Warum ist der Strompreis in Deutschland kein Wahlkampfthema?

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8 Antworten

Weil die "etablierten Parteien" allesamt für den hohen Strompreis mit verantwortlich sind.

Während die Eigenkosten der Erzeuger nur ca. 50% ausmachen, ist der Rest Steuern und Umlagen.

https://www.uez.de/Strompreiszusammensetzung.html

Insbesondere die "Erneuerbare-Energien-Umlage", mittels der Wind-, Solarkraft etc. subventioniert wird, hat, aufgrund deren starker Zunahme, zu einem sehr starken Anstieg der Stromkosten geführt.

DaMenzel 31.03.2017, 17:01

Du meinst also den etablierten Parteien mangelt es einfach daran sich selbstkritisch mit ihren früher durchgesetzten Entscheidungen auseinanderzusetzen?

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pendejo 31.03.2017, 17:16
@DaMenzel

Natürlich.

Schau Dir doch nur mal das nun bald 10 Jahre dauerende Rumgeeiere in Bayern mit dem G8 (Gymnasium in 8 Jahren) an, obwohl schon nach kurzer Zeit so ziemlich alle (Eltern, Schüler, Lehrer etc.) dagegen waren. Die Blüten, die unser Abfallrecht treibt, und und und. Von Merkels Alleingängen will ich gar nicht reden.

Abgesehen davon spielen hier auch ideelle Prinzipien der Regierenden eine große Rolle. Den Preis dafür zahlen ja die Bürger und die Unternehmen (also auch wieder die Bürger), nicht die Verursacher.

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pendejo 04.04.2017, 20:44

Danke für den Stern!

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Wer sich mit dem Thema befasst, wird schnell erkennen was der Atomausstieg, der Frau Merkel eigenmächtig nach dem Unfall in Fukushima angeordnet hat, die Energiepreise sehr in die Höhe getrieben hat. Die erneuerbare Energien sind noch immer subventioniert, und teuer. Und Deutschland kauft nun für viel Geld Atomstrom aus dem Ausland ein, anstatt ihn billiger selber zu generieren.

Und dann waren da noch die Entschädigungen an den Versorger, die ja auch bezahlt werden mussten, und auf dem Preis umgelegt werden.

Wenn das ein Wahlkampfthema wäre, würde sich die CDU damit gewaltig ins Knie schießen.

Die AfD hat das Thema ja öfter ins Blickfeld gerückt, aber das wird dann von den Medien schnellsten übergangen.

DaMenzel 31.03.2017, 18:34

Also stimmst Du pendejo zu, dass die Parteien eher nicht dazu neigen sich reflektiert über ihre Entscheidungen der Vergangenheit zu unterhalten und von daher dieses Thema lieber ausgelassen wird, auch wenn es vermutlich Wähler geben würde für die dies sehr wichtig ist?

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Schwervelke 31.03.2017, 18:44
@DaMenzel

Ja, so ist es. Sie meiden das Thema. Wenn es doch mal erörtert wird, begrenzen sich die Diskussionen meist auf die Weigerung von Bayern Trassen zu bauen, auf die Standortvorgaben für WKA und den Umweltschutz etc. Bisher hat sich noch keiner mal hingestellt, und erklärt, dass der Atomausstieg eine unüberlegte Entscheidung der Regierung, (sprich: Merkel) war, die in der Folge Kosten mit sich bringt, die so nicht vorgesehen waren.

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Warum ? Kann ich nur spekulieren. Aber ich denke da müssten die etablierten Parteien zugeben dass sie alle nichts dagegen unternehmen wollen.Aber interessante Frage!!

P.S. Aber in den letzten Jahren wird doch dass was den Bürger wirklich betrifft selten angesprochen. Und statt dessen wird sich unter anderem um angebliche wichtige Themen gekümmert wie "Sicherheit".

DaMenzel 31.03.2017, 17:00

Zum Post Scriptum meine Zustimmung. Wobei sich eigentlich nicht "gekümmert" wird, sondern nur darüber gesprochen.

Sonst hätten wir längst einige Themen abgehakt, wie zum Beispiel die Überlastung der Polizei durch jahrelangen Stellenabbau und dergleichen.

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Rumpelstilzchen1 31.03.2017, 17:09
@DaMenzel

Also ich fühle mich nicht unsicherer als vor 20-30 Jahren . Aber ich denke die Sicherheit kommt auch nur denen Zugute die auch etwas wegen ihrer "Antivolkspolitik" zu befürchten haben. Ich beschäftige mich schon seit 20 Jahren mit Politik und Gesellschaft und stelle fest in den letzten Jahren wurde immer mehr Politik gegen das eigene Volk vorangetrieben. Siehe Steuererhöhungen, Harz IV, Vorratsdatenspeicherung und so weiter. Während andere wie z.B.VW  nicht in Deutschland zur Kasse gebeten werden für ihre Betrugssoftware. Aber dafür in Amerika in diesem "schlimmen Land", wie unsere überwiegende Presse sich jetzt einig ist.

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DaMenzel 31.03.2017, 18:30
@Rumpelstilzchen1

Man soll ja auf keinem Menschen etwas böses wünschen, allerdings würde ich mir so manchen Lobbyisten aus der Welt wünschen.

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Strom zum Wahlkampf benutzen, dieses kann ein Schuss in den Ofen gleich kommen.

Die Partei die das machen will, muss ja Versprechungen abgeben, die den Waehler erreichen und motivieren muessen, um die gewuenschten Erfolge fuer Waehler zu bekommen.

DE ist ja einem Verbundnetz angeschlossen, in Stosszeiten bezieht es und wenn Ueberkapazitaeten anlaufen, dann exportiert es Strom.

Dieses System kontrollieren in DE ca. 3-4 Konzerne, ausserdem sind da noch Stadtwerke dabei.

Wie soll hier jetzt eine Partei den Strom fuer sich vereinnahmen, im Kapitalismuss geht das gar nicht. Somit darf die Politik nur richtungsweisend  eingreifen wenn Fusionen entstehen sollten, die zur Marktbeherrschung fuehren koennten. Dann ueberprueft das Kartelamt diese Absichten, segnet sie ab, oder stimmt aus berechtigten Gruenden dagegen.

DaMenzel 01.04.2017, 10:39

Das mag sein, allerdings könnte man doch die Abgaben senken - dies würde jeden Haushalt entlasten. Und wenn Bürger weniger zahlen müssen, freuen sie sich.

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zetra 02.04.2017, 10:13
@DaMenzel

Gewinnmaximierung heisst die Devise. Hier wird nicht an den Buerger gedacht, sonder an die Aktionaere.

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Die Gründe sind Folgende:

  • alle staatstragenden Partweien, sowie die Bundesregierung sind willfährige Instrumente der Konzerne
  • der deutsche Staat ist selbst Nutznießer der hohen Strompreise, schon wegen der miesen sogenannten Ökosteuer, die eigentlich nur zur Haushaltssanierung und Aufstockung dient

Die Linke thematisert sehr wohl die immensen Strompreise, die ganz gewiß höher sind als in zalreichen anderen EU-Staaten. Das Unsoziale kommt auch da zum Vorschein.


lesterb42 31.03.2017, 18:00

Was ist denn deine Alternative? Die Konzerne werden enteignet und Samstag nachmittag ziehen sich wieder alle ein blaues Hemd an und treffen sich in Berlin Unter den Linden zur wöchentlichen Parade um dem großen Vorsitzenden zu huldigen!?

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voayager 31.03.2017, 21:55
@lesterb42

@lester: zZ. ist steht Anlegen der Konzerne an eine kürzere Kette auf der Agenda, nicht mehr, aber auch nicht weniger!

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Trumpete 31.03.2017, 18:47

Bullshit, die Regierung hat sich in sozialistischer Manier in den Markt eingemischt und damit enorme Verwerfungen geschaffen, auch zu Lasten der Konzerne.

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voayager 31.03.2017, 21:56
@Trumpete

Trumpete, du schuldetest jegliche Nachweise, behaupten kann man nämlich viel, wenn der Tag lang ist.

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lesterb42 03.04.2017, 13:32
@voayager

zZ. ist steht Anlegen der Konzerne an eine kürzere Kette auf der Agenda,

Und der Staat mit seinen Beamten trifft dann die besseren Entscheidungen!?

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Der Preis für die Kilowattstunde (wegen der hohen Zulagen wie EEG und
Steuern), scheint vielen Haushalten zu hoch zu sein, dennoch zählt
Deutschland mit zu den größten Stromexporteuren (Erlös 2015: 2,07 Mrd.
Euro).

Das eine hat mit dem anderen nicht unbedingt etwas zu tun. Deutschland exportiert auch Autos und trotzdem sind deutsche Autos recht teuer.

Wenn wir solche "Überkapazitäten" haben,

Die "Überkaüazitäten" sind nur zeitweise da. Denn tatsächlich importieren wir auch gleichzeitig aus anderen Ländern Strom. Überkapazitäten haben wir immer dann, wenn Wind und Sonne entsprechend günstig stehen. An Zeiten mit wenig Wind und wenig Sonne importiert Deutschland dann wiederum aus den Nachbarländern Strom.

DaMenzel 31.03.2017, 18:28

Mir ist klar, dass die Kosten für die Haushalte und der Erlös aus dem Stromexport nicht direkt zusammenhängen. Die Frage ist: Wie viel zahlt denn derjenige der den Strom importiert pro kWh? Zahlt der auch die Umlagen?

Das mit den Überkapazitäten habe ich verstanden, allerdings ist doch der Erlös, meiner Meinung nach, das was über bleibt wenn man den Import vom Export abzieht. Also bleibt generell eine Überkapazität die mal eben 2 Mrd. Euro ausmacht.

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Traveller24 31.03.2017, 18:41
@DaMenzel

Also bleibt generell eine Überkapazität die mal eben 2 Mrd. Euro ausmacht.

Mit der Definition "Überkapazität" muss man beim Strom sehr vorsichtig sein. Auf das ganze Jahr gesehen haben wir tatsächlich Überkapazitäten. Nur die nutzen Dir nichts, weil Du ja jede Minute Strom haben möchtest. Wenn Du Montag abends keinen Fernseher anmachen kannst, hilft es dir gar nix, wenn Du dafür am Dienstag mittag drei Fernseher anmachen kannst. Diese "Überkapazität" gibt es immer nur zu bestimmten Zeiten und zu bestimmten Gelegenheiten. Daher haben wir eigentlich sogar eine "Unterkapazität", da die deutschen Stromerzeuger den deutschen Strombedarf nicht ständig decken können. Würde man das deutsche Stromnetz vom Rest Europas abkoppeln, müsstest Du jeden Tag Kerzen anzünden.

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DaMenzel 01.04.2017, 10:43
@Traveller24

Die Stromversorgung war doch aber auch früher staatlich gewährleistet. Wieso sind jetzt auf einmal die Kapazitäten weg um einer permanente Versorgung sicherzustellen?

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Traveller24 01.04.2017, 11:39
@DaMenzel

Weil in den letzten jahren mehr als ein halbes dutzen Kernkraftwerke stillgelegt wurden. Das wurde ersetzt durch Wind- und Sonnenenergie, und die liefert nun mal nur dann strom, wenn es weht oder die Sonne scheint. Nachts nuckelt auch der grünste Grüne belgischen Atomstrom aus der Leitung.

Zudem war es auch früher m.E. so, dass zu Spitzenzeiten Strom importiert bzw exportiert wurde.

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Weil nicht der Staatskommissar in einer Planwirtschaft die Preise bestimmt, sondern Angebot und Nachfrage.

germi031982 31.03.2017, 17:51

Das Angebot ist schon da, denn trotz fallender Preise an der Strombörse gehen die Endpreise hoch. Und die Politik kümmert sich nicht weil sie diese Entwicklung zu verantworten hat. So muss der kleine Mann den Anteil zahlen den die Politik der Wirtschaft erlassen hat.

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lesterb42 31.03.2017, 17:56
@germi031982

Was ist das für ein wirres Zeug?

Wer ist "die Politik", wer "die Wirtschaft" und wer "der kleine Mann"?

Du solltest erst einmal erkennen, was ist und dir dann  eine Meinung bilden.

Der Strompreis wird am Markt gebildet. Wenn dir ein Anbieter nicht passt, such dir einen anderen. Es ist nicht Aufgabe des Gesetzgebers einen Preis für Strom festzulegen. Wir sind nicht in der "DDR"!

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DaMenzel 31.03.2017, 18:41
@lesterb42

Ich denke Du hast missverstanden was germi031982 aussagen wollte bzw. interpretiere ich es anders:

Große stromverbrauchende Betriebe zahlen durch politische Entscheidungen für die kWh weniger als der einzelne Haushalt pro kWh zahlt und das obgleich der Preis für die Kilowattstunde im Handel gefallen ist.

Die Politik (so fasse ich den zweiten Satz auf) ist nicht gewillt dort einzuschreiten, da die Parteien sich nicht in der Pflicht sehen dies zu tun.

Übrigens ging es gar nicht um den "Strompreis" selbst sondern darum weshalb dies in so gut wie keinem Wahlprogramm als wichtiger Punkt auftaucht.

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pendejo 31.03.2017, 19:21
@lesterb42

Das ist kein wirres Zeug:

Die Erbauer von Ökostromanlagen bekame über viele Jahre einen festen Abnahmepreis, der über dem Marktpreis für Strom liegt, garantiert. Die Differenz wird auf die Stromkunden übertragen.

Im Endeffekt führte dies dazu, daß der Strom für den Endverbraucher um so teurer wird, je mehr Ökostrom erzeugt wird und je niedriger die Preise konventionellen Stromes sind. Dazu kommt, daß die Ausnahmen für "stromintensive Industriebetriebe" eklatant ausuferten, was den Kreis derer, die die Kosten tragen noch mehr richtung "kleiner Mann" (bzw. Mittelstand) verschob.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/erneuerbare-energien-gesetz-soll-reformiert-werden-14333220-p2.html

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lesterb42 01.04.2017, 14:48
@DaMenzel

Große stromverbrauchende Betriebe zahlen durch politische Entscheidungen für die kWh weniger als der einzelne Haushalt pro kWh zahlt.

Das hat mit politischen Entscheidungen nichts zu tun. Ich zahle für 10 Eier doch auch einen anderen Preis als für 10.000 Eier.

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Die etablierten Parteien, das heißt CDU, SPD und Grüne haben das Problem geschaffen, Kritik an der verfehlten Energiewende kommt von der AfD.

DaMenzel 31.03.2017, 18:50

Ich hab eben nochmal kurz gegoogelt. Demnach wären bei 350000 Stromabschaltungen in etwa 1% der deutschen Gesamtbevölkerung betroffen gewesen im Jahr 2016.

Scheinbar ist 1 Prozent zu wenig für die Parteien sich ernsthaft etwas für ihr Wahlprogramm auszudenken zu dem Thema.

Was schreibt denn die AfD dazu im Wahlprogramm?

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