Warum ist der Koran, nach der Länge der Suren aufgebaut?

6 Antworten

Ich kann es mir nur so vorstellen, dass "man" wahrscheinlich keine sinnvollere Ordnung finden konnte. - Die einzelnen Suren stehen ja inhaltlich ohnehin in keinem direkten Zusammenhang zueinander.

Am Sinnvollsten wäre daher meiner Meinung nach gewesen, einfach eine alphabetische Reihenfolge nach den Namen der Suren zu wählen.

Die herab lassenden Kommentare von Edel-Christen über den Koran sind immer wieder interessant! Und vice versa!

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@666Phoenix

Ach Phoenix, was soll's? - Du scheinst ohne dein typisches, aber wenig hilfreiches "Störfeuer" einfach nicht leben zu können. 

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Soweit ich weiß, war es damals üblich, Sammlungen von Texten eines Autors nach Länge absteigend zu sortieren. Eine Ausnahme bildete ggf. ein Vorwort.

Aber dann ergibt ein Text doch keinen Sinn mehr...

Außer für Menschen, die nicht lesen konnten.

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@Sonnentierlein

Meistens waren es ja relativ kurze Artikel, die nicht aufeinander aufbauen. (Das jetzt generell zu Texten der Antike und des frühen Mittelalters)

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Das ist kein roman, sondern ein gesetzesbuch.
Die reihenfolge stimmt so

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Es gibt nur 1. Version des korans.
Und soweit ich weiss ist sie auch so aufgebaut wie sie herabgesandt worden ist. Der anfang des korans wurde in mekka, das ende in medina herabgesandt, da der prophet muhammed von mekka nach medina ausgewandert ist.

Mit Version meinte ich Übersetzung...sorry. Dass mit Mekka und Medina ist mir bewusst. Ich finde den Aufbau trotzdem irgendwie komisch.

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@Sonnentierlein

Das sehe ich auch so... vieles wäre einfacher zuzuordnen, wenn es --wenigstens--- in der Reihenfolge der 23 Jahre aufgeschrieben worden wäre....gerne noch mit dem Zusatz. "herabgesandt in Medina/Mekka../ in der Wüste.."... usw....

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@Jogi57L

Das Leben ist demnach kein Wunschkonzert.

Wenn du es haben willst, wie du es haben willst, dann nimm doch viele Lesezeichen , beschrifte sie, und ergänze exemplarisch das Jahr, an dem es offenbart worden war, ob es eine medinensische oder mekkanische Sure ist et cetera.

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@Jogi57L

Es gibt unter den muslimischen Gelehrten, ob Sunniten oder Schiiten, keine Streitigkeiten darueber, dass Imam Ali (Friede sei mit ihm) eine spezielle Kopie des heiligen Koran selbst zusammentstellte und er war der Erste, der den Koran zusammenstellte. Es existieren viele Ueberlieferung von Sunniten und Schiiten, welche beinhalten, dass Imam Ali sich nach dem Ableben des Propheten (Allahs Segen und Frieden sei mit ihm) in sein Haus zurueckzog und schwoerte, dass er seine Kleidung fuer außerhalb des Hauses nicht anziehen wird oder das Haus nicht verlassen wird, bevor Er den Koran fertig zusammengestellt hat.

In dem Koran steht auch wo eine Sure offenbart worden ist. (Mekka/Medina)

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Ganz genau. Man kann auch echt ueber alles meckern oder

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Meines wissens nach waren das abu bakr (r.) und umar (r.) die die seiten des qurans zusammengetan haben

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http://www.hagalil.com/2009/07/koran-1/

Der Koran ist die authentische Urkunde für Mohammeds Leben und Werk. Er enthält seine eigenen Worte, die er als Offenbarungen Gottes erklärte. In ihm spricht Allah entweder in der Ein- oder Mehrzahl zum Propheten und durch diesen zu den Menschen oder Gläubigen. Dank Muhammed wurde den Arabern eine Offenbarung in ihrer eigenen Sprache zuteil — wobei sich die Offenbarungen im Koran nach des Propheten Meinung mit denjenigen decken, die frühere Völker durch ihre Propheten erhalten haben. Demnach sollte das, was Moses in der Thora, David in den Psalmen und Jesus in den Evangelien ihre Völker lehrten, auch den Arabern in ihrer Sprache verkündet werden.[1]

Schon in Mekka dürfte die gedächtnismäßige Bewahrung der Predigten und Ermahnungen Mohammeds eingesetzt haben, da sie offenbar zugleich als Rezitationen kultischen Zwecken dienten. Darauf verweist bereits die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Koran, die „Vortrag, Rezitation“ lautet. Zu Lebzeiten des Propheten hat es anscheinend keine kanonische Sammlung der einzelnen Offenbarungen gegeben. Es existierten zunächst verschiedene, eher private Sammlungen. Erst unter dem dritten Kalifen Othman (644–656) wird eine offizielle Koran-Ausgabe erstellt. Eine von Othman in Medina eingesetzte Kommission von drei Mekkanern schuf in ungefähr fünf Jahren die heute noch gültige Textausgabe.

Die Einteilung des Korans in Suren und Verse, wie man sie kennt, geht auf den othmanischen Text zurück. Er umfasst insgesamt 114 Suren von sehr unterschiedlicher Länge; sie bestimmt auch die äußerliche Anordnung nach absteigendem Umfang, d.h. die längsten Suren stehen, außer Sure 1, am Anfang, die kürzesten und zugleich ältesten am Ende. Jede Sure trägt heute einen Namen, der aus einem hervortretenden oder ungewöhnlichen Wort der betreffenen Sure gewonnen ist. Abgesehen von der 9. Sure wird jede Sure mit Basmala, eingeleitet, was „Im Namen des barmherzigen und erbarmenden Gottes“ bedeutet.

Außer der ersten Sure al-Fatiha "Die Eröffnende" hat keine der anderen 113 Suren einen unbedingten festen Platz. Die Reihenfolge der Suren spielt bei der Koranhermeneutik nur eine untergeordnete Rolle. Keine Sure erhâlt eine andere Interpretation, weil sie weiter vorne der hinten steht. Die Frage ist zwar sehr interessant, aber die Antwort hat keinen Einfluss auf den Inhalt des Korans.

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