Warum ist die Mindestreserve so niedrig bei der EZB?

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2 Antworten

Hallo,

also das mit der Geldschöpfung ist ja in der Theorie richig , in der Praxis völlig unerheblich, da die Geldschöpfung noch nie durch einen Mangel an Zentralbankgeld behindert wurde. Die Zentralbanken stellen eigentlich immer genug Zentralbankgeld zur Verfügung. ( Die wahre Beschränkung der Geldschöpfung liegt neben den Marktbedingungen in der Knappheit von Eigenkapital. Aber das ist dann eher schon was für fortgeschrittene Bänker als für "Sowi" ).

Einen speziellen Grund für den in der Eurozone niedrigeren Satz gibt es eigentlich nicht. Es ist eben so, dass in der Eurozone irgendwie nach jedem Strohhalm gegriffen wird ( z. B. eben auch Senkung der Mindestreserve , oder auch die völlig wirkungslose "Minuszinsen" auf Zentralbankkonten die diskutiert werden, Zinssenkungen auf eine gute Inflationszahl hin usw. usw. ). Einziger Punkt ist, dass ja, da die EZB die zu haltende Mindestreserve via besichertem Kredit bereitstellt, eine niedrigere Mindestreserve zu einer Entspannung beim Sicherheitenbedarf führt. ( Aber auch das muss man als Normalsterblicher Schüler nicht wissen denke ich ).

Worüber sich man aber auch als Sowi-Schüler ( und erst recht als Lehrer/Dozent ) mal Gedanken machen kann, wie eine "Unterstützung" für die Schuldnerländer via Inflation ( bzw. niedrige Mindestreserve ) aussehen soll, wenn ausgerechnet diese Länder im Moment die niedrigsten Inflationsraten haben ? ( Für's Fleißkärtchen versucht man mal zu erforschen, wie eine "Schuldenhilfe" via Inflation wirklich gehen sollte. Irgendeine, genauso populäre wie auch falsche These einfach nachzuplappern reicht dafür nicht ).

Dankeschön, sehr informativ :)

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Die Mindestreserve zu erhöhen bringt nur mehr kosten bei den Banken, weil die ja Zinslos hinterlegt werden muss.

Aber je höher die Mindestreserve, desto höher können die Banken kredite geben.

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