Warum ist die AfD rassistisch aber die Schweizer nicht?

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6 Antworten

Auch die Schweiz wurde dafür kritisiert dass das Minarettverbot angenommen wurde.

Da gab es dann einen Aufschrei in der Politik und Gesellschaft und danach legte sich die Aufregung wieder. Im Übrigen habe ich mitbekommen dass unter gewissen Umständen weiterhin Minarette gebaut werden dürfen...

Ich bin ebenfalls der Meinung das der Muezzinruf in einem demokratischen Land nichts zu suchen hat, denn damit verkündet man die Alleinherrschaft Allahs über das entsprechende Gebiet und damit auch die entsprechenden Werte. Und diese sind uns ja hinreichend aus zahlreichenden anderen Diskussionen (auch bei GF) bekannt.

Wie du selber festgestellt hast, kann man den islamischen Glauben auch ohne Muezzin ausüben. Das hat für mich also nichts mit Rassismus zu tun, sondern damit dass klargestellt wird, welche Werte in einem Land vorherrschend sind.

Das heisst aber nicht dass ich das Grundsatzprogramm der AfD gutheisse - für mich sind sie (im Moment) eine light-Version der NPD.

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Jede Religionsgemeindschaft ist davon überzeugt, den einzig wahren Gott anzubeten. Schau dir das Vaterunser an:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde; und an Jesus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.

Unterscheidet sich das wirklich so stark voneinander? Das habe ich Menschen auch schon häufiger öffentlich aufsagen gehört. Müsste die AfD nicht auch da einschreiten, schließlich werden andere Religionen angefochten? Natürlich nicht, denn sie ist fixiert auf Minderheiten.

Der Ruf des Muezzin gilt nach meinem Verständnis den Muslimen, sprich,
für sie ist Allah der einzig wahre Gott. Angesprochen wird, wer sich
angesprochen fühlt. So ist das auch mit dem Vaterunser, es wird nur von gläubigen Menschen gesprochen, für die es selbst etwas bedeutet und nur für sie gilt es auch.

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Kommentar von Fuloli
15.09.2016, 23:31

Vielleicht habe ich das nicht deutlich gemacht. Ich sehe das Problem nicht darin, dass die Muslime ihren Allah haben und zu ihm beten. Aber wenn du zu einem Muslim gehst und sagst: "Gott ist der Größte. Gott ist der einzig wahre Gott und Jesus ist sein Gesandter", ist das was anderes, als sagst du das zu einem anderem Christen. Wenn man den Text, dann nicht zu einem Muslim sagt, sondern mit Lautsprechern in der Türkei, die Existenz Allahs anzweifelt, werden sie sicher nicht begeistert sein...

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Man darf nicht vergessen das wir einen christlichen Hintergrund schon seit Jahrzehnten haben und der Islam eine dominante Religion ist. Und abgesehen davon...dürfen wir unsere Kirchen dort aufstellen? Ohne in Angst zu leben oder mit der Gefahr umgebracht zu werden? Nein wir können das nicht aber die andere Seite fordert und fordert...für mich nicht richtig. Ps: Ich komme aus der Schweiz

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Kommentar von hydrahydra
15.09.2016, 23:50

schon seit Jahrzehnten --- Das ist aber mal stark untertrieben. :-)

dürfen wir unsere Kirchen dort aufstellen? --- Welches der vielen Länder mit muslimischer Mehrheit ist denn "dort"? Und kannst du auch nur eines nennen, in dem es tatsächlich faktisch verboten ist, Kirchen zu bauen?
Und auch, wenn es so ein Land gibt: Warum sollte das ein Grund sein, hier den Bau von Moscheen zu untersagen? Wird es okay, hier die Religionsausübung per Gesetz zu behindern, weil das in anderen Ländern auch passiert?

wir können das nicht aber die andere Seite fordert und fordert. --- Du tust ja so, als gäbe es hier exakt zwei Seiten, "Uns" und "Die". So ist das aber nicht.

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die welt ist eben widersprüchlich und sehr bunt!

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Du musst dir mal eines klarmachen: Die Scharia (also das islamische Recht) ist ein Verbrechen gegen die Menschenrechte.

Die Schweiz hat vollkommen recht damit, wenn Minarette dort verboten sind, so lange in Ländern wier Saudi-Arabien, Pakistan ... die Neuerrichtung von Kirchen und auch die christliche Mission praktisch verboten sind.

Muslime sollen froh sein, dass sie hier nicht so behandelt werden wie Christen in diesen Ländern, also z.B. ein Mal Koran verteilen ergibt 100 Peitschenhiebe.

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Kommentar von Succcer
16.09.2016, 06:16

mam bekämpft unrecht mit unrecht? zudem diese länder wie saudi arabien gesetze erlassen die es so nicht gibt? das ist mal eine zivilisierte art suppa

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Kommentar von sacredrain
16.09.2016, 12:26

In Syrien dürfen Kirchen gebaut werden, wie die Sankt-Elias Kathedrale in Aleppo, die mittlerweile leider durch Luftangriffe zerstört wurde. Die Scharia gilt dort zudem nur für Muslime, Christen und andere Gläubige/Nichtgläubige werden nach dem offiziellen Strafrecht verurteilt. 

Sollten wir nicht als Vorbild dienen, wenn wir schon meinen, wir wären grundsätzlich besser? Die Muslime, die hier leben, haben gar keinen Einfluss darauf, was in fernen Ländern wie Saudi-Arabien vor sich geht. Warum willst du sie für etwas bestrafen, wofür sie doch überhaupt nicht verantwortlich sind? Diese ''Auge um Auge'' Logik habe ich in dem Zusammenhang noch nie verstanden.

Das Land, in dem Christen am stärksten verfolgt werden, ist im ürbigen Nordkorea. Sollen wir den Menschen, die von dort geflohen sind, nun auch nicht mehr helfen?

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ber warum ist man religionsfeindlich, wenn man sich durch die Religionsfreiheit anderer in seiner Religion eingeschränkt fühlt?
Man kann sich ja gerne eingeschränkt fühlen, aber deshalb andere Religionen einschränken zu wollen, ist eben religionsfeindlich. Religionsfreiheit gilt halt für alle.

Warum ist man rassistisch, wenn man einen nicht-weißen kritisiert?
Ist man nicht, hat auch niemand behauptet. Es kommt halt drauf an, was man an diesem Menschen kritisiert und ob es überhaupt Kritik ist und nicht Ressentiment.

sein Gott sei der einzig Wahre, aber muss man das wirklich über das gesamte Dorf hinausposaunen?
Frag ich mich auch immer, wenn die Kirchenglocke läutet.

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Kommentar von Fuloli
15.09.2016, 23:07

"Religionsfreiheit gilt halt für alle." Wenn es nach meiner Religion brauch wäre, jedes Jahr für eine erfolgreiche Ernte, das älteste Dorfmitglied, dem Gott zu opfern, ist das legitim? Wo ist die Grenze? Das Gesetz? Was ist wenn man ein Gesetz gegen Gotteslästerung einführen würde? Oder müsste man nicht Gesetze, die die Religionsfreiheit einschränken, aufheben?

Kirchengeläut ist ein neutrales und nonverbales Zeichen, das den Beginn des Gottesdienstes ankündigt. Wie interpretiert man dort eine Anzweiflung nicht christlicher Götter hinein?

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