Warum ist die SPD so ''unbeliebt'' geworden?

12 Antworten

Hartz 4, Sanktionen, Mehrwertsteuererhöhung, Rente mit 67 und schön reden dieser Maßnahmen. Dazu kommt dann die Abwanderer der SPD als Rassisten und Nazis zu beschimpfen. Sich immer auf die Seite der Presse zu stellen, wenn die Mist gebaut hat. Kein Bestreben den Sozialstaat zu reformieren und damit zu verbessern.

Weiterhin schlechte Schulen, unfaires Gesundheitssystem, schlechtes Rentensystem, zusätzliche Ausgaben durch Asylsuchende, Prestige- und Katastrophenprojekte (Berliner Flughafen), Überüberbürokratie gerade für Kleine und Mittelständische Firmen, gefakte Statistiken, schönreden der Situation in Deutschland, Aufstellen eines Kanzlerkandidaten, der viel zu wenig sich von Inhalten distanziert für die die Kanzlerin steht, Pflegesystem immer noch nicht zukunftsfähig, kaum Zukunftsprojekte (Digitalisierung, Forschung...), Waffengeschäfte mit den meisten Unrechtssystem der Welt, Weigerung die Ursachen für Flüchtlingsströme zu sehen (da wäre Krieg ein gutes Beispiel, aber auch eine unfaire Ernährungspolitik auf der Welt). Und es gibt bestimmt noch viele andere Gründe. Es liegt wohl eher nicht daran, dass die SPD so toll ist.

Danke für die ausführliche Antwort! Genausowas habe ich gesucht.. mal aus Neugier- ist die FDP da besser? Es gibt bei der nämlich auch viel Negatives.. Stichwort Studienebühren und Abschaffung des Mindestlohns..aber dafür mehr Aussichten auf Die Zukunft, konkrete Pläne, Einwanderungspolitik, Steuergerechtigkeit.. wie gerne ich zur FDP stehen würde, wäre da nicht dieses Klientelimage und die Studiengebühren...

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@loewenherz17

Ich empfehle dir mal zwei Videos: Vielleicht helfen die dir weiter:

Das eine Video heißt "Die Schlechten Veganen Youtuber" von dem Youtuber Rohvegan am Limit - du wirst feststellen, dass es da nicht um Ernährung in dem Video geht XD

Und das zweite Video heißt: nachdenKEn über: Alles Rechtsruck oder was?

denke nach dem zweiten Video wirst du ganz anders über Politik denken als jemals zuvor.

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Meine Sicht der Dinge ist die, dass es schon in der großen Koalition der 60er Jahre so war, dass der Juniorpartner an Stimmen verloren hat. Ein Unterschied zwischen CDU und SPD ist nicht mehr deutlich erkennbar. Beide Parteien haben an Profilschärfe verloren. Und im Wahlkampf dann den anderen Partner zu attackieren ist sehr schwierig, weil man selbst an der Regierung beteiligt war. Und wenn es dann eh egal ist, ob man CDU oder SPD wählt, dann bekommt der Stärkere die Stimmen.

Ich glaube auch, dass die Wurzeln der SPD etwas verloren gegangen sind? Man weiß nichtmehr, wo sie genau steht und sie sind mehr eine ''Rednerpartei'' als eine ''Könnerpartei''..

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Das kam so, weil die SPD seit Gerhard Schröder nicht mehr die SPD ist, die sie mal war & das, was sie als "Sozialdemokratie" verkauft, in der Regel nicht halb so sozial ist, wie es sein sollte bzw. wie sich frühere SPD-Wähler oder besser gesagt die Gesellschaft es wünschen würden.

Außerdem fehlen ihr aktuell profilstarke Köpfe und Charaktere mit überzeugenden Ideen. Schulz fand ich persönlich recht gut, aber dass auch er den Karren nicht aus dem Dreck ziehen konnte halte ich für beispielhaft: Das sollte zeigen, was Schröders Regierung mit ihren Nachwirkungen (größter Sozialabbau, der ausgerechnet von der "sozialen" SPD kam in Verbindung mit hoher Steigerung durch Lebenshaltungskosten) verursacht und der SPD an Schaden zugefügt hat.

Ich denke nicht, dass sich die SPD jemals wieder davon erholt.

Gute, klare Antwort! Mal so aus Neugier: Glaubst du, die FDP kann ihr Image als Klientelpartei durch  Christian Lindner loswerden? Oder bleibt die FDP auch unerholbar?

LG

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@loewenherz17

Wie es mit der FDP ausgeht, kann man nicht direkt sagen. 

Mich persönlich hat Lindner nicht überzeugt, weil ich ihn zu blass finde ---> aber das Übel sind bei der FDP auch regelmäßig Land- oder Bundestagskandidaten bzw. Abgeordnete, die keine Bürgernähe leben, sondern eher aus dem Lager "reicher Freiberufler oder Unternehmer, der aus Langeweile beschließt, Politik zu machen" oder "verwöhnter Sohn/verwöhnte Tochter aus reichem Hause ohne Lebenserfahrung" stammen & die Mehrheit nicht ansprechen, sondern allenfalls Leute aus der selben Schicht. 

Da fühlen sich Opa Heinz und Klein Erna vom Land auch nicht angesprochen bzw. sehen keinen Grund, die FDP zu wählen ---> weil viel bei solchen Wahlen auch über die Personality-/Sympathieschiene läuft.

Grüße zurück & vielen Dank!

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@rotesand

Aber inwiefern befürwortet denn die FDP die Reichen? Die Liberalen sind dafür, dass Menschen, die für ihr Geld hart gearbeitet haben, um Wohlstand zu erlangen, nicht ihr halbes Vermögen abgeben sollten. Jeder soll den gleichen Prozentsatz an Steuern zahlen. Das ist doch dem Individuum gerecht? Sie nehmen ja den Mittelstand und den Armen nicht mehr Geld ab. Außerdem sind sie für ein liberales Bürgergeld, das die Arbeitslosen auch unterstützt, Stück für Stück wieder ins Berufsleben zu kommen. Arbeitsplätze schaffen, Menschen motivieren- das sind doch Lösungswege. Aber es ist doch keine langfristige Lösung, ein bedingungsloses Grundeinkommen anzuschaffen oder den Menschen, die mehr verdienen, immer mehr Geld ''abzuzocken''. 

Deshalb kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum die FDP generell als Klientelpartei abgestempelt wird. 

Soo, das ist jedenfalls meine Meinung. :) Bin gespannt, wie du dazu stehst. ^^

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@loewenherz17

Ich finde die FDP als Partei auch nicht per se schlecht, aber ich bin der Ansicht, dass es an den Personen hapert: Die Kandidaten, die von der FDP aufgestellt werden bzw. für sie antreten, treffen nicht den Nerv des Volks. Bei denen hat man nicht das Gefühl, dass sie auf Augenhöhe mit dem durchschnittlichen Wähler stehen!

Auch ich persönlich muss zugeben, dass für mich deswegen einige MdB-Kandidaten heuer wieder ausgeschieden sind, weil ich mit denen persönlich nix anfangen kann & sie auch über meinen Beruf (Tageszeitung) alle mehr oder weniger intensiv auch privat kenne. 

Da gab es z.B. jemanden, mit dem Pressearbeit total schwierig war, weil die Person stets recht herablassend/selbstherrlich auftrat und nicht zuletzt aus diesem Grund auch bei den Bürgern unserer Region einen sehr schweren Stand hatte ---> war übrigens eine SPD-Abgeordnete, die heuer den Sprung nach Berlin nicht mehr gepackt hat. So jemanden kann ich nicht wählen, zumal man in dem Fall auch sagen muss, dass diese Frau seit 2013 eigentlich nix für unsere Region in Berlin bewirkt hat & stets auf den Pressefotos - manche waren von mir - herzlich grinste, aber hinterher dann wieder auf kühl und elitär machte, ehe ein ellenlanges und inhaltsloses Grußwort verlesen wurde. Sorry, aber so jemanden zum Beispiel kann ich nicht wählen.

Und viele FDP-Kandidaten sind wie gesagt solche, bei denen das Volk nicht das Gefühl hat, man könne sich mit denen persönlich auf einer Welle unterhalten & vllt. ein Bierchen gemeinsam trinken. Der Sympathiefaktor zählt stärker, als man es oft denkt!

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@loewenherz17

Jeder soll den gleichen Prozentsatz an Steuern zahlen.

Nun, wenn dann auch jeder denselben Prozentsatz in die gesetzlichen Sozialversicherungen (Kranken, Rente, Pflege, Arbeitslosigkeit) einzahlen müßte - und zwar bei Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze - dann könnte man das ggf. mal durchrechnen.

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Die FDP ist mir persönlich viel zu kapitalistisch. Den, denen es schlecht geht, interessiert die scheinbar nicht

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