Warum ist die Beschneidung im Christentum keine Pflicht mehr?

30 Antworten

Die ersten Christen und das mosaische Gesetz

Nach seinem Aufenthalt im Haus des Kornelius ging Petrus nach
Jerusalem. Die Nachricht, dass „Leute aus den Nationen das Wort
Gottes angenommen hatten“, hatte bereits die dortige Versammlung
erreicht. Einige jüdische Jünger waren darüber beunruhigt
(Apostelgeschichte
11:1-3). Die „Verfechter der Beschneidung“ räumten zwar ein,
dass Angehörige nichtjüdischer Nationen Nachfolger Jesu werden
könnten, behaupteten jedoch, nur wenn sie das Gesetz hielten,
könnten sie gerettet werden. In vorwiegend nichtjüdischen Gegenden,
wo es weniger Judenchristen gab, war die Beschneidung nicht unbedingt
eine strittige Frage. Beide Meinungen bestanden etwa 13 Jahre
lang nebeneinander (1. Korinther
1:10). Welch eine Erprobung dies doch für jene ersten Christen
gewesen sein muss — besonders für Nichtjuden in vorwiegend
jüdischen Gebieten!

Der Streit erreichte im Jahr 49 u. Z. seinen Höhepunkt,
als Christen aus Jerusalem in das syrische Antiochia kamen, wo Paulus
predigte. Diese Christen fingen an zu lehren, Nichtjuden müssten
sich nach dem Gesetz beschneiden lassen, und es entstand kein
geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und
Barnabas. Wäre die strittige Frage nicht geklärt worden, hätten
Christen jüdischer und nichtjüdischer Herkunft zum Straucheln
gebracht werden können. Daher sandte man Paulus mit einigen anderen
nach Jerusalem und bat die leitende Körperschaft um eine
Grundsatzentscheidung (Apostelgeschichte
15:1, 2, 24).

Man berief eine Zusammenkunft ein, bei der sich einige für die
Beschneidung aussprachen und andere dagegen. Aber die Emotionen
gewannen nicht die Oberhand. Nachdem man viel disputiert hatte,
schilderten die Apostel Petrus und Paulus, welche Zeichen Jehova
unter den Unbeschnittenen gewirkt hatte. Sie schilderten die
Ausgießung des heiligen Geistes auf unbeschnittene Nichtjuden und
fragten sinngemäß: Darf die Christenversammlung Personen ablehnen,
die Gott angenommen hat? Der Jünger Jakobus las daraufhin eine
Stelle aus den Schriften vor, die allen Anwesenden den Willen Gottes
in dieser Angelegenheit erkennen half (Apostelgeschichte
15:4-17).

Nun richteten sich die Augen aller auf die Mitglieder der
leitenden Körperschaft. Gab ihre jüdische Herkunft bei der
Entscheidung den Ausschlag zugunsten der Beschneidung? Nein. Diese
treuen Männer hielten sich eindeutig an die Schriften und ließen
sich von Gottes heiligem Geist leiten. Sie hörten sich alle
einschlägigen Zeugnisse an und entschieden dann einmütig, dass sich
nichtjüdische Christen weder beschneiden lassen noch dem mosaischen
Gesetz unterstellen mussten. Als die Brüder davon erfuhren, freuten
sie sich, und die Versammlungen „nahmen von Tag zu Tag an Zahl zu“.
Die unmissverständliche, biblisch untermauerte Antwort war für
Christen, die sich den eindeutigen theokratischen Anweisungen
unterwarfen, ein Segen (Apostelgeschichte
15:19-23,
28, 29;
16:1-5). Eine wichtige Frage war jedoch noch offen.

Die leitende Körperschaft hatte deutlich gemacht, dass sich

nichtjüdische Christen nicht beschneiden lassen mussten. Wie
verhielt es sich aber mit jüdischen Christen? Dieser Aspekt
kam in der Entscheidung der leitenden Körperschaft nicht
ausdrücklich zur Sprache.

Einige Judenchristen, die „Eiferer für das
GESETZ“ waren, ließen ihre Kinder weiterhin beschneiden und
hielten sich an bestimmte Teile des Gesetzes (Apostelgeschichte
21:20). Andere gingen sogar noch weiter und behaupteten mit allem
Nachdruck, für Judenchristen sei es nötig, das Gesetz zu halten,
damit sie gerettet würden. Hier waren sie völlig im Unrecht. Wie
hätte denn ein Christ zum Beispiel ein Tieropfer zur Vergebung von
Sünden darbringen können? Solche Opfer waren ja durch Christi Opfer
überholt. Wie stand es mit der Bestimmung des Gesetzes, dass Juden
keinen engen Umgang mit Nichtjuden haben sollten? Für eifrige
Evangeliumsverkündiger wäre es äußerst schwierig gewesen, dieses
Verbot zu beachten und dennoch den Auftrag zu erfüllen, Nichtjuden
alles zu lehren, was Jesus gelehrt hatte (Matthäus
28:19, 20;
Apostelgeschichte 1:8;
10:28).*
Nichts deutet darauf hin, dass diese Angelegenheit in einer Sitzung
der leitenden Körperschaft geklärt worden wäre. Dennoch wurde die
Versammlung nicht im Ungewissen gelassen.

14Die Anleitung kam nicht in Form
eines Briefes von der leitenden Körperschaft, sondern durch Briefe
der Apostel. Der Apostel Paulus ließ zum Beispiel den Juden und
Nichtjuden in Rom eine überzeugende Erörterung zukommen. Wie er
schrieb, ist ein echter Jude der, „der es innerlich ist, und seine
Beschneidung ist die des Herzens durch Geist“ (Römer
2:28, 29). Mithilfe einer Veranschaulichung bewies Paulus, dass
Christen nicht mehr unter dem Gesetz standen. Er argumentierte, eine
Frau könne nicht gleichzeitig mit zwei Männern verheiratet sein.
Würde jedoch ihr Mann sterben, wäre sie frei, wieder zu heiraten.
Dann bezog er diese Veranschaulichung auf gesalbte Christen und
zeigte, dass sie nicht gleichzeitig dem mosaischen Gesetz unterworfen
sein und auch Christus angehören konnten. Damit sie mit Christus
vereint werden konnten, mussten sie „dem GESETZ gegenüber zu
Toten“ werden (Römer
7:1-5).

Den Kerngedanken nur langsam erfasst

15 Was Paulus bezüglich des Gesetzes
sagte, war unanfechtbar. Warum verstanden einige Judenchristen den
Kerngedanken trotzdem nicht? Sie hatten kein Unterscheidungsvermögen
in Bezug auf geistige Dinge. Sie nahmen zum Beispiel keine feste
geistige Speise zu sich (Hebräer
5:11-14). Auch besuchten sie die Zusammenkünfte nur unregelmäßig
(Hebräer
10:23-25). Ein weiterer Grund, warum einige Paulus nicht folgen konnten, hatte möglicherweise mit dem Wesen des Gesetzes an sich zu tun. Es rückte Dinge in den Mittelpunkt, die man sehen und berühren konnte, wie den Tempel und die Priesterschaft. Menschen, die nicht geistig gesinnt waren, fiel
es leichter, sich an das Gesetz zu halten als an die tief gehenden
Grundsätze des Christentums, die sich um unsichtbare Realitäten
drehten (2. Korinther 4:18).

16 Einen weiteren Grund, weshalb sich
bestimmte Christen mit Eifer an das Gesetz hielten, zeigte Paulus in
seinem Brief an die Galater. Sie wollten als geachtet gelten, als
Mitglieder einer Mehrheitsreligion. Sie wollten nicht auffallen und
waren zu beinahe jedem Zugeständnis bereit, um sich dem Gemeinwesen
anzupassen. Ihnen lag mehr an der Anerkennung von Menschen als an dem
Wohlgefallen Gottes (Galater
6:12).

17 Urteilsfähige Christen, die sich
gewissenhaft mit den von Gott inspirierten Briefen des Paulus und
anderer Männer befassten, zogen daraus richtige Schlussfolgerungen
in Bezug auf das Gesetz. Doch erst im Jahr 70 u. Z. wurde
die richtige Ansicht über das mosaische Gesetz allen Judenchristen
unmissverständlich klar. Damals ließ Gott zu, dass Jerusalem und
der Tempel samt den Aufzeichnungen über die Priesterschaft
vernichtet wurden. Dadurch war es niemandem mehr möglich, alle Teile
des Gesetzes zu halten.

Von Christen nicht verlangt. Nachdem Jehova bewiesen hatte, daß er auch Nichtjuden in die Christenversammlung aufnahm,

und da viele aus den Nationen auf die Verkündigung der guten
Botschaft positiv reagierten, stand die leitende Körperschaft in
Jerusalem vor der Entscheidung der Frage: Müssen sich nichtjüdische
Christen am Fleisch beschneiden lassen? Man kam zu folgendem Schluß:
Die Beschneidung gehört nicht zu den für Nichtjuden und Juden
„notwendigen Dingen“ (Apg 15:6-29).

Kurz nachdem der Beschluß veröffentlicht worden war, beschnitt Paulus Timotheus, doch nicht aus Glaubensgründen, sondern um die Juden, denen zu predigen sie im Begriff waren, nicht vor den Kopf zu stoßen (Apg 16:1-3; 1Ko 9:20).

Der Apostel Paulus behandelte dieses Thema in mehreren
Briefen (Rö 2:25-29; Gal 2:11-14; 5:2-6; 6:12-15; Kol 2:11;
3:11). „Wir sind die mit der wirklichen Beschneidung [des Herzens], die wir durch Gottes Geist heiligen Dienst leisten“,
schrieb Paulus an die nichtjüdischen Christen in Philippi (Php 3:3), und an die in Korinth schrieb er: „Die Beschneidung bedeutet nichts, und das Unbeschnittensein bedeutet nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes“ (1Ko 7:19).

Eine Beschneidung ist immer ein Trauma. Auch eine Beschneidung mit Betäubung ist ein Trauma. Denn die nackte blanke Eichel ist hochempfindlich.

Und jetzt stellt euch das mal bei einem Baby vor, daß noch Pampers trägt. Die Eichel besteht aus Schleimhaut und Kot und Urin brennen höllisch. Aber auch bei Kindern die trocken sind entsteht ein Trauma. Eine Eichel die dauernd an der Unterwäsche schubert und weh tut ...... da verliert jeder beschnittene Junge, sobald er erwachsen wird und die Sexualität erwacht, die Lust am masturbieren, weil er die Eichel nur als schmerzendes Organ kennt, wenn er auch nur minimal damit in Berührung kommt. Er kann seine Sexualität nicht mehr entwickeln. Und Menschen, die keine gesunde sexuelle Entwicklung durchlaufen haben, sind manipulier- und kontrollierbar. Und genau darum geht es. Man will die Masturbation verhindern, damit man das Volk kontrollieren kann. Mündige Menschen mit eigener Meinung sind nicht erwünscht.

Ein weiser Mann sagte einmal: "Kontrolliere die Sexualität des Volkes und Du beherrschst es!"

Ich glaube eher, daß die meisten gar nicht wissen, was da passiert. Rüdiger Nehberg (dieser Überlebenskünstler) hat in Afrika eine Initiative gegen Beschneidung gegründet. Er klärte nicht nur (wie viele andere vor ihm) in der Theorie auf, sondern ging zur Praxis über und rief alle möglichen "Würdenträger" in einem Saal zusammen und zeigte denen anhand eines Filmes, wie eine Mädchenbeschneidung abläuft - mit Ton. Viele der Beschneidungsbefürworter rannten kotzend aus dem Saal und waren plötzlich dagegen. Soviel dazu!!!

Und dieser ganze Hygienekack ...... Wie schon gesagt wurde, wenn man sich regelmäßig unter der Vorhaut wäscht, dann kann nix passieren. Von wegen Krebs. Sowas sagen Ärzte nur allzu gerne, weil sie Geld verdienen wollen. Achja, auch Frauen können Smegma bilden, daß sich auf der Klitoris absetzt, wenn sie sich nicht waschen und ich habe noch nie was von Klitoris-Krebs gehört. Also Jungs und Mädels: Wascht euch regelmäßig unter der Vorhaut und es kann nichts passieren.

Kein Kind wird sich freiwillig einer Beschneidung unterziehen.

Den entsprechenden kleinen Kindern wird von Erwachsenen (den eigenen Eltern) gesagt, daß sie erst dann zur Gruppe gehören, wenn sie sich beschneiden lassen, die Kinder übernehmen irgendwann einmal diese Meinung. Ihr wisst ja, was unsere Psyche so alles kann. Ich muß als Kind nur oft genug hören, wie doof und blöd ich bin, ich nichts auf die Reihe bekomme und irgendwann glaube ich es sogar selbst von mir und das bis ins Erwachsenenalter hinein, wenn ich nicht anfange aufzuwachen und die Methodik dahinter zu begreifen.

Sowas nennt man Manipulation seitens der Erwachsenen und Kinder zu manipulieren ist das niveauloseste was es gibt. Eltern, die ihrem Kind sagen, es würde unbeschnitten nicht zur Gruppe gehören, lieben ihr Kind nicht aufrichtig. Sie knüpfen Bedingungen (Beschneidung) an ihre Zuneigung. Aber das ist keine wahre Liebe, das ist ein Deal. Und mit Deals will ich manipulieren aber nicht aufrichtig lieben.

Hier sind im Ursprung ganz andere Gründe. Es geht um Macht und Kontrolle und genau deswegen fixieren sich die Religionen auf die Genitalien.

Als konvertierter Muslim nicht beschnitten sein?

Ich stehe kurz davor zum Islam zu konvertieren, bin aber nicht beschnitten, muss man sich beschneiden lassen oder ist einem das selbst überlassen? Und wenn es Pflicht ist, wo genau kann man sich beschneiden lassen und gibt man da als Grund einfach die Religion an oder wie genau läuft das ab?

...zur Frage

Gibt es Filme über Islam, Christentum oder Judentum?

gibt es Filme über Islam oder Christentum oder Judentum

...zur Frage

Islam überholt Christentum?

Was haltet ihr davon das der Islam bald die größte Weltreligion sein wird?

https://www.focus.de/wissen/videos/studie-zeigt-bis-2075-christentum-ist-nur-noch-nummer-zwei_id_6904439.html

Wieso werden es immer weniger Christen? Bist du selbst ein Christ gewesen und hast Jesus verlassen? Wenn Ja, warum?

...zur Frage

Gäbe es ohne Judentum und Christentum den Islam?

Schließlich gibt es beide Religionen länger als den Islam. Und wenn ich mir den Islam angucke, muss ich feststellen das da einiges vom Judentum und Christentum "nachgemacht" wurde. Oder irre ich mich da?

...zur Frage

Muslime auch beschnitten?

Ich wusste gar nicht das Musmlime so wie Juden auch beschnitten werden , Bis ich heute einen Bericht im Fernsehn sah . Mich würde da doch mal intressieren : Werden Muslime auch beschnitten . werden ALLE muslimischen Jungen beschnitten ? Warum kommt es , das sich viele Leute eher über die Juden als über die Moslem beschneidung im klaren sind .

...zur Frage

Wie stehen die Relgionen .. Islam/ Christentum/ Buddismus Judentum und Hinduismus zur Todesstrafe?

Wie stehen die Relgionen .. Islam/ Christentum/ Buddismus Judentum und Hinduismus zur Todesstrafe ?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?