Warum ist der Mensch ein Zwiegeschlecht und vereint somit den unvereinbaren Gegensatz in sich? Was macht ihn so erfolgreich im Gegensatz zu anderen Lebewesen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo TheoPhysi,

wir beobachten bei "höheren" Lebewesen eine Vermischung und Kombination von Information in ein neues Lebewesen, können an der Stelle streng vermuten dass es um Optimierung in einer komplexen Lebensumgebung mit komplexen Lebensfunktionen geht.

Vielleicht bedeutet diese Komplexität, die auch wachsen mag, nicht notwendigerweise Erfolg - es sei denn z.B. im Erwerb von Lebensraum gegenüber anderen Lebewesen.

Zweigeschlechtlichkeit mag im Kontext dieser Komplexität die Methodik "der Wahl" sein, wo der Informationsaustausch sich zu Gunsten einer Spezialisierung auf eine Richtung, die dann hinreichend erscheint fokussiert.

Es mag sich in dem Zuge z.B. Bewusstsein entwickelt haben was wiederum eine größere Flut von Inputs und Rahmenbedingungen zu strukturieren hat.

Und vielleicht ist das noch nicht zu Ende: wir entwickeln uns über diese Vermischung und Kombination von Information weiter in noch höhere Komplexität hinein.

Mit vielen lieben Grüßen

EarthCitizen

Hallo TheoPhysi,

hab vielen herzlichen Dank für den Stern. Ich freue mich sehr, wenn ich Dir nochmals habe helfen können.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

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Das hat etwas mit der Instabilität grosser Moleküle zu tun. Grosse Moleküle verändern sich schneller, z.B. durch UV-Strahlung, kosmische Strahlung, Umweltradioaktivität. Diese Einflüsse bewirken z.B. Veränderungen der Molekülstrukturen in der DNA (Erbgut). Sogenannte Schreib-und Lesefehler entstehen, Mutationen in Folge.

Je komplexer die DNA/RNA umso gefährlicher die Ansammlung von Fehlereinheiten in den Genen. Falscher Code führt zu falschen Ablesungen und falschen Proteinen oder gar keinen. Folge: Krankheiten, Missbildungen. Würde man klonhaft diese fehlerhafte DNA durch Selbstteilung weitergeben, aufsummieren sich die Fehler bis man als komplexes Lebewesen nur noch eine "halbtote, schwerkranke Mutante" ist.

DNA-Vermischung durch Geschlechter wirkt dem entgegen. Die Fehler werden ausgedünnt, ersetzt.

Die Größe der DNS ist anfälliger. Sehr interessant. Danke.

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Der Mensch ist kein Zwiegeschlecht, sondern hat wie die meisten Lebewesen ein bestimmtes Geschlecht. Die meisten Menschen sind entweder weiblich oder männlich, obwohl es auch Menschen gibt, die sich als intersexuell bezeichnen, das heißt, sie haben Merkmale beider Geschlechter oder Merkmale, die nicht klar einem Geschlecht zugeordnet werden können.

Was den Erfolg des Menschen im Vergleich zu anderen Lebewesen angeht, gibt es viele Faktoren, die dazu beigetragen haben. Einer der wichtigsten ist sicherlich seine Fähigkeit zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten. Der Mensch ist ein soziales Wesen, das in der Lage ist, komplexe Sprachen zu entwickeln und zu nutzen, um sich gegenseitig zu helfen und gemeinsam Herausforderungen zu bewältigen. Dies hat ihm ermöglicht, sich erfolgreich an unterschiedliche Lebensräume anzupassen und sich als Art zu verbreiten.

Darüber hinaus ist der Mensch auch ein sehr anpassungsfähiges Lebewesen, das in der Lage ist, sich schnell auf neue Situationen einzustellen und neue Fähigkeiten und Technologien zu entwickeln. Dies hat ihm geholfen, sich als Art weiterzuentwickeln und die Herausforderungen des Lebens zu meistern.

Insgesamt ist der Erfolg des Menschen also auf seine Fähigkeit zur Kommunikation und Zusammenarbeit, seine Anpassungsfähigkeit und sein Potenzial zur technologischen Entwicklung zurückzuführen.

Woher ich das weiß:Recherche

Sehr gute Antwort. Danke. Trotzdem das die Menschen zwiegeschlechtlich sind und zwei Geschlechter haben

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@TheoPhysi

Es kommt immer darauf an, wie du es definierst.

Wenn man nach den Gameten geht, den Keimzellen, dann gibt es nur zwei Geschlechterausprägungen: männliche und weibliche Keimzellen.

Biologisch betrachtet sind beim Menschen eben auch andere Geschlechter möglich: es kann nämlich durchaus passieren dass ein Mensch mehr als zwei Geschlechtschromosomen besitzt. Neben XX und XY sind dann also auch andere Kombinationen möglich.

Dadurch kann es zu unklaren Geschlechtsmerkmalen führen, so dass der Mensch nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden kann. Man spricht hier von intergeschlechtlich. Und das ist keine neue Erfindung sondern in der Medizin seit über 100 Jahren bekannt.

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@PixelManuel

Ok. Welche Kombination wäre noch möglich außer XX und XY? Etwa YY? Gibt es soetwas überhaupt?

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@TheoPhysi

YY ist nicht möglich. Allerdings wäre zum Beispiel XYY oder XXY möglich. Auch gibt es nur X.

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@PixelManuel

Kannst Du mir schreiben welche Lebewesen das sind? XXY und XYY und X.

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@PixelManuel

Jau. Du hast Recht. Habe es gerade gegoogelt. Unglaublich. Danke für die Antwort. Du weißt nicht zufällig wieviele Geschlechter sich aus den Kombinationen ergeben? Doch nur zwei und irgendetwas dazwischen oder?

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@weckmannu

Danke, deinem wachsamen Auge. "Holzauge bleib wachsam ". (Zitat aus Pinocchio)

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Irgendwann in der Evolution wurde die sexuelle Fortpflanzung "erfunden", und sie hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen.

Die Nachkommen haben immer etwas andere Eigenschaften als die Eltern, so können sie sich an veränderte Umwelt, Krankheiten u.ä. besser anpassen. Eine Population mit großer Variabilität ist von Vorteil.

Der Mensch als Säugetier, ist wie alle anderen Säugetiere auch zweigeschlechtlich.

Naja. Es gibt Säugetiere die sind das nicht. Sprich Nacktmulch. Ein Penis auf 4 Beinen. Es müsste ein Säugetier sein. Bin kein Experte was Nacktmulche angeht.

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Die Rekombination aus der DNA von zwei Geschlechtern hat sich als besonders effektiv herausgestellt, um eine möglichst hohe genetische Vielfalt zu erzeugen.

Wenn man nur aus sich selbst heraus Nachkommen zeugt, hat man keine genetische Vielfalt, da sämtliche Nachkommen genetisch identisch, also Klone sind.

Genetische Vielfalt. Danke.

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