Warum ist der Rhyolith und der Gabbro selten, aber Basalt und Granit häufig?

...komplette Frage anzeigen Gabbro, Basalt, Rhyolith und Granit - (Schule, Geographie, Steine)

1 Antwort

Eigentlich steht die Erklärung schon "grob" unterhalb der Tabelle, folgendes Wissen wäre jedoch vorausgesetzt:

Silikatreiche oder saure/felsische Schmelzen (Magma) sind sehr viskos ("dickflüssig") und basische/silikatarme Schmelzen sind wenig viskos (eher "dünnflüssig"). Der Grund hierfür hängt mit der "Struktur" der Magma / Silikate zusammen.

Wird in der Erklärung von Viskosität gesprochen, so bezieht sich dies auf die jeweilige Schmelze...

Nun solltest du es dir selbst erklären können ;)

Falls es jedoch noch nicht ganz klappt, kannst du dich gerne nochmals melden, am besten mit deinen Ansätzen :)

Vielen Dank!!!! Leider hats immer noch nicht Klick gemacht..
Also der Rhyolith ist ja dickflüssig und schwer, dementsprechend sinkt er und ist somit seltener an der Oberfläche.
Basalt dagegen ist dünnflüssig und leicht und bleibt an der Oberfläche.
Granit ist zwar dickflüssig, aber erstarrt schon in der Erdkruste und gelangt nach oben.
Gabbro ist ebenfalls dickflüssig, aber bleibt , naja das weiss ich jetzt auch nicht....

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@mewel

Es scheinen weitere Grundlagen zu fehlen, also ein paar Ergänzungen:

1. Schmelze vs. Gestein

Rhyolith, Basalt, Granit und Gabbro sind Gesteine, also Festkörper, sie bewegen sich "nicht von selbst". Eine Schmelze hingegen, also aufgeschmolzenes Gestein, kann sich "von selbst bewegen". Es macht also z.B. wenig Sinn, von einem dickflüssigen/sinkenden Rhyolithen zu sprechen ;)

2. Plutonite und Vulkanite

Erstarrt eine Schmelze in der Erdkruste entstehen Gesteine, die Plutonite genannt werden. Die chemische Zusammensetzung dieser Gesteine basiert logischerweise auf derjenigen der Schmelze: Wird aus einer "sauren" Schmelze ein Plutonit geformt, so entsteht ein Granit (o.ä.). Bei einer basischen Schmelze entsteht ein Gabbro (o.ä.).

Tritt die Schmelze an der Erdoberfläche aus, erstarrt diese rasch und die entstehenden Gesteine werden Vulkanite genannt. Dasselbe spiel: "saure" Schmelze -> Rhyolith (o.ä.) & basische Schmelze -> Basalt (o.ä.).

3. Viskosität =/= Dichte

Von der Viskosität kann nicht auf die Dichte eines Materials geschlossen werden. Der Punkt hier ist, dass viskose Schmelzen "Mühe" haben, in der Erdkruste vorzudringen, also eher "stecken bleiben". Dünnflüssige Schmelzen dringen also eher bis an die Erdoberfläche vor und treten dort aus.

Siehst du nun denn Sinn hinter den Erklärungen auf deinem Batt?

Ersetzte vielleicht "Gabbro" mit "basische Schmelze" und "Granite" mit "saure/felsische Schmelze"...

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@LuckyRain

Mir ist grade noch etwas aufgefallen, das du anscheinen falsch verstanden hast:

Mit selten/häufig ist nicht die Häufigkeit an der Erdoberfläche gemeint, sonder wie häufig das Gestein "allgemein" auftritt (also auch im Untergrund).

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Oha vielen vielen lieben Dank!!! deine Erklärung hat mir gerade so unheimlich gut geholfen! Ich danke dir wirklich sehr! Auch für deine Mühe, mir das alles schrittweise zu erklären!!

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