warum ist Deutschland ein Täterland?

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7 Antworten

Ich schätze, das liegt zumindest zum Teil am Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten", der in unseremRechtssystem sehr wichtig ist.
Man muss sich entscheiden, entweder möglichst wenig Leute fälschlich zu bestrafen, aber dafür hinzunehmen, dass manche Täter keine Strafe bekommen ODER möglichst viele Täter zu erwischen, auch wenn das heißt, Unschuldige mit zu verurteilen. Alle, die im Rechtssystem arbeiten, sind Menschen und können Fehler machen und Deutschland ist so organisiert, diese Fehler eben lieber "zu gnädig" als "zu hart" zu machen. Andere Länder handhaben das genau andersherum.
Welche Art von Fehlern man als schlimmer enpfindet, darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein, aber ganz sicher zu gehen, dass niemals Fehler passieren, das halte ich für ausgeschlossen, also bleibt einem nichts übrig, als sich quasi in Richtung der Fehler zu lehnen, die man (als Gesellschaft) für weniger schrecklich hält.

Aber das ist nur meine Einschätzung zu diesem Thema, andere Menschen können völlig andere Meinungen haben.

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Ich habe eher das Gefühl, viele Deutsche fühlen sich heute als Opfer.

Böse Politiker, die amerikanische Weltverschwörung, der Kapitalismus, die linksgrünversifften 68er, Ausländer. Ständig wird jemand Fremdes für eigene Fehler verantwortlich gemacht.

Vielleicht haben wir einen Mangel an der Fähigkeit, eigene Fehler zu verarbeiten.

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Kommentar von Pr1nzAlbert
15.07.2016, 14:51

Und manche Opfer merken noch nicht mal, daß sie auch eines sind.

Und andere Opfer leiden am "Stockholm-Syndrom".

Bei dir bin ich mir nur nicht ganz sicher zu welcher Kategorie du gehörst.

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Das liegt an der politischen Korrektheit. Kriminalität wird dabei oft als Folge von "Diskriminierung" von "armen Opfern" wahrgenommen. Wer so denkt, macht dann nicht den Täter verantwortlich, sondern er sucht irgendwelche anderen Schuldigen: Wer hat den Täter früher "diskrimíniert"? Warum hat die Schule es nicht geschafft, ihn zu bilden? Schuld sind z. B. auch die Waffen oder diejenigen, die gegen strengere Waffengesetze sind. 

Da kann immer etwas dran sein. Aber nicht jeder Schulabbrecher aus schwierigen Verhältnissen, nicht jeder Migrant, der aus einem Slum kommt, MUSS Täter werden. Zunächst einmal ist er ein Mensch, der frei ist, sich zu entscheiden, ob er den Raub oder den Mord begehen will oder nicht. Wenn man ihn in Watte packt, wird er bestätigt darin, dass bei uns eine Straftat nichts besonders Schlimmes ist. Weitere Taten können dann folgen. Dieser Tage liest man von einem 16-jährigen Marokkaner in NRW, der trotz 30 Straftaten in NRW herumläuft. Er weiß, dass ihm nicht viel passiert. 

Außerdem ist es eine Verhöhnung der Opfer, den Täter zu pampern. 

Wer sich mehr um die Täter als um die Opfer kümmert, macht es sich zu leicht. Er will sich das Gefühl verschaffen, besonders nett, menschlich und aufgeklärt zu sein. Leider richtet er Schaden damit an. 

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Nun dann bedenke wie du dich fühlen wirst wenn du unvermittelt ( Nachbarschaftsstreit, Vergewaltigungsvorwurf etc.) zum Täter avancierst.

Dann wirst du Rechtsgrundsätze wie "Keine Strafe ohne Schuld" oder "Im Zweifel für den Angeklagten" sehr zu schätzen wissen.

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Was heisst denn als Opfer wenig Rechte 

Es gibt zwar durchaus Bereiche im rechts-system die überarbeitete gehören,  zb im Bereich sexuelle Nötigung etc der ja auch gerade reformiert wird 

Ansonsten hat Deutschland ein fähiges System im großen und ganzen 

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Das liegt am BGB und am STGB . Als sie geschrieben wurden(um 1900) war Geld und Eigentum wichtiger als der Mensch . Das wurde nur zum Teil korrigiert.

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Kommentar von Pr1nzAlbert
15.07.2016, 15:05

....und mittlerweile so pervers ins Gegenteil umgekehrt daß jemand der sein Eigentum aktiv verteidigt oftmals dafür bestraft wird, während der Täter in der Regel unbehelligt bleibt.

Stell dir nur mal vor während der Silvesterübergriffe hätte jemand es gewagt einem der Handydiebe eine reinzuhauen. Der wäre glatt verhaftet worden und die linksgrüne Gutmenschenmischpoke hätte sofort was von Rassismus gejault und lange Lichterketten gebildet.

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