann? Das kann ich mir nicht denken. Wir beob­achten doch ein Werden, Sichent­wickeln, ein Sichwandeln und ein Vergehen auf
unserer Erde und im All. Wir sehen doch etwasund können es hören, schmecken, riechen und fühlen.

Flass Du mjedoch damit einen Zuspruch siehts für einen Schöpfer und für Intelligent Design, muss ich Dich enttäuschen.

Das ist aber noch nicht alles, was darüber zu sagen ist. Es ist nicht möglich eine befriegende Antwort hier mit diesen Möglichkeiten zu geben, denn sie wäre zu lang.

Lies in meinem Profil unter dem Link  'Meine Lebensphilosophie' nach.
Es ist ein Vortrag, den ich in Kassel hielt und mittlerweile
überarbeitet sprich aktualisiert worden ist. Er ist weder spekulativ
noch vernunftwidrig konzipiert. Auf jeden Fall bin ich fern jeglicher Gottesvorstellung, die eine Person oder ein Intelligent Design  oder den Kreationismus meint.

Vielleicht kann ja der Vortrag etwas in Dir bewegen.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Weil die Urknallteheorie die einzige Theorie ist, die die tatsächlich gemachten Beobachtungen erklären kann. Die biblische Schöpfungsgeschichte widerspricht dagegen den gemachten Beobachtungen und kann daher nicht stimmen.

Das alles aus Zufall entstanden sei, behaupten Glüubige ohne Ahnung von Naturwissenschaften. Die Naturwissenschaften geben durchaus Gründe an, warum und wie sich das Universum entwickelt hat.

Dass die Entstehung durch den Urknall den Naturgesetzen widersprechen würde, ist eine glatte Lüge. Die Urknallrtherie widerspricht keinem einzigen Naturgesetz. Das trifft auf den Schöpfungsbericht der Bibel zu, der jeder menge von Naturgesetzen widerspricht und daher auch definitv widerlegt wurde.

Warum sollte es wahrscheinlicher sein, dass eine Märchenfigur, die sich ungebildete Ziegenhirten vor rund 3500 Jahren ausgedacht haben in einem Schöpfungsakt, der sowohl vielen Naturgesetzen als auch konkreten Beobachtungen widerspricht, wahrscheinlicher sein, als eine Theorie, die tausendfach belegt wurde? Ich habe eher den Eindruck, du verstehst die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht und greifst deshalb zu einer Lösung, die von ebenfalls ungebildeten Ziegenhirten erfunden wurde und die auch der Dümmste verstehen kann, auch wenn sie mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat. 

KoernerbrotBP 01.07.2017, 17:17

Naturgesetze die gegen den Urknall sprechen:Die Summe aller Energie in einem geschlossenen System bleibt stets gleich. Sie wechselt nu die form:Materie wird energie;Energie wird Materie. Energie kann daher weder vernichtet werden noch aus dem Nichts entstehen. Einfacher ausgedrückt: "Von nichts kommt nichts"- auch kein Urknall.

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Hamburger02 01.07.2017, 17:38
@KoernerbrotBP

Und woher weißt du, dass zu Beginn Null Energie da war? Die Wissenschaft weiß jedenfalls nicht, was zum Zeitpunkt Null, der sogenannten Singularität, an Energie vorhanden war oder nicht.
Soweit, wie man heute bereits zurückrechnen kann, ist der 1. Hauptsatz jedenfalls nicht verletzt.

Und woher weißt du, dass zum Zeitpunkt Null schon alle Naturgesetze incl. des 1. HS gültig waren?

Und woher weißt du, dass das Universum ein geschlossenes System ist?

Da spricht aus dir wohl eher der Wunsch als Wissen. Die Alternative, die du vermutlich ins Spiel bringen möchtest, die biblische Schöpfungsgeschichte sagt auch nicht, woher die ganze Energie des Universums kommt, selbst darauf kannst du dich nicht berufen. Laut Bibel fängt Gott erst mit der Schöpfung an, nachdem Materie und Energie schon da waren, also einige Tausend Jahre nach dem Urknall. Für genau den Zeitraum sind aber soweit die wichtigsten Fragen bereits auf Basis der Naturgesetze geklärt.

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uteausmuenchen 01.07.2017, 22:45
@KoernerbrotBP

Naturgesetze die gegen den Urknall sprechen:Die Summe aller Energie in einem geschlossenen System bleibt stets gleich. 

Genau deshalb spricht dieses im Universum geltende Naturgesetz ja nicht gegen den Urknall: Im Moment des Urknalls ist das System nicht geschlossen, die Zeitinvarianz ist verletzt und damit der Energieerhaltungssatz (Noethertheorem).

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KoernerbrotBP,

du benutzt doch einen Computer, um deine Frage zu schreiben. Weißt du auch, was ein Computer ist?

Nein, ich will dir jetzt keinen Vortrag über die verbaute Mikroelektronik halten, aber um deinen Computer zu bauen müssen Effekte der Quantenmechanik berücksichtigt werden. Ohne solche Erkenntnisse könntest du höchstens mit einem Relais-Computer arbeiten, aber das wäre ein fabrikhallengroßes Monster, das ein eigenes Kraftwerk zur Versorgung benötigen würde. Bei jenem Monster müßtest du aber trotzdem die Lichtgeschwindigkeit berücksichtigen, denn es dauert nun mal ein Weilchen, bis ein Signal von einem Ende der Halle zum anderen käme.

Die Urknall-Theorie baut wesentlich auf Relativitätstheorien und Quantentheorie auf und vielleicht gelingt es über sie, vereinfacht ausgedrückt, beide genauso grundsätzlichen, wie gegensätzlichen Theorien zu vereinigen?

Wenn ich mich jetzt auf deine "Liebender-Gott-Theorie" einlasse, dann versuche doch mal irgendetwas mit der Bibel als Fachbuch zu konstruieren. Darin findest du Beschreibungen von Pflügen, Nägeln, Häusern und Waffen, aber nichts, mit dem du ein Auto oder ein Flugzeug bauen kannst.

Außerdem, warum eigentlich "Liebender Gott"?

Wenn man den Kreationismus für bare Münze nähme, dann ist das viel eher ein "Experimentierender Gott"! Der hätte vielleicht in einer gigantischen Petrischale einen Urknall erzeugt und würde das Ergebnis unter dem Mikroskop beobachten - ob er sein Experiment auch liebt ist eine ganz andere Frage.

Dieses ganze Geschwurfel führt aber zu nichts. Da halte ich mich lieber an die Devise: "Mag sein, oder nicht!" - aber um irgendetwas zu bewirken müssen wir uns um Erkenntnisse bemühen, die über unser bisheriges Wissen hinaus gehen. 

Und solche Erkenntnisse erreichen wir nicht, wenn wir uns zusammensetzen wie einige Mönche im Mittelalter und jahrzehntelang darüber diskutieren wieviele Engel wohl auf einer Nadelspitze Platz haben!

Wir müssen stattdessen suchen, experimentieren, über Modelle und Theorien nachdenken und das schließt auch solche ein, die sehr weit über die heutige (praktische) Welt hinausgehen. 

Wenn du das nicht verstehst und dich in die Mystik flüchtest, dann ist das deine Sache. Der bessere Ansatz wäre aber eine Frage, wie "Kann mir jemand erklären..."

Gruß

MarkusGenervt 01.07.2017, 21:08

Dass man das echt immer noch erklären muss … das krieg ich nicht klein … ( -_-)

Danke trotzdem, dass Du es gemacht hast! :))

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Wissenschaftler beobachten die Natur und versuchen, sie zu verstehen und zu beschreiben. Für unser beobachtbares Universum hat man inzwischen genug Daten gesammelt und Überlegungen angestellt, um seine Geschichte für die letzten 14 Milliarden Jahre in Formeln schlüssig zu beschreiben. Mit Zufall hat das nichts zu tun.

Das gängige Modell ist in sich stimmig und hat nur einen wunden Punkt: Es reicht nicht weiter zurück als zu dieser Zeit, in dem das Universum unvorstellbar klein war. Eine Planck-Zeit davor (ca. 10⁻⁴⁴s) ergeben die Formeln einfach keinen Sinn mehr. Physiker können also keine Aussagen über die Zeit davor (die sogenannte Plank-Ära) machen. Es ist nicht einmal sicher, ob es ein 'davor' überhaupt  gibt.

Der Begriff Urknall beschreibt nun publikumswirksam genau diesen hypothetischen Zeitpunkt. Er beschreibt nur den Übergang von "weiß nix" nach "winziges Universum" in unglaublich kurzer Zeit. Natürlich gab es damals keinen Knall und keine Explosion. Nicht mal ein leises Plopp!

Wie man sich das Universum in der Plank-Ära vorstellt und erklärt, bleibt frei der Phantasie überlassen. Aber für alles, was danach kommt, hat die Physik mittlerweile ziemlich gute Erklärungen parat, die ganz ohne göttliche Eingriffe auskommen.

Fazit: Wenn Du die hypothetische Geburt unseres Universums als Schöpfungsakt Gottes interpretierst, wird Dir kein Wissenschaftler ernsthaft widersprechen. Aber wenn Du glaubst, dass dieser Gott in den 14 Milliarden Jahren danach auf dieses Universum eingewirkt hat, solltest Du unbedingt darauf achten, dass dieses Wirken mit der Realität übereinstimmt. Sonst wird Dich kein Physiker ernst nehmen.

Das Problem ist nicht die Urknalltheorie, sondern DU persönlich, weil du dich beharrlich weigerst, dich weiter zu bilden und dir Wissen anzueignen.

Aber wenn man noch nie mit Physik zu tun hatte, ist es natürlich viel leichter Märchenbücher zu zitieren.

Und bevor du dich jetzt angegriffen fühlst, frag dich doch einfach bitte mal selbst, wann du das letzte mal ein Physikbuch von vorne bis hinten durch gelesen hast. Zum Beispiel das hier:

https://www.amazon.de/Physik-Lehr-%C3%9Cbungsbuch-Pearson-Studium/dp/3868940235/2

Ein "Mangel an Bildung" oder einfach nur "Unwissenheit" ist nichts, womit man sich hervor tun kann, bspw. wie die Leute, die immer gerne Dinge wie "Ach, ich kann ja gar kein Mathe ... hahaha" sagen. Vielleicht sollte man sich einfach mal auf den Hintern setzen und etwas lernen.

Im Übrigen ist die Urknalltheorie genau DAS, nämlich eine Theorie, die ausdrücklich auf "Erweiterbarkeit" ausgelegt, KEINEN Anspruch auf Vollständigkeit hat und möglicherweise falsifizierbar ist. Aber ich vermute, dass dir selbst die genaue Definition der Wörter "Theorie" oder "Modell" zu hoch ist, zumindest auf deinem jetzigen Wissensstand.

Die einzige Seite, die beharrlich behauptet zu 100% richtig zu liegen, ist hier nicht die Physik! Im Gegenteil, "Widerlegungen" sind ein wesentlicher Bestandteil in der Forschung.

Naja, egal. Mach was du willst. Aber bei Fragen wie der obigen habe ich immer das Gefühl, als ob Religiosität mit einem Mangel an logischem Verständnis korreliert. (ich bin mir sogar sicher, dass man das empirisch nachweisen kann) ><

Das oben verlinkte Physikbuch kannst du bei 10 Seiten täglich binnen weniger Monate durcharbieten. Jeden Tag ein bisschen. Und DANN bist du erst mal auf einem Niveau, auf dem man kommunizieren kann. Im Moment ist es so, als würde sich ein ein erfahrener Landwirt mit einem Kleinstkind über die chemische Bodenbeschaffenheit seines Ackers unterhalten ... das führt zu nichts.

Aber mir ist schon klar, dass du dich nicht überzeugen lassen willst, weil deine Frage ja sowieso nur der Provokation dienen sollte. Als ob es dir um eine sachliche Diskussion oder Erkenntnisgewinn gehen würde.

Und das ist auch einer der Hauptunterschiede zwischen Naturwissenschaftlern und fundamental religösen Menschen: Ein Wissenschaftler wird sich sehr leicht vom Gegenteil überzeugen lassen, sofern man ihm Beweise, Nachweise oder zumindest stichhaltige Indizien liefern kann.

Gibt es nicht so etwas wie "Nächstenliebe" und moralisch korrektes Verhalten in deiner Religion? Wieso provozierst du dann hier so sinnlos mit deiner Frage? Denkst du, dein Gott ist jetzt stolz auf dich?

Hättest du in der Zwischenzeit nicht lieber etwas "wirklich Gutes" tun können, zum Beispiel einer älteren Nachbarin den Müll raustragen helfen oder einfach mal ne viertel Stunde vor die Tür gehen, und den Müll auf der Straße einsammeln?

Aber das wäre ja mit tatsächlichem Aufwand verbunden, und ist nicht so einfach wie Stänkern im Internet, nicht wahr?

Also wenn ich dein Gott wäre, würde ich dir jetzt sofort ein paar Karma-Punkte abziehen. Du magst dir einreden, dass du religös bist; ein wirklich guter Mensch wirst du deshalb aber nicht automatisch!

Wirklich, du kannst stolz auf deine Unwissenheit sein! Was für eine Leistung! Mannomann ...

ralphdieter 01.07.2017, 14:05

Warum bist Du so aggressiv? Möglicherweise prügelst Du hier auf den falschen ein. Aus Körnerbrots anderen Fragen schließe ich, dass er/sie eine extrem religiöse Erziehung erlitt und nun anfängt, Dinge zu hinterfragen.

Du kannst nicht wirklich erwarten, dass jeder einen Doktor in Astrophysik machen muss, um die Welt um ihn herum zu verstehen.

Und besonders beim Urknall oder Big Bang sollte man eher auf die eindreschen, die diesen Begriff erfunden haben. Expansionstheorie würde es besser treffen und wäre weniger missverständlich.

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MarkusGenervt 01.07.2017, 21:02
@ralphdieter

Sorry, aber das war nicht mal im Ansatz aggressiv. Es tut nur den religiösen Fundamentalisten weh, weil es an ihrer Scheinheiligkeit kratzt.

Wenn der FS sich da raus lösen will, dann kann er das auch ganz einfach machen ohne die Wissenschaften mit haltlosen Behauptungen zu kritisieren. Das ist eher ein untermauern von Aberglaube und Unwissenheit.

Glaubens-Konflikte löst man mit Sinn und Philosophie, aber sicher nicht mit Wissenschaft. Das ist totaler Unsinn.

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ralphdieter 02.07.2017, 13:14
@MarkusGenervt

Sorry, aber das war nicht mal im Ansatz aggressiv.

Für GF-Verhältnisse war es zwar harmlos, aber von TeeTier bin ich ein ganz anderes Niveau gewohnt.

Wenn der FS sich da raus lösen will,

Will er ja gar nicht! Er versucht, sein eigenes Weltbild irgendwie zu untermauern. Für mich ist das ein Zeichen, dass da etwas bröckelt. Und wenn das eigene Weltbild einstürzt, tut das ganz schön weh. Da muss man nicht noch tief in den Wunden bohren.

Ich denke, dem FS wäre mehr geholfen, wenn er lernt, dass dies kein Weltuntergang, sondern ein ganz normaler Reifeprozess ist. Dazu muss er die Urknalltheorie nicht im Detail verstehen. Viel interessanter ist ihre Entstehungsgeschichte: Immer wenn eine physikalische Beobachtung die gängige Theorie umwarf, haben Physiker eine neue Theorie entwickelt, die die Welt besser erklärt. So wurde aus der Erdscheibe die Urknalltheorie, und auch die hat schon einige Modifikationen und Erweiterungen erlebt.

Dieser Reifeprozess ist in Religionen nicht oder nur rudimentär vorhanden. So ist es nicht verwunderlich, wenn ein religiös erzogener Mensch eine physikalische Theorie als Dogma auffasst und dann als unbrauchbar ablehnt.

Da hilft es nicht, ihn zu nötigen, die Theorie im Detail zu verstehen. Zuerst muss er mühsam lernen, dass Hinterfragen keine Sünde ist und Antworten naturgemäß unvollständig sind. Und dass der Himmel nicht einstürzt, wenn man dazulernt.

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ThomasJNewton 01.07.2017, 23:09

Lass mich wetten, die Bibel hat er auch nicht gelesen, er stöbert halt nur, bis er was "passendes" gefunden hat.

Generation Youtube halt, wissend wie Bohnenstroh.

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Sorry, aber Gott und Wahrscheinlichkeit: Da musst Du Dich schon entscheiden. Beides zusammen ergibt keinen Sinn.

Sinn macht: "Ich glaube, dass uns (ein liebender) Gott geschaffen und alles geplant hat."

Sinn macht auch: "Ich glaube, dass alles aus Zufall entstanden ist."

Es machen auch beide Sätze nebeneinander Sinn. Wenn man sich nämlich klar macht, in welchem Zusammenhang jeder der Sätze Sinn ergibt und in welchem Zusammenhang nicht.

Aber jede dieser Aussagen mit einer Wahrscheinlichkeit zu versehen und diese dann auch noch zu vergleichen, das ergibt keinerlei Sinn.

Auf einer wissenschaftlichen Ebene kann man nicht mit Gott argumentieren. Was sollte das für ein Gott sein, über den man wissenschaftlich Aussagen machen könnte? Dann müsste man Gott analysieren und zerlegen und zusammen setzen können. Was sollte das für ein Gott sein?

Wenn man auf einer wissenschaftlichen Ebene nicht mit Gott argumentieren kann, dann bleibt eigentlich nur noch der Zufall. Und wenn man in diesen langen Zeiträumen denken muss, dann kann man damit sogar sehr gute Theorien entwickeln.

Über Gott kann man nur auf einer tranzendenten Ebene reden. Die ist für die Naturwissenschaft nicht zugänglich. Es gibt dort auch keine Beweise.

Bei vielen Ereignissen, die auf der naturwissenschaftlich Seite zufällig sind, kann man auf der transzendenten Ebene sinnvoll von Fügung sprechen. Aber nie so, dass man dies beweisen könnte. Es kann allenfalls eine gläubige Interpretation sein. Aber was heißt: "eigentlich"?

Glaube fröhlich an Gott - und versuche, die Evolutionstheorie möglichst gut zu verstehen.

Hallo! Urknall ist die derzeit wahrscheinlichste Erklärung für die Entstehung des Universums. Gott kann es dennoch geben, das ist kein Widerspruch

Sogar Deutschlands führender Wissenschaftler - Harald Lesch bekannt aus dem  T V  glaubt an Urknall und Gott.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Hallo KoernerbrotBP,

die Urknalltheorie ist deshalb so beliebt, weil sie derzeit die einzig plausible Erklärung ist, für das was wir beobachten.

Die Bibel ist auch nicht die einzige Quelle, um die Schöpfung zu erklären. Schau mal hier ein alter indischer Text:

1. Weder Nichtsein noch Sein war damals; nicht war der Luftraum noch der Himmel darüber. Was strich hin und her? Wo? In wessen Obhut? Was war das unergründliche tiefe Wasser?

2. Weder Tod noch Unsterblichkeit war damals; nicht gab es ein Anzeichen von Tag und Nacht. Es atmete nach seinem Eigengesetz ohne Windzug dieses Eine. Irgend ein anderes als dieses war weiter nicht vorhanden.

3. Im Anfang war Finsternis in Finsternis versteckt; all dieses war unkenntliche Flut. Das Lebenskräftige, das von der Leere eingeschlossen war, das Eine wurde durch die Macht seines heißen Dranges geboren.

4. Über dieses kam am Anfang das Liebesverlangen, was des Denkens erster Same war. - Im Herzen forschend machten die Weisen durch Nachdenken das Band des Seins im Nichtsein ausfindig.

5. Quer hindurch ward ihre Richtschnur gespannt. Gab es denn ein Unten, gab es denn ein Oben? Es waren Besamer, es waren Ausdehnungskräfte da. Unterhalb war der Trieb, oberhalb die Gewährung.

6. Wer weiß es gewiß, wer kann es verkünden, woher sie entstanden, woher diese Schöpfung kam? Die Götter kamen erst nachher durch die Schöpfung dieser Welt. Wer weiß es denn, woraus sie sich entwickelt hat?

7. Woraus diese Schöpfung sich entwickelt hat, ob er sie gemacht hat oder nicht - der der Aufseher dieser Welt im höchsten Himmel ist, der allein weiß es, es sei denn, daß auch er es nicht weiß.

Der Rig-Veda, , Bd. 3, Geldner, Karl Friedrich (Übers),HARVARD ORIENT SERIES, London 1951, S. 359ff.

Sympathisch finde ich, dass der Schreiber alles offen lässt. 

Wenn Du willst, kannst Du also erkennen, dass es auch noch andere Schöpfungsgeschichten als die der Bibel gibt. Jedes Kulturvolk hat sich mit der Herkunft der Dinge beschäftigt und sie haben ziemlich unterschiedliche "Erkenntnisse" gewonnen. Und jetzt zeigt uns die Wissenschaft, wie es wohl wirklich gewesen ist. Und das ist noch viel erstaunlicher als alle Schöpfungsgeschichten, die sich die Menschen bisher ausgedacht haben.

Ist das nicht erstaunlich?

"Die Götter kamen erst nachher durch die Schöpfung dieser Welt."

Viele Grüße
Klaus

Für mich ist es eine absurde Theorie das alle aus Zufall entstanden ist

Was eindeutig demonstriert dass du sie nicht verstanden hast. Offensichtlicher hättest du das nur machen können indem du in der Überschrift geschrieben hättest: "Ich hab keinen Plan vom Urknall."

Kein seriöser Wissenschaftler hat je behauptet irgendetwas sei aus Zufall entstanden. Alles war eine logische Folge aus den vorhergehenden Zuständen.

Zusätzlich spricht die Entstehung durch den Urknall gegen die Naturgesetze. 

Und ein ausseridrischer kosmischer Zauberer der sich über eben diese Gesetze erheben soll, ist regelkonformer? Macht nicht gerade viel Sinn.

Gegen welche Naturgesetze soll denn der Urknall deiner Meinung nach verstoßen?

Da ist es doch schon Wahrscheinlicher dass uns ein liebender Gott geschaffen hat und alles geplant hat.

Wenn man sich ansieht wie viele Aussagen der "heiligen" Schriften bereits wissenschaftlich widerlegt werden konnten und dass der Gott in keinster Weise als "liebend" beschrieben wird, in eben diesen "heiligen" Schriften, sondern als sexistischer, rassistischer, psychopathischer Massenmörder der nach Menschenopfern verlangt, macht das ganze weitaus weniger Sinn, findest du nicht?

 - (Religion, Kreationismus)
Klippdachs 30.06.2017, 22:29

Du kritisierst, dass der Fragesteller die Urknalltheorie  nicht verstanden hat und ihn infrage stellt, und zeigst gleichzeitig, dass du die Bibel nicht verstanden hast, aber sie infrage stellst. wo ist der Unterschied?

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Klippdachs 30.06.2017, 22:30
@Andrastor

Gott in keinster Weise als "liebend" beschrieben wird, in eben diesen "heiligen" Schriften, sondern als sexistischer, rassistischer, psychopathischer Massenmörder der nach Menschenopfern verlangt, 

Entschuldige, aber du hast vielleicht mal reingeschaut, aber verstanden hast du gar nichts davon.

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Patrickson 30.06.2017, 23:02
@Andrastor

Andrastor, ich kann deine Begründung sehr gut nachvollziehen. Allerdings bist du dir sicherlich sehr wohl bewusst, dass dein Verständnis der Bibel eine Interpretation derselben ist, genauso wie mein Verständnis der Bibel ebenfalls. Ich bin zu anderen Schlussfolgerungen gekommen. Es kommt immer darauf an, was man finden will. 

1
MarkusGenervt 30.06.2017, 22:30

Du bist ja wirklich lustig. xD

Am Anfang erkennst Du folgerichtig, dass der FS sich kein Stück mit Wissenschaft, bzw. Astrophysik beschäftigt hat und nur Vorurteile besitzt, doch dann drehst Du den Spieß einfach um und beweist, dass Du in puncto Glaube kein Fachwissen und auch nur Vorurteile besitzt.

Eigentlich ist es mir – heute gerade – egal, ob Du an Gott glaubst, aber Du solltest mal wenigstens die Bibel lesen – aber ganz –, um Dir selbst mal ein besseres Bild über Gott zu machen. Aber Religion hast Du schon ganz gut verstanden. Kleiner Tipp: Das ist nicht dasselbe.

Ich mag übrigens den Spruch von Deinem Bild. Der ist schön fies. (≖ᴗ≖)

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Andrastor 01.07.2017, 01:50
@MarkusGenervt

Entschuldige, aber du hast vielleicht mal reingeschaut, aber verstanden hast du gar nichts davon.

Ich habe sie durchgelesen, du auch? Gott tötet mehrmals die gesamte Menschheit, inklusive Ungeborener und Kleinkinder, bevorzugt ganz klar eine Minderheit gegenüber der Mehrheit, verlangt Mord, Völkermord und Vergewaltigung, gibt Anweisungen zum Sklavenhandel und selbst im Neuen Testament kommen Rassismus und Intoleranz gegenüber anderen Religionen vor.

Einfach mal lesen!

Ich bin zu anderen Schlussfolgerungen gekommen

Dann haben wir entweder nicht dasselbe Buch gelesen oder du hast die Stellen die deinen Glauben gefährden können einfach ignoriert, wie die meisten Gläubigen das tun.

dass Du in puncto Glaube kein Fachwissen und auch nur Vorurteile besitzt.

Was du genau woran erkennst? Ach ja, gar nicht, du behauptest lediglich, ein typisches Argumentum ad hominem.

aber Du solltest mal wenigstens die Bibel lesen – aber ganz –, um Dir selbst mal ein besseres Bild über Gott zu machen

Kann ich nur so an dich zurückgeben, eine solche Orgie an Gewalt und Unmenschlichkeit hat nicht einmal die Feder von G.R.R. Martin hervorgebracht.

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MarkusGenervt 01.07.2017, 04:34
@Andrastor

Es kommt immer darauf an, was man finden will.

Das ist der Schlüssel zum Verständnis.

Gott tötet mehrmals die gesamte Menschheit,

Mehrmals? Interessant. Es reicht, wenn Du die Kapitel nennen könntest.

inklusive Ungeborener und Kleinkinder

Ach so, sollte Gott diese Ungeborenen aus ihrer Mutter Schoß reißen und die Kleinkinder ihrer Mutter Arm? Oder sollen diese Kinder erst von ihren verdorbenen Eltern die Verdorbenheit erlernen, damit diese dann immer und immer wieder vernichtet werden muss?

Wer ist jetzt hier grausam?

bevorzugt ganz klar eine Minderheit gegenüber der Mehrheit

Also tut die Mehrheit IMMER das richtige?

Die Mehrheit, die damals bei der Sintflut ausgelöscht wurde hatte vergewaltigt, Inzest und Sodomie betrieben, sie hatten jede nur erdenkliche Abartigkeit begangen und jedes Wort der Vernunft wurde mit Füßen getreten.

DAS soll Deiner Meinung nach also überleben?

Man, mir wird gerade ein bisschen schlecht.

verlangt Mord, Völkermord und Vergewaltigung

Vergewaltigung? Nochmal, es reicht das Kapitel.

gibt Anweisungen zum Sklavenhandel

Ich weiß ja nicht, ob Du im Geschichts- oder Latein-Unterricht gepennt hast, aber Sklaverei war damals das ganz normale Angestelltenverhältnis. Nur heute heißt es eben anders. Ohne diese Anweisungen müsstest Du  wohl heute immer noch Deine Frau mit Deinem Domus teilen, etc. pp.

und selbst im Neuen Testament kommen Rassismus und Intoleranz gegenüber anderen Religionen vor.

Was??? Also keine Ahnung was Du gelesen hast, aber es war sicher nicht die Bibel!

Nochmal:

Es kommt immer darauf an, was man finden will.

Du willst nur Hass und Gewalt finden, weil es Deine Welt bestimmt. Ein offener Mensch liest wir Jesus davon spricht zu vergeben und zu lieben und dass es Hoffnung für alle gibt, die dem Wort Gottes folgen, aber nicht, weil es Befehle sind, sonder ein weiser Rat, der das Leben von uns allen zu Frieden und Wohlstand trägt. Sich nicht daran zu halten bedeutet lediglich, sich selbst das Leben schwer zu machen – so wie Du.

Was du genau woran erkennst? Ach ja, gar nicht, du behauptest lediglich, ein typisches Argumentum ad hominem.

??? Weißt Du eigentlich, was "argumentum ad hominem" bedeutet? Ich nehme mal an, das war einfach ein Versehen.

Ich erkenne es daran, dass Du von Gott aber auch so absolut gar nichts verstanden hast und es nur an den Religionen ausmachst, denn diese sind genau so brutal, wie Du es hier auf Gott beziehst. Menschen sind einfältig, dumm und überheblich und ohne die Worte Gottes dazu verdammt, immer wieder dieselben alten Fehler zu begehen.

Diese Religionsanhänger haben auch nichts von Gott verstanden. Und die Meisten derer, die wenigstens diesen Umstand erkannt haben, können immer noch nicht erkennen, dass es der Mensch ist, der diesen Irrsinn begeht und daraus dann auf Gott schließt und – Achtung,  jetzt kommt's! – Atheisten werden, weil sie sauer auf Gott sind, welchen sie nicht mal im Ansatz verstehen wollen.

http://www.reactiongifs.com/wp-content/uploads/2013/10/mind-blown.gif


Ach, Sch3iße! Warum mach ich mir die Mühe? Das interessiert Dir doch sowieso einen feuchten Dreck. Du wirst weiterhin sauer auf Gott sein und die Welt nicht verstehen und ich … ich hör jetzt auf Perlen vor die Säue zu werfen und werde glücklich.

Tschaui!

1
Andrastor 01.07.2017, 12:47
@MarkusGenervt

Mehrmals? Interessant. Es reicht, wenn Du die Kapitel nennen könntest.

Sorry, hab mich verschrieben, errare humanum est. Er tötet ein Mal die gesamte Menschheit und befürwortet mehrmals Inzest, so sollte der Satz heißen. Hab das offensichtlich vermischt.

Die gesamte Menschheit tötet er in dem Noah-Kapitel, wo er auch Inzest befürwortet, dann in Sodom und Gomorrah überleben lediglich 3 Menschen, ein Vater und seine 2 Töchter, die ebenfalls Inzest betreiben, Adam und Eva betreiben Inzest, beim Auszug aus Ägypten tötet Gott eine Vielzahl an Ägyptern zugunsten der kleinen Gruppe "Auswerwählter" etc.etc.

Wer ist jetzt hier grausam?

Gott.

Als allmächtiges, allwissendes Wesen hätte er durchaus bessere Möglichkeiten gehabt als Unschuldige zu töten, findest du nicht auch?

Also tut die Mehrheit IMMER das richtige?

Hab ich nie behauptet, aber diese Minderheit tut genauso Falsches und wird trotzdem immer bevorzugt behandelt.

DAS soll Deiner Meinung nach also überleben?

Wie gesagt, ein allmächtiges, allwissendes Wesen hätte bessere Möglichkeiten gehabt als Genozid.

Vergewaltigung? Nochmal, es reicht das Kapitel.

Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden

Jesaja 13,16

Warum habt
ihr alle Frauen leben lassen? (...) So tötet nun alles, was männlich ist
unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben

4. Mose 31,15-18

um nur ein paar zu nennen.

aber Sklaverei war damals das ganz normale Angestelltenverhältnis.

Nicht wirklich, nein. Es gab freie Arbeiter und Sklaven mit gravierenden Unterschieden in Bezug auf Behandlung und Rechten.

Und glaubst du nicht auch ein allwissender, allmächtiger und allgütiger Gott hätte sich gegen diese Zustände ausgesprochen wenn er dagegen gewesen wäre?

Wie oft liest man in der Bibel dass der Status Quo durch Gott und seine Propheten in Frage gestellt wird, aber dieses Detail wird niemals angesprochen.

Fazit: Sklaverei ist gottgewollt.

Also keine Ahnung was Du gelesen hast, aber es war sicher nicht die Bibel!

Matthäus 15, 23-24

Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten
ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreit uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel.

In der Stelle bittet ihn eine Frau ihre kranke Tochter zu heilen und er verweigert ihr die Hilfe mit diesem Satz. Später gewährt er ihr die Hilfe doch, aber erst nachdem sie sich vor ihm und allen Anwesenden erniedrigt und sich mit einem Hund vergleicht.

Steht so in der Bibel, einfach nachlesen. Rassismus.

Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, danngeht weg und schüttet den Staub von euren Füßen. Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom undGomorra wird es am Tage des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

Matthäus 10,14

Unmissverständlich. Wer seine Religion nicht aufgeben will, wird vernichtet. Religionsfeindlichkeit.

Ich empfehle dir dringend mal das Buch dass du hier zu verteidigen versuchst zu lesen!

Ach, Sch3iße! Warum mach ich mir die Mühe?

Das ist also das Ergebnis wenn du dir Mühe gibst? So schwach und nichtssagend, voller Unwissenheit und haltloser Behauptungen wie dein Beitrag ist, möchte ich nicht erst einen Beitrag von dir sehen wenn du dir keine Mühe gibst.

Mein Rat bleibt: Lies erst einmal die Bibel bevor du sie verteidigen willst, dann machst du dich weniger lächerlich.

3

Als Edwin Hubble Anfang 1929 Jahre nachwies das sich ferne Galaxien von uns entfernen (undzwar je weiter weg, desto schneller) war klar, dass das Universum nicht statisch ist und auch die Milchstraße nicht die einzige Galaxie ist, wie man es bis dato glaubte.  1964 wurde dann erstmal die kosmische Hintergrundstrahlung nachgewiesen und diese gilt als indirekter Nachweis des Urknalls, da sie quasi ein Echo davon ist. Natürlich bleibt der Urknall weiter eine Theorie, denn einen direkten sichtbaren Nachweis gibt es nicht und kann es auch aus physikalischen Gründen nicht geben. Das sind nat. auch rein wissenschaftliche Aspekte ohne religiöse Zugabe. Einen Gott schließt das aber trotzdem nicht aus, aber die Physik muss erstmal auf wissenschaftliche Fakten stützen.

Zusätzlich spricht die Entstehung durch den Urknall gegen die Naturgesetze

Nein, ganz im Gegenteil: Der Urknall ist derzeit die einzige Theorie zur Entstehung des Universums, die den bekannten Naturgesetzen entspricht.

Die Urknalltheorie ist deswegen so weit verbreitet, weil es keine andere Theorie der Entstehung unseres Universums gibt, die ähnlich plausibel erscheint.

erinnert mich irgendwie an das hier (bloß letztes panel durch deine frage ersetzen): http://smbc-comics.com/comic/the-resurrection

du hast ganz offensichtlich nicht die leiseste ahnung was die aussagen der urknalltheorie sind und hast außer dem namen noch nichts davon gelernt.

das ist keine schande, es muss nicht jeder alles wissen, aber wenn man keine ahnung hat solte man entweder die grundlagen lernen (ist ja keine geheimwissenschaft, es gibt bücher) oder es halt bleiben lassen wenn es einen nicht interessiert.

aber ohne zumindest gurndlagenkentnisse der materie erstmal sagen dass man alles blöd findet, ...... naja, eher schwache leistung.

für eine erklärende antwort siehe uteausmuenchen.

Okay, unerklärlich das Ganze. Ich würde daraus trotzdem umgekehrt schließen und sagen: Da ist es doch schon Wahrscheinlicher dass es einen Urknall gab und nichts geplant ist, als das es einen liebenden (!) Gott gab, der alles geschaffen hat.

Mich irritiert das mit dem liebenden Gott extrem. Was bringt dich zu der Verwendung dieses Adjektivs?

Die beiden Alternativen - Urknall oder liebender!  Gott - sind so nicht nachvollziehbar. Wie kommst du darauf ?
Es ist sogar eher denkbar, daß  "Urknall" und schöpferischer Gott (Sein aus dem Nichts plötzlich ! schaffen) sein könnten, wenn man den Urknall forciert.
Letzteres ist aber nur eine Theorie, welche als   "wissenschaftlich" hinterfragbar ist und dort abbricht, wo es erst wirklich interessant wird zu wissen, und dafür einfach postuliert !
Wie dem auch sei - wenn du an Gott glaubst, kannst du auch an den Urknall glauben. Warum das in dem Zusammenhang ein "liebender" Gott sein muß verstehe ich nicht.

claushilbig 02.07.2017, 00:40

Es ist sogar eher denkbar, daß  "Urknall" und schöpferischer Gott (Sein aus dem Nichts plötzlich ! schaffen) sein könnten, wenn man den Urknall forciert.

Das trifft ungefähr das, was Papst Pius XII. sagte, als die Päpstliche Akademie der Wissenschaften im November 1951 die Urknalltheorie anerkannte - Georges Lemaître, der Begründer der Theorie und seines Zeichens auch katholischer Theologe, war damit allerdings nicht so ganz einverstanden ... 

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Viktor1 02.07.2017, 14:23
@claushilbig
Georges Lemaître,.. war damit allerdings nicht
so ganz einverstanden

Ich auch nicht - aber wohl aus andern Überlegungen als Lemaître

Interessant ist, daß erst dieser Theologe ! Einstein von der Urknalltheorie überzeugte. Einstein hielt lange nichts davon.
Das sollten jene Urknallgläubigen sich mal verinnerlichen, welche immer laut verkünden, daß auch die SRT diese Theorie stützen würde.

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Selbst wenn man die Möglichkeit, dass uns ein Gott geschaffen hat, nicht ausschliesst: dass es ein liebender Gott war, ist ganz und gar ausgeschlossen.

Und man muss nicht entweder an die Urknalltheorie oder an Gott glauben. Man kann auch glauben, dass man nicht alles weiß. Es gab schon Atheisten, als von der Urknalltheorie noch keine Rede war.

Danke für diese Frage: Ich teile deine Ansicht. 

Robert Jastrow, ehemailger Leiter des „U.S. Institute for Space Studies“, der sich selbst als Agnostiker bezeichnet, ist überzeugt, dass die Existenz Gottes vom wissenschaftlichen Standpunkt heute viel glaubwürdiger sei als früher. 

In seinem Vortrag „Gott und die Astronomen“ erklärte Jastrow, die Astronomen hätten immer mehr Umstandsbeweise für die Existenz Gottes entdeckt. 

Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass das Universum zu einer bestimmten Zeit begonnen, also „im jüdisch-christlichen Sinne einen Anfang“ gehabt habe. Jastrow findet es angesichts dessen betrüblich, dass die meisten Wissenschaftler nicht einmal die Möglichkeit einräumen, dass Gott das Universum erschaffen hat. 

Warum? 

In den meisten Fällen geschehe es aus Überheblichkeit. „Die Wissenschaft kann den Gedanken nicht ertragen, dass es ein bedeutendes Naturphänomen gibt, das sie, selbst wenn man ihr unbegrenzte Zeit und unbeschränkte Geldmittel einräumt nicht zu erklären hoffen kann.“ 

Weiter sagte er: „Unsere Kollegen bagatellisieren gern die ganze Angelegenheit [vom Beginn des Universums], indem sie vom Urknall sprechen, als ginge es um Feuerwerkskörper.“

Und der ehemalige Direktor des Goddard Institute for Space Studies, das der NASA untersteht, gab zu, dass jene Feststellung „die Wissenschaftler stört, weil sie sich nicht mit der wissenschaftlichen Religion vereinbaren lässt — der Religion von Ursache und Wirkung, dem Glauben, dass jede Wirkung eine Ursache hat. Jetzt stellen wir fest, dass die größte Wirkung überhaupt, die Geburt des Universums, diesen Glaubensartikel verletzt. . . . die interessanteste von allen Fragen ist, was vor dem Urknall war.“

Gottes Wort, die Bibel, zeigt, dass der Mensch mit dem Auge des Verstandes durch die gemachten Dinge Gottes Existenz und seine unsichtbaren Eigenschaften erkennen kann. Es bezeichnet diejenigen, die das Dasein des Schöpfers dennoch leugnen, als „hohlköpfig in ihren Überlegungen“ (Röm. 1:19-21). 

Kondortraum 30.06.2017, 22:37

Danke, Klippdachs, für diese wertvollen Anregungen

2
Patrickson 30.06.2017, 23:21
@Kondortraum

Ok.. Soweit so gut... Allerdings steht im röm 1.19-21 nicht der Begriff hohlköpfig! Und ob Wissenschaftler welche Gott anzweifeln überheblich sind, zweifle ich wiederum an. Wieso denn gleich beleidigend werden? Nur weil die anderen so sind? Ist nicht nötig! 

1
nachdenklich30 30.06.2017, 23:20

Das wirklich Interessante an Beiträgen wie Deinem ist, dass die AutorInnen und Autoren nicht erkennen, wie gotteslästerlich es ist, aus dem lebendigen Gott ein Naturphänomen zu machen.

2
nax11 01.07.2017, 10:53

Die Wissenschaft kann den Gedanken nicht ertragen, dass es ein bedeutendes Naturphänomen gibt, das sie, selbst wenn man ihr unbegrenzte Zeit und unbeschränkte Geldmittel einräumt nicht zu erklären hoffen kann

Das siehst du falsch!

Die Wissenschaft befaßt sich durchaus mit Dingen, die vor dem Urknall waren, aber eben nur rein hypothetisch (naturphilosophisch), denn Beobachtungsdaten sind uns nicht zugänglich.

Wissenschaft läßt sich nämlich nicht so betreiben, daß man die Bibel oder den Koran aufschlägt und dort nachliest. Man benötigt Beobachtungsdaten, Modelle, Hypothesen, die sich zu einer konsistenten (und falsifizierbaren) Theorie verknüpfen lassen.

Die wissenschaftliche Sicht ist im Grunde eine agnostische, nicht atheistisch: "Kann sein, kann auch sein daß nicht! Kann ich nicht beobachten, ist also uninteressant!"

Wenn du behauptest, das Universum wurde von Gott erschaffen, dann ist das nicht falsifizierbar. Das darfst du gerne glauben, hat aber in der Wissenschaft nichts verloren.

3
claushilbig 02.07.2017, 00:34

Die Wissenschaft kann den Gedanken nicht ertragen, dass es ein bedeutendes Naturphänomen gibt, das sie, selbst wenn man ihr unbegrenzte Zeit und unbeschränkte Geldmittel einräumt nicht zu erklären hoffen kann.

  1. Das interessiert die Wissenschaft überhaupt nicht
  2. Wenn "Gott" ein Naturphänomen wäre, gäbe es keinen "Gott" - Göttlichkeit zeichnet sich m. E. gerade dadurch aus, außerhalb des wissenschaftlich erkennbaren zu stehen
1

Jedem seine Überzeugung, nicht wahr? Glaub Du an Deinen Gott - ich glaube nur an das, an das ICH glauben will! Das muss auch nicht zwangsweise der Urknall sein! Da bin ich total offen für alles! Warum auch nicht!

Der Zufall ist selbstverständlich nicht verantwortlich für die Entstehung des Universums, sondern eine höhere Intelligenz:

"Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde." (1. Mose 1:1)

Warum hat die Evolutionstheorie trotzdem solch einen Aufschwung genommen?

Das liegt an Menschen, die versucht haben, die Welt ohne einen Schöpfer zu erklären. Atheistische Wissenschaftler haben ihre Denkweise mit eingebracht und entsprechende Thesen vorgestellt. Dabei ist man vor Fälschungen nicht zurückgeschreckt und hat abenteuerliche Ideen zu Tatsachen erklärt.

Immer mehr wissenschaftsgläubige Menschen übernehmen diese Theorie ungeprüft. Sie freuen sich, dass sie einem höheren Wesen gegenüber moralisch nicht mehr verantwortlich sein müssen. 

Schwindende Religiösität ist ein Indiz dafür. Daran Schuld sind auch Religionen, die unbiblische Lehren eingeführt und sich selbst nicht an das Wort Gottes gehalten haben.

Hinzu kommt der Einfluss Satans, der in der Bibel vorausgesagt wurde:

"Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben," (1. Tim. 4:1)

ralphdieter 02.07.2017, 10:32

Sie freuen sich, dass sie einem höheren Wesen gegenüber moralisch nicht mehr verantwortlich sein müssen.

Kein Grund zur Freude ist es, wenn man nach der Abkehr von Gott erkennt, dass man selbst seinen Mitmenschen gegenüber verantwortlich ist; dass da niemand ist, der einem vergibt und verzeiht.

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