Warum ist der Wald radioaktiv?

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11 Antworten

Das ist wohl eine Folge des Fallout von 137Cs durch den Reaktorunfall in Tschernobyl.

Cs ist dem Kalium chemisch sehr ähnlich. In Böden mit einem höherem pH-Wert und einem größeren Gehalt von Tonmineralen kann es in den Zwischenschichten der Tonminerale, wie Kalium auch,  fixiert werden und ist somit für die Pflanzen nicht mehr zugänglich. Deshalb sind angebaute Kulturpflanzen auch kaum belastet. Von versiegelten Flächen wird Cs ganz einfach abgewaschen.

Waldböden sind eher sauer und arm an Tonmineralen, die oberste Bodenschicht besteht fast nur aus Humus. Deshalb können Waldpflanzen  leichter Cs aufnehmen, besonders wenn Kalium im Mangel ist, und in  der organischen Substanz speichern. Da die Auswaschung von Cs so gering ist, sammelt es sich in der organischen Substanz der Waldböden an.

Und so bleibt eine permanente Strahlungsquelle erhalten, auch wenn nach fast 30 Jahren eine "Halbwertszeit abgelaufen" ist.

Infos zur natürlichen Strahlungsbelastung in D, die ist je nach den Ausgangsgesteinen unterschiedlich,  bekommst du hier:

http://www.radon-info.de/shtml/karten_odl.shtml

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Das liegt fast immer an radioaktiven Gesteinsschichten. Radioaktivität ist eine natürliche Erscheinung.

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Den Unterschied Stadt/Wald könnte man sich vielleicht auch so erklären, dass der radioaktive Staub von versiegelten Flächen (Dächern, Straßen) allmählich über die Kanalisation weg gespült wird.

Im Wald versickert er nach und nach im Erdreich, wird von den Wurzeln der Pflanzen (Bäume) aufgenommen und bleibt so an Ort und Stelle.

Außerdem gibt es Pflanzen, wie Pilze, die die Radioaktivität mehr speichern, als z. B. deine Rosen im Vorgarten.

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Kommentar von vitus64
04.10.2016, 23:43

"... dass der radioaktive Staub von versiegelten Flächen (Dächern, Straßen) allmählich über die Kanalisation weg gespült wird."

Im Fall des Schwarzwalds müsste das Abwasser dann aber den Berg hoch fließen.

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Der Fallout nach Tschernobyl hat in den einzelnen Ländern zu einer sehr unterschiedlichen Strahlenbelastung geführt, insgesamt wurde eine Fläche von 200.000 Quadratkilometern verseucht. Starker Regen sorgte in Deutschland dafür, dass sich die Radionuklide besonders über dem Süden Deutschlands auswuschen. Mit Auswirkungen bis heute.

Da das Mycell der Pilze Radionuklide anreichern kann, sollte man beim Pilzsammeln im Hochschwarzwald vorsichtig sein. Ebenso ist das Wildfleisch aus dieser Region vor dem Verzehr auf Radioaktivität zu untersuchen.

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Radioaktivität kann durchaus auch ganz natürlich sein. Da muss man keineswegs immer gleich von "Verseuchung" sprechen. Es gibt eine natürliche "Hintergrundstrahlung" und die ist an manchen Orten einfach stärker ausgeprägt als an anderen. Verschiedene Gesteine zum Beispiel.

Druckerschwärze ist ganz erstaunlich radioaktiv, halt mal ein Zählrohr an eine Zeitung. Das wird dich lehren, noch mal Lebensmittel darin einzuwickeln oder auch nur darauf abzulegen ;-) Und im Flugzeug, wo gleich mal 12 oder 14  Kilometer schützender Atmosphäre fehlen, da geht es aber erst mal richtig los.

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Der süden deutschlands hat generell mehr radioaktivität weil bei der explosinon von tchernobil (kp wie geschrieben) wurde süddeutschland von radioaktivität bischen stärker getroffen aber auch nich zu stark.

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Das kommt noch von dem Chernobyl Unglück.
Als es in die Lift geflogen ist hat sich eine Radioaktive Wolke oder Staub bis hier her bewegt.
Eigentlich kein Problem aber Pilze lagern das Material gerne ein und deswegen ist dann der Wald und die Tiere die die Pilze essen verseucht

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Geh mal nach Stralsund auf den zusammen gekippten Berg der da selbst heute noch ohne vernünftige Entsorgung ruht und Vergleich mal die Messwerte mit denen von deinem Büschen. Du wirst unglaubliche Entdeckungen machen!

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ja warum wohl?

könnte es sein dass die strahlen grenzen einhalten?

oder könnte es sein dass die grenzen die strahlen aufhalten?


Japan Olympische Spiele strahlungsfrei?


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Dass ist wegen dem Tschernobyl AKW Unglück und der riesen Atomwolke die dann zu "uns" kam.

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