Warum ist die mOsm-Konzentration im Nierenmark höher als in der Nierenrinde?

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1 Antwort

Die funktionelle Einheit der Niere ist das Nephron. Der Teil des Nephrons in dem eine niedrige mOsm-Konzentration herrscht, befindet sich in der Rinde und der mit der hohen Konzentration im Mark. 

Hier siehst du, dass vor allem die Henle-Schleife sich im Mark befindet (also der Teil der einmal runter und dann direkt wieder rauf geht): 

http://www.rkz-forum.com/html/webstile/pflanzen/blase/Bild2\_Niere1.JPG


https://o.quizlet.com/5eW6luitzBb5BOKcuz-7xg\_m.jpg

Anfangs ist die Konzentration im Nephron noch so um die 300 mOsm (da befindet man sich noch in der Rinde). Im absteigenden Teil, der Henle- Schleife siehst du, dass die Konzentration nach und nach immer grösser wird und sogar 1200 mOsm erreicht (hier befindet man sich im Mark). Das hängt damit zusammen, dass das H2O das Nephron verlässt und sich somit die Flüssigkeit im Nephron immer mehr konzentriert (in Na+ und Cl-, etc.). 

Im aufsteigenden Teil der Henle Schleife verlässt auch NaCl das Nephron und die Konzentration sinkt wieder. Hier erreicht man sogar einen Wert von nur 100 mOsm ( zudem befindet man sich wieder in der Rinde)


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Kommentar von AimiChan
05.09.2016, 22:36

Danke! Ich hab das Protokoll dazu leider schon abgeschickt....:( Stimmt dieser Text trd irgendwie..?

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Kommentar von AimiChan
05.09.2016, 22:36

Der Grund für die steigende Osmolarität in Richtung Nierenmark (Medulla) ist das Gegenstrom-Prinzip zwischen Henle-Schleife und den Vasa recta des Rückenmarks. Beim Gegenstromprinzip werden zwei Stoffströme mit einem Konzentrationsgefälle aneinander vorbei geführt - in diesem Fall ist der absteigende Ast der Henle-Scheife zwar für Wasser durchgängig (permeabel), nicht aber für Salze wie Natriumchlorid. Bei dem aufsteigenden Ast der Schleife ist es genau umgekehrt - Wasser kann nicht passieren, aber dafür werden Chlorid-Ionen aktiv aus den Kanälen ins Gewebe gepumpt, Natrium-Ionen folgen dann passiv nach. Somit sinkt die Osmolalität des Harns im Lumen des aufsteigenden Astes der Henle-Schleife, wohingegen sich die Osmolalität des Interstitiums aufgrund des einströmenden NaCls erhöht. Aus dem absteigenden Ast der Schleife wird nun Wasser als Ausgleich resorbiert. Somit ist die Konzentration von NaCl am Scheitel der Schleife am höchsten, sodass die Resorption im aufsteigenden Teil passiv verlaufen kann. Durch ein fortlaufendes Prinzip, dass als Gegenstrom-Multiplikation bezeichnet wird, wird dieses Ionen-Pumpsystem nun in Gang gehalten.  Je tiefer der absteigende Ast sich in das Nierenmark hineinzieht, desto höher ist die Osmolarität des umgebenden Gewebes. Durch diesen Austausch wird ein Konzentrationsgefälle aufrechterhalten. Durch dieses
Konzentrationsgefälle wird der Urin immer stärker konzentriert.

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