warum ist die haut vom eisbären schwarz?

2 Antworten

Der Eisbär ist eines der größten Landraubtiere der Erde. Die Männchen dieser Bärenart werden bis zu 3 m lang und erreichen eine Schulterhöhe von ca. 1,50 m. Das Gewicht der Männchen erreicht oft mehr als 650 kg, ein einzelnes Männchen wog über 1000 kg! Die Weibchen sind deutlich kleiner und leichter. Eisbären haben im Vergleich zu anderen Bären einen relativ langen, schmalen Kopf mit flacher Stirn. Ihr Gebiss ist sehr stark. Es umfasst 42 Zähne und weist die typische Gestalt eines Raubtiergebisses auf. Die Augen sind braun und schauen vorwärts. Über den Augen besitzt der Eisbär eine Schutzmembran, die wahrscheinlich vor UV-Einstrahlung schützt. Der Eisbär kann seine Ohren und Nasenlöcher beim Tauchen verschließen. Das Eisbärenfell ist sehr dicht, unter der Haut besitzt der Eisbär eine starke Speckschicht, die ihn vor der Kälte schützt. Sein weißes bis cremefarbenes Fell stellt in seiner polaren Umgebung eine hervorragende Tarnung dar, wenn der Bär seine Beute jagt. Der Eindruck weißen Felles kommt allein durch Lichtreflexion zustande: das Fell ist nicht weiß gefärbt. Es bedeckt den gesamten Körper außer der Schnauze und den Augen sowie den Fußsohlen. Der Eisbär wechselt sein gesamtes Haarkleid im Mai oder Juni; dieser Prozess kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Sein Fell ist ölig und wasserabweisend; ein Eisbär, der aus dem Wasser steigt, kann mühelos alle Nässe abschütteln, bevor diese gefriert. Die äußeren Fellhaare des Eisbären sind innen hohl. In jüngerer Zeit nahm man daher an, die Haare wirkten als Lichtleiter, die die Sonnenenergie von außen nach innen leiten, wo sie von der schwarzen Haut des Bären absorbiert wird, ähnlich Glasfasern. Neuere Studien haben allerdings ergeben, dass die Haare keine guten Lichtleiter sind. Die hohlen Haare sorgen allerdings für eine hervorragende Wärmeisolation, zudem nimmt die dunkle bis schwarze Haut des Eisbären tatsächlich viel Wärme von außen auf. Außerdem erhöhen die Haare, zusammen mit der Speckschicht, den Auftrieb beim Schwimmen. Die Eisbärtatzen sind fünfzehig. An jeder Zehe sitzt eine starke, gebogene, nicht zurückziehbare Kralle. Die Vordertatzen sind rundlich, die hinteren etwas langgezogen. Die Krallen und lange Haare zwischen Tatzen und Zehen sorgen für Reibung auf dem Eis. Die bis 30 cm durchmessenden Vordertatzen sind ruderartig verbreitert und mit partiellen Schwimmhäuten ausgestattet. Eisbären können mit ihren Vordertatzen Gegenstände geschickt bewegen. Die Fußballen sind wärmeisoliert; Eisbären laufen ähnlich wie Menschen auf der ganzen Fußsohle. Eisbären sind insgesamt so gut gegen Wärmeverluste isoliert, dass sie aktiv gegen Überhitzung arbeiten müssen, z.B. durch Schwimmen im kalten Wasser nach langer Anstrengung, oder durch meist relativ langsame, gleichmäßige Fortbewegung.

Schwarz nimmt Wärme besonders gut auf. Das kannst du auch ganz leicht beobachten, wenn du z.B bei starker Sonnenschein eine Lupe von einem schwarzem Blatt hälst, die brennt dann viel schneller als ein weißes Blatt.

Was möchtest Du wissen?