Warum ist der Koran, nach der Länge der Suren aufgebaut?

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5 Antworten

http://www.hagalil.com/2009/07/koran-1/

Der Koran ist die authentische Urkunde für Mohammeds Leben und Werk. Er enthält seine eigenen Worte, die er als Offenbarungen Gottes erklärte. In ihm spricht Allah entweder in der Ein- oder Mehrzahl zum Propheten und durch diesen zu den Menschen oder Gläubigen. Dank Muhammed wurde den Arabern eine Offenbarung in ihrer eigenen Sprache zuteil — wobei sich die Offenbarungen im Koran nach des Propheten Meinung mit denjenigen decken, die frühere Völker durch ihre Propheten erhalten haben. Demnach sollte das, was Moses in der Thora, David in den Psalmen und Jesus in den Evangelien ihre Völker lehrten, auch den Arabern in ihrer Sprache verkündet werden.[1]

Schon in Mekka dürfte die gedächtnismäßige Bewahrung der Predigten und Ermahnungen Mohammeds eingesetzt haben, da sie offenbar zugleich als Rezitationen kultischen Zwecken dienten. Darauf verweist bereits die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Koran, die „Vortrag, Rezitation“ lautet. Zu Lebzeiten des Propheten hat es anscheinend keine kanonische Sammlung der einzelnen Offenbarungen gegeben. Es existierten zunächst verschiedene, eher private Sammlungen. Erst unter dem dritten Kalifen Othman (644–656) wird eine offizielle Koran-Ausgabe erstellt. Eine von Othman in Medina eingesetzte Kommission von drei Mekkanern schuf in ungefähr fünf Jahren die heute noch gültige Textausgabe.

Die Einteilung des Korans in Suren und Verse, wie man sie kennt, geht auf den othmanischen Text zurück. Er umfasst insgesamt 114 Suren von sehr unterschiedlicher Länge; sie bestimmt auch die äußerliche Anordnung nach absteigendem Umfang, d.h. die längsten Suren stehen, außer Sure 1, am Anfang, die kürzesten und zugleich ältesten am Ende. Jede Sure trägt heute einen Namen, der aus einem hervortretenden oder ungewöhnlichen Wort der betreffenen Sure gewonnen ist. Abgesehen von der 9. Sure wird jede Sure mit Basmala, eingeleitet, was „Im Namen des barmherzigen und erbarmenden Gottes“ bedeutet.

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Soweit ich weiß, war es damals üblich, Sammlungen von Texten eines Autors nach Länge absteigend zu sortieren. Eine Ausnahme bildete ggf. ein Vorwort.

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Kommentar von Sonnentierlein
26.12.2015, 21:09

Aber dann ergibt ein Text doch keinen Sinn mehr...

Außer für Menschen, die nicht lesen konnten.

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Kommentar von askiMenzil
26.12.2015, 21:15

Das ist kein roman, sondern ein gesetzesbuch.
Die reihenfolge stimmt so

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Außer der ersten Sure al-Fatiha "Die Eröffnende" hat keine der anderen 113 Suren einen unbedingten festen Platz. Die Reihenfolge der Suren spielt bei der Koranhermeneutik nur eine untergeordnete Rolle. Keine Sure erhâlt eine andere Interpretation, weil sie weiter vorne der hinten steht. Die Frage ist zwar sehr interessant, aber die Antwort hat keinen Einfluss auf den Inhalt des Korans.

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Also nach der Wort Anzahl weiß ich nicht, aber normal sind sie nicht genau nach der Länge sortiert, dies sieht man vorallem auf den letzten Seiten.

Ansonsten ist die Reihenfolge des Koran Teil der Offenbarung, auch wenn die Offenbarungschronologie eine andere ist.

Der Engel Gabriel las den Koran im Monat Ramadan dem Propheten in dieser Reihenfolge vor, daher hat der Koran genau diese Reihenfolge.

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Kommentar von earnest
27.12.2015, 07:21

Das ist eine interessante Theorie. Vielleicht wollte Gabriel den Propheten nicht unnötig ermüden und nahm auf seine vielleicht nachlassende Aufmerksamkeit Rücksicht?

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Ich kann es mir nur so vorstellen, dass "man" wahrscheinlich keine sinnvollere Ordnung finden konnte. - Die einzelnen Suren stehen ja inhaltlich ohnehin in keinem direkten Zusammenhang zueinander.

Am Sinnvollsten wäre daher meiner Meinung nach gewesen, einfach eine alphabetische Reihenfolge nach den Namen der Suren zu wählen.

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Kommentar von 666Phoenix
27.12.2015, 18:55

Die herab lassenden Kommentare von Edel-Christen über den Koran sind immer wieder interessant! Und vice versa!

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