Warum ist der Luftdruck so ungewöhnlich hoch, aber das Wetter grau und regnerisch?

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5 Antworten

Gibt zu der Antwort von coronaborealis eigentlich nicht mehr viel zu sagen... Das was er unter Punkt 1 beschrieben hatte nennt man "Inversionswetterlage" - Inversion -> alles ist umgedreht. Normal ist es so, dass es im Bergland in der Höhe kalt ist und unten milder... bei einer Inversion ist es genau anders herum. Ein Hoch kommt mit einer milden Höhenströmung daher und verdrängt die kalte Luft aus der Höhe (da die Luft ja nach unten sinkt -> deshalb am Boden höherer Luftdruck, bei einem Tief genau anders herum, die Luft wird nach oben gesogen -> am Boden niedriger Druck und die Feuchtigkeit vom Boden steigt auf und kondensiert in der kalten Höhenluft) wenn sich nun in den langen Nächten zwischen etwa Oktober und März die Luftmassen bodennah stark auskühlen bildet sich Nebel, der sich aufgrund schwacher Sonneneinstrahlung und kaum/ keiner Luftbewegung nicht mehr auflöst. Mit der Zeit steigt dieser nach oben und kapselt die tieferen Lagen ab, hier bleibt es kalt, in den 3 Wintermonaten oft sogar bei Dauerfrost und trübem Nebel/ Hochnebel-Wetter, in den Hochlagen über dem Nebelmeer dagegen beste Fernsicht mit strahlendem Himmel und sehr milden Temperaturen. Wenn dann noch, wie in diesem Fall das Hoch westlich von uns liegt und uns nur am Rande "berührt" oder besser gesagt mit seinem Einflussbereich streift und feucht-milde Luftmassen vom Atlantik ins Landesinnere führt, dann passiert genau das, was wir jetzt haben. Da wir, wenn auch nur knapp, im Einflussbereich des Hochs sind haben wir diesen hohen Luftdruck auf dem Barometer, dennoch gibt es sehr niedrige Wolken aus denen es ständig nieselt und Sprühregen gibt. Richtigen Regen sehen wir hier aber eher selten... denn die für richtigen Regen verantwortlichen dichten Wolken lägen in etwas höheren Schichten als die, die jetzt über uns liegen, diese können sich aufgrund des Hochdruckeinflusses - zumindest in weiten Teilen des Landes - aber trotzdem nicht halten, bzw. gar nicht bilden! Übrigens, läge das Hoch nur ein paar 100 km weiter westlich (dorthin wird es sich gegen Ende der Woche auch "verzupfen") würde sich die Strömung auf Nord einstellen und wir hätten feinstes Winterwetter! ;)

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!!!

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Trübes Wetter trotz hohem Luftdruck kann zwei Gründe haben.

  1. Es herrscht Hochnebel, dann bildet sich in den langen Nächten eine Kaltluftschicht, welche die tiefstehende Sonne tagsüber nicht auflösen kann.
  2. In diesem Fall: Um das Hoch strömt die Luft im Urzeigersinn. Liegt das Hoch im Westen, strömt vom Atlantik feuchte Meeresluft heran. Es regnet, trotz hohem Luftdruck, besonders, wenn sich die Luft am Gebirge staut.

Danke!!!

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Im Winter ist das so, dass Hochdruckgebiete Schlechtwettergebiete sind. Bei Tiefdruck scheint dann auch die Sonne

Bei Tiefdruck scheint weder im Sommer noch im Winter die Sonne.

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Unser Wetter wird von einem Hoch beeinflusst, das über Frankreich liegt. Es wird feuchte ,wolkenreiche Luft nach Deutschland transportiert.

Schmudelwetter also.

Oh, das klingt ja sehr wissenschaftlich. Hab versucht, dass zu verstehen, aber irgendwie beantwortet das nicht meine Frage. Es wird erklärt, dass bei niedrigem Luftdruck das Wetter unbeständig ist und bei hohem Luftdruck trocken und schön. Aber z.Zt. ist es andersherum.

Aber trotzdem Danke für die Antwort.

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