Warum ist Deutschland ungläubig (50% sind Atheisten)?

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21 Antworten

Die Anzahl der Atheisten steigt in allen erste-Welt-Ländern seit einigen Jahren schon kontinuierlich an.

Wir leben im Zeitalter der digitalen Revolution, fast jedes Jahr erscheint eine neue bahnbrechende Erfindung und der Gedanke an veralterte Vorstellungen und Wunschträume wie sie die Religionen pflegen, sowie die Freiheitseinschränlungen die man durch sie oftmals erfährt werden immer uninteressanter.

Hinzu kommt noch der Punkt Beweisbarkeit. Heutzutage lassen sich bereits sehr viele Aussagen von jeder Person schnell bestätigen oder widerlegen, Klick auf Google reicht oft aus um eine Aussage als wahr oder falsch zu beweisen.

Religionen allerdings bauen nach wie vor auf die Unbeweisbarkeit ihrer Aussagen, auf "Glauben" und das kann heutzutage von immer weniger Menschen akzeptiert werden.

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Kommentar von VitamineB12
16.11.2015, 04:57

Warum gibts dann der blöde IS? :)

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Erstens wurde in der ehemaligen DDR Religion nicht gerade befürwortet, sondern lediglich geduldet und zweitens ist es eine rein persönliche Sache, also idealerweise abhängig von der jeweils persönlichen Entscheidungsfreiheit, ob man gläubig ist, oder nicht. Die Verwendung des Wortes "idealerweise" ist beabsichtigt, denn so sollte es eigentlich sein, aber in religiösen Familien kommt es leider auch oft vor, dass Kinder missioniert oder treffender indoktriniert werden, dass ihnen also quasi die Religionslehren, welche die Eltern als richtig ansehen, praktisch schon mit der Muttermilch eingetrichtert werden. Ich persönlich kann so etwas nicht befürworten. Ich bin auch nicht so aufgewachsen und habe dennoch zum Glauben gefunden und sehe es nicht als falsch an, dass, wenn ich irgendwann Kinder habe, diese aus eigenem freien Willen heraus vielleicht zum Glauben finden, denn dann ist es wirklich eigener Glaube - nicht wenn man etwas eingetrichtert wird. Letzteres hat bei einem Bekannten sogar mal dazu geführt, dass er für sein ganzes Leben mehr als genug von Religion im Allgemeinen hat, gerade weil er in seiner Kindheit mit Religion bedrängt wurde.

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Führ Dir mal diesen Artikel zu Gemüte:

http://www.zeit.de/2010/37/Atheismus-Empirie/komplettansicht

Ein Auszug daraus

Unsere Wahrnehmung von Religion hat sich verändert, aber unsere Wahrnehmung von Nichtreligiösen ist unterentwickelt. Deren Charakteristika hatte der Soziologe Günter Kehrer einmal in drei Punkten zusammengefasst: Gott sei ihnen gleichgültig (geworden). So müssten sie sich in Ermangelung höherer Quellen der Lebenshilfe auf ihre Erfahrungen oder die Wissenschaft verlassen. Auch der Gedanke an Erlösung sei ihnen völlig fremd.

Man darf vermuten, dass er den meisten auch ziemlich egal ist.

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Weil viele religiöse Anschauungen und Leitsätze mit der Realität unserer aktuellen Lebensgestaltung nicht mehr so recht zusammenpassen (Empfängnisverhütung, Ehescheidung, Homosexualität). Etliche Glaubenslehren halten auch einer rationalen Überprüfung nicht stand. Und nicht zuletzt ist unsere moderne Konsumgesellschaft nicht auf Tiefgang, sondern auf beruflichen Erfolg, Konsum und Freizeitspaß ausgerichtet.

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Kommentar von Haldor
19.11.2015, 13:18

Das ist wirklich eine treffende Begründung für den sich ausbreitenden Atheismus bzw. Nihilismus (den Nietzsche übrigens vorausgesagt hat). Man könnte statt Erfolg, Konsum und Freizeitspaß auch Materialismus sagen. Der Materialismus beherrscht die Gemüter der meisten. Er ist mit Religion und Christentum nicht in Einklang zu bringen.

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Für mich bedeutet Atheismus nicht zugleich Ungläubigkeit.
Vielleicht glauben sie einfach an Wissen und Tugend. Oder an anderen Dinge noch.

Während Glaubensvertreter den Atheisten vielfach die für ein funktionierendes gesellschaftliches Zusammenleben nötige ethische Fundierung absprechen, findet andererseits – hauptsächlich in der westlichen Welt – seit einigen Jahrzehnten eine lebhafte Auseinandersetzung darüber statt, ob nicht atheistischer Humanismus eine zeitgemäßere Grundlage für eine allgemeine Ethik bietet als die tradierten Religionen.

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Anstelle der Religionen ist die Religion der Wissenschaft getreten. Die Menschen folgen und glauben ihr, obgleich aus sie nicht in der Lage ist, eindeutige Antworten auf die Fragen der Menschen zu geben, so unterhaelt sie doch den einen oder anderen oder lenkt sie ab, je nach Praeferenz. Also die Suche geht weiter, keine Antworten, nur mehr Fragen. Alles Gute!

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Der Mensch braucht den Logos so sehr wie den Mythos. Eine Gesellschaft, die ihren Mythos verliert, wird ihn wieder einholen, wenn auch auf andere Art und Weise. 

Denkbar wären politische Ideologien, ein Führerkult, Staatenkult, Islam, moderne Wissenschaft (siehe moderene Atheisten nach Dawkins, und ja, expliziter Atheismus ist Glaube an sich).

Ich bin selbst Protestant auf Papier und Agnostiker im Kopf, finde die Entwicklung aber nicht gut.

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Kommentar von Ursusmaritimus
15.11.2015, 07:29

...oder aber die Menschen haben eine so hinreichende Reife entwickelt das der Mythos keinen Grund mehr hat.

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Kommentar von kalippo314
15.11.2015, 12:48

expliziter Atheismus ist Glaube an sich

Das ist wie zu sagen kein Tennis zu spielen wäre eine Sportart.

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Ich würde mich auf einen sehr pragmatischen Standpunkt stellen und behaupten, die Kirchen bieten den Leuten einfach nichts an. Das war früher anders, da war es ein sozialer Treffpunkt und der Pfarrer hat sich um Alte und Kranke gekümmert und Häuser eingeweiht. Heute betreut ein Pfarrer 5 Gemeinden. Auch die Moscheen sind größtenteils leer, die mit aktivem Sozialleben sind hingegen voll.

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Du vergisst, dass 70% der Deutscchen den Mercedesstern anbeten.

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Weil das deren Meinung ist, ich bin selber agnozistischer Atheist, dass heißt ich bin der Meinung, dass die Existenz einer höheren Macht weder bewiesen noch widerlegt werden kann.

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Kommentar von RoentgenXRay
15.11.2015, 20:22

In diesem Fall bist du aber Agnostiker und nicht Atheist.

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In der DDR war Religion verboten - Nach der Wiedervereinigung dachten sich die meisten "Wofür brauche ich Religion überhaupt noch?" und blieben ohne Religion, daher sind die meisten Atheisten auch im Osten Deutschlands ansässig.
Bei einigen schlug das Pendel eben in die andere Richtung aus und sie wurden extremst religiös - Verbote machen interessant.
Und selbstverständlich ist Deutschland ein Land der Informations- und Meinungsfreiheit, wo man sich über Religion informieren kann und kritisch darüber nachdenken darf.

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Kommentar von angy2001
15.11.2015, 10:51

In der DDR war die Religion nicht verboten. Es war nur nicht gern gesehen und die Erziehung war vor allem in Schule eine atheistische.

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Jeder hier hat die Freiheit zu glauben oder nicht zu glauben. Es ist allein eine persönliche Entscheidung. Warum sollte ich an einen Gott glauben?

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Kommentar von comhb3mpqy
15.11.2015, 16:34

Auf meinem Profil stehen Gründe, warum ich an Gott glaube. Vielleicht sind ja welche für dich dabei. :)

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Wenn du dieser Frage entgegenhältst, warum du zum Beispiel "gläubig" bist, oder ebenfalls "ungläubig", hast du schon die Hälfte der Antwort, nach welchen andere Menschen wohl auch die Gottesfrage und damit ihre eigene Position begründen.

Dazu kommt gerade für Deutschland oder auch Europa, dass Reichtum, Friede und sozialer Schutz und Rundumversorgung die Frage nach Gott überflüssig zu machen scheint.  

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Aha. Und woraus ergeben sich diese sogenannten Fakten?

Meinungsumfragen?

WIssenschaftlich Untersuchen?

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Deutschland wacht langsam auf und erkennt, dass die moderne Wissenschaft mit einer Existenz eines göttlichen Wesens unvereinbar sind.

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man kann gläubiger sein ohne einer religonsgemenschaft anzu gehören?

denn religionen mißbrauchen gott um ihre macht auf erden zu genießen?

viele gauben mehr an die schriftstücke die menschen gemacht haben als an gott,

http://www.amazon.de/Mohamed-Eine-Abrechnung-Hamed-Abdel-Samad/dp/3426276402/ref=la_B0045B4ND0_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1448428489&sr=1-1

gott ist allmächtig und braucht keine menschen um seinen willen zu verkünden? oder gar auslegen?

man soll mit gott einfach kominizieren und man bekommt wenn man es möchte auch eine antwort. oft nicht so einfach wie man das als mensch möchte.

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Eine moderne Gesellschaft braucht halt keinen Budenzauber um sich daran festzuhalten.

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* weil Glaube "uncool" ist...
* weil wir Gläubige offensichtlich nicht sehr überzeugen....
* weil Gott uns Freiheit schenkt...

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Religion ist in erster Linie ein Wegweiser. Ich hab aber mein eigenen Kopf und kann selbstständig entscheiden und muss mich nicht an Richtlinien halten.

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Weil sich praktisch alles wissenschaftlich erklären lässt

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Kommentar von comhb3mpqy
15.11.2015, 16:37

Es gibt Menschen, für die gebetet wurde und die anschließend gesund wurden. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung.
Schau dir mal den youtube Kanal "mensch Gott" an.

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Kommentar von TheChaosjoker
15.11.2015, 17:20

Es gibt viel mehr Menschen die durch Medizin und Wissenschaft geheilt wurden. Wissenschaft dominiert also auch hierbei.

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