Warum ist der Sexualtrieb so stark?

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Der Sexualtrieb ist deshalb so stark bzw. mit starken Lustgefühlen verbunden, damit die Fortpflanzung gesichert wird. Wäre er schwächer, könnte es sein, dass mancher - mit irgendwelchen Ausreden, z.B. ist mir zu primitiv - auf Sex verzichtet; schon wäre die Arterhaltung in Gefahr.

Dass nach Schopenhauer hinter dem Sexualtrieb auch der alles beherrschende dumpfe Wille bzw. Urwille wirksam ist, dürfte richtig sein. Im Zeitalter der Aufklärung war man noch optimistisch, dass dieser "Wille" durch die Vernunft (mit Einschluss der Moral) kontrolliert bzw. beherrscht werden kann. Allerdings kennt auch Schopenhauer eine solche Einschränkung des "Willens": Er nennt sie „Mitleid“, das durch „Dämpfung bzw. Verneinung des Willens“ sich entfalten könnte; außer Mitleid könnte diese „Dämpfung“ auch sonstige edlere Eigenschaften des Menschen hervorbringen, wie Vernunft, Güte, Rücksicht.

Andererseits äußert er sich aber sehr skeptisch zu der Fähigkeit des Menschen, „wirkliche und reine Moralität (wie Gerechtigkeit und Menschenliebe) auszuüben“. Er spricht dann, auf sein Leben zurückblickend, von „niederträchtigem Eigennutz, grenzenloser Geldgier, wohlversteckter Gaunerei, dazu giftiger Neid und teuflische Schadenfreude“, die „so allgemein herrschend gewesen seien, dass „die kleinste Ausnahme davon mit Bewunderung aufgenommen wurde…. Und die Menschenliebe, wie höchst selten erstreckt sie sich weiter als bis zu einer Gabe des so sehr Entbehrlichen, dass man es nie vermissen kann? Und in solchen so überaus seltenen und schwachen Spuren von Moralität sollte der ganze Zweck des Daseins liegen?“ (s. Welt als Wille und Vorstellung“, 4. Buch „Zur Lehre von der Verneinung des Willens zum Leben – Ethik II). 

Man kann also zu der Schopenhauer-Philosophie durchaus sagen, dass ihr Verfasser in den allermeisten Menschen Getriebene ihres Willens, d.h. ihres Egoismus und auch ihres Sexualtriebes sieht. Siehe "Die Welt als Wille und Vorstellung, 4. Buch: „In dem auf den höchsten Grad gesteigerten Bewusstsein, dem menschlichen, muss, wie die Erkenntnis, der Schmerz, die Freude, so auch der Egoismus den höchsten Grad erreicht haben und der durch ihn bedingte Widerstreit der Individuen auf das entsetzlichste hervortreten…“

Anm.: Als Folge des Aufklärungszeitalters forderte man früher (z.B. noch in den 50er Jahren) eine Beherrschung des Sexualtriebes, damit die Vernunft die Oberhand behält (Sex außerhalb der Ehe galt als verpönt, weil unvernünftig bzw. unmoralisch). Dann wurde die Auffassung vorherrschend, eine solche Unterdrückung des Sexualtriebes sei schädlich, sie begünstige Neurosen (Freud); allenfalls durch "Sublimierung" des Sexualtriebes könne ein wertvoller Beitrag zur Kultur geleistet werden Zur "Sublimierung" seien aber nur wenige befähigt. Als dann noch die Pille erfunden wurde, gab es keine Halten mehr (Sexwelle).

Die Allgegenwart des Sexuellen hat also auch mit der Erfindung der Pille und mit den Erkenntnissen der Sexualwissenschaft bzw. der Psychoanalyse zu tun.





 


Hey tommythewho, 

eine Interessante Frage ;) 

Nun, du hast es selbst erwähnt:

der Geschlechtsakt dient eigentlich der Aufrechterhaltung JEDES Lebewesen, da JEDE Art Seinesgleichen aufrechterhalten möchte. Aber bezogen auf den Menschen dient der Geschlechtsverkehr natürlich nicht mehr nur zur Aufrechterhaltung der Menschen oder um eigenen Nachwuchs zu produzieren. Menschen führen ihn mittlerweile zum größten Teil aus Spaß, Lust und Freude an der Sache aus. Weshalb der Geschlechtsverkehr jedoch als unvernünftig, animalisch und als allgegenwärtig betrachtet wird, kann nicht genau beantwortet werden. Aber es bestehen Vermutungen, die es erklären könnten:

als unvernünftig könnte der Geschlechtsverkehr aus dem Grund betrachtet werden, da ein großer Bestandteil unserer Gesellschaft es als unzulässig betrachtet, dass mit dem Sex ZU offenkundig umgegangen wird, sodass auch Jugendliche davon profitieren, da sie durch den offenkundigen Umgang mit Sex animiert werden, früh Sex zu haben. Denn das Interesse an Sex wird heutzutage bereits mit 12 und früher geweckt, da viel Wind um Sex gemacht wird, Werbung gemacht wird und es etliche Möglichkeiten gibt, um an informative Hintergründe zu kommen, die genau beschreiben, wie was gemacht wird - und das bekommt natürlich auch die junge Generation mit, was wiederum Kopfschütteln bei den Erwachsenen hervorrufen lässt, da mit 13 Jahren Sex zu wollen unvernünftig ist. 

weshalb der Geschlechtsverkehr als animalisch betrachtet wird, ist eigentlich eine Leichtigkeit, dies zu erklären. Denn animal bedeutet Tier - und Tiere üben den Sex auf eine "wilde" Art aus. Wird der Geschlechtsakt von Menschen wild ausgelebt, so spricht man auch von animalisch. Wenn man so will, dient das Adjektiv "animalisch" auch als einen anderen Begriff für "Wild". 

Weshalb Geschlechtsverkehr als allgegenwärtig betrachtet wird, dürfte daran liegen, dass sexuelle Aktivitäten zwar JEDEN Menschen auf Erden erreicht hat, Sex jedoch NICHT von JEDER Person auf Erden ausgelebt wird. Zumal Sex eigentlich auch ein Hauptbestandteil Jedes Menschen sein soll, was bedeutet, dass der Sexualtrieb in JEDER Person schlummert, was auch erklärt, weshalb Sex allgegenwärtig ist. Nur, wie bereits erwähnt, wird der Sexualtrieb nicht von jeder Person ausgelebt. 

Aber diese Vermutungen basieren lediglich auf MEINE Vorstellungen, was bedeutet, dass diese auch NICHT stimmen müssen. Denn mir ist durchaus bewusst, dass Jede und Jeder ihre/seine eigene Vorstellungen und dementsprechende Erklärungen besitzt. Diskussionen sind daher ausgeschlossen. 

LG, Toxic38 

Ein starker Sexualtrieb hat evolutionäre Vorteile - wer Sex hat, pflanzt sich fort.

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