Warum ist die Spanne zwischen Armen und Wohlhabenden so groß(mit steigender Tendenz)?

19 Antworten

Arme werden immer arm bleiben, denn sie haben kaum oder gar keine Ersparnisse.

Reiche dagegen werden immer reicher, weil sie so viele und hohe Erträge haben die sie gar nicht ausgeben somit wächst ihr Vermögen von Jahr zu Jahr immer weiter.

Mein Vermögen wächst auch immer Jahr zu Jahr um die 20.000€ bis 25.000€, gerade weil ich ein höheres Einkommen habe als ich monatlich ausgebe. Das wird sich auch in den nächsten 30 Jahre nicht ändern, solange ich Lebe, wenn ich nicht Vermögenswerte zuvor an meine Kinder übertrage.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das liegt in unseren Geldsystemen begründet.

Das Vermögen der Einen sind die Schulden der Anderen.

Die Summe aus beiden Größen ist global immer Null.

Man muss darauf bedacht sein, weniger im täglichen Leben zu verbrauchen, als einem als EInkommen zur Verfügung steht.

Etwaige Überschüsse sind so zu investieren (nicht sparen[!]), dass die Investition eine Rendite abwirft, die oberhalb der Inflation liegt.

Nur so kann es gelingen, Vermögen zu bilden.

Allerdings kann das wegen Satz 2 dieses Posts aus mathematischen Gründen nicht jedem gelingen.

Günter

Wie soll eine Gesellschaftsschicht, die mit dem Rücken an der Wand steht und bis zum Anschlag verschuldet ist (Unter- und halbe Mittellschicht) Vermögen bilden? Und dann auch noch investieren?

Hoffnung setzt diese Schicht seit Urzeiten auf einen radikalen Führer, der ihre gesellschaftliche Gesamtsituation revolutionär ändern kann/will bzw. es der großen Schafherde vorgaukelt. Beispiele aus unserer Vergangenheit: SPD inder Weimarer Republik, Hitler mit seinen Nazis, Gerhard Schröder als Bundeskanzler.

Andere Nationen sind nicht viel besser dran.

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@Wachtel348

Wie schon geschrieben, eben das ist mathematisch nicht möglich, dass alle Marktteilnehmer den Schulden entrinnen, da die Schulden des Einen das Vermögen des Anderen wegen des bestehenden FIAT-Geldsystems ist.

Beim FIAT-Geldsystem wird das Geld im Wege einer Kreditvergabe von den Banken mittels Bilanzverlängerung geschöpft.

Irgend jemand muss sich verschulden, wenn ein anderer Gutehaben haben möchte.

Es gibt im Prinzip folgende Akteuere im Markt:

  • Privatpersonen
  • Juristische Personen
  • Wirtschaft
  • Staat

Es ändert keine Regierung etwas an der Sache.

Günter

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weil wenn einer erstmal geschaft hat mehr geld zu haben als er braucht kann er mit dem überschusss "handeln" und es vermehren

leute die es nicht schaffen diese grenze zu überschreiten werden nie was haben mit dem sie "handeln" können, sie werden immer arm bleiben

diejenigen die aber einen kleinen überschuss hatten und damit handelten werden zum größten teil damit dann eben erfolgreich sein und mehr haben als zuvor. klar ein paar davon fallen wirklich wieder zurück zu den habenichtsen, aber diejenigen die es geschaft haben sind reicher als sie es dann vor z.b 5 jahren waren

im endeffekt kommt dann genau raus was du beobachtest. einige werden immer reicher ... und die anderen bleiben arm. man kann nicht sagen dass sie ärmer werden. aber weil die reichen reicher werden ist die spanne dazwischen größer.

und hinzu kommt: je größer die weltbevölkerung desto krasser wird es ... weil eben nicht mehr genug rohstoffe da sind und dann wirklich nur noch die reichen dran kommen und die armen wegsterbern

Du beschreibst die Situation und Entwicklung eines Einzelschiksals. Das Problem ist aber gesellschaftspolitisch anzugehen. Erst, wenn sich die große Schafherde ihrer Macht und Dynamik bewusst wird, kann bzw. wird sich etwas ändern.

Das Große Problem ist eben nicht die Klimaveränderung. Arme und Reiche gibt es auch in der Polarzone oder im tropischen Afrika, das Problem ist die ständig wachsende Weltbevölkerung und dieses Wachstum wird aus reiner Dummheit der herrschenden Klasse auch noch gefördert.

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@Wachtel348
Erst, wenn sich die große Schafherde ihrer Macht und Dynamik bewusst wird, kann bzw. wird sich etwas ändern.

Soweit ich weiß, kann die "Schafherde" - meiner Erfahrung nach - nicht denken. Und die Minderheit, die sich dessen bewusst ist, ist nun mal nur die "Minderheit".

Sonst würde es diesen gewaltigen Unterschied zwischen Reich und Arm nicht geben.

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@MachBasics

Reich ist man, wenn man nicht weiß, wie viel man besitzt und das Vermögen wächst, unabhängig von allen denkbaren Widrigkeiten. Auf der Welt gibt es nur eine hauchdünne Schicht wirklich Reicher. Die Oberschicht ist nur wohlhabend

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Weil unsere Wirtschaftsysteme so ausgelegt sind.

Mit viel Geld kann man noch mehr Geld erwirtschaften und wer nix hat hat es schwer hochzukommen. Das geht zwar, braucht aber viel Bildung, Glück, Power, ...

Andererseits ist dieses Ungleichgewicht auch ein Motor des Systems. Würde es sich nicht lohnen viel zu arbeiten, riskieren, investieren, dann würde es viel weniger Arbeitsplätze und damit Wohlstand geben (siehe Kommunismus).

Hier die Zahlen Weltweit:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/384680/umfrage/verteilung-des-reichtums-auf-der-welt/

Deutschland:

https://crp-infotec.de/wp-content/uploads/d-vermoegen-verteilung-prozentual.gif

Einkommenserhöhungen erfolgen überwiegend in Prozenten, Ausgaben in festen Eurobeträgen und Abgaben erfolgen einschleichend ebenfalls zunehmend in Euro.

Wenn nun jemand mit z. B. 5000 € drei Prozent mehr verdient (= 150 €), dann ist das etwas anders als bei jemandem, der nur 2000 € verdient (=60 € Erhöhung). Die Differenz zwischen beidem tut dem Gutverdiener nicht weh, weil trotz Erhöhung der Grundkosten noch ein Zusatzbetrag übrig bleibt. Der Geringverdiener erleidet jedoch aufgrund von Preiserhöhungen zusätzliche Verluste, wird also stetig ärmer.

Auch wenn sich bei den Bemühungen der Gewerkschaften inzwischen manches ein wenig geändert hat, so gehören die Gewerkschaften dennoch mit zu den Hauptverursachern dieser Schere, weil da eben genügend lange Lohnerhöhungen überwiegend in Prozenten ausgehandelt wurden anstatt in festen Euro.

Weiterhin gibt es die Gier des Kommerz und die Doppelzüngigkeit der Politik. Gegenwärtig beobachten wir z. B. die Pseudo-Maßnahmen bzgl. Subunternehmen und Leiharbeiter. Da wirkt dann von allem die Dämlichkeit der Massen, die stetig meinen, daß nur die Wölfe gute Anführer der Schafe sein können. Ablesbar ist das gegenwärtig auch recht gut an den politischen Bemühungen zu "Bußgeldverhängungen" im Fall von menschenunwürdigen Löhnen/Arbeitsbedingugen. Wirklich hart wird das allenfalls für kleine Betrieben, wogegen Konzerne selbst bei hohen Bußgeldern alles aus der Portokasse bezahlen können.

Doch das alles sind nur winzige Ausschnitte aus dem ganze Übel. Um alles aufzuzählen dürfte auch ein dickes Buch nicht ganz ausreichen.

Dein Beitrag trifft ins Schwarze. Kann ich nur voll unterschreiben.

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